05.04.16
Spirale in zartgrün und rosa
07.02.11
Mein Geschäft im Untergrund
Das klingt ja ganz schön kriminell. Aber ich habe wirklich ein Geschäft im Untergrund, in meinem Keller. Ich schreibe mir eine "Einkaufsliste" für den Keller. Ich habe da Regale und wähle verschiedene Produkte aus. Ich habe sogar ein Kühlfach, in dem sich haufenweise Fonds befinden, aber auch Fleisch vom Biobauer, Dörrfrüchte, Walnüsse, alles mögliche und normalerweise selbstgemachter Blätterteig. Das einzige was ich im Keller nicht habe, ist ein Förderband und eine Kasse. Ich habe das alles schon bezahlt, nicht geklaut. Dann kommt alles ins Körbchen und wird mit in die Wohnung genommen.

- 300 ml Milch
- 1 Ei
- 3 Eigelbe
- 135 g Zucker
- 35 g Mehl
- Vanilleextrakt
- 2 Blatt Gelatine
- 400 ml Sahne
- Ich weiche die Gelatine in kaltem Wasser ein und lasse sie ganz schrumpelig werden. Sie kann im Wasser liegen bleiben bis ich sie brauche.
- Ich erhitze die Milch mit dem Vanilleextrakt bis kurz vor dem Siedepunkt.
- Ich schlage die Dotter und das ganze Ei mit dem Zucker in einem Kochtopf schaumig und siebe das Mehl dazu und rühre auch dieses unter.
- Die heiße Milch schütte ich zur Eiermasse und erhitze alles, unter ständigem Rühren, noch so lange bis die Creme dick ist.
- Dann rühre ich die Gelatineblätter ein und rühre die Creme kalt.
- Die Sahne schlage ich steif und hebe sie sanft unter die Creme.
Sie ist leider aber immer noch so dünn, dass sie fließt. Ich kann sie auch nicht gänzlich abkühlen lassen, dann ist sie schon gestockt und ich kann sie nicht mehr auf der Blätterteigplatte verteilen. Ein Fehler von mir war, dass ich die Platten nicht auf die Größe des Backrahmens, den ich ja besitze!!; ausgerollt habe.
Ich beschreibe euch jetzt, wie ich hier vorgegangen bin und danach versuche ich Besserungsvorschläge an zuführen.
Ich habe 1/2 kg Blätterteig verarbeitet, habe ihn ziemlich dünn ausgerollt (ohne zu messen) und halbiert, dann auf ein kalt abgespültem Backblech gelegt, mit einer Gabel mehrmals eingestochen und dann bei 200° 30 Minuten gebacken. Er muss durch und durch hellbraun sein, dann ist er erst richtig knusprig. Wenn er ausgekühlt ist, kann man ihn weiter verarbeiten.
Ich würde das nächste Mal beide Blätterteigplatten auf die Größe des Backrahmens ausrollen. Er kann ruhig ganz dünn sein. Höher wird er beim Backen sowieso. Sonst alles wie gehabt. Damit die Creme aber auch nicht aus dem Rahmen läuft, würde ich dann ein Backpapier unter die untere Platte legen, das was über steht an den Ecken einschneiden und mit Klebestreifen an den Rahmen außen hochkleben.
Die ober Platte habe ich bevor ich sie aufgesetzt habe schon in Portionen geschnitten. Wer einmal eine Cremeschnitte verzehrt hat, weiß, dass ein Schneiden danach unmöglich ist.
Fondant kaufe ich beim Konditor, da hört sich auch bei mir der Spaß auf. Diesen habe ich erwärmt, noch etwas Wasser dazugegeben und auf die oberen Blätterteigplatten verteilt.

