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13.12.17

Cranberry-Häufchen

Eigentlich hätte ich keine Zeit. Keine Zeit um Kekse zu backen, keine Zeit um hier zu schreiben....Aber wie man und frau weiß, ist für das was man gerne tut immer Zeit.

Vorgestern war ein Fernsehteam vom "ORF Südtirol Heute" bei uns und hat uns beim Kekse backen gefilmt, gestern wurde es ausgestrahlt. Heute morgen kam schon die erste Anfrage, ob wir Kekse verkaufen würden :) 

12.12.15

Facebook weiß auch nicht alles - Nußknacker zur Weihnachtszeit


Neulich kam eine Kundschaft mit der Aussage, über Facebook sei die Nachricht gegangen, es gäbe im ganzen Burggrafenamt keine Pandoroform zu kaufen. 

Sie war dann überrascht, dass wir sie noch vorrätig hatten. So ein selbstgebackener Pandoro ist etwas Herrliches.

26.11.13

Vanillegipfelen mit meiner KitchenAid


Jetzt ist es soweit: ich berichte euch meine Erfahrungen mit der Küchenmaschine von KitchenAid. Eigentlich bräuchte sie keine Werbung mehr, aber da ich mich mit ihr sehr genau und mittlerweile auch schon längere Zeit auseinander gesetzt habe, möchte ich euch doch berichten, wie es mir mit meiner KitchenAid ergeht.
Meine ersten Erfahrungen mit Küchenmaschinen sind schon sehr lange her, d.h. an die 22 Jahre. Nachdem mir damals die von mir benützte Maschine zweimal von der Arbeitsfläche gefallen ist, da sie durch das Rühren so stark vibrierte und sich deshalb bewegte, war für mich dieses Thema sehr lange abgehakt.
Dann begann ich Kochkurse zu geben und suchte eine praktische, aber auch vom Stromverbrauch interessante Maschine, bei der ich die Funktionen haben konnte, welche für mich wichtig sind.
Wer mich kennt, weiß, dass ich mich vor einer solchen Anschaffung, siehe Getreidemühle, sehr gut informiere. Also setzte ich mich mit den verschiedenen Maschinen auseinander, auch weil wir beschlossen hatten, die Maschine, für welche ich mich entscheiden würde, im Geschäft zu verkaufen.
Was hat mich dazu bewogen mich für diese Maschine zu begeistern? Nicht nur das Aussehen, sondern das Innenleben: die Übertragung der Kraft dieser Küchenmaschine geschieht über Zahnrädern, was fast keinen Kraftverlust bedeutet. Im Klartext: die Küchenmaschine von KitchenAid hat mit ihren 300 Watt eine Kraft, die andere, mit Keilriemen betriebenen, erst ab 900 Watt, sogar bis zu 1500 Watt, erbringen, was sich auf den Stromverbrauch auswirkt. Durch das Gewicht (sie wiegt immerhin 11,5 kg) läuft sie mir nicht mehr davon und ich kann mich ohne Bedenken entfernen. Außerdem ist sie verhältnismäßig leise, was uns sehr angenehm erscheint, da sie in der Küche steht, was ja eigentlich ein MUSS ist, weil sie so schön ist.
Inzwischen läuft sie fast jeden Tag ein bis öfter Mal. Ich bin immer noch am Testen, denn mir fällt immer wieder etwas Neues zum Ausprobieren ein. Zusatzgeräte besitze ich nicht viele, aber die, die ich habe, benutze ich oft. Inzwischen gibt es auch schon sehr viele Erfahrungswerte unserer Kunden und die fallen nur positiv aus. Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass es das ganze Jahr über immer wieder Angebote für die Küchenmaschine bei uns im Geschäft gibt. Der größte Vorteil beim Kauf in einem Geschäft ist allerdings der Kundendienst, der in Italien mit dem Einzelhandel hervorragend zusammen arbeitet.    
Ich knete dieses Jahr das erste Mal alle Mürbteige für die Weihnachtsbäckerei mit der KitchenAid. Der Vorteil ist, ich kann kalte Butter aus dem Kühlschrank nehmen, die Maschine knetet ihn kinderleicht, so fällt das Erwärmen des Teiges durch das Kneten mit den Händen weg und ich kann den Teig entweder sofort verarbeiten, oder muss ihn kürzere Zeit kühl stellen. 


