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13.02.18

Lauch-Quiche geht immer

Eine sehr kurze Zeit im Jahr gibt es ihn nicht, den Lauch und zwar, wenn er seine Blüte entwickelt. Dann hat er einen dicken Stängel in der Mitte und ist praktisch nicht brauchbar.

07.11.17

Polentatarte

In meinem Garten wächst zu meiner Zufriedenheit fast alles. Mit Blumenkohl und Fenchel habe ich keinen Erfolg und bis vorigem Jahr auch mit Spinat, bis ich den Neuseeländer Spinat entdeckt habe. Dem gefällt es im Garten außerordentlich gut.

Im Sommer kam dann der Wunsch, da ich frischen Spinat geerntet hatte, ich möge doch bitte einmal diese Tarte zubereiten. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich leider nicht kontrollierte für wie viele Personen das Rezept angegeben war. An diesem Tag waren wir zu fünft.

05.04.16

Spirale in zartgrün und rosa

Zwar sind wir endlich in der geliebten Spargelzeit angekommen, aber es gibt auch noch wunderbare Fave. Das ist fast das einzige unbedeutende Problem, welches sich im Frühling stellt, ob der großen Auswahl an frischem Gemüse: Was kommt heute dran? Aber zum Glück geht es jetzt noch eine Weile so weiter und wir können uns nicht nur an den frischen Farben ergötzen, sondern auch genießen.

Direkt im Garten angepflanzt habe ich noch nichts, aber es wartet schon so allerhand in den Startlöchern. Außerdem gibt es in der wilden Natur auch schon einiges zu sammeln.

16.09.15

Quiche auf italienisch























Die Tomatenernte dieses Sommers war und ist immer noch die reinste Freude. Dieses Jahr war eindeutig ein Tomatenjahr. Ich freu mich immer schon auf die eigenen, denn so voller Geschmack sind sie vom Laden nie.

Dazu muss ich sagen, dass ich dieses Frühjahr den Standort wechselte, da die Stauden im letzten, verregneten Sommer schon frühzeitig erkrankten und ich Bedenken ob der verbliebenen Keime im Boden hatte.

Es kann gut sein, dass sich der Standortwechsel, aber auch der Traumsommer auf die Ernte positiv ausgewirkt hat.

Diesen Kuchen mit Tomaten und Ricotta habe ich schon vor 2 Jahren vorgestellt. Heute kommt ein neuer zum Zuge und ich muss gestehen, er schmeckt uns noch besser als der "alte".

Da wir nun auch unseren Jüngsten nach Wien zum Studium verschickt haben, werde ich in naher Zukunft wieder die Rezepte hauptsächlich für 2 Personen angeben.

Das leere Zimmer darf ich noch nicht zu oft betreten, bis ich mich daran gewöhnt habe. Es ist ein Grund mehr, öfters nach Wien zu reisen :)

Mit viel Parmesankäse und nicht so deftig ist es eine italienische Variante des Originals.

Quiche con melanzane e pomodorini - Quiche mit Auberginen und kleinen Tomaten

Zutaten für 2 Personen und einer Kuchenform von 20 cm Durchmnesser:

Für den Teig:
  • 100 g Dinkelmehl, weiß
  • 40 g Butter
  • 1/2 Ei (die andere Hälfte brauche ich für den Guss)
  • 20 g Parmesankäse, gerieben
  • 1 Prise Salz
Für den Belag:
  • 200 g Melanzane
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweiglein Majoran
  • 160 g kleine gemischte Tomaten
  • 30 g schwarze Oliven 
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
Für den Guss:
  • 30 g Parmesankäse, gerieben
  • 1 1/2 Eier 
  • 100 ml Sahne
  • Salz
  • Pfeffer  
  1. Ich wasche die Melanzane, schneide den Stielansatz weg und schneide sie in Würfel.
  2. Ich erhitze Olivenöl und brate darin die Melanzanewürfel bei mittlerer Hitze rundum an bis sie Farbe annehmen.
  3. Inzwischen schäle ich die Knoblauchzehe, streife die Blätter vom Majoran ab und hacke beides ziemlich fein, gebe dies jedoch erst ganz zum Schluss dazu. Danach lasse ich die Melanzanewürfel abkühlen und würze sie mit Salz und Pfeffer.
  4. Den Backofen heize ich auf 200°C Ober und Unterhitze vor und schiebe das Gitter auf die unterste Ebene ein.
  5. Ich knete alle Zutaten für den Teig zusammen, rolle ihn zu einer dünnen Scheibe aus und lege eine eingefettete Kuchenform damit aus.
  6. Für den Guss rühre ich alle Zutaten zusammen.
  7. Die Tomaten wasche ich und halbiere sie, oder schneide sie in dicke Scheiben.
  8. In die Kuchenform mit dem Teig fülle ich die Melanzanewüfel, darüber lege ich die Tomatenhälften und schütte den Guss darüber.
  9. Der Kuchen wird 15 Minuten auf dem Gitter gebacken, dann schalte ich auf Heißluft um, schiebe das Gitter in die Mitte des Ofens und backe ihn dort nochmals 15 Minuten.
 So hat der Teigboden auch die Chance durchzubacken und bleibt nicht so speckig.

07.07.15

Quiche mit Zucchini und jungen Rote Betestängel























Die Rote Rohnen, wie sie bei uns in Südtirol heißen, sähe ich direkt ins Beet. Die meisten Samen sind aufgegangen, jedoch kann man nicht alle Pflanzen wachsen lassen. Es wären zu viele und weil sie zu eng beieinander sind, würden sie keine schönen Knollen bilden.

Deshalb entferne ich schon seit 2 Wochen ständig welche, damit die verbliebenen genügend Platz, Nährstoffe und Wasser bekommen um kräftig wachsen zu können.

Ich habe gelernt, dass man zarte Rote Rohnenblätter als Salat zubereiten kann, habe auch dort schon die Stängel hineingeschnippelt. Allerdings riss uns das nicht vom Hocker.

Im Risotto schmecken sie uns sehr gut, deshalb dachte ich mir, dass sie vielleicht auch in der Quiche passen könnten.

Ohne es zu wollen trenne ich schon wieder Blätter von Stielen, das gefällt mir anscheinend :)


Quiche mit Zucchini und jungen Rote Betestängel

Zutaten für eine Quiche von 26 cm

Für den Boden:
  • 150 g Mehl
  • 2 Prisen Salz
  • 60 g Butter
  • 1 Ei
Für den Belag:
  • 1 mittlerer Zucchini
  • 1 Strauß Rote Betekraut
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
Für den Guss:
  • 125 g Camembert, ohne Rinde, klein geschnitten
  • 70 g  würzigen Südtiroler Käse, gerieben
  • 150 ml Milch
  • 3 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Ich beginne mit dem Ende und bereite den Guss vor, indem ich alle Zutaten vermische.
  2. Den Backofen heize ich auf 180°C Heißluft vor.
  3. Ich knete alle Zutaten für den Boden rasch zusammen, rolle ihn aus und lege ihn in die eingefettete Quicheform, ziehe dabei einen Rand von ca. 2 cm hoch, lege ein Backpapier darüber und schütte meine Bohnen, welche ich zum Blindbacken immer wieder verwende, hinein und backe den Boden 15 Minuten vor.
  4. Den Zucchini wasche und viertle ich, dann schneide ich ihn in 1 cm dicke Stücke und gebe diese in das schon erhitzte Olivenöl in einer Pfanne.
  5. Das Rote Rohnenkraut wird auch gewaschen, dann trenne ich Stängel von Blätter. Die Stängel schneide ich fein. Ein paar Blätter schneide ich auch kleiner, den Rest behalte ich für den gemischten Salat.
  6. Sobald die Zucchiniwürfel Farbe annehmen, streue ich das Rote Betekraut darüber, rühre allerdings nicht um, sonst würde es die Zucchiniwürfel rot färben. Ich lege dafür ca. 5 Minuten den Deckel auf, damit die Stängel auch ein wenig vorgekocht sind, dann salze und pfefferte ich kräftig.
  7. Inzwischen ist der Boden vorgebacken ich nehme mithilfe des Backpapiers die Bohnen aus der Form, verteile das Gemüse darin und schütte den Guss gleichmäßig ein.
  8. Dann backe ich den Kuchen bei gleicher Hitze nochmals 25 Minuten bis er schön gebräunt ist.