Dann kommt die Cremeschnitte in den Kühlschrank, wo die Creme dann erst richtig stockt.
Es ist sicher nicht das letzte Mal, dass ich diese Süßspeise fabriziere, denn sie zergeht einem auf der Zunge.
Und wieder einmal hat sich gezeigt, dass Norbert mein Retter in der Not ist. Wenn er nicht gewesen wäre, der mir sämtliche Ausbrüche der Creme gestoppt hätte, dann wäre die gesamte Geschichte sicher im Kompostkübel gelandet.
06.08.10
Lana, ein Dorf im Burggrafenamt
Heute stelle ich euch das Dorf vor, in dem wir leben, arbeiten, lieben und leiden. Lana ist eines der wenigen Dörfer in Südtirol, welches nur einen Namen hat, das heißt, sein Name wurde nicht übersetzt. Lana ist die italienische Bezeichnung für Wolle. Es nochmals ins Italienische zu übersetzen ging nicht.Die Fotos stammen alle von unserem Junior, da er außer ein bisschen kochen, nicht viel zu tun hat. Das wäre früher nicht möglich gewesen, denn bei diesem Eifer wären meine Eltern arm geworden, wenn man diese Flut an Fotos entwickeln gelassen hätte.
Aber hier ein paar Eindrücke eines 14-jährigen von seinem Heimatdorf:
Es steht momentan alles in Blüte



Schöne Durchgänge und Kirchen

Überall Wasser.....

und verwunschene Wege


Interessante Häuserfassaden...

..und noch ein paar interessante Gesellen, welche Lukas mit seinem Freund Roli am Gardasee in die Linse eingefangen haben, von denen wir gerne gewusst hätten was aus dem einen jedenfalls wird

Aber gekocht haben wir auch!

Beim Mangold-Quiche war der selbst gemachte Blätterteig vom Kühlfach und den Rest haben wir miteinander gebastelt. Es hat diesmal gemeinsam gut geklappt, da er in Zeitnot war. Da ist man halt doch noch froh, wenn eine geübte Hand schnell aushilft.
Hier die Kurzfassung dieses Rezeptes:
- 1 Blätterteig
- ca. 500 g Mangold-Stiele (übriggeblieben von den Mangold-Schnecken von Robert, die wirklich sehr gut waren)
- 100 g Speckstreifen
- 1 Knoblauchzehe
- 1/8 l Milch
- 130 g würziger Bergkäse (hier Marienberger)
- wenig geriebene Muskatnuss
- Salz
- 3 Eier
- Die Mangold-Stiele haben wir weich gedünstet, dass sie aber noch Biss hatten, mit der feingehackten Knoblauchzehe vermischt und sie dann abkühlen lassen.

- Den Blätterteig habe ich ausgerollt und in die eingefettete Form gelegt, die Stiele und die Speckstreifen darauf verteilt und den von Lukas angerührten Guss darüber verteilt.
- Den Backofen hat Lukas schon frühzeitig auf 180° Ober und Unterhitze vorgeheizt und er hat die Quiche auf der 3. Ebene eingeschoben.
- Nach ca. 40 Minuten war sie fertig und hat vorzüglich geschmeckt.

08.12.09
Schweinefilet im Artischockenmantel
Endlich ist es wieder so weit. Es gibt sie wieder! Eines meiner Lieblingsgemüse: die Artischocke, italienisch: il carciofo. 2003 wurde diese Pflanze zur Heilpflanze des Jahre auserkoren, weil sie außer als Delikatesse auch als Heilpflanze sehr geschätzt wird. Darauf möchte ich heute nicht eingehen, sondern nur ihren ausgezeichneten Geschmack hervorheben.- 2 Schweinefilet
- 1 Blätterteig
- 4 Artischocken
- 1 Zitrone
- 1 kleine Zwiebel
- wenig Rosmarin
- mehr Thymian
- etwas Petersilie
- Suppe
- Parmesankäse
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- Olivenöl

- Ich zupfe die äußeren Blätter von den Artischocken, bis die weicheren, gelben sichtbar werden und schäle den Stiel, bis der weiche Teil zum Vorschein kommt.
- Die Spitzen der Artischocke schneide ich großzügig weg, nicht zögern genug wegzuschneiden, nachher, wenn man harte Teile zwischen den Zähnen hätte, würde es einem reuen. Die abgezupften Blätter und die Spitzen aber nicht wegwerfen, ich erkläre noch, was ich damit mache.