Vanillegipfel

 Zutaten:
  • 280 g Mehl
  • 210 g kalte Butter
  • 70 g Zucker
  • 100 g Mandeln
Außerdem:
  • 3 EL Zucker
  • Vanille-Extrakt
  1. Ich beginne mit den Mandeln, die ich immer selbst schäle. Dafür muss ich Wasser zum Kochen bringen, schütte die Mandeln ins heiße Wasser, lasse sie kurz ziehen, bis das Wasser wieder zu kochen beginnt, dann schütte ich das Wasser ab.
  2. Ich lasse die Mandeln abkühlen, dann schäle ich sie, indem ich jede Mandel zwischen Daumen und Zeigefinger aus der Schale herausdrücke. Ich schäle die Mandeln auch aus dem Grund selbst, weil ich diese Arbeit so furchtbar gerne tue:)
  3. Danach werden die Mandeln in einer feuerfesten Form im Backofen getrocknet und gleichzeitig etwas geröstet, das verleiht ihnen einen besseren Geschmack. Diese Arbeit erledige ich immer an einem Tag, an dem der Backofen sowieso schon eingeschalten ist, vielleicht für andere Kekse. Ich röste dann meistens auch gleichzeitig Haselnüsse, damit diese auch für andere Kekse bereitstehen.
  4. Sobald die Mandeln völlig abgekühlt sind, mahle ich sie sehr fein.
  5. Ich heize den Backofen auf 180° Heißluft vor.
  6. Ich lasse alle Zutaten, die Butter in Stücke geschnitten, mit der KitchenAid, mit dem Flachrührer, zu einem homogenen Teig zusammenkneten. Das geschieht sehr schnell. Nicht zulange kneten lassen, denn je kürzer geknetet wird um so mürber werden die Kekse.
  7. Ich nehme den Teig aus der Schüssel, teile ihn in 4 Stücke, nehme jeweils eines und rolle es zu einer langen Nudel, wie bei den Gnocchi.
  8. Diese Nudel schneide ich in kleine Stücke und forme eine dünnere kleine Nudel und drehe jede zu einem Gipfele.
  9. Ich lege sie mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lasse sie im Backofen goldgelb backen. Achtung: auch wenn der Teig kein Backpulver enthält, werden sie größer.
  10. Inzwischen mischt Norbert den Zucker mit der Vanille und während ich immer noch "nudle", wälzt er die gebackenen Gipfelen im Vanillezucker. 

Und so sah der Keksl-Teller voriges Jahr aus:

Ich freue mich schon darauf!

05.12.12

Oh, wie schön ist die Weihnachtszeit: Krampustag und Schokobrezeln

Als Kinder sind wir ja fast gestorben. Wenn am Krampustag am Nachmittag Schule war und nur eine Kuhglocke zu hören war, dann sind uns schon die Nackenhaare aufgestanden. Unsere Brüder hingegen haben sich köstlich amüsiert den Kapussen hinterherzulaufen und sie solange zu necken, bis sie mit der Rute eine saftige um die Beine bekamen. Diesbezüglich hat sich nichts geändert. Ich habe zum Glück keine Angst mehr vor den Krampussen:) Im Gegenteil, ich liebe diesen, ein wenig närrischen Tag, weil er mich jedes Jahr auf's Neue an meine Kindheit erinnert. 