19.09.14

Melanzane-Strudel im Schnellgang























Vorweg ein gelungenes Foto vom Melanzane-Strudel, was wieder einmal ein typisches südtirolerisches Wort ist.

Melanzane, das italienische Wort für Auberginen, sind bei uns einfach Melanzane.

Ich würde mich fast trauen zu behaupten, dass nicht jeder bei uns weiß, wie dieses Gemüse in der Hochsprache genannt wird.

Die Geschichte vom Strudel beginnt schon am Sonntag.

Wir waren aus essen und jemand in der Runde bestellte eine vegetarische Hauptspeise.

Als sie serviert wurde, fiel sie mir sofort auf. Ich habe sie leider nicht probieren können, jedoch ging sie mir nicht mehr aus dem Sinn.

Montag besorgte ich zwei große, wunderschöne, frische Melanzane.

Mittwoch war wieder einmal ein Tag mit vollem Programm.

Morgens früh raus, nachdem der Nachwuchs außer Haus war, schnitt ich die Melanzane in relativ dünne Scheiben und briet sie in viel Olivenöl von beiden Seiten, bis sie gebräunt waren.

Ich wusste, dass ich mittags nicht zu Hause sein würde und erst am späten Nachmittag wieder retour war. Abends fand ein Kochkurs bei uns im Geschäft statt, den ich zum Teil schon vorbereitet hatte.

Ich begleitete meine Schwiegermama zu einem wichtigen Termin nach Bozen und nahm die Gelegenheit wahr, mich mittags mit meiner Tochter, welche momentan ein Praktikum in Bozen absolviert, zu treffen.

Nach dem Essen musste sie wieder zur Arbeit und ich musste auf die Öffnung eines Geschäftes warten.

Deshalb kam mir in den Sinn, die Ausstellung, welche seit kurzem in der Krypta des Siegesdenkmals in Bozen, eröffnet hat, zu besuchen.

Wem die Geschichte Südtirols zwischen 1918 und 1945, und im insbesonderen jene Bozens, interessiert, dem sei diese Ausstellung wärmstens ans Herz gelegt.

Eher spät kam ich dann endlich nach Hause, bereitete den Rest für den Kochkurs her und dann warteten die Melanzanescheiben noch auf mich.

Zum Glück habe ich immer selbstgemachten Pesto im Vorrat.

Den Ziehteig müsste man normalerweise eine Weile kneten und eine Weile rasten lassen. Dafür war keine Zeit.

Trotzdem ist der Strudel sehr gut geworden, sodass er sogar hier vorgestellt wird.

Melanzanestrudel

Zutaten für 4 Personen:

Für den Ziehteig:
  • 170 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml warmes Wasser
Für die Fülle:
  • 2 große Melanzane
  • 4 reife Tomaten (frisch aus dem eigenen Garten)
  • Salz
  • Parmesankäse
Außerdem:
  • 50 g zerlassene Butter, zum Bestreichen
  • Pesto
  1. Schon morgens schneide ich die Melanzane in dünne Scheiben und brate sie in viel Olivenöl, bis sie gebräunt sind, dann salze ich sie.
  2. Abends heize ich als allererstes den Backofen auf 180° C Heißluft vor und fette ein Backblech mit Butter ein.
  3. Ich gebe die Zutaten für den Ziehteig in eine Schüssel und knete sie schnell zusammen. Es entsteht ein geschmeidiger, weicher Teig. Diesen wickle ich in Klarsichtfolie und lasse ihn nur solange ruhen, bis ich den Rest für die Fülle vorbereitet habe. 
  4. Ich schneide noch die Tomaten in Scheiben und lasse die Butter in einem kleinen Töpfchen schmelzen.
  5. Dann beginne ich den Zeig zu ziehen und fühle dass er eigentlich zu wenig geruht hat, weil er noch nicht so strapazierfähig.   
  6. Ich bestreiche die Fläche mit Butter und merke erst jetzt, dass ich das Küchentuch unter dem Teig, für das spätere Aufrollen in der Eile des Gefechts vergessen habe, ärgere mich zwar, kann aber nichts mehr ändern. Jetzt heißt es schnell sein, sonst weicht der Teig auf und ich kann das Wickeln vergessen.
  7. Ich lege die Melanzanescheiben abwechselnd mit den Tomatenscheiben an den Rand des Teiges, reibe kräftig Parmesankäse darüber und rolle den Strudel von der Seite der Fülle beginnend, mit Hilfe der Teigkarte und viel Glück zusammen und lege ihn sofort auf das Backblech. Schön ist er nicht!
  8. Den Strudel pinsle ich noch mit Butter ein und schiebe ihn ins Backrohr.
  9. Nach ca. 8 Minuten pinsle ich den Strudel nochmals ein und in 8 Minuten wieder.
  10. In ca. 25 Minuten ist der Strudel gebacken.  
Dazu gab es schon bereits vorhandenen Pesto. Samt der ganzen Eile und dem Malör mit der Wicklerei schmeckte uns der Strudel vortrefflich :)   

20.08.13

Torta salata con ricotta e pomodorini - Tomaten-Ricottakuchen

Da bin ich wieder! Ein paar Tage weg und man hat ist schon erholt. Mein Garten erfreut mich mit jedem Jahr mehr. Er ist dieses Jahr sehr ertragreich, was uns allen zu Gute kommt. Ich habe kein Problem mit Gemüse, zum Glück meine Familie auch nicht. Da unsere Tochter dieses Jahr ein Praktikum in Bozen absolvierte, mussten die Speisen auch zum Mitnehmen sein. Denn mit einer Stunde Mittagspause, läuft man nicht weit, günstiger war es so auch und wer weiß, vielleicht auch besser:)
Deshalb gab es bei uns allerhand vegetarisches und mitnehmbar. Zum Beispiel so was:

Quinoasalat mit frischem Gemüse aus dem Garten.

oder auch dieses Gericht schmeckt lauwarm sehr gut, denn bei 30° C in den Räumen, kann man nicht von kalt sprechen:

Mit Christinas Zucchini, original von Robert, gefüllte Peperoni, allerdings anstatt Sahne nur Olivenöl und mit ein paar Mozzarellawürfel überbacken.
Aber auch dieser Kuchen stand ganz hoch im Kurs.


 Torta salata con ricotta e pomodorini - Tomaten-Ricottakuchen

Zutaten für einen Tortenring von 24 cm:

Für den Teig:
  • 200 g Mehl
  • 100 g kalte Butter, in Scheiben geschnitten
  • Salz
  • etwas kaltes Wasser
Für die Fülle:
  • 500 g Ricotta
  • 2 Eier
  • 220 g blanchierte Mangoldstiele (mit dem Grün der Blätter wurden Spinatknödel gemacht)
  • 150 g milder Gorgonzola, entrindet
  • Salz
  • Pfeffer
  • Brotbrösel
Für den Belag:
  •  1/2 kg Kirschtomaten
  • Brotbrösel
  • getrockneter Origano
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
  1. Ich gebe alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel, zerdrücke die Butter kurz zwischen den Fingerkuppen und vermische so schon das Mehl mit der Butter. Dann knete ich den Teig rasch zusammen.
  2. Den Teig verteile ich in der ausgefetteten Kuchenform und stelle sie jetzt in den Kühlschrank.
  3. Ich gebe alle Zutaten der Fülle in bereits verwendete Schüssel, verrühre sie mit dem Handrührgerät mit den Schneebesen und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
  4. Ich wasche die Tomaten und halbiere sie.
  5. Ich heize den Backofen auf 200° C Heißluft vor.
  6. Ich nehme die Kuchenform aus dem Kühlschrank und streue etwas Brotbrösel in den Boden, verteile dann die Fülle darüber, streue nochmals Brotbrösel oben drauf, schichte die Tomatenhälften auf die Fülle, streue nochmals Brotbrösel und diesmal den Origano darüber, würze mit Salz und Pfeffer und träufle noch einen Faden Olivenöl darauf.
  7. Jetzt backe ich den Kuchen in der Mitte des Ofens 40 Minuten, bis der Kuchen gebräunt ist.
  8. Damit man ihn essen kann muss er noch einige Minuten auskühlen, danach hat man den vollen Genuss.     


Wer Gorgonzola nicht mag, der kann anstelle 2 Handvoll geriebenen Parmesankäse einrühren. 


03.12.12

Zucchini-Quiche mit Weihnachtsduft

Zucchini sind jetzt nicht gerade ein Saisons-Gemüse. Man bekommt sie das ganze Jahr. Aber ohne Peperoni, Zucchini und Co. wäre es schon den ganzen Winter über ein bisschen langweilig. Höchstens für Anti-Gemüse-Freaks wäre es eine zeitweilige Erlösung der "Qual", solches Zeug essen zu müssen. Solche soll es geben:) Wer solche salzige Kuchen gerne mag muss unbedingt einmal Juliane auf ihrem Blog Schöner Tag noch besuchen und ein bisschen stöbern. Sie hat so allerhand von diesen Köstlichkeiten, die man 100fach variieren kann.
Meiner hier hat, nachdem ich ein Fan von Chilis geworden bin, ein wenig Schärfe abbekommen, aber eben auch ein Hauch an Weihnachtsduft.

Zucchini-Quiche mit Orangenschale

Zutaten für eine Quiche von 26 cm Durchmesser:

Für den Teig:
  • 170 g Mehl
  • 65 g Butter 
  • 20 g warmes Wasser
  • eine Prise Salz
Für den Belag:
  • 4 mittlere Zucchini
  • 4 Zweiglein Thymian
  • 2 Zweiglein Rosmarin
  • 2 Chili, frisch
  • 2 EL Olivenöl, das frische von diesem Jahr
  • Salz
Für den Guss:
  • 80 g Käsereste ohne Rinde
  • 40 g Parmesankäse
  • 1 Ei
  • 80 g Crème fraîche
  • 75 g Sahne
  • etwas Orangenabrieb einer Bio-Orange
  • Salz
Fett für die Form
  1.  Ich knete alle Zutaten für den Teig zügig zusammen, wickle ihn in Klarsichtfolie und lege in während ich alles andere erledige in den Kühlschrank.
  2. Da ich die Hände schon fettig habe schmiere ich noch die Form mit einem Stückchen Butter ein.
  3. Ich wasche die Zucchini, schneide die Stielansätze weg und hoble sie in nicht zu dicke Scheiben.
  4. Dann werden die Scheiben kurz gegrillt und gesalzen. Ich persönlich finde, dass Zucchini erst mit ein wenig Röstaroma gut schmecken, sonst sind sie eher fade. 
  5. Ich schneide die Chilis fein und mische sie mit den Zucchinischeiben, dem Olivenöl, den abgezupften und fein gehackten Kräutern und lasse alles ein Weilchen ziehen.
  6. Dann reibe ich die verschieden Käse in eine kleine Schüssel, schlage das Ei dazu und verrühre alles mit Crème fraîche und Sahne. Noch etwas Salz würde nicht schaden.
  7. Ich heize den Backofen auf 180° Heißluft.
  8. Dann nehme ich den Teig aus dem Kühlschrank, knete ihn kurz durch und rolle ihn auf die ungefähre Größe dieser Form aus, lege ihn in die Form und steche den Boden mit einer Gabel einige Male ein.
  9. Ich verteile die Zucchinischeiben gleichmäßig auf dem Boden, gebe auch den entstandenen Saft dazu.
  10. Jetzt schütte ich den Guß darüber und schiebe den Kuchen gleich in den Ofen.
  11. Nach ungefähr 40 Minuten sollte er so aussehen, wie auf dem Foto.
Auch noch lauwarm ist so ein Quiche nicht zu verachten. Ja und leider wird so manch ein Mitesser nicht so begeistert von diesem Gemüsezeugs:( sein.