- In der Mitte des Herzens liegt aber noch das Stroh, welches beim Essen sehr unangenehm sein könnte, deshalb heraus damit. Ich mache das mit so einem Gerät, von dem man nie so genau weiß, für was es gut ist und in der Fachsprache Universalformer heißt, weil man normalerweise Kartoffelkugeln oder Melonenkugeln damit aussticht, für diese Arbeit aber auch sehr geschickt ist.
- Diese freigelegten Herzen sofort in Zitronenwasser legen, da sie sich schnell dunkel verfärben würden.
- Ich schneide die Herzen in Scheiben und hacke das Zwiebelchen fein.

- In einer Pfanne erhitze ich ein wenig Olivenöl und röste die Artischockenscheiben bei mittlerer Hitze von beiden Seiten. Dann kommt die Zwiebel dazu, dünste sie weich und gieße mit der Suppe auf. Ich würze mit Salz und Pfeffer und lasse alles, zugedeckt, 10 Minuten leicht köcheln. Danach lass ich sie abkühlen.
- Ich verteile in einer bereits erhitzten Pfanne, wenig Olivenöl mit einem Silikonpinsel und brate die Schweinefilets rundherum, bei nicht zu starker Hitze, an. Ich nehme sie aus der Pfanne und lasse sie auf einem Holzbrett abkühlen. Ich salze und pfeffere das Fleisch erst jetzt. Pfeffern könnte man schon vorher, aber Salz würde im Vorfeld schon Flüssigkeit aus den Poren des Fleisches entziehen. Das würde das Braten erschweren, durch die Flüssigkeit würde es viel mehr spritzen und das Fleisch auch nur trockener machen. Ich salze jedes Fleisch erst nachdem es die Poren geschlossen hat: Schnitzel, Braten usw.
- Jetzt bereite ich schon eine Sauce zu, da ich die Pfanne mit dem Bratensatz heiß habe. Ich gebe ein Stückchen Butter zum Bratensatz, ca. 25 g, lasse sie zergehen, gebe einen Teelöffel Mehl zur Butter und lasse alles ein wenig aufschäumen, bis das Mehl ein wenig Farbe angenommen hat. Das Mehl darf keine Klümpchen bilden, sondern muss sich mit der Butter gut vermischen lassen. Dann gieße ich mit Suppe soviel Flüssigkeit auf, bis die Sauce die richtige Konsistenz hat und würze sie. Ich gebe lieber etwas Mehl in die Sauce als nachher viel Butter, die in diesem Gericht durch den Blätterteig sowieso schon reichlich vorhanden ist.
- Dann schalte ich den Backofen auf 220° Ober und Unterhitze.
- Die Kräuter habe ich noch frisch von meiner Terrasse, wasche und trockne sie, ziehe sie von den harten Stängeln und hacke sie fein. Parmesankäse wird bei uns immer frisch gerieben, heute so ungefähr 30 g.

- Den Blätterteig teile ich in zwei Teile und rolle sie nur wenig aus. Ich lege als erstes Artischockenscheiben auf den Teig, streue Kräuter und Parmesankäse darüber, lege je ein Schweinefilet auf dieses Bett und belege beide Filets wieder mit Scheiben, dann Kräuter und Parmesankäse. Dann schlage ich den Teig über die Filets und verschließe ihn so gut wie möglich. Ich lege die zwei Pakete auf ein eingefettetes Backblech und bespritze alles mit Wasser. Meinen Segen haben sie, jetzt muss nur noch der Backofen seines dazu tun.
- Nach 25 Minuten sind sie goldgelb gebacken und schauen wunderbar aus.
- Ich schneide die Strudel in Scheiben und serviere diese Delikatesse mit der heißen Sauce.

