Posts mit dem Label Mürbteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mürbteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

27.04.16

Erdbeertörtchen mit Vanillecreme

Wenn man heute auf den Vigiljoch, unserem Hausberg, schaut sieht man bis weit herunter Schnee. So weiß war er kaum einmal im Winter. Zum Glück ist noch April, dann kann man ihm die Schuld geben. Aber wie ich sehe gibt es bei Petra dasselbe Wetter, jedoch einen anderen Kuchen.

Zu Hause schmeiße ich den Backofen an, damit die Küche heimelig warm wird und verarbeite die ersten, wirklich guten italienischen Bio-Erdbeeren. 

Blind backen klingt immer so schwierig, dabei stimmt das gar nicht. Wenn man der Arbeitsanleitung folgt, kann nicht viel schiefgehen.

10.10.12

Fast schon zu spät, der perfekte Boden für den Zwetschgendatschi


Mein "neuer Name" bedarf einer Erklärung: ich habe einen neuen, sehr jungen "Coach", unseren Sohn, der mich berät und mit Rat und Tat zur Seite steht:) Fast alle Fotos auf meiner Seite stammen von ihm. Er berät mich. Er sagt "Täglich Freunde am Kochen" ist viel zu lange. Er behauptet der Name der Seite und die Internet-Adresse, müssten den selben Namen beinhalten und noch so einiges. Ich höre auf ihn. Wir erziehen unsere Kinder, sie erziehen uns. Deshalb bleiben wir auch so fit:)
Eigentlich hätte hier ein anderes Rezept hingehört, aber mangels Zeit steckt dieses schon länger unfertig in der Warteschleife. Den Zwetschendatschi habe ich letzte Woche gebacken. Es waren schon fast keine Zwetschgen mehr zu bekommen. Deshalb schon fast ein wenig zu spät das Rezept für diesen Kuchen.
Ich habe einen Teil meiner Kindheit in Deutschland verbracht. Dort hatten wir, damals 6 Geschwister, eine Adoptiv-Oma. Unsere Omas waren beide in Südtirol. Zum Glück gab es Oma Nickel mit ihrem wunderbaren Zwetschgendatschi. Ich habe sehr, sehr lange nach einem Boden gesucht, der jenem ähnlich ist. Hefeteig wird nach einem Tag zäh, Mürbteig weicht bei viel Obst gerne auf. Jetzt habe ich das perfekte Rezept. Nicht nur für Zwetschgendatschi, auch für den köstlichen Apfelkuchen von Petra, kann man den Boden verwenden. 

Zwetschgendatschi

Zutaten für ein Blech:

Für den Hefeteig:
  • 250 g Mehl
  • 1 1/2 TL Trockenhefe
  • 35 g weiche Butter
  • 1 EL Rum
  • 1 Ei, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 35 g Zucker
Für den Mürbteig:
  • 50 g Mehl
  • 25 g zerkleinerte Butter
  • 20 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
Für den Belag:
  • 1 kg Zwetschgen, wenn man ihn saftig haben will, bekommt man auch mehr drauf
  • 25 g Zucker
  • wenig Zimt
  • 25 g Brotbrösel
Streusel:
  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Vanille-Exrakt
  1. Ich mische die Trockenhefe unter das Mehl und knete alle Zutaten des Hefeteiges mittels Knethaken zu einem geschmeidigen Teig, bis er sich vom Rand löst und Blasen wirft. Ich bemehle die Kugel, decke die Schüssel ab und lasse den Teig 30 Minuten gehen.
  2. Inzwischen knete ich mit den Händen aus den Zutaten des Mürbteigs eine kleine Masse und knete sie mit den Knethaken, sehr sachte unter den Hefeteig, bis man ihn nicht mehr sieht. 
  3. Ich bestäube den Teig nochmals mit Mehl und lasse ihn 30 Minuten gehen.
  4. Ich heize den Backofen auf  190° C Heißluft vor.
  5. Inzwischen bereite ich die Zwetschgen vor und da habe ich ein Gerät entdeckt, das ich schon 25 Jahre verkauft und nie beachtet habe: den Zwetschgen-Entkerner von Westmark. Er entkernt mir die Zwetschge nicht nur, sondern schneidet sie mir so, dass sie sich gut auseinander klappen lässt.
  6. Ich vermische alle Zutaten für den Streusel und reibe sie solange zwischen den Händen, bis sie eine bröselige Konsistenz angenommen haben, dann stelle ich sie kalt.
  7. Ich fette ein Backblech ein. Den Teig rolle ich ungefähr auf die Größe des Backbleches aus und drücke ihn dann sachte ins Blech.
  8. Ich bestreue den Teig mit den Brotbröseln und lege die Zwetschgen ziegelartig darauf.
  9. Den Zucker und den Zimt für den Belag mische ich und streue ihn über das Obst.
  10. Die Streusel verteile ich auch regelmäßig darüber und backe den Kuchen 35 Minuten.  


