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21.08.18

Sommer-Lasagne

In den letzten Jahren binden wir unsere Zucchinistaude hoch. Der Vorteil ist, dass sie keinen Bodenkontakt hat, nicht mit Nässe und die damit verbundenen Krankheiten so leicht in Kontakt kommt.

Die Pflanze trägt seitdem eine Vielzahl an wunderschönen Zucchinis.

09.04.18

Orzotto mit Zucchini und gerösteten Hanfsamen

Es ist nicht gerade mein Lieblingswort: Superfood. Aber heute muss ich es im Bezug der Hanfsamen doch einmal gebrauchen. Hanfsamen kenne ich noch nicht so lange, aber dafür mochte ich sie auf Anhieb.

26.03.18

Rote Linsen mit Basilikum-Tofu

Endlich komme ich wieder einmal dazu euch ein Rezept zu posten. Bis sich alles eingependelt hat, beansprucht mich meine neue Arbeit schon noch ziemlich, aber sie gefällt mir außerordentlich und das ist das Wichtigste.

26.10.17

Wrap, Tortilla, oder Piadina?

Das ist hier die Frage! Wie heißen sie denn nun diese Fladen, die in mehreren Kulturen vorkommen? Wenn man in der Geschichte des Brotes nachliest, dann sieht man, dass aller Brotes Anfang Fladenbrote waren. 

Mehl wurde mit Wasser vermischt und wurde auf heißen Steinen getrocknet, damit es haltbar und für den Transport brauchbar wurde. Ob man sie Wrap, Tortilla oder Piadina nennt, werden sie im Prinzip immer auf dieselbe Weise hergestellt

16.10.17

Resteverwertung mit dem Wok


Wok-Gerichte liebe ich ganz besonders, wenn ich viele kleine Gemüsereste im Kühlschrank habe. Der Junior war zu Besuch. Früher hätte ich ihm so was nicht so leicht unter gejubelt. Mittlerweile kocht er es sich selbst, auch ein Kunterbunt an Gemüse mit Tofu und Ramen-Nudeln.

Sobald jemand selbst zu kochen beginnt, sieht die "Kochwelt" ganz anders aus, als wenn man sie nur als Esser kennt. Vor allem wenn man nicht ein unbegrenztes Buget zur Verfügung hat, bei Studenten ganz normal.

15.09.17

Zucchinikeulen-Verbrauch


Es war wieder einmal soweit: die Zucchinikeule schlug zu. 4 Kilo kamen auf die Waage, wunderschön, aber was macht man mit so einem Monstrum? Bereits vor 7 Jahren rettete mich ein Rezept von Robert. Auf seinem Titelbild ist Robert mit seiner Keule verewigt.

01.08.17

Ramen mit Pak Choi vom Garten

In der Gärtnerei fand ich dieses Jahr das erste Mal Pak Choi-Pflänzchen. Im Gemüseladen habe ich ihn bei uns noch nie gesehen, hatte Pack Choi aber anderorts jedoch schon gekauft und gekocht. Ein Platz im Garten war schnell gefunden und jetzt war er zu ernten.

Wie Pak Choi schmeckt wird hier recht gut beschrieben, nur "an Stelle von Mangold oder Spinat" würde ich ihn nicht bedenkenlos einsetzen. Für Spinatspatzlen zum Beispiel schmeckt er zuviel nach Kohl oder Senf. Dieses Gemüse ist im asiatischen Raum beheimatet und deshalb gab es bei uns ein asiatisch angehauchtes Gericht.

13.06.17

Fitness-Teller aus dem Garten

Vom Garten kommt die erste Ernte auf den Tisch und da es bei uns schon sehr heiß ist, wird nicht viel gekocht. Denn Kochen erwärmt nicht nur die Wohnung, warmes Essen erwärmt unnützerweise auch den Körper, der eher Kühle braucht.