Früher hatten sie nur Kuhglocken umgehängt, heute sind die Krampusse ganz anders gerüstet!
Was auch zu diesen Tagen gehört, ist die Weihnachtsbäckerei. Ich war immer der Meinung, dass ich recht früh damit beginne. Dann hat mich Petra geschockt: sie hat mit der Bäckerei schon abgeschlossen! Aber vielleicht, liebe Petra, kommt noch die eine und andere Sorte dazu, so wie bei mir immer. Man kann nie wissen!
Was mich allerdings in meinem Tatendrang gebremst hat war die Tatsache, dass keine Orangenmarmelade mehr vorrätig war. Seit 3 Wochen kaufe ich je 3 Orangen zum Probe-Essen. Diese Woche hatten sie dann endlich die Qualität, die ich mir wünsche  und dann ist die Produktion losgegangen. Nicht nur der Orangenmarmelade auch des heißgeliebten Orangenpunches. Für die Marmelade schneide ich die Orangen, nachdem ich großzügig die Schale außen mit dem Messer entfernt habe, nicht mehr in Filets, sondern samt den Zwischhäuten in Spalten, koche sie kurz auf und drehe sie danach durch die Flotte Lotte, wie sie Claudio auch so nett nennt. Das geht wesentlich schneller und die Qualität leidet auch nicht darunter.
Nichtsdestotrotz bekommt ihr von mir ein Rezept der Kekse die ich letztes Wochenende produziert habe.


Es gibt halt immer wieder liebe Menschen die einem gute Rezepte verraten und eine Freude haben, wenn man sich auch freut. So wie Evi, bei der ich mich herzlich für das Rezept bedanke.

Schoko-Brezeln

Zutaten für ?(ich habe die Kekse leider nicht gezählt):
  • 250 g Mehl
  • 3 EL bestes Kakaopulver, nicht gesüßt
  • 2 TL Triebmittel (Backpulver oder Weinstein)
  • 150 g Zucker
  • 1 Msp Vanille-Extrakt
  • 1 Prise Salz
  • 8 EL Milch
  • 90 g Butter, kalt
  • Zucker zum Wälzen
  1. Ich mische das Mehl mit dem Kakaopulver und dem Weinstein und siebe es auf die Arbeitsfläche.
  2. Ich gebe alle restlichen Zutaten dazu, die Butter in dünne Scheiben geschnitten und knete rasch einen geschmeidigen Teig zusammen.
  3. Ich heize den Backofen auf 160° Heißluft vor.
  4. Ich rolle den Teig zu einer ziemlich dünnen Platte und steche Brezen aus.
  5. Ich streue Zucker in einen Teller und drücke die Brezen mit der Oberseite in den Zucker, lege sie dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  6. Ich backe die Brezen genau 9 Minuten. Da sie schon vorher dunkel sind, sieht man nicht, wann sie fertig gebacken sind.
  7. Die Teigreste knete ich wieder zusammen, rolle wieder aus, steche wieder aus...solange bis ich keinen Teig mehr habe.   

Jetzt kann die Kekse-Produktion wieder aufgenommen werden und die nächsten sind alle mit Orangengeschmack:)

12.12.11

Meine Weihnachtskekse

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtsbäckerei-Beilage von ORF-Nachlese, eine Zeitschrift die mich sonst nicht sonderlich interessiert und die ich nur einmal im Jahr kaufe, im November.
Österreicher können Mehlspeisen und feines Gebäck machen, das macht mir hoffentlich niemand streitig. 
Die Kekse, von welchen ich euch heute das Rezept gebe, sind die mit den Einrissen am rechten und am linken Tellerrand. Sie heißen Brotlaibchen und sehen wirklich wie kleine "Läbelen" aus. Sie ähneln verdächtig den Schoko-Schnee-Kugeln von Juliane, meine sind mit Mandeln.
Sie hat das Rezept von ganz wo anders her, da sieht man einmal, dass die Redaktionen auch nur von einander abschreiben:)
Hier das Rezept:

Brotlaibchen

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 250 g Zucker
  • 140 g Schokolade, zerlassen
  • 250 g Mandeln, fein gerieben
  • 3 EL Mehl
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Honig
  • 1/2 TL Zimt
  • 4 Handvoll Brotbrösel
  • Staubzucker zum Wälzen
  1. Zutaten in einer großen Rührschüssel, mit dem Handrührgerät zu einer relativ festen Masse vermengen. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  2. Backofen auf 140° Heißluft vorheizen.
  3. Aus dem Teig Kugeln formen und diese im Staubzucker wälzen.
  4. Auf ein Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und 25 Minuten backen.
Sie haben geschmacklich Ähnlichkeit mit Lebkuchen. Das sagt eine die Lebkuchen nicht besonders mag und auch nicht backt, also wahrscheinlich den Unterschied nicht erkennt.