Dieser Boden hat die Vorteile von beiden Teigen, probiert es selbst aus. Ein Löffelchen Schlagsahne zum Zwetschgendatschi kann nie und nimmer falsch sein.

15.03.12

Blind backen - Zitronentarte


Nein, ich bin zum Glück nicht erblindet, aber dieser Arbeitsvorgang heißt nun mal so. Ich habe früher nicht verstanden warum er notwendig sein soll. Heute weiß ich es und erkläre es gerne dann beim Rezept. Zitronen gibt es momentan die Besten vom ganzen Jahr. Im Süden ist Haupterntezeit. Man könnte diesen Kuchen auch mit anderen Zitrusfrüchten zubereiten, es würde sich die Farbe etwas ändern. Er ist sehr erfrischend, nicht gerade "Diät-tauglich", aber was soll's, es muss sowieso etwas anderes getan werden um die paar Kilo, welche man sich im Laufe des Winters angegessen hat, wieder los zu werden. Man muss auch nicht gleich den halben Kuchen essen, im Kühlschrank hält er sich mehrere Tage :)
Den Boden habe ich mit der Tarte-Form gebacken, welche ich hier schon einmal vorgestellt habe. Sie ist sehr praktisch. Die Zitronencreme habe ich mir von Steph geholt, nur die Menge der Gelatine habe ich gekürzt und habe daraus einen Kuchen gemacht.

Zitronentarte

Zutaten für einen Tarte von 26 cm Durchmesser:

Für den Mürbteigboden:
  • 200 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 120 g kalte Butter
  • Butter für die Form
Für die Fülle:
  • 250 g Sahne
  • 350 g griechisches Jogurt
  • 100 g Zucker
  • Saft und Schale einer Biozitrone
  • 2,5 Blätter Gelatine
  1. Ich fette die Form ein und heize den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.
  2. Ich knete den Teig flott zusammen, stelle ihn aber nicht kühl und verarbeite ihn schnell.
  3. Ich rolle eine Platte aus, drücke die Form in den Teig und schneide einen Kreis aus. Diesen lege ich in den Formboden.
  4. Die Teigreste knete ich wieder zusammen, forme eine dicke Rolle, teile diese und drehe zwei lange Stänge daraus.
  5. Diese lege ich an den Rand der Form und drücke den Teig mit den Daumen in die Wand.
  6. Den Boden steche ich mit einer Gabel ein paar Mal ein, lege die Form mit Backpapier  aus und schütte die Hülsenfrüchte (es ist sicher 1 Kilo) dazu. Diese geben dem Mürbteig Halt, damit er nicht verrutscht während des Backens. Ohne dieser Vorsichtsmaßnahme ist mir schon passiert, dass mir die Wand komplett in den Boden gerutscht ist und ich hatte keine "Hülle" mehr für die Creme.
  7. Jetzt backe ich den Mürteigboden 30 Minuten auf der 1. Ebene im Ofen.
  8. Ich lasse den Boden vollständig auskühlen, fülle die Hülsenfrüchte wieder in mein Säcklein und verwende sie das nächste Mal wieder. So habe ich dieses "Füllmaterial" schon ein paar Jahre.
  9. Für die Creme weiche ich die Gelatineblätter in kaltes Wasser, schlage die Sahne steif, verrühre das Jogurt mit dem Zucker und der Zitronenschale. 
  10. Ich erwärme den Zitronensaft und löse darin die ausgedrückte Gelatine, das passiert schon bei relativ niederen Temperaturen und vermische es mit einem Löffel Schlagsahne.
  11. Mit dem Handrührgerät mische ich die Gelatine so schnell wie möglich unter das Jogurt, damit keine Klumpen entstehen.
  12. Die Sahne hebe ich vorsichtig unter und schütte die Masse in den Mürbteigboden, streiche sie glatt und lasse sie im Kühlschrank mindestens 3 Stunden fest werden.
Was spricht dagegen ein Stückchen von diesem Kuchen zum Drei-Uhr-Kaffee, welchen ich mit meinem Mann, vor er wieder ins Geschäft geht, trinke, zu essen? Nichts! Dafür jogge ich ein paar Minuten länger und die Sache hat sich:)