Wir mögen Mangold sehr, nur ist das Repertoire, was man aus ihm zubereiten kann, nicht gerade gigantisch. Ich setzte ihn jedes Jahr in den Garten und man kann ernten, ernten, ernten....

15.05.17

Kartoffelspaghetti mit Spargeln - Ist das auch low carb?

Der absolute Renner ist momentan der Spiralschneider. Anscheinend fasziniert es die Menschen aus allenmöglichen Gemüsen Spaghetti zu schneiden, mich inbegriffen. Manchmal muss man sich nur überlegen, welches Format sich am Besten dafür eignet.

Ich war auf der Suche spiralschneidertauglicher Kartoffeln und bin fündig geworden. Speckig sollten sie sein, damit sie nach dem Kochen noch Biss hätten. Einen einzigen habe ich erworben, der über einen halben Kilo auf die Waage brachte.

02.03.17

3 x Spaghetti

Der Spiralschneider ist momentan hoch im Kurs, nicht nur für Vegetarier und Veganer eine schöne Abwechslung. Roh oder kurz in heißem Olivenöl geschwenkt, kann man Nudeln zubereiten ohne Nudeln.

Damit ihr seht, dass es auch mit Nudeln geht, gibt es diesmal 3 x Spaghetti. Wobei sich für das Foto viele Weizenspaghetti auf den Teller geschlichen haben. Das Verhältnis war ein anderes. Weizenspaghetti und Gemüsespaghetti hielten sich die Waage.

24.02.16

Zucchinispaghetti mit Gemüsesugo


Neulich wurde während des Mittagessens die Frage aufgeworfen, wieso man in deutscher Sprache Zucchini sagt, ganz gleich ob man einen oder mehrere meint. Wie man hier nachlesen kann gibt es im Italienischen den "zucchino" wie auch die "zucchina", in der Mehrzahl "zucchini" und "zucchine".

Wie im oben genannten Artikel beschrieben, benennt die weibliche Form sei es das Gemüse, wie die Pflanze, deshalb hat sich diese in Italien weitgehend durchgesetzt. Unser Sohn erzählte dann, wie er vor zwei Jahren, als er ein Schuljahr in der Toscana absolvierte, von seinen Mitschülern gehänselt wurde, als er Zucchini sagte.

Gibt es tatsächlich kein deutsches Wort für diese, dem Kürbis verwandten grünen Stangen? Auf jeden Fall sind sie vielseitig und mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich. Wobei die von der eigenen Staude im Sommer immer noch die besten sind.       

29.10.15

Gemüseallerlei


Heute habe ich ein schnelles Gericht, ein gutes und gesundes Essen. Was will man mehr? Außerdem eignet es sich vortrefflich zum Verbrauch für verschiedene Gemüsesorten und man kann es zu jeder Jahreszeit zubereiten, da man saisonales Gemüse verwenden kann.

Da wir zurzeit nur zu zweit zu bekochen sind und mein Garten immer noch allerhand hervorbringt, muss ich schauen, dass ich das Gemüse verkoche, bevor es verdirbt.
Wie gesagt, heute gibt es das Gericht mit diesem Gemüse, ein anderes Mal in einer ganz anderen Kombination.

22.09.15

Arrotolato di piadine - Zucchinistrudel


Wenn man bei einer Zucchinistaude eine ganze Woche lang nicht hinschaut entstehen solche Keulen. Schon im Header von Robert erkennt man, dass ihn die Keulen schwer zu schaffen machen.

Das oben verlinkte Rezept habe ich schon mehrmals nachgekocht, so wie auch Micha, nur ist so eine Keule zu zweit eine wirkliche Herausforderung. Fast eine ganze Woche aßen wir uns durch sämtliche Zucchinirezepte, welche ich auf Lager hatte.

11.05.15

Altes mit Neuem aufgepeppt - Frühlingssalat

















So überraschte uns gestern Abend unser Sohnemann zu unserem selbsternannten "Elterntag". Mit seiner Schwester, in Oslo über Skype, mit seiner Oma im unteren Stock als Beraterinnen, kochte er uns ein perfektes Abendessen mit Spargeln mit Boznersauce, Salzkartoffeln und Beinschinken und als Nachspeise Haselnuss-Halbgefrorenes. Und ich dachte er kann nicht kochen!!