Während unsere Tochter (sie ist ein Fleisch-Fan) den Rest der Sauce mit den Fingern aus der Pfanne schleckt, wundert sie sich, wieso noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, Gummibärchen mit Saucengeschmack herzustellen. Sie wird das mal patentieren lassen, war ihre glorreiche Idee. Wir schmunzeln, aber wer weiß?!
Ach ja, und was mache ich mit dem Rest von den Carciofi? Abends gebe ich sie mit ca. 300 ml Wasser in den Schnellkochtopf, salze sie kräftig und verteile großzügig Olivenöl darüber. Ich verschließe den Topf und lasse ihn 15 Minuten, auf dem zweiten Ring, unter Druck. Wir essen diese Blätter dann so wie oben beschrieben, mit den Händen, Olivenöl und Salz. Man würde gar nicht glauben wieviel noch Fruchtfleisch dran ist.
02.12.09
Panna cotta mit Orangensauce und Blätterteigecken
Für die Panna cotta:
200 ml Kochsahne
50 ml Milch
50 ml Sahne
Vanille
1 ½ Blatt Gelatine
40 g Zucker
Für die Orangensauce:
30 g Zucker
¼ l Orangensaft
Streifen der Orangenschale
1 EL Speisestärke
1 Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
2 In einem Topf beide Arten von Sahne, die Milch und den Zucker gut verrühren und
aufkochen lassen.
3 Die ausgedrückte Gelatine und etwas Vanille dazu geben.
4 Die Masse etwas abkühlen lassen in Dessert-Förmchen füllen und mindestens 4 Stunden
kalt stellen.
5 Für die Orangensauce 3 Esslöffel Orangensaft mit der Speisestärke verrühren, bei Seite
stellen.
6 Restlichen Saft mit dem Zucker aufkochen, mit der angerührten Stärke binden, durch ein
Sieb streichen und die Streifen der Orangenschale zugeben. Abkühlen lassen.
7 Zum Servieren der Panna cotta, taucht man die Förmchen in köchelndes Wasser, löst sie
dann am Rand mit einem Messer und stürzt die Masse auf einen Teller. Mit Orangensauce
und Blätterteigecken servieren.
Karamellisierte Blätterteigecken
100 g Blätterteig
20 g Butterschmalz oder zerlassene Butter
Mandelblättchen
Puderzucker
1 Blätterteig wenn notwendig ausrollen.
2 Den geschmolzenen, aber nicht mehr heißen Butterschmalz, oder Butter, auf den Blätterteig streichen. Mandelblättchen darauf verteilen.
3 Dick mit Puderzucker bestreuen und in Dreiecke schneiden. Auf ein mit Backpapier
ausgelegtes Backblech legen und 12 Minuten im auf 180° vorgeheizten Backofen, goldgelb
backen.
19.11.09
1000 Worte für 1000 Blätter
- 1 kg Mehl Typ 550 (damit er auch einpaar Nährstoffe hat)
- 900 g Butter
- 1 gestrichener EL Salz
- 500 ml kaltes Wasser
- 850 g vom Mehl in eine Schüssel geben, mit dem Salz vermischen und mit dem Wasser zu einem Teig verkneten. In eine Klarsichtfolie wickeln und in den Kühlschrank geben.
- Die Butter aufschneiden, mit den restlichen 150 g Mehl ebenfalls gut verkneten, damit ein geschmeidiger Butterteig entsteht. Es dürfen beim Kneten keine harten Butterstücke mehr zu spüren sein. Auch diesen in Klarsichtfolie in den Kühlschrank zum Kühlen geben.
- Nach einer halben Stunde den Mehlteig herausnehmen und zu einem Rechteck rollen.
- Nun den Butterteig einmehlen und mit dem Rollholz flach walzen. Danach mit den Händen nehmen und die Seiten auf der Arbeitsfläche flach klopfen. Solange drehen und klopfen bis er in Proportion zum Mehlteig passt, denn in diesen muss er eingeschlagen werden. Ich messe ihn immer wieder in die Mehlteigplatte hinein. Wenn er zu klein ist, dann rolle ich ihn noch ein bisschen aus, ist er zu groß, schlage ich die Kanten nochmal eine Rund flach.
- Danach wird der Butterklotz diagonal auf den Mehlteig gelegt und darin eingepackt.
Es sieht jetzt wie ein Kuvert aus. Das wäre dann ein schlüpfriger Brief, sozusagen! - Nun rolle ich dieses Kuvert sachte zu einem größeren Rechteck. Sachte deshalb, weil ich die Butter nicht irgendwo herausdrücken möchte. Jetzt beginnt die Arbeit bei der die ganzen Schichten entstehen und irgendwie habe ich jetzt bügeln und kochen miteinander vermischt. Denn ich lege den Teig immer wieder zusammen. Der Konditor nennt diese Arbeit Touren geben. Ich beschreibe es aber lieber mit meinen Worten.
- Die linke Längsseite wird über 2/3 des Teiges geschlagen, die gegenüberliegende Seite darüber und fertig ist der erste Schritt. In Klarsichtfolie gewickelt für 20 Minuten in den Kühlschrank und ich gehe wieder zu meiner Bügelwäsche. Die Zeit sollte eingehalten werden. Zu lange im Kühlschrank würde die Butter zu sehr stocken und sich schwer ausrollen lassen.
- Nach 20 Minuten gebe ich den Teig wieder auf meine Arbeitsfläche und rolle ein noch größeres Rechteck, denn jetzt wird er noch öfter zusammengelegt. Beide Längsseiten werden bis in die Mitte geschlagen und nochmals zusammengeklappt, als ob man ein Buch zuklappen würde.
- Diese beiden Touren wiederholt man jeweils noch ein Mal, d.h. 20 Minuten in den Kühlschrank, ausrollen, Punkt 7 wiederholen, 20 Minuten in den Kühlschrank, ausrollen, Punkt 8 wiederholen.

