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16.06.15

Geschnetzeltes mit Mangoldstielen und Polenta di Storo























Mein Gemüsegarten gibt zurzeit ordentlich Gas. Körbeweise trage ich momentan Gemüse nach Hause. Mein Garten ist 135 km von meinem zu Hause entfernt. Da muss es sich auch rentieren hin zu fahren :)

Es gibt für mich nicht viel Schöneres als mein Gemüse selbst an zubauen. Vor ungefähr 6 Jahren habe ich damit angefangen und hatte keine Ahnung von einem Gemüsegarten.

Zu meinem großen Glück hat mir meine Schwägerin das Buch "Der Biogarten" von Maria-Luise Kreuter empfohlen. Sonst hätte ich heute bestimmt nicht diese Freude an meinem Garten. Es ist ein stetiger Begleiter für mich, ich konsultiere es immer wieder und das Gärtnern geht jedes Jahr besser.

Die Herausforderung aus dem heranwachsenden Gemüse etwas zu kochen, gefällt mir dann noch nebenbei :)

Der Mangold wächst wie wild. Meistens teile ich die Stiele in Grünes und Helles. Das weiche Grüne kann man wie Spinat verwenden, die hellen Stiele sind dafür zu hart.

Ich konnte mich wage erinnern, dass Robert in meinen Anfängen vom Bloggen ein Gericht mit Mangoldstielen zubereitet hatte.

Mit ein paar Klicken kam ich dann zu dem besagten Gericht: Sminuzzato die maiale con bietole, hatte jedoch Kalbfleisch eingekauft, was nicht sehr hinderlich war, es trotzdem zu probieren. Ich habe das Gericht dann doch ziemlich vereinfacht.

Ich versuche immer wieder auf Anraten meines Metzgermeisters Fleischteile zu verkochen, welche nicht so gefragt sind. Das Tier besteht nicht nur aus Schnitzelfleisch, Filet, Steaks oder Bäckchen.

Deshalb kam diesmal Kalbshals zum Einsatz und wir waren total begeistert.


Kalbsgeschnetzeltes mit Mangoldstielen und Polenta di Storo

Zutaten für 2 Personen:

Für das Geschnetzelte:
  • 300 g Kalbshals
  • 250 g junge Mangoldstiele, ohne Grünem
  • 1 Schuss Stravecchio oder Cognac
  • 100 ml Weißwein
  • 60 ml Kalbsfond
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl
  • 20 g Butter
  • Mehlbutter zum Binden 
Für die Polenta:
  • 1/2 l Wasser
  • 125 g Polentamehl
  • Salz
  • ein Stückchen Butter
  1. Die Polenta wird zeitgleich mit dem Geschnetzelten wie hier beschrieben gekocht. Norbert hält sie unter Kontrolle.
  2. Das Fleisch putze ich ein wenig zu und schneide es in Streifen.
  3. Die Mangoldstiele schneide ich in gleichgroße Stücke, wie das Fleisch.
  4. Ich erhitze die Stahlpfanne, sobald sie heiß ist, streiche ich ein wenig Öl mit dem Silikonpinsel ein, trockne das Fleisch, lege es ein und brate es bei mittlerer Hitze rundum an. Dann salze und pfeffere ich erst.
  5. Das Fleisch nehme ich aus der Pfanne, lösche den Bratensatz mit dem Stravecchio ab, schütte den Wein dazu, gebe die Mangoldstücke hinein und lasse diese 10 Minuten, zugedeckt, weich kochen.
  6. Die Flüssigkeit ist nun ziemlich eingekocht und ich gieße den Kalbsfond auf, salze und pfeffere das Ganze, rühre das Fleisch und die kalte Butter ein und reibe soviel Mehlbutter in die Soße, wobei ich ständig umrühre, bis die Soße ein wenig eingedickt ist. 

 Inzwischen ist auch die Polenta fertig und wir können beides zusammen genießen.

13.05.10

Spieße mit Fülle in Peperonisauce

Viele von euch haben heute leicht lachen, da bei den meisten Feiertag ist. In Italien, im Lande des Papstes, wurden ironischerweise schon vor vielen Jahren einige kirchliche Feiertage gestrichen. Auch heute ist bei uns ein ganz normaler Arbeitstag. Und wie es so sein soll, bin ich nicht zum Einkaufen gekommen, vielleicht hatte ich unbewusst auch keine Lust dazu, weil ich irgendwie wusste, dass so einiges im Kühlschrank wartete.
Ein richtiges Rezept bekommt ihr heute keines. Das wäre unmöglich gewesen, auch noch alles zu wiegen und zu zählen...
Wir sind momentan nur zu dritt. Ein Schäfchen ist uns für kurze Zeit abhanden gekommen.

Ich hatte also im Kühlschrank:
  • 3 sehr dünne Kalbsschnitzel (es gab Saltimbocca alla Romana und ich hatte zu viele eingekauft)
  • vielleicht 5 Esslöffel gekochten Reis
  • 1 Zucchini
  • Parmesankäse
  • 1 kleiner roter Peperoni
  1. Ich habe als erstes den Zucchini gewaschen und längs in Scheiben gehobelt.
  2. Dann habe ich die Pfanne, in welcher ich mir vorgenommen hatte, die Spieße zu braten, erhitzt, ich habe etwas Olivenöl hinein gegeben und die Zucchinischeiben darin gebraten, dann erst gesalzen. Die Scheiben habe ich herausgenommen und beiseite gelegt.
  3. Ich habe in einer kleinen Schüssel den Reis mit geriebenem Parmesankäse vermischt, alles gesalzen und gepfeffert und auch bereit gestellt.
  4. Die drei Schnitzel habe ich dann mit der Handfläche schön breit gestrichen, Zucchinischeiben darauf verteilt, den Reis längs auf die Mitte gegeben und habe dann das Schnitzel längs eng gerollt.
  5. Diese Rolle habe ich dann in ungefähr 4 cm lange Stücke geschnitten und auf ein Schaschlikstäbchen gezogen.
  6. Die Pfanne welche ich schon auf dem Herd stehen hatte, habe ich nochmals erhitzt, Öl darin verteilt und die Spieße vorläufig auf einer Seite braun gebraten.
  7. Inzwischen habe ich noch den Peperoni gewaschen und entkernt und im Cutter fein gehackt.
  8. In dem Moment in dem ich das Fleisch gedreht habe, habe ich die Peperoni-Würfel um die Spieße verteilt, alles gesalzen und gepfeffert und habe die Spieße auch auf der zweiten Seite bräunen lassen.
  9. Kurz vor dem Servieren habe noch mit wenig Wasser aufgegossen, so ist noch eine gute Sauce entstanden.
In der Zwischenzeit hatte Norbert Rösti gemacht. Dazu hat er die Kartoffel geschält und im rohen Zustand in dünne Stifte gehobelt. In einer kleinen beschichteten Pfanne hat er Rapsöl erhitzt und einen Teil der gesalzenen Kartoffelstifte hineingedrückt. Sobald sie schön braun waren, hat Norbert sie mit Hilfe eines glatten Deckels aus der Pfanne gestürzt und wieder mit der noch rohen Seite nach unten, in die Pfanne gleiten lassen.


Es hat uns sehr gut geschmeckt.
Während dem Abspül hat Norbert festgestellt, dass das Essen der Speisen im Verhältnis zum Aufwand der Zubereitung eigentlich immer viel zu schnell vorüber ist. Man müsse es noch viel mehr genießen und da hat er Recht!