So entlasse ich ihn leichteren Herzens im Herbst, wenn es wahrscheinlich nach Wien zum Studium geht.

Ich hingegen habe mich für einen Rohkost-Teller entschieden. Es heißt die Roten Rohnen vom Vorjahr aufzubrauchen.

Es gibt ja schon allerhand Frisches, mit dem man das Alte aufpeppen kann. Deshalb traue ich mich diesen Salat als Frühlingssalat zu bezeichnen.

Frühlingssalat

Zutaten für 2 Personen:
  • 1 rohe Rote Rohne (Rote Bete)
  • 1 kleiner Lauch
  • 1/2 Salatgurke
  • 1/2 Bund Radieschen
  • in Öl eingelegte Carciofiherzen
  • Kresse
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • Apfelessig
  • Olivenöl
  1. Ich schäle die Rote Rohne und rasple sie mit der Rohkostreibe in zwei Teller.
  2. Den Lauch wasche ich, schäle das Innere heraus und schneide dieses in Ringe. Diese kommen über die Rote Rohne.
  3. Die Gurke schäle ich, hoble sie mit dem Hobel über den Salat in grobe Stifte.
  4. Radieschen werden gewaschen, das Grünzeug schneiden ich weg, und stiftle sie ebenfalls, aber diesmal fein.
  5. Dann verfeinere ich den Salat noch mit frisch "gemähter" Kesse und in Öl eingelegten Carciofiherzen.
  6. Für das Dressing mische ich einen gestrichenen Teelöffel Kräutersalz mit 1 Esslöffel Apfelessig, 2 Esslöffel Olivenöl und wenig Pfeffer. Dieses träufle ich über die zwei Teller.
  

Jetzt wo es warm wird, gehören Salate zu unseren absoluten Favoriten.

28.04.15

Kolterer Plent mit Peperonata - So sogn holt mir's























"Plent" ist so ein Wort wie "Schmarren". Man kann einen "Plentn" daherreden, also nichts Gescheites. Plent heißt bei uns aber auch die Polenta.

Dass es Kalterer Polenta gibt, hatte ich nicht gewusst. Eine nette Teilnehmerin meiner Kochkurse überraschte mich mit einer Packung, sehr zur Freude meines Mannes.

Der Kalterersee ist bekannt für seinen Vernatsch. Wer weiß vielleicht irgendwann einmal auch wegen seines Polentamehls.

Bei uns gibt es vom Vinschgau übers Etschtal, bis Bozen fast nur Apfelbäume. Danach kommen die Weinäcker des Überetsch, also Monokulturen, mit allen Vor- und Nachteilen, die sie mit sich bringen.

Ich kann es auf jeden Fall nur begrüßen, wenn sich Bauern dafür entscheiden, andere Wege zu gehen, wie dieser Bauer, der sich in Kaltern ein "Tirgfeld" angelegt hat. Ich hoffe für ihn, dass es sich lohnt, denn dann macht es vielleicht Schule und wir bekommen wieder eine gewisse Vielfalt in unserem Land.

Es ist ein grobes Polentamehl und sehr gut im Geschmack.























Wie ihr bereits wisst, koche ich Polenta immer im Schnellkochtopf, so auch diesen. Dazu gab es Peperonata und Mangold.