02.09.10

Ohne Feigenblatt

Vorlauter Pilze, Früchte, Gemüse vom Garten habe ich kaum noch Zeit für's Internet. Gekocht und gebacken habe ich, haufenweise Fotos gemacht haben wir alle, und GENOSSEN haben wir erst...
Wir haben heuer Pilze-Kur gemacht, was sehr selten vorkommt. Wir haben viele und sehr schöne Pilze gefunden. Nachgekocht habe ich den Pilzrisotto von Mestolo, halt mit gebratenen Steinpilzen, sehr empfehlenswert, wer Neuem gegenüber aufgeschlossen ist und die Tagliatelle von Barbara, diesmal ohne Sahne, wie sonst üblich. Wir werden sie in Zukunft nur mehr so zubereiten, allerdings ohne Zwiebel, sondern mit einer aufgeschlitzten Knoblauchzehe im Öl.
Von den schönsten, kleinen Pilzen gab es Steinpilz-Carpaccio, ein Traum von dem ich noch träume. Es ist ganz einfach: Pilze nur mit einer Bürste putzen, fein in Scheiben schneiden, mit Salz, grob gemahlenem Pfeffer und Olivenöl würzen und das war's. Mir läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen.


Dann habe ich Karotten geerntet, ganz unschuldig, ohne die geringste Ahnung was da unter der Erde los war. Was kommt zum Vorschein, direkt nebeneinander?? So was!

Die Feigen sind auch schon reif.


Letztes Jahr habe ich Feigen-Marmelade gemacht, aber sie hat uns eigentlich nicht so gut geschmeckt. Ich habe dann viele gedörrt.
Doch dann habe ich noch einen Feigenkuchen zubereitet, so ähnlich wie Siglinde ihren gedeckten Apfelkuchen, halt mit Feigenfülle. Es ist ein Kuchen für Feigen-Fans und er wird mit jedem Tag fast besser.
Hier das Rezept für eine Springform von 26 cm:

Für den Mürbteig:

  • 400 g Mehl Typ 00
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 230 g Butter
  • 170 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für die Fülle:

  • 15-20 frische Feigen, halbiert
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Honig
  • frische Thymianblättchen
  • Schale einer Bio-Zitrone
  • Saft der Zitrone
  • 1 Ei zum Bestreichen
  1. Teig verkneten, 1 Stunde in Folie gewickelt, kühl stellen.
  2. Den Backofen auf 180° Ober und Unterhitze einschalten.
  3. Ich teile den Teig in drei Teile: 2 Teile zu 260 g und den Rest.
  4. Als erstes verwende ich einen Teil zu 260 g, rolle in auf einer bemehlten Fläche dünn aus, drücke mit der Kuchenform einen Kreis in den Teig und schneide ihn aus. Diesen Kreis lege ich auf einen großen, mit Mehl bestäubten Kunststoff-Deckel und gib ihn in den Kühlschrank.
  5. Mit dem 2. Teil zu 260 g verfahre ich gleich, lege den Kreis aber in die eingefettete Form. Mit den ganzen Resten rolle ich einen langen Strang, lege ihn innen an den Rand der Springform und drücke eine Wand aus Teig.
  6. Ich steche mit einer Gabel Löcher in den Boden, damit er sich nicht verzieht, so bleibt er schon flach. Wer will kann blind backen, ist aber nicht unbedingt notwendig.
  7. Der Boden wird jetzt 15 Minuten auf der 1. Ebene in den heißen Backofen gegeben.
  8. In der Zwischenzeit vermische ich alle Zutaten für die Fülle.


  9. Nach 15 Minuten lasse ich den Boden kurz abkühlen, gebe die Fülle hinein und decke mit dem gekühlten Deckel ab. Steche auch hier ein paar Löcher mit der Gabel und bestreiche ihn mit dem verquireltem Ei.
  10. Jetzt muss der Kuchen 45 Minuten backen.

So etwas Feines gibt es nicht alle Tage und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn ich ihn wieder backe:)

01.06.10

Crostata ai frutti di bosco e ricotta

Wie übersetzt man crostata? Eine crosta ist eine Kruste. Dieser Kuchen wird mit einem Mürbteig zubereitet und nach dem Backen ist dieser Teig eine knusprige Hülle. Die Franzosen sagen Tarte dazu. Aber auf deutsch fällt mir kein passender Ausdruck ein.
Ich habe so einen Kuchen als Abbildung in einer Zeitschrift gesehen, aber es war kein Rezept dabei. Also habe ich mich ans Ausprobieren gemacht.
Ich muss sagen das Ergebnis war zufriedenstellend, so dass ich ihn jetzt schon das zweite mal gebacken habe.