- Danach nicht mehr in den Kühlschrank, sondern ausrollen in 5-6 gleich große Teile schneiden, in Nylontüten geben, gut verschließen und ab in das Gefrierfach.
Falls jemand aber Lust hat gleich oder am nächsten Tag eine Portion Teig zu zubereiten, hier noch ein schnelles Rezept für einen Pizzastrudel, die beste Verschmelzung der österreichischen und italienischen Kochkunst:
Zutaten für 1 Strudel:
1 Blätterteig aufgetaut
2 Mozzarellakugeln
3 Tomaten (die letzten aus eigener Produktion)
200g Schinken
Basilikum
Salz
1 Backofen auf 200° C vorheizen.
2 Tomaten waschen, Stielansätze herausschneiden. Mozzarella und Tomaten in Scheiben
schneiden.
3 Blätterteig dünn ausrollen, in die Mitte die Hälfte des Schinkens geben.
4 Tomaten und Mozzarellascheiben abwechselnd hintereinander schichten.

5 Mit Salz und Basilikum würzen und den restlichen Schinken darüber geben.
6 Blätterteig darüber schlagen, verschließen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech
geben.
7 Mit Wasser bespritzen und im Backofen ca. 30 Minuten goldgelb backen.

Der Teig blättert nicht so stark, wie der gekaufte. Erstens habe ich nicht weisses Mehl verwendet, zweitens ist keine Chemie enthalten, welche das Blättern natürlich erleichtert.
Wen es wundert wo ich Basilikum her habe, da ich meinen ja schon abgeernet habe: ich friere auch Basilikum, ganz trocken, ein und streue ihn noch gefroren über die anderen Zutaten. So behält er am Besten sein ursprüngliches Aroma.
Die tausend Wörter habe ich sicher schon aufgebraucht. Ob es tausend Blätter sind habe ich mal probiert auszurechnen, habe aber aufgegeben und die Bügelwäsche ist auch gebügelt. Für mich war es trotz Bügeln ein ganz angenehmer Nachmittag, weil ich die Hälfte der Zeit in der Küche verbracht habe, meinem Lieblingsplatz in unserer Wohnung.
10.09.09
Mangoldkuchen
- 1 Blätterteig
- ca. 700-800 g frischen Mangold (gekocht und ausgedrückt sollten es ca. 300 g sein)
- 1 Ei
- 50 g geriebener Parmesankäse
- 150 g gekochten Schinken
- 100 g Almkäse (z.B. Marienberger)
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- Butter, zum Fetten der Form
- 1 Ei, zum Bestreichen des Kuchens
- Dem Mangold schneide ich die Stiele ab und verwende nur den grünen Teil. Die Blätter waschen und in einem Topf, nur mit dem Wasser, welches auf den Blättern haften bleibt, weich dünsten.
- Backofen auf 180° Heißluft vorheizen, eine feuerfeste Form einfetten.
- Schinken und Käse in kleine Würfel schneiden.
- Mangold abseihen und ziemlich auskühlen lassen. Danach zwischen den Händen ausdrücken und in dem Kleinhackgerät von Fissler in wenigen Sekunden zerkleinern. Wie Ihr seht, bin ich ein Fan vom Finecut. Er ist auch sehr praktisch und schnell wieder verräumt.
- Den gehackten Mangold in einer Schüssel mit Schinken, Käse, Parmesankäse, dem Ei, Salz und Pfeffer aus der Mühle mischen.