    Kalterer Plent mit Peperonata

Zutaten für 4 Personen:

Für die Polenta:
  • 1 Liter Wasser (für einen 3l Topf reicht dies, sollte ein 4,5 l Topf verwendet werden, unbedingt eine Tasse mehr Wasser nehmen, sonst brennt die Polenta an)
  • 250 g Polentamehl
  • Salz
Für die Peperonata:
  • 4 Peperoni, rot
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 g Tomatensugo
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  1. Ich stelle das Wasser im Schnellkochtopf zum Kochen auf und sobald es das tut, salze ich es und streue die Polenta unter ständigem Rühren ein, schließe den Topf sofort und lasse ihn unter Druck gehen.
  2. Sobald das Ventil den zweiten Ring zeigt, schalte ich klein, damit der Druck stabil bleibt und messe ab dem Punkt die Zeit. 10 Minuten muss das Ventil so bleiben. 
  3. Ich putze die Peperoni, schneide sie in kleine Stücke und lasse sie solange in wenig Olivenöl anschwitzen, bis sie zu rösten beginnen.
  4. Ich schäle die Zwiebel, schneide sie in Ringe, gebe sie ebenfalls in die Pfanne und röste sie mit.
  5. Ich rühre den Tomatensugo ein, würze mit Salz und Pfeffer, lege den Deckel auf und lasse die Peperonata solange kochen, bis die Polenta fertig ist.
  6. Inzwischen ist die Polenta gegart. Ich stelle den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über ca. 1/3 des Deckels laufen. Das Ventil geht sofort herunter.
  7. Ich rühre die Polenta kräftig um und serviere sie mit der Peperonata und dem Grünzeug.

25.09.13

Gemüse aus dem Garten - Rote Rübenblätter-Risotto

Es gibt für jemanden der gerne kocht fast nichts schöneres als der eigene Gemüsegarten. Dieses Jahr bin ich sehr zufrieden mit der Ernte. Ich muss mir allerdings allerhand einfallen lassen, dass ich das Gemüse entweder verkoche oder konserviere. Essiggemüse, Tomatensugo, Bohnen, blanchiert und tiefgefroren, Gemüsecreme von Alex, Chutneys......Denn momentan sind wir nur mehr zu dritt. Nein, nicht wie ihr vermutet, das Töchterchen ist noch zu Hause, aber nicht mehr lange und der Mami wird schon langsam bange. Unser Junior besucht, wie vor 3 Jahren unsere Große, in der Toscana das 4. Jahr des Lyzeums. Mein "Kleiner", mein Fotograf und mein Berater ist mir abhanden gekommen. Nächste Woche wird es dann leer im Hause Felder, bis die Bande mit allem was dazu gehört wieder eintrudelt. Das wird halt ein Weilchen dauern und in der Zwischenzeit müssen ich und Norbert uns wieder mit uns beschäftigen, das wird lustig!! Zum Glück sind wir es gewöhnt uns ständig um die Ohren zu haben. Alle die diese zweite "Geburt " schon durch gemacht haben, versichern mir, dass man sich an die gewonnene "Freiheit" schnell gewöhnt. Es ist ja auch richtig, dass die "Brut" ihre ersten und sehr wichtigen "Flugversuche" macht.
Es gibt rote Rüben aus dem Garten. Früher habe ich die Blätter, in den Kompost geworfen. Irgendwo (das ist das Schlimme vom Internet, man weiß dann nicht mehr wo das her ist) habe ich dann gelesen, dass man die auch verkochen kann.
Ich koche also einen ganz normalen Risotto. Immer, und nur mit dem Schnellkochtopf, so wie hier, nehme das Rote-Rübenkraut, wasche und putze es, schneide es fein und röste es in wenig Olivenöl in einer separaten Pfanne. Dann kommt noch ein gelber, fein gehackter, nicht zu scharfer Chili dazu, gut würzen, dann mit dem fertig gekochten Reis mischen. Sieht der Risotto nicht schön aus?


Wer gerne Rote Rüben mag, wird auch von diesem Risotto begeistert sein.

Die Blätter von den Roten Rüben bekommt man leider nicht im Geschäft zu kaufen. Oder? Fragt einmal nach bei eurem Gemüsehändler. Beim Bauern könnte ich mir eher vorstellen, dass ich die ganze Pflanze zu kaufen bekomme.  Außer diesem Risotto habe ich die Blätter auch schon so ähnlich wie Spinat zubereitet. Die feinen zarten Blätter kann man auch als Salat essen.