Hier das Rezept:

Für den Mürbteig:
  • 330 g Mehl
  • 165 g kalte Butter
  • 165 g Staubzucker
  • 3 Eigelbe
  • Abrieb einer Bio-Zitrone

Für die Fülle:

  • 1 Glas Konfitüre, hier Waldbeeren, kann aber auch eine andere sein (450 g)
  • 300 g Ricotta romana
  • 2 Eigelbe
  • 70 g Zucker
  1. Ich heize den Backofen auf 170° Heißluft vor.
  2. Ich schütte das Mehl und den Zucker für den Mürbteig auf die Arbeitsfläche, bilde in der Mitte eine Mulde, reibe etwas Zitronenschale darüber und setzte die geschnittene Butter an den Rand. Ich verwende deshalb kalte Butter, da ich den Teig nach dem Kneten nicht solange kühlen muss und ihn relativ schnell weiter verarbeiten kann. Mit der kalten Butter geht das Kneten nicht viel langsamer als mit weicher.
  3. Ich fette die Kuchenform, welche ich verwende und später noch vorstelle, mit kalter Butter aus, nehme 150 g vom Teig und verteile den größeren Rest in der Kuchenform. Ich rolle den Teig etwas aus und versuche ihn in die Form zu bringen, was nicht einfach ist, da er sehr mürbe ist. Für den Rand rolle ich lange Stränge und drücke diese in die Seiten.
  4. Ich verteile die Marmelade auf dem Teig.
  5. Ich verrühre in einer Schüssel mit einem Teigschaber die Ricotta mit dem Zucker und den Eigelben und versuche diese Masse über der Marmelade so zu verteilen, dass man diese nicht mehr sieht, was mir nicht gelingt. Durch das verteilen, kommt immer wieder ein bisschen Marmelade zum Vorschein, ist aber weiter nicht schlimm.
  6. Ich rolle aus dem abgenommen Teig lange Stränge und bilde ein Kuchengitter. Außerdem gebe ich einen dünnen Strang um den Rand und drücke diesen mit einer Gabel an den bereits vorhanden Teig.
  7. Der Kuchen wird 45 Minuten in der Mitte des Ofens gebacken.

Wenn er abgekühlt ist, wird er noch mit Staubzucker bestäubt. Wenn mir manchmal jemand erzählt, er brauche keinen Kuchen zu backen, da ihn eh niemand isst, frage ich mich schon, was für einen "Plenten" da gebacken wird. Bei uns hält so ein Kuchen keine 5 Tage, dann er ist er weg.

Zu der Backform, die ich verwendet habe möchte ich noch kurz sagen, dass diese tolle Form die einzige ist, aus der ich diesen Kuchen unbeschadet herausbekomme. Der Boden liegt lose auf einem Rand und kann nach dem Backen mittels einer Erhöhung, auf der man den Kuchen stellt, heraufgehoben werden. Der Boden ist aus Email und somit schnitt-und kratzfest, also könnte man den Kuchen auch darauf schneiden.

Zu den übrigen Eiweißen gebe ich euch noch ein paar Tipps, damit ihr sie nicht wegwerfen müsst, wäre schade drum. Einmal hat Robert Stringozzi gemacht. Sie sind empfehlenswert. Petra hat einen Kuchen mit Eiweißen zubereitet und auch ich habe schon einmal den Schokoladenkuchen mit Eiweißen gepostet.

07.02.10

Die A. meiner Mutter


Zum Glück ist es nicht die Asche meiner Mutter, sondern die Apfelstrudel. Da wir als Kinder ein ganzer Haufen waren, zu siebt, hat meine Mutter immer zwei Strudel produziert, damit es auch für alle gereicht hat. Bei uns "Mädels" gibt es ebenfalls immer zwei, obwohl wir alle nicht so viele Kinder haben. Das Rezept ist ein Familien-Erbstück.

31.08.09

Feigentarte

Heute kommt der versprochene Feigenkuchen an die Reihe. Diesmal haben wir grüne Feigen geerntet. Schon wieder Käse in Kombination mit Früchten, Ihr merkt was für ein Käsefan ich bin.






Zutaten für eine Tarte von 26 cm Durchmesser:


Für den Mürbteig:
  • 150 g Mehl

  • 110 g Butter

  • 1 EL Zucker

  • ein wenig Vanille

  • Schale von einer Bio-Zitrone

  • 1 Prise Salz

Für die Füllung:

  • 150 g Ziegen-Frischkäse

  • 1 Ei

  • 2 EL Zucker

  • 1 Prise Salz

  • 3 EL Milch

  • 11/2 EL Speisestärke

  • 1 EL Olivenöl

  • 6-8 frisch Feigen, je nach Größe

  • 1 EL brauner Zucker

  1. Eine Tarte-Form mit Butter einfetten.

  2. Für den Mürbteig alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Mit dem Rollholz nur ein wenig ausrollen, sonst bricht der Teig, weil er sehr mürbe ist und in die Form drücken, dabei einen Rand hochziehen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Im Kühlschrank eine halbe Stunde kühl stellen.

