Posts mit dem Label Gefülltes Gemüse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gefülltes Gemüse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22.07.20

Mit Risoni gefüllte Zucchini

Seit Jahren beschäftigt mich ein Thema, immer nur im Sommer: Welche Gerichte kann ich am Abend vorkochen, welche ich einem/er als Praktikant/in arbeitenden Studenten/in zum Mittagessen mitgeben kann?  

Die Arbeitsstelle ist zu weit entfernt, dass er oder sie nach Hause kommen könnte und jeden Tag ins Gasthaus, wer möchte das, wenn es nicht sein muss?

16.01.17

Gefüllte Melanzane, bei klirrender Kälte

Das Wetter spielt verrückt. In Südtirol gab es seit November keinen Niederschlag mehr, keinen Regen, keinen Schnee. Skigebiete beschneien sich die Pisten mit Kunstschnee. Ganz davon abgesehen ist dies kostspielig, aber es sieht auch nicht gut aus, diese weißen Streifen in brauner Umgebung.

Gestern hat es bei uns endlich auch einen Hauch Schnee hingelegt. Im Norden schneit es jedoch heftig und der Süden versinkt in Schnee und Kälte. In den Nachrichten gab man bekannt, dass der Gemüseanbau im Süden heftig unter dieser Kälte leidet, dass es sogar große Ausfälle geben soll.

21.09.16

Gefüllte Tomaten auf dem Reisbett


Norbert sagt, dass das Gericht viel besser schmeckt, als es aussieht :)
Dieses Jahr kann ich über meine Tomatenstauden nicht klagen. Ganz im Gegenteil, wenn ich daran denke, wie wir gestartet sind, bin ich mehr als überrascht.

Ich ziehe meine Tomatenstauden schon seit ein paar Jahren selbst. Heuer hatte ich die glorreiche Idee, später zu sähen als sonst, da ich dachte, die Pflänzchen wachsen locker auch in kürzerer Zeit.  

Schwer habe ich mich getäuscht. So wie jedes Jahr, wollte ich, dieses Jahr musste ich sogar, die Pflanzen am 25. April in den Garten setzen, denn wir hatten einen Urlaub geplant und ich hatte niemanden, der meine Pflanzen zu Hause gießt, im Garten gibt es Tropfbewässerung. 

23.10.14

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Gefüllte Spitzpaprika

Ich nicht! Man hört allerhand Schauergeschichten über den Fleischwolf. Nichtsdestotrotz habe ich schon sehr lange einen solchen. Früher das altbewährte Modell, seit ich die KitchenAid besitze, den dazugehörigen.

Es ist wie mit dem Schnellkochtopf. Da ist einmal jemandem ein Missgeschick passiert, meistens waren die Beteiligten nicht ganz unschuldig, da sie den Topf mit Gewalt öffneten, und dann hört man solche Horrorgeschichten jahrzehntelang. Seit 30 Jahren lassen sich gute Schnellkochtöpfe nicht unter Druck öffnen.

Der Hals dieses Fleischwolfes ist viel zu lang um mit den Händen, nicht einmal mit einem Finger in die Spirale, welche für den Weitertransport der Speisen verantwortlich ist, zu geraten.

Wir kaufen sehr gerne Bio-Fleisch vom Bauern. Ein Fleischwolf ist da ein muss. Auch wenn ich beim Metzger Fleisch kaufe, zum Beispiel um Würste herzustellen, dann faschiere ich mir das Fleisch immer selbst.

Ich entscheide, wie viel Fett in die Wurst kommt und mische die verschiedenen Fleischsorten schon während des Faschierens. Am Besten lässt sich Fleisch verarbeiten, wenn es in nicht zu große Würfel geschnitten und ein bisschen angefroren ist.

Noch ein Vorteil: ich kann jedes kleinste Stück Fleisch faschieren, sogar Hühnerfleisch.