01.08.13

Risoni mit Tomatenzucchini


Ich habe schöne und gute Tomaten von Freunden geschenkt bekommen. Es sind unterschiedliche Sorten: gelbe, gestreifte, dunkle, knubbelige, glatte.....Sie sind nicht nur wunderschön anzusehen, sie verbreiten außerdem einen sehr guten Duft. Auch unterschiedliche Zucchini waren in der Tasche. Was macht man mit so einem "Schatz"? Am Besten etwas Einfaches, damit alle Aromen zur Geltung kommen und damit die Köchin nicht zu lange am Herd steht und in dieser Hitze, die momentan herrscht, schwitzt.
Zur Erklärung: Risoni sind kleine Nudeln, welche normalerweise als Suppen-Einlage gereicht werden. Hier werden sie zur Hauptspeise.


Risoni mit Tomatenzucchini

Zutaten für 4 Personen:

340 g Risoni
1 kleines Stück Zwiebel
800 ml Gemüsebrühe (mit selbstgemachtem Gemüsebrühpulver)

2 mittlere Zucchini (ich habe sie leider nicht gewogen)
1/2 Zwiebel
verschiedene Tomaten (auch kein Gewicht und leider keine Stückzahl, es ging zu schnell)
Salz
frisch gemahlener Peperoncino
Olivenöl

  1. Ich hacke das kleine Stück Zwiebel fein und dünste es kurz in Olivenöl an, gebe die Nudeln dazu und lasse auch diese im Öl anschwitzen, mehr um sie zu erhitzen als sonst etwas.
  2. Ich beginne die Gemüsebrühe aufzugießen und achte auf die Kochzeit, welche auf der Packung angegeben ist, in meinem Falle 11 Minuten.
  3. Ich schütte nach und nach die ganze Flüssigkeit zu den Nudeln und rühre die Nudeln ständig um, wie beim klassischen Risotto, den ich ja immer im Schnellkochtopf zubereite. Hier geht es aber nicht anders:)
  4. Inzwischen wasche und putze ich die Zucchini, halbiere sie und schneide sie in Scheiben.
  5. Die Zwiebel schäle ich und schneide sie in Ringe.
  6. Die Tomaten (ich nehme unterschiedliche) wasche ich, schneide den Stielansatz heraus, schäle sie mit dem Tomatenschäler und hacke sie mit dem Finecut grob auf. 
  7. Ich brate die Zucchinischeiben in wenig Olivenöl an, gebe die Zwiebelringe dazu, lasse sie ein wenig anbraten, schütte den Tomatensugo dazu, salze und würze mit gemahlenem Peperoncino.
  8. Bis die Nudeln fertig sind ist die Beilage auch gegart, denn das dauert nicht lange. 

Ein sehr schnelles und feines Essen, nicht nur mit Gemüse direkt aus dem Garten.
Obwohl: ich freue mich schon riesig auf das Wochenende, wo ich meinen Garten wieder sehe und hoffentlich mit reicher Ernte nach Hause komme.

29.10.12

Standard-Pasta im Hause Felder


Ich habe einen Tick. Jeder hat seinen. Ich bin immer auf der Suche von neuen Nudelformen. Am Gardasee sind mir "Calamarata" Nudeln unter gekommen. Calamari sind diese Tintenfische. Wenn man die länglichen Körper in Ringe schneidet, dann sehen die Nudeln diesen Ringen ähnlich.
Für Sugo gibt es natürlich hundermillionen Möglichkeiten. Diese Pasta gibt es bei uns wirklich öfters, da ich ohne es bewusst wahrzunehmen, häufig Zucchini und Melanzane einkaufe, sofern ich sie nicht selbst im Garten habe.
Da seit diesem Herbst ein Spross von uns fernab des heimatlichen Herdes studiert, habe ich beschlossen mich der Studentenküche zu widmen. Dieses erste Gericht ist ein Pasta-Rezept und danach kommen lange keine Nudeln mehr, da ich weiß, dass sich viele Studenten fast ausschließlich von Nudeln ernähren. Was sind meine Kriterien für Studenten-Gerichte? Sie sollen günstig sein, nahrhaft und schnell zubereitet. Deshalb auch die Verkleinerung der Zutatenmenge von 4 auf 2 Personen, aber nur bei der Studentenküche. 