30.01.12

Mit Palatschinken und Pfannkuchen kann ich nichts anfangen

Was sich nur auf den Gebrauch des Wortes bezieht, nicht auf das Produkt selbst, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Palatschinken und Pfannkuchen sagt bei uns kein Mensch zum Omelette. Wobei Pfannkuchen in diesem Moment schon passen würde. Aber Pfannkuchen stellt man sich immer süß vor, wie der Pfannkuchen von Pettersson und Findus. Ich weiß nicht, wem die Bücher von Sven Nordqvist besser gefallen haben, den Kindern oder mir.
Dieser Pfannkuchen gehört zu den "rustikalen" Vertretern seiner Spezies. Das Schöne an einem Pfannkuchen ist, dass man ihn füllen kann mit was man will und was gerade vorhanden ist, in diesem Fall Lauch und Käse.


Pfannkuchen, gefüllt mit Lauch und Käse

Zutaten:

Für den Teig:
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Milch
  • 3 Eier
  • Olivenöl zum Backen (Nachtrag)
Für die Füllung:
  • 2 große Lauchstangen
  • 250 g Käse (bei mir Stilfser-Käse) er sollte sich schmelzen lassen und würzig sein
  • Peperoncino
  • Salz
  • Olivenöl
  1. Ich rühre mit dem Mehl, dem Salz und der Milch einen Teig an, schlage die Eier separat in einem Behälter und rühre sie nur mehr sachte unter den Teig. Den Teig lasse ich 15-20 Minuten quellen.
  2. Ich putze und wasche den Lauch und schneide ihn in feine Ringe.
  3. In einer Pfanne erwärme ich Olivenöl und dünste den Lauch solange bis er weich ist.
  4. Dann würze ich mit Salz und mit Peperoncino aus der Mühle. Peperoncino so zu handhaben ist wesentlich ungefährlicher als mit den Händen.
  5. Ich schneide den Käse in Scheiben.
  6. Jetzt backe ich Omeletten bis der Teig fertig ist.
  7. Ich heize den Backofen auf 180° vor.
  8. Damit das Ganze auch seine Form behält, nehme ich den runden Stahlring, stelle ihn auf die passende Größe der Omeletten und auf ein Backblech und schichte alles schön übereinander hinein.
  9. Das Blech mit dem Kuchen schiebe ich für 20 Minuten in den Backofen.

Das nächst Mal probiere ich es mit Brokkoli oder mit Weißkraut oder mit Zucchini.
Uns hat der Pfannkuchen ausgezeichnst gemundet. Wer unbedingt etwas Fleischiges dabei haben muss, kann Speckstreifen anrösten und zum Lauch geben.

06.08.10

Lana, ein Dorf im Burggrafenamt

Heute stelle ich euch das Dorf vor, in dem wir leben, arbeiten, lieben und leiden. Lana ist eines der wenigen Dörfer in Südtirol, welches nur einen Namen hat, das heißt, sein Name wurde nicht übersetzt. Lana ist die italienische Bezeichnung für Wolle. Es nochmals ins Italienische zu übersetzen ging nicht.

Die Fotos stammen alle von unserem Junior, da er außer ein bisschen kochen, nicht viel zu tun hat. Das wäre früher nicht möglich gewesen, denn bei diesem Eifer wären meine Eltern arm geworden, wenn man diese Flut an Fotos entwickeln gelassen hätte.