  3. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen und den Mürbteigboden 10 Minuten vorbacken.

  4. Für die Füllung Käse, Ei, Zucker und Salz mit dem Handrührgerät aufschlagen. Die Speisestärke in der Milch auflösen und mit dem Olivenöl unter die Käsemasse rühren.

  5. Feigen waschen, vorhandene Stiele abschneiden und in Spalten schneiden.

  6. Die Käsemasse in die leicht abgekühlte Form gießen, Feigenspalten kreisförmig in die Füllung setzen. Nochmals 20-25 Minuten im Ofen backen.

  7. Zum Schluss mit braunem Zucker bestreuen und mit einem Gasbrenner karamellisieren.

Falls man keinen Gasbrenner besitzt, muss der Zucker kurz unterm Backofengrill bei starker Hitze und unter ständiger Kontrolle karamellisiert werden.

Die Feigen lassen sich, wie bei einem vorherigen Post beschrieben, für diese Tarte konservieren.

Wenn man die Ziege nicht so gerne mag, nimmt man einfach einen normalen Frischkäse.

Tarte ist übrigens eine französische Bezeichnung für einen flachen Kuchen, meist mit Mürbteig zubereitet.

03.08.09

Käse-Marillenkuchen



Einer meiner absoluten Favoriten ist dieser Kuchen, den man leider nur kurze Zeit zubereiten kann. Man braucht dazu die unvergleichlichen Vinschger-Marillen. Am Samstag habe ich meine heurige Ration bekommen. Mit 20 kg mache ich Marmelade, Kompott, unbedingt diesen Kuchen und auch noch einmal Marillenknödel. Hier das Rezept:



Zutaten für einen Kuchen von 26 cm Durchmesser:

Für den Mürbteig:

  • 200 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 1 Ei

Für die Käsefüllung:

  • 375 g Sahnequark

  • 70 g Zucker

  • 3 Eier

  • 3 EL Vanillepuddingpulver

  • 70 g zerlassene Butter

  • Saft von 1/2 Zitrone

  • 1 Prise Salz

  • etwas Vanillemark

  • 12 Marillen, das ist ungefähr 1/2 Kilo
  • 2 EL Marillenmarmelade
  1. Backofen auf 175° (Ober und Unterhitze) vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit einem Stückchen kalter Butter mit den Händen einfetten. Ich fette immer auf diese Weise meine Backformen ein und habe nie Probleme mit dem Lösen vom Kuchen nach dem Backen.

  2. Für den Mürbteig, Mehl und Zucker auf ein Backbrett oder auf der Küchenanrichte geben. Für das Ei in die Mitte eine Mulde drücken und das Ei hineingeben. Die Butter in Stücke schneiden und an den Rand setzen. Nun mit den Händen einen geschmeidigen Teig zusammenkneten.

  3. Mit einem Teigroller den Teig zu einem Kreis ausrollen, in der Mitte zusammenlegen und in die Form geben. Auseinanderklappen, in die Form drücken und einen Rand von 3-4 cm formen. Ist der Rand nicht gleichmäßig, schneide ich mit einem Messer einen schönen Rand. Den Teig der übrig bleibt, verknete ich schnell, rolle nochmals eine ganz dünne Scheibe und gebe diese in den Boden auf den anderen Teig darauf. Der Teig verbindet sich dann während dem Backen miteinander und ich habe keine Reste.

  4. Sämtliche Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut miteinander vermischen. Auf den Teigboden schütten.

  5. Marillen waschen, halbieren, entsteinen und mit der Schnittfläche nach unten, sanft auf die Füllung legen. Nun kommt der Kuchen für 45 Minuten, auf der zweiten Schiene, in den Ofen.

  6. Der Kuchen ist fertig, wenn der Mürbteigrand hellbraun ist. Die Marillenmarmelade ganz kurz erhitzen und auf den noch warmen Kuchen streichen.

Er ist lauwarm gegessen ein Gedicht und er hält nicht lange, weil er schnell fertig gegessen ist.
Unser Sohn Lukas (13 Jahre) hat heute nach einem Stückchen Kuchen zu mir folgendes gesagt:" Mami, deine Kuchen sind immer gut, aber das ist einer von deinen Besten:" Was für ein Kompliment!!