Calamarata alla casa Felder

Zutaten für 2 Personen:
  • 200 g Pasta, hier Calamarata, auf jeden Fall kurze Nudeln
  • 1 kleiner Zucchino
  • 1 kleine Melanzane
  • 1/2 Zwiebel
  • 150 g Tomatensugo, ohne irgendwelchem Gewürz
  • 1 handvoll schwarze Oliven (sind Oliven im Ausland teuer?)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer oder Peperoncino aus der Mühle
  • hier  verwende ich noch der Rest des abgearbeiteten Basilikums, wenn's den nicht mehr gibt, dann kein Gewürz
  1. Ich schneide die Melanzane in kleine Würfel und lege sie in gesalzenes Wasser. Die Würfel lassen die Bitterstoffe an das Wasser ab und sie bleiben trotzdem schön hell.
  2. Ich setze Wasser auf, lasse es aufkochen und salze es
  3. Ich wasche den Zucchino, schneide den Stielansatz weg und würfle auch diesen.
  4. Die Zwiebel hacke ich fein.
  5. Die Melanzanewürfel trockne ich mit Küchenkrepp und brate sie dann in Olivenöl rundum schön an. Melanzane sind erst wirklich gut, wenn sie schön braun gebraten sind, davor schmecken sie nach nicht viel.
  6. Ich verteile die Zucchinowürfel und den Zwiebel in der Pfanne und röste weiter.
  7. Jetzt schütte ich den Tomatensugo dazu und wenn dieser ziemlich dickflüssig ist auch noch ein wenig Wasser, dann salze und schärfe ich das Gericht, gebe noch die Oliven dazu, schließe den Deckel und lasse den Sugo solange kochen, bis die Nudeln dazu kommen.
  8. Ich koche die Nudeln nach Packungsanleitung und schütte sie dann ab.
  9. Jetzt erst hacke ich den Basilikum und rühre ihn unter. Zu früh der Hitze ausgesetzt, verliert er sein delikates Aroma.
  10. Ich schütte die Nudeln in die weite Pfanne, welche ich für den Sugo gewählt habe und mische alles miteinander.
Frischer Basilikum ist mit getrocknetem nicht zu vergleichen. Deshalb habe ich mit dem abgeernteten zwei Gläschen Pesto zubereitet, allerdings ohne Salz und Parmesankäse. Eines habe ich im Kühlschrank und nehme mir immer wieder einmal ein Löffelchen zum Würzen diverser Speisen, eines ist im Gefrierfach.
Bis ins Frühjahr habe ich damit und dann kommt ja schon bald wieder der frische. 

19.04.12

Risi e bisi für den Dogen

Als Kind glaubte ich immer, diesen Namen hätte sich meine Mutter ausgedacht. Es ist jedoch die offizielle Bezeichnung eines Risottos aus dem Veneto. Genauer gesagt, wurde dieses Gericht, alljährlich dem Dogen von Venedig, am Tag des Schutzpatrons Venedigs, S. Marco, welcher am 25. April gefeiert wird, aufgetischt. Die Einfachheit dieses Gerichtes besticht.
Unumgänglich ist , dass die Erbsenschoten aus Bio-Anbau sein müssen, denn man kocht auch die leeren Schoten.
Ich wasche die ganzen Erbsenschoten unter kaltem Wasser, pule die Erbsen heraus und koche die Schalen alleine, in kochendem, nicht gesalzenem, Wasser. Ich siebe die Schalen ab, fange das Wasser auf, um es für den Risotto zu verwenden. Die Schalen kommen in die Bio-Tonne.