Aber hier ein paar Eindrücke eines 14-jährigen von seinem Heimatdorf:

Es steht momentan alles in Blüte






Schöne Durchgänge und Kirchen



Überall Wasser.....




und verwunschene Wege




Interessante Häuserfassaden...




..und noch ein paar interessante Gesellen, welche Lukas mit seinem Freund Roli am Gardasee in die Linse eingefangen haben, von denen wir gerne gewusst hätten was aus dem einen jedenfalls wird


Aber gekocht haben wir auch!



Beim Mangold-Quiche war der selbst gemachte Blätterteig vom Kühlfach und den Rest haben wir miteinander gebastelt. Es hat diesmal gemeinsam gut geklappt, da er in Zeitnot war. Da ist man halt doch noch froh, wenn eine geübte Hand schnell aushilft.
Hier die Kurzfassung dieses Rezeptes:
  • 1 Blätterteig

  • ca. 500 g Mangold-Stiele (übriggeblieben von den Mangold-Schnecken von Robert, die wirklich sehr gut waren)

  • 100 g Speckstreifen

  • 1 Knoblauchzehe
Für den Guss:
  • 1/8 l Milch

  • 130 g würziger Bergkäse (hier Marienberger)

  • wenig geriebene Muskatnuss

  • Salz

  • 3 Eier

  1. Die Mangold-Stiele haben wir weich gedünstet, dass sie aber noch Biss hatten, mit der feingehackten Knoblauchzehe vermischt und sie dann abkühlen lassen.


  2. Den Blätterteig habe ich ausgerollt und in die eingefettete Form gelegt, die Stiele und die Speckstreifen darauf verteilt und den von Lukas angerührten Guss darüber verteilt.

  3. Den Backofen hat Lukas schon frühzeitig auf 180° Ober und Unterhitze vorgeheizt und er hat die Quiche auf der 3. Ebene eingeschoben.

  4. Nach ca. 40 Minuten war sie fertig und hat vorzüglich geschmeckt.

10.09.09

Mangoldkuchen

Mangold ist ein wundersames Gemüse. Man sät es im Frühjahr, oder setzt kleine Pflanzen. Wenn sie groß genug sind, schneidet man alle äußeren, großen Blätter ab und läßt das "Herz" der Pflanze stehen. Innerhalb 10-14 Tagen ist sie wieder gleich groß wie vorher. Und das geht so den ganzen Sommer. Das ist doch fast wie eine wundersame Vermehrung.
Natürlich muss man dann alle 14 Tage ein anderes Rezept mit Mangold auf Lager haben, sonst gibt es bei uns zu Hause mürrische Gesichter. Ich habe sie schon zuviel verwöhnt. Allerhand habe ich mir schon einfallen lassen.
Heute habe ich den gedeckten Mangoldkuchen für Euch.


Zutaten für 1 Kuchen für mehrere Personen:
  • 1 Blätterteig

  • ca. 700-800 g frischen Mangold (gekocht und ausgedrückt sollten es ca. 300 g sein)

  • 1 Ei

  • 50 g geriebener Parmesankäse

  • 150 g gekochten Schinken

  • 100 g Almkäse (z.B. Marienberger)

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • Butter, zum Fetten der Form

  • 1 Ei, zum Bestreichen des Kuchens


  1. Dem Mangold schneide ich die Stiele ab und verwende nur den grünen Teil. Die Blätter waschen und in einem Topf, nur mit dem Wasser, welches auf den Blättern haften bleibt, weich dünsten.

  2. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen, eine feuerfeste Form einfetten.

  3. Schinken und Käse in kleine Würfel schneiden.

  4. Mangold abseihen und ziemlich auskühlen lassen. Danach zwischen den Händen ausdrücken und in dem Kleinhackgerät von Fissler in wenigen Sekunden zerkleinern. Wie Ihr seht, bin ich ein Fan vom Finecut. Er ist auch sehr praktisch und schnell wieder verräumt.

