Was muss ich vorbereiten? Ich koche am Tag davor Wasser mit Zucker auf (auf 1 Liter Wasser 300 g Zucker) und lasse es vollständig abkühlen. Ich kontrolliere die Einkochringe, ob sie alle noch einwandfrei sind, sonst werden neue genommen und koche sie aus. Ich spüle die Gläser und die Deckel. Diese lasse ich in sauberem, lauwarmen Wasser liegen.
Norbert hat mir fleißig geholfen. Die Birnen schäle ich, entkernen und in Spalten schneiden macht er. Ich schichte die Birnenschnitz in die Gläser und gieße Zuckerwasser bis zum Rand darüber. Das Zuckerwasser ist etwas braun, da ich Rohrohrzucker verwende, dem zwar die Melasse entzogen wurde, aber trotzdem nicht ganz weiß ist.
Ah, ihr wollt wissen in welcher Küche ich eingekocht habe? Das ist meine Küche für die Kochkurse. Sie ist im Parterre. Meine private Küche ist im 2. Stock. Vom Keller sind es zwei Stockwerke weniger das ganze Material herauf zu tragen. Außerdem kann ich hier mit Induktion arbeiten. Der Einkochkessel ist schon ziemlich alt und von meiner Schwiegermama. Aber da sie immer sehr darauf geachtet hat ist er noch gut in Schuss. Email war früher einmal ein sehr edles Material, nach Aluminiumtöpfen und funktioniert zum Staunen vieler auf Induktion wunderbar, da der Kern des Topfes reines Eisen ist und sehr magnetisch.
Jetzt nehme ich einen Deckel aus dem Wasser und lege einen nassen Dichtungsring darauf. Der wird auf das Glas gelegt und mit zwei kleinen Klammern festgeschnallt. Früher gab es Bügel, die ganz über das Glas gestülpt wurden. Heute mit den zwei Klammern ist das viel praktischer, da der Deckel frei bleibt und so viel besser gestockt werden kann.
Die Gläser stelle ich in den Einkochtopf, auf den Gitterrost, damit sie nicht direkt am Boden aufliegen.
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| Pfirsiche vom eigenen Baum schmecken immer besser, nicht die vom Nachbarn. |
Diesmal schält er und ich entsteine und schneide in Spalten. Alles wie gehabt. Es ist recht praktisch beide Obstsorten gleichzeitig zu verarbeiten, dann muss ich das Thermometer nur einmal in die Höhe jagen.
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| Alles schön verschlossen und aufgestockt. Die Zieh-Lasche muss frei stehen und darf nichts berühren, damit der Effekt der richtige ist. |
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| Säfte werden auf niedrigere Temperaturen eingekocht. |
Norbert hat von der ganzen Anstrengung nicht mehr scharf gesehen:)
Nach dieser Zeit müssen die Gläser sofort aus dem Wasser genommen werden, sonst kochen sie immer weiter. Deshalb gibt es hierfür einen eigenen Glasheber. Früher habe ich das mit Gummihandschuhen gemacht, eine Qual. Die Anschaffung des Glashebers hat sich auf jeden Fall gelohnt.
So hat sich das Regal im Laufe des Sommers wieder gefüllt, mit kleinen und großen Schätzen, auf die wir im Winter gerne zurück greifen.



