Ich habe im Frühjahr zu spät Spitzpaprika gesät. Die Pflanzen sind zwar prächtig gewachsen, aber bis die Früchte daran hingen, war es schon fast zu kühl, der Tag zu kurz, damit sie noch reifen hätten können.

Jetzt habe ich schöne, allerdings grüne Spitzpaprika an den Stauden hängen. Ein grüner Paprika, wir sagen ja Peperoni dazu, ist immer ein unreifer Paprika.

Ich verkoche aber alles was aus dem Garten kommt. Ein Stückchen Hühnerfleisch war noch übrig und wir waren nur zu zweit. Da passte die Menge perfekt und ich probierte etwas Neues aus. 

Spitzpaprika, gefüllt mit Hühnerfleisch

Zutaten für 2 Personen:
  • 5 Spitzpaprika
  • 100 g Hühnerbrust, von Knorpeln befreit
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Chili, hier gelb (Lemon Drop)
  • 1 EL Brotbrösel
  • 1 kleines Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstes heize ich den Backofen auf 200°C Heißluft vor.
  2. Ich schneide von den gewaschenen Paprika nur den Stielansatz weg und höhle ihn mit einem spitzen, langen Messer aus.
  3. Ich putze die Karotte, den Chili wasche ich und schneide auch hier nur den Stielansatz weg.
  4. Das Hühnerfleisch schneide ich in Würfel.
  5. Ich faschiere das Fleisch, die in Stücke geschnittene Karotte und den Chili. Schafft er ohne Probleme. Damit auch alles aus dem Fleischwolf herauskommt, lasse ich noch etwas altes Brot durchlaufen. Später, wenn ich ihn putze, sehe ich, dass wirklich nur mehr Brot in der Spirale hängt.
  6. Ich gebe die restlichen Zutaten in die Schüssel zum Fleisch, würze mit Salz und Pfeffer, verknete alles und fülle die Spitzpaprika mit der relativ feuchten Masse.
  7. Die gefüllten Paprika lege ich in eine feuerfeste Form, schütte ca. 1/2 l Wasser dazu, würze mit der selbstgemachten Gemüsepaste und schiebe die Form für 20 Minuten in den Backofen.
Dazu gibt es Cous-Cous, so wie ich ihn immer mache. Cous-Cous und Gemüsebrühe waren die perfekten Begleiter zu den Paprika.

13.06.14

Melanzane mit Cous-Cous-Füllung























Nachdem es letzte Woche beim Kochkurs "Gefüllte Sommergemüse" sieben Gerichte mit unterschiedlichen Füllungen gegeben hat, kommt hier das achte Rezept. Ich habe es ja versprochen!

Langsam kann man im Garten das erste Gemüse ernten. Zwei wunderschöne Rondini waren schon an der Staude. Nachdem sie in der hiesigen Gärtnerei dieses Jahr allerhand seltene Gemüsepflanzen selbst gezogen hatten und ich sofort zugeschlagen habe, bin ich stolze Besitzerin einer Rondini-Staude.

Mit Melanzane und Peperoni muss ich mich noch gedulden, die hat mir ein fürchterlicher Hagel vor drei Wochen ziemlich zugerichtet.

Von den Salatpflänzchen war nicht mehr viel übrig.
Zum Glück gibt es Melanzane zu kaufen, sonst hätte ich mein Versprechen nicht so schnell einlösen können.