  5. Den gehackten Mangold in einer Schüssel mit Schinken, Käse, Parmesankäse, dem Ei, Salz und Pfeffer aus der Mühle mischen.

  6. Den Blätterteig so ausrollen, dass Ihr den Boden und die Wände der feuerfesten Form auslegen könnt und noch soviel Teig überlappen habt, um danach den Mangold zu bedecken.

  7. Mangold auf dem Blätterteig verteilen, den übrigen Teig darüberklappen und an den Rändern gut verschließen.

  8. Teig, welcher bei den Enden eventuell übersteht, am oberen Rand der Form entlang abschneiden. Diese Teigreste mit einem Krapfenrad zu Streifen schneiden und den Deckel damit verzieren.

  9. Das Ei in eine Frischhaltedose geben, verquirlen und mit einem Pinsel den Kuchen damit bestreichen. Das Ei kann dann, gut verschlossen, im Kühlschrank für weitere Verwendung aufbewahrt werden.

  10. Den Kuchen im Ofen für 35-40 Minuten goldgelb backen.
Die Stiele vom Mangold bereite ich als Beilage zu Fleisch oder Fisch zu. Ich schneide sie in Stücke und koche sie in wenig Salzwasser solange, bis sie ein wenig weich sind, aber noch Biss haben. Abschütten und mit Salz, Pfeffer und gutem Olivenöl abschmecken. So schmecken sie uns am Besten. Weggeschmissen wird bei mir nichts!
Natürlich kann dieser Kuchen auch mit Spinat zubereitet werden. Auch hier würde ich einen frischen Spinat vorziehen.
Meinen Blätterteig habe ich selbst gemacht. Ich bereite eine größere Menge zu und gefriere ihn in Portionen geschnitten ein. Jetzt wo es wieder ein wenig kühler ist, werde ich meine Ration für den Herbst und Winter wieder einmal zubereiten. Dann werde ich Euch in verschiedenen Schritten erklären wie das geht. Wer Lust hat, kann es ja versuchen. Aber es ist bestimmt nicht schlimm, wenn man nicht so fanatisch ist wie ich.

12.06.09

Gemüsekuchen






















Zutaten für 6 Personen:
  • 250 g Blätterteig
  • 1/2 kg gemischtes Gemüse (Peperoni, Zucchini, Melanzane, Karotten...)
  • 200 g milder Pecorino gerieben
  • Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
  1. Blätterteig falls gefroren, im Kühlschrank früh genug auftauen lassen.
  2. Gemüse putzen und waschen, Peperoni mit einem Tomatenschäler schälen und in Spalten schneiden. Gemüse in gleichdicke, längliche Scheiben schneiden, oder falls man einen geeigneten Hobel besitzt hobeln, und alles grillen.
  3. Backofen auf 200° vorheizen.
  4. Den Teig ausrollen und in eine ausgefetteten runde Auflaufform geben, wobei ein Rand von ca. 4 cm sein sollte.
  5. Das Gemüse auf den Teig schichten. Jede Schicht salzen und pfeffern.
  6. Den geriebenen Käse und die zerzupften Basilikumblätter darüber geben.
  7. Mit guten Olivenöl beträufeln und im Ofen 35 Minuten backen.
  8. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Der Gemüsekuchen wird eher lauwarm gegessen.

Wenn man möchte, kann auch eine Hühnerbrust in Streifen geschnitten und ebenfalls gegrillt, zwischen das Gemüse geschichtet werden, oder zum Schluss eine Hand voll halbierte Cocktailtomaten darübergeben. Eine Springform eignet sich nicht, da der Saft vom Gemüse und das Olivenöl, sobald der Kuchen geschnitten wird, am Rand ausläuft. Ist mir alles schon passiert. Übrigens: man würde nicht glauben, wie gut gegrillte Karotten schmecken.




Und so muß der Teller nachher aussehen!