- Den Blätterteig so ausrollen, dass Ihr den Boden und die Wände der feuerfesten Form auslegen könnt und noch soviel Teig überlappen habt, um danach den Mangold zu bedecken.
- Mangold auf dem Blätterteig verteilen, den übrigen Teig darüberklappen und an den Rändern gut verschließen.
- Teig, welcher bei den Enden eventuell übersteht, am oberen Rand der Form entlang abschneiden. Diese Teigreste mit einem Krapfenrad zu Streifen schneiden und den Deckel damit verzieren.
- Das Ei in eine Frischhaltedose geben, verquirlen und mit einem Pinsel den Kuchen damit bestreichen. Das Ei kann dann, gut verschlossen, im Kühlschrank für weitere Verwendung aufbewahrt werden.
- Den Kuchen im Ofen für 35-40 Minuten goldgelb backen.
Natürlich kann dieser Kuchen auch mit Spinat zubereitet werden. Auch hier würde ich einen frischen Spinat vorziehen.
Meinen Blätterteig habe ich selbst gemacht. Ich bereite eine größere Menge zu und gefriere ihn in Portionen geschnitten ein. Jetzt wo es wieder ein wenig kühler ist, werde ich meine Ration für den Herbst und Winter wieder einmal zubereiten. Dann werde ich Euch in verschiedenen Schritten erklären wie das geht. Wer Lust hat, kann es ja versuchen. Aber es ist bestimmt nicht schlimm, wenn man nicht so fanatisch ist wie ich.
12.06.09
Gemüsekuchen
Zutaten für 6 Personen:
- 250 g Blätterteig
- 1/2 kg gemischtes Gemüse (Peperoni, Zucchini, Melanzane, Karotten...)
- 200 g milder Pecorino gerieben
- Basilikum
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- Olivenöl
- Blätterteig falls gefroren, im Kühlschrank früh genug auftauen lassen.
- Gemüse putzen und waschen, Peperoni mit einem Tomatenschäler schälen und in Spalten schneiden. Gemüse in gleichdicke, längliche Scheiben schneiden, oder falls man einen geeigneten Hobel besitzt hobeln, und alles grillen.
- Backofen auf 200° vorheizen.
- Den Teig ausrollen und in eine ausgefetteten runde Auflaufform geben, wobei ein Rand von ca. 4 cm sein sollte.
- Das Gemüse auf den Teig schichten. Jede Schicht salzen und pfeffern.
- Den geriebenen Käse und die zerzupften Basilikumblätter darüber geben.
- Mit guten Olivenöl beträufeln und im Ofen 35 Minuten backen.
- Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Der Gemüsekuchen wird eher lauwarm gegessen.
Wenn man möchte, kann auch eine Hühnerbrust in Streifen geschnitten und ebenfalls gegrillt, zwischen das Gemüse geschichtet werden, oder zum Schluss eine Hand voll halbierte Cocktailtomaten darübergeben. Eine Springform eignet sich nicht, da der Saft vom Gemüse und das Olivenöl, sobald der Kuchen geschnitten wird, am Rand ausläuft. Ist mir alles schon passiert. Übrigens: man würde nicht glauben, wie gut gegrillte Karotten schmecken.
Und so muß der Teller nachher aussehen!