Melanzane mit Cous-Cous gefüllt

Zutaten für 4 Personen:
  •  4 mittlere Melanzane
  • 100 g Cous-Cous
  • 150 g Wasser
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 125 g Mozzarella
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Ich röste den Cous-Cous in einem trockenen Topf bis er Farbe annimmt, schütte das Wasser dazu und salze, rühre alles einmal um, nehme den Topf vom Herd, lege den Deckel auf und lasse ihn 15 Minuten quellen.
  2. Ich beträufle den Cous-Cous mit Olivenöl, gebe das Tomatenmark dazu und mische alles mit einer Gabel. Ich lasse ihn völlig auskühlen.
  3. Die Melanzane wasche ich, schneide den Stielansatz weg, teile sie längs und salze die Schnittflächen.
  4. Ich heize den Backofen auf 180°C Heißluft vor.
  5. Nach einer halben Stunde trockne ich die Melanzanehälften, beträufle sie großzügig mit Olivenöl, setze sie mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech. Dann steche ich mit der Gabel in jede Melanzanehälfte mehrmals ein und schiebe sie für eine halbe Stunde in den Ofen. 
  6. Nachdem sie ziemlich abgekühlt sind hohle ich das Fleisch mithilfe eines Löffels heraus und schneide es in kleine Würfel, lasse an den Rändern 1 cm Fleisch dran.
  7. Die Frühlingszwiebeln wasche und putze ich, schneide sie in feine Ringe und dünste sie in wenig Olivenöl weich.
  8. Die Rosmarienadeln zupfe ich vom harten Stängel und hacke sie fein.
  9. Die Mozzarella schneide ich in Würfel.
  10. Melanzanewürfel, Frühlingszwiebelringe, Rosmarin und Mozzarella mische ich mit dem Cous-Cous, würze noch mit Salz und Pfeffer nach und fülle damit die ausgehöhlten Melanzanehälften.
  11. Wieder auf dem Blech, diesmal mit der Fülle nach oben, kommen die Melanzane noch einmal für 15 Minuten in den Backofen.

    Heiß, lauwarm oder kalt serviert ist dieses Gericht immer ein Genuss.
Gefülltes Gemüse findet ihr auch bei Petra, Micha, natürlich bei Robert und wie könnte es anders sein, auch bei mir:

19.06.13

Endlich ist der Sommer da - gefüllte Rondini



Endlich ist es warm, nein heiß, so wie ich es gerne habe. Das einzige Problem ist die Wärme in der Wohnung. Im Dachgeschoss mit einigen Dachfenstern staut die Hitze unter Tags so richtig. Deshalb sind Tätigkeiten wie Bügeln oder Kochen entweder in einen anderen Teil des Hauses oder zu einer anderen Uhrzeit zu verlegen. Zum Glück kann ich beides. Mit der Bügelwäsche wandere ich ins Erdgeschoss, wo es wesentlich kühler ist. Kochen verschiebe ich auf den frühen Morgen. Mittags warm essen ist sowieso eine Zumutung. Deshalb stehe ich morgens früh auf, um die Rondini zu zubereiten, welche ich wieder einmal erstanden habe. Es sind die knuddeligen Verwandten vom Zucchini, welche zur Familie der Kürbisse gehören und diesen sieht man das auch richtig an. Da die Ferien vor der Tür stehen muss im Kühlschrank aufgeräumt werden. Das merkt man bei diesem Rezept.