Ich koche einen Risotto im Schnellkochtopf, wie, das habe ich hier und hier und hier beschrieben, mit einer kleinen Schalotte, die ich vorher in Olivenöl anschwitze und dem hellgrünen Wasser, das ich durch das Schalenkochen erhalten habe. Jetzt erst salze ich den Reis.

Die Erbsen koche ich separat in einem kleinen Topf in reichlich Salzwasser ca. 5 Minuten und schütte sie ab.




Bei manchen Rezepten wird Pancetta in den Reis gegeben. Wir Südtiroler verwenden unseren wunderbaren Speck. Den habe ich mir in dünne Scheiben schneiden lassen. Ich brate ihn von beiden Seiten, bei mittlerer Hitze knusprig. 


So kann sich jeder einen Speckstreifen auf seinen Risotto geben, wenn er mag und der Speck bleibt schön kross.
Wenn ich den Schnellkochtopf geöffnet habe und mir vorkommt, es ist zu wenig Flüssigkeit, schütte ich noch etwas vom grünen Wasser dazu, ein Stückchen Butter ebenfalls und rühre kräftig unter.


Man sieht auf Anhieb, dass die Erbsen frisch sind, da sie nicht alle dieselbe Größe aufweisen. Ein wunderbares Abendessen, oder als kleine Vorspeise auch nicht zu verachten.

07.12.11

Gefüllte Ofenkartoffeln

Zum Glück hat Kolumbus Amerika entdeckt, sonst würden wir die Kartoffel nicht kennen. Es ist eine Knolle, die alles mit sich machen läßt. Man kann sie rustikal zubereiten, so wie ich heute, und dann kann sie auch sehr elegant daher kommen, wie bei Heike.
Meine Liebe habe ich ihr schon erklärt, wegen ihrer Vielfältigkeit und ihrem Geschmack. Ich unterscheide prinzipiell nur zwischen speckigen und mehligen Kartoffeln, wobei es sehr viele Sorten gibt, wie ihr hier sehen könnt.
Heute habe ich ein kleines, feines Essen für euch, mit Kartoffeln.
Ich wasche speckige Kartoffeln, nein ich reibe sie gründlich ab und koche sie mit Schale, über Dampf, im Schnellkochtopf, 8 Minuten und lasse das Ventil alleine herunter gehen. Wenn ich sie schnell abdampfen würde, d.h. kaltes Wasser über den Deckel laufen lassen würde, dann würden die Kartoffeln im Topf platzen, da die Schale dem schnellen Druckabfall nicht standhalten würde. Ich lasse die Kartoffeln etwas abkühlen und höhle sie mit einem Teelöffel aus, hacke das Ausgehölte mit dem Fincut klein und mische es mit verschiedenen Käseresten, in Würfel geschnitten, mit Kapern, entsteinten Oliven, ein wenig kleingehackt, etwas Olivenöl und alles was einem in diesem Zusammenhang einfällt. Das könnten getrocknete Tomaten sein, oder eingelegte Artischockenherzen, geschälte und gegrillte Peperonistreifen.....alles klein geschnitten.
Ich würze kräftig mit Salz und Pfeffer, sonst werden Kartoffeln gerne "lob", wie wir Südtiroler sagen, wenn etwas fade schmeckt. Dann verteile ich die Kartoffeln auf einem Backblech oder in eine feuerfeste Form, je nach dem wieviele ich mache und schiebe sie für 20-25 Minuten, in den auf 200° vorgeheizten Backofen.
Zum Schluss streue ich noch den letzten geernteten Schnittlauch, in Röllchen geschnitten, darüber, mehr als Deko, als für den Geschmack.
Ich habe 2 Kartoffeln pro Kopf zubereitet, also 4 Hälften. Nächstes Mal mache ich mehr. Wenn etwas übrig bleibt, kann man sie ja auch gut wärmen.