Ich habe die Weihnachtsbäckerei bereits abgeschlossen und stürze mich auf andere Herausforderungen wie Terrinen, Teigtaschen.... alles was ich gut vorbereiten und ins Gefrierfach geben kann. Denn bei uns ist über Weihnachten was los, wie ich euch schon hier bereits voriges Jahr erzählt habe.

03.12.09

Weihnachtskekse



Wie versprochen gebe euch ein paar Rezepte von meinen Weihnachtskeksen. Wir sind schon dabei sie zu genießen. Ich versuche jedes Jahr ein paar neue Sorten dazu zu machen. Heuer bin ich über die Kekse von Nicole Stich gestolpert. Sie hat auf ihrem Blog mehrere Kekse veröffentlicht. Ich habe folgende ausprobiert: Brombeerbusselen und die Chocolate Coconut Cubes. Die Brombeerbusselen seht ihr vorne links, mit dem Schokoladentupfer in der Mitte. Diese Kekse werden von mir in meiner Keksothek aufgenommen. Die Schokolade-Kokok-Würfel, welche ihr in der letzten Reihe, in der Mitte seht, nicht. Aber das ist immer Geschmackssache, deshalb unbedingt selbst ausprobieren.

Ein "Keksl", das ich schon viele Jahre mache ist das Kokos-Makrönchen von Johann Lafer. Es ist sehr zeitaufwendig und es sind mehrere Arbeitsgänge notwendig. Falls es trotzdem jemand interessiert meldet euch.

Bei mir gibt es heute das Rezept von den Kloster-Gipfelen, die mit den Schokolade-Pistazien-Spitzen, hinten links auf dem Foto. Dieses Rezept habe ich aus dem schon etwas älteren "Südtiroler Backbuch" von Anneliese Kompatscher und gehören schon lange zu meinen Favoriten.

Klostergipfelen:
  • 140 g Mehl
  • 90 g Walnüsse, gehackt
  • 40 g Schokolade, gerieben
  • 100 g Butter
  • 1 Prise Vanille
  • 50 g Zucker
  • 1 Eidotter
Zum Verzieren:

  • dunkle Kuvertüre
  • 20 g Kokosfett oder Palmenfett
  • Pistazien, gehackt
  1. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen.
  2. Alle Zutaten miteinander verkneten und sofort aus dem Teig kleine Gipfelen formen.
  3. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 7-8 Minuten backen.
  4. Vorsichtig vom Blech nehmen und vollständig auskühlen lassen.
  5. Inzwischen Kuvertüre, fein geschnitten, über Wasserdampf bei höchstens 35° schmelzen. Dabei gebe ich zum Tauchen auf 250 g Kuvertüre 20 g Kokosfett dazu, damit die Schokolade etwas dünner wird und nicht soviel am Keks haften bleibt. Beim Abkühlen wird das Kokosfett in der Schokolade auch wieder so hart, wie vorher.
  6. Die Spitzen der Kekse werden zuerst in die Schokolade getaucht, dann sofort in die gehackten Pistazien und dann wieder auf ein Backpapier gelegt. Nach dem Abkühlen lösen sie sich wunderbar vom Backpapier.
Alle Kekse bleiben viel besser, wenn man sie in Blechdosen aufbewahrt, auf keinem Fall luftdicht verschließen.

Hier noch ein paar Tipps:


Wenn ich Spitzbuben mache, dann verziere ich einen Teil der Deckel mit Schokolade, mit dem Decopen, und fülle diese dann mit einer anderen Marmelade, als Marillenmarmelade. Es schaut gleich schon völlig anders aus als das Original.


Zum Füllen von Keksen, nehme ich die Torten-Spritze. Für Teig, z.B. für Spritzgebäck eignet sich viel besser ein Spritzsack.

Ich wünsche euch eine fröhliche Weinhnachts-Bäckerei. Vielleicht habt ihr auch das Glück, wie ich , dass die ganze Familie von diesem Ereignis begeistert ist und mithilft.
Eindeutig der Fanatischste von uns ist unser Sohn. Von ihm aus müsste ich noch viel mehr Kekse backen.