Gefüllte Rondini

Zutaten für 4 Personen (lasst euch nicht verwirren: ich habe nur für 3 Personen gekocht, deshalb nur 6 Rondini, aber das Rezept ist auf jeden Fall für 4):
  • 8 Rondini
  • 200 g Faschiertes (ich hatte ein undefinierbares kleines Stück Lammfleisch im Gefrierschrank und habe das faschiert)
  • 1- 2 Scheiben altbackenes Weißbrot
  • 1 Spalte roter Peperoni (war von irgendwas anderem übrig)  
  • 1 frischer Peperoncino (mich hat jemand angesteckt, mit dieser scharfen Leidenschaft)
  • 2 EL Parmesankäse, gerieben
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
außerdem
  • etwas selbstgemachten Tomatensugo (war die letzte Flasche, seufz)
  • 1/4 Zwiebel
  • nochmal Salz
  • Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  1. Ich schalte den Backofen auf 180° C Heißluft ein.
  2. Ich schneide den Kugeln den Deckel ab und höhle sie aus, das Fruchtfleisch hacke ich mit dem Finecut etwas kleiner.
  3. Ich schneide den Peperoni in kleine Würfel.
  4. Ich lasse Olivenöl in einem Pfännchen erwärmen und dünste das Fruchtfleisch solange, bis es Farbe annimmt, gebe dann den Peperoni hinein und röste ihn noch etwas mit.
  5. Ich wasche den Peperoncino, teile ihn (wer will nimmt etwas Kerne und Zwischenhäute heraus und nimmt ihm so etwas von der Schärfe) und schneide ihn in dünne Streifen.
  6. Das Brot weiche ich in wenig Milch ein.
  7. Ich gebe in eine Schüssel: Fruchtfleisch, Faschiertes, ausgedrücktes Weißbrot, Peperoncino, Parrmesankäse, Salz und Pfeffer und mische alles miteinander.
  8. Ich schneide die Zwiebel in Ringe.
  9. Jetzt schütte ich den Tomatensugo in eine feuerfeste Form, mische ihn mit  gleich viel Wasser wie Sugo, Zwiebelringen, Olivenöl, Salz und Pfeffer. 
  10. Ich salze die Rondini innen und fülle jede Kugel mit dem Faschierten. Ich stelle sie in den Tomatensugeo und setze den Deckel wieder darauf.
  11. Ich schiebe die Form für einer halben Stunde in den Backofen.
Richtig gut sind die kugeligen Zucchinis aber erst, wenn sie wenigstens eine halbe Stunde abgekühlt sind.


Soviel zum Essen im heißen Südtiroler Sommer. Auf etwas ganz anderes möchte ich euch hinweisen. Letzte Woche hat mich Judith vom Online-Magazin "Barfuss" interviewt. Es war sehr nett mit ihr zu plaudern. Sie hat mich gefragt wie ich zum Boggen gekommen bin und viele andere Fragen, die ihr hier auf der Seite von Barfuss beantwortet findet.

07.12.11

Gefüllte Ofenkartoffeln

Zum Glück hat Kolumbus Amerika entdeckt, sonst würden wir die Kartoffel nicht kennen. Es ist eine Knolle, die alles mit sich machen läßt. Man kann sie rustikal zubereiten, so wie ich heute, und dann kann sie auch sehr elegant daher kommen, wie bei Heike.
Meine Liebe habe ich ihr schon erklärt, wegen ihrer Vielfältigkeit und ihrem Geschmack. Ich unterscheide prinzipiell nur zwischen speckigen und mehligen Kartoffeln, wobei es sehr viele Sorten gibt, wie ihr hier sehen könnt.
Heute habe ich ein kleines, feines Essen für euch, mit Kartoffeln.
Ich wasche speckige Kartoffeln, nein ich reibe sie gründlich ab und koche sie mit Schale, über Dampf, im Schnellkochtopf, 8 Minuten und lasse das Ventil alleine herunter gehen. Wenn ich sie schnell abdampfen würde, d.h. kaltes Wasser über den Deckel laufen lassen würde, dann würden die Kartoffeln im Topf platzen, da die Schale dem schnellen Druckabfall nicht standhalten würde. Ich lasse die Kartoffeln etwas abkühlen und höhle sie mit einem Teelöffel aus, hacke das Ausgehölte mit dem Fincut klein und mische es mit verschiedenen Käseresten, in Würfel geschnitten, mit Kapern, entsteinten Oliven, ein wenig kleingehackt, etwas Olivenöl und alles was einem in diesem Zusammenhang einfällt. Das könnten getrocknete Tomaten sein, oder eingelegte Artischockenherzen, geschälte und gegrillte Peperonistreifen.....alles klein geschnitten.
Ich würze kräftig mit Salz und Pfeffer, sonst werden Kartoffeln gerne "lob", wie wir Südtiroler sagen, wenn etwas fade schmeckt. Dann verteile ich die Kartoffeln auf einem Backblech oder in eine feuerfeste Form, je nach dem wieviele ich mache und schiebe sie für 20-25 Minuten, in den auf 200° vorgeheizten Backofen.
Zum Schluss streue ich noch den letzten geernteten Schnittlauch, in Röllchen geschnitten, darüber, mehr als Deko, als für den Geschmack.
Ich habe 2 Kartoffeln pro Kopf zubereitet, also 4 Hälften. Nächstes Mal mache ich mehr. Wenn etwas übrig bleibt, kann man sie ja auch gut wärmen.

