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04.03.16

Der Lieblingskuchen meiner Schwiegermutter: Herrentorte

Seit 28 Jahren habe ich ein und dieselbe Schwiegermutter, was schon rekordverdächtig ist, nicht wegen meiner lieben Schwiegermama, sondern weil Norbert und ich immer noch ein Paar sind. Sie kocht und backt immer noch sehr gerne. Diesen Kuchen habe ich allerdings eindeutig am öftesten bei ihr zu essen bekommen.

Sauerkirschen bekommt sie und ich von liebenswürdigen Verwandten, welche von uns im Sommer eingeweckt werden. Diese Methode, einst so populär, scheint zu verschwinden, was schade ist, denn Kompott wird auf diese Weise einfach am Besten. Ich habe sie vor einigen Jahren genau beschrieben und zwar hier.

Wir genießen jedes Glas, welches im Winter hergenommen werden kann. Aber wie ich gesehen habe, gibt es auch verschiedene Sorten von Kirschen im Glas zu kaufen. Ersatzweise geht das natürlich auch.

02.05.12

Zirmer-Torte


Dieses Rezept habe ich um 3 Ecken bekommen. Meine Schwester hat es meiner Mutti fein säuberlich, in ihrer schönen Schrift, abgeschrieben. Aus welchem Kochbuch weiß ich nicht. Davon habe ich dann eine Fotokopie bekommen. Ich sammle schon mein Leben lang Rezepte, probiere sie aus, wenn es schmeckt, dann kommen sie in meine Rezeptesammlung, auch handgeschrieben, sonst nicht.
Dieses hier gefällt mir schon deshalb, weil es thematisch zu meinem momentanen Kochkurs passt: Kühlschrank-Aufräum-Rezepte.
Ich habe ständig Eiweiße übrig und deshalb brauche ich auch ständig neue Rezepte um das Eiweiß zu verbrauchen. Hier gab es schon einmal einen Eiweiß-Verbraucher.
Zirm wird bei uns eine Holzart genannt, welche ich als Zirbelholz wieder gefunden habe. Ich kann mir eigentlich schwer vorstellen, dass der Name dieses Kuchens im Zusammenhang mit dem Holz entstanden ist. Bei uns gibt es aber immer wieder Gaststätten die mit diesem Namen geschmückt sind und wahrscheinlich kommt das Rezept aus irgendeiner "Zirm-Stubm".

Zirmer-Torte

Rezept für eine Springform 26 cm:

8 Eiweiße
180 g Zucker
180 g geriebene Haselnüsse
40 g geriebene Schokolade
eine Messerspitze Zimt
Schale einer halben Bio-Zitrone

Butter für die Form
1 Glas Kirschmarmelade
200 g Sahne
20 g Schokolade
  1. Ich heize den Backofen auf 190° C Ober und Unterhitze vor.
  2. Ich schlage die Eiweiße zu Schnee, lasse den Zucker einrieseln, schlage weiter bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse schön cremig ist.
  3. Ich schütte die Haselnüsse, die Schokolade, das Nelkenpulver und die Zitronenschale dazu und hebe alles sachte unter.
  4. Die Kuchenform fette ich mit kalter Butter ein.
  5. Ich verteile die Masse gleichmäßig in die Form und schiebe sie auf der 1. Ebene des Backofens ein.
  6. Nach 35 Minuten ist der Tortenboden fertig gebacken. Ich nehme ihn heraus und lasse ihn in der Form völlig auskühlen.
  7. Mit einer Palette löse ich den Boden von der Form, das darf man aber nur bei emailierten Kuchenformen tun, bei beschichtetem Material ist das vielleicht nicht notwendig. 
  8. Ich teile den Tortenboden und streiche die Kirschmarmelade (ich hatte selbstgemachte Sauerkirschmarmelade) auf die untere Hälfte, setzt die andere Hälfte wieder darauf.
  9. Ich schlage die Sahne steif und streiche sie gleichmäßig auf den Kuchen. 
  10. Als letztes hoble ich noch Schokolade darüber.
Irgenwie erinnert mich der Geschmack an Schwarwälderkirschtorte. Zusätzlich über den Verbrauch der Eiweiße bin ich über die Verwendung der Sauerkirschmarmelade froh, da ja schon bald die neuen Sauerkirschen reif sind. Nur bei dem "Sudelwetter" das wir momentan haben, ist das noch schwer vorstellbar. 

12.04.10

Nachgebacken: Amarettini-Kirschkuchen


Ich hatte noch Sauerkirschen vom Vorjahr und bald gibt es schon die frischen. Ich habe bei Jutta einen Kirschkuchen gesehen und habe ihn nachgebacken.
Bei ihrer Blogseite habe ich mich immer gefragt was wohl Schnuppschnüss bedeuten soll und war lange der Meinung, dass ihr Mann Manzfred heißt. Dabei haben wir beide einen Norbert und Manzfred ist ein besonderer Backofen, soviel ich mitbekommen habe.
Jutta ist eine super Bäckerin. Sie hat mir mit viel Geduld beigebracht, wie man Sauerteig herstellt. Seit dem gibt es bei uns regelmäßig Sauerteigbrot.
Aber auch ihre Kuchen und Torten sind immer eine Augenweide und von diesem kann ich nur sagen auch eine Gaumenfreude.
Ich habe die Hälfte des Kuchens mit einer reifen Birne belegt, da es bei uns Leute gibt die keine Sauerkirschen mögen. Das hat uns auch sehr gut geschmeckt. Die Creme, welche ursprünglich darüber kommt, hat Jutta weg gelassen und ich auch. Amaretto hätten meinen Kindern auch nicht zugesagt, so habe ich den Likör mit Milch ersetzt. Ich backe im Gegensatz zu Jutta alles mit Butter.
Hier das ein wenig abgeänderte Rezept:
  • 400 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Päckchen Weinstein (man kann auch Backpulver nehmen)
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • etwas Vanille-Extrakt
  • 6 Eier, zimmerwarm
  • 75 g Mandelblättchen
  • 6 EL Milch
  • 150 g Amarettini
  • 1 Glas Sauerkirschen (selbst eingelegt)
  • 1 reife Birne
  1. Ich schütte die Kirschen in ein Sieb, den Saft fange ich auf. Der wird dann mit Wasser verdünnt, getrunken.
  2. Ich schalte den Backofen auf 100° Ober und Unterhitze und fette das tiefe Backblech mit Butter ein.
  3. Ich schlage die weiche Butter auf, gebe Zucker und Vanille dazu, und rühre jedes Ei einzeln unter die Masse. Jutta schreibt es sollte jedes Ei mindestens 30 Sekunden eingeschlagen werden.
  4. Ich füge die Mandelblättchen und die Milch dazu und rühre alles unter.
  5. Das Mehl und das Backpulver mische ich und siebe es über die Buttermasse, streue noch wenig Salz dazu und arbeite alles mit dem Schneebesen ein.
  6. Ich hebe die Amarettini unter und teile die Masse. In die eine Hälfte kommen die Sauerkirschen in die andere die geschälte, zerkleinerte Birne.
  7. Ich streiche die zwei Massen nebeneinander auf das Blech, schiebe dieses in die Mitte des Ofens und schalte die Temperatur auf 150°.
  8. Nach 50 Minuten ist der Blechkuchen fertig gebacken.

Interessanterweise kann man beim Essen nicht genau sagen, dass Amarettini im Kuchen sind. Auf alle Fälle schmeckt er sehr gut und wird wieder gebacken.