22.08.11

Gefüllte Zucchiniblüten

Zum Glück ist es nochmals warm geworden und die Zucchinistaude, wie auch die Kürbispflanze blühen wie wild. So wild, dass ich ihnen auch ein paar Blüten nehmen kann.


Hier ein Baby-Kürbis und unten seine Mama.


Ich kaufe Stracchino von der Ziege und weil der nicht kompakt genug ist, gebe ich noch einige Scheiben entrindetes Toastbrot, in Würfel geschnitten, dazu. Ich ernte frischen Origano, Basilikum und Olivenkraut, und für die Sauce frische Tomaten im Garten.  


Die Kräuter gebe ich fein gehackt zum Käse, würze mit Salz und Pfeffer und fülle alles sehr sachte in die Blüten ohne Stempel, die danach noch in Mehl gewendet werden.
In einer beschichteten Pfanne erhitze ich gutes Olivenöl und backe die Blüten kurz von zwei Seiten heraus. Ich muss vorsichtig sein, da die Fülle schon fast aus der Blüte herausläuft.
In der Zwischenzeit habe ich die Tomaten mit dem Tomatenschäler geschält und im Finecut gehackt. Das geht so schnell, dass es nur eine Freude ist. Ich lasse die Tomatenwürfel kurz in Olivenöl kochen und salze sie, fertig!
Dazu gibt es Halbvollkorn-Weizen-Cous-Cous, was für ein Wort!
Was für ein Essen!!

Dazu ein kühles Bier, bei dieser Hitze gibt es nichts Besseres.
Zu oft darf ich die Staude nicht traktieren, sonst bekomme ich keine Zucchini oder Kürbisse mehr.

28.07.10

Gefüllte Peperoni oder kochende Männer sind attraktiver!


Christina hat es mit ihrem Kommentar zum letzten Post genau getroffen, das was ich mir immer schon gedacht und neulich dann bestätigt bekommen habe. Mir ist die März-Ausgabe des Feinschmeckers unter gekommen. In einem kleinen Bericht werden zwei Studien vorgestellt, die besagen, dass ca. 90 Prozent der Frauen die Kochkünste der Männer attraktiver finden als Geld, Macht und Humor!! An letzter Stelle stehen, wie könnte es anders sein, Beschäftigungen wie Fahrzeugtuning.
Bei meiner Idee, unseren Junior mittags kochen zu lassen, gab es ganz bestimmt nicht diesen Hintergedanken. Die ist schon viel früher entstanden.
Er kocht wie wild und ich komme ihm schon nicht mehr hinterher....
Norbert hat schon gemeint, man könnte meinen wir essen nur 1 x pro Woche. Ich könnte nie alles ins Netz stellen was der produziert!
Neulich hat er gefüllte Peperoni zubereitet.
Wir hatten uns für ein Rezept aus der Zeitschrift "Sale & Pepe" geeinigt und sind es zusammen durchgegangen. Einige Ausdrücke, welche ihm nicht geläufig waren, musste ich ihm übersetzen, dann gab ich halt meine Ratschläge und merkte schon, das ihn das schon irgendwie nervte.
Gekocht hat er dann alleine. Es war keine Rede von Fotos.
Als wir mittags in die Wohnung kamen, waren die Peperoni schon im Backofen und er überraschte mich mit der Aussage, dass er, mit Hilfe des Stativs, alles fotografiert habe. Auf der Frage wie es geklappt hat, kam die prompte aber ehrliche Antwort: "Als du nicht da warst, war es ganz gemütlich."
Hier das empfehlenswerte Rezept für 4 Personen (bei uns nur für 3, da die Große zur Zeit nicht mit uns isst)
  • 2 rote Peperoni
  • 2 gelbe Peperoni (bei uns war es ein grüner. Der gelbe war eindeutig besser. Grüne Peperoni sind und bleiben unreifes Gemüse)
  • 200 g Reis, hier Arborio
  • 400 g reife Tomaten
  • 2 Dotter
  • 80 g Pecorino
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Petersilie (war schon gehackt im Tiefkühlfach)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstest hat Lukas reichlich Wasser aufgestellt, es gesalzen und dann den Reis 14 Minuten darin gekocht, wie man Nudeln kocht. Nach der Kochzeit hat er das Wasser abgeschüttet und den Reis in einer Schüssel mit 3 Esslöffel Olivenöl und der Petersilie gemischt.
  2. Dann hat er die gelben Peperoni geköpft, den grünen der Länge nach aufgeschnitten, da er diesen nicht stehend in die feuerfeste Form stellen konnte und hat die Kerne entfernt.

  3. Die Tomaten hat er mit dem Tomatenschäler enthäutet und sie dann mit dem Allesschneider, welcher auch ihn fasziniert, kleingeschnitten. Die Hälfte davon hat er in der feuerfesten Form verteilt und mit etwas Wasser, Salz und Pfeffer angerührt. Den Pecorino hat er entrindet und gerieben.
  4. Irgendwann wird ihm dann eingefallen sein den Backofen auf 180° vorzuheizen.
  5. Die Dotter waren das einzige Problem, wegen dem telefonisch angefragt wurde, wie er die vom Eiweiß trenne. Ich habe nicht weiter nachgefragt, drinnen waren sie, das hat man geschmeckt.

  6. Er hat den Reis mit der anderen Hälfte der gehackten Tomaten, dem Pecorino, den Dottern, noch etwas Salz und Pfeffer gemischt und sie in die gesalzenen Peperoni gefüllt.
  7. Dann hat er sie in der feuerfesten Form verteilt, hat noch den geschälten Knoblauch darüber gehobelt und sie, mit einem Deckel darüber, in den Ofen geschoben. Dort sind sie 30 Minuten geblieben.
  8. Nach dieser Zeit hat er den Deckel abgenommen, den Backofengrill eingeschaltet und weitere 10 Minuten die Peperoni Farbe annehmen lassen (aufpassen, es kann auch kürzer sein).

Auch hier wäre es von Vorteil, wenn das Gericht einige Zeit abkühlen könnte, dann muss man nicht so wahnsinnig aufpassen, dass man sich die Zunge verbrennt.
Der Knoblauch war violett, wer weiß warum. Geschmeckt hat er gut, so wie das gesamte Gericht. Ich freue mich über seinen Mut und die Ausdauer, die er hat. Mit dem Alter habe ich mich nicht an so schwierige Gerichte gewagt!
Hier aber noch ein von mir nachgekochtes Gericht, damit der Verdacht, dass ich nichts mehr koche, aus der Welt geräumt wird. Petra hat es ins Netz gestellt, Claus hat es nachgekocht und uns hat es sehr gut geschmeckt: ein wunderbares Sommergericht. Ich habe folgende Zutaten dafür verwendet:
  • 1 Tasse roter Quinoa (nach Packungsanleitung kochen)
  • 2 kleiner gekochter Brokkoli
  • gegrillte, Zucchinischeiben, in Steifen geschnitten
  • 1 kleine Salatgurke
  • 1 Karotte
  • 3 TL Kapern + 3 TL Essig davon
  • 3 frische Tomaten (Perette), in kleine Stücke geschnitten
  • reichlich frischen Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 100 g Feta-Würfel
  • 1 EL Zucker (weiger Zucker als im Originalen)

Die Überraschung war groß, wie hervorragend gut der karamellisierte Feta zum restlichen Gericht passte. Mein Rat an alle: unbedingt nachkochen!!!

08.10.09

Gefüllte Melanzane

Noch sind wunderschöne Melanzane an den Stauden. Im Winter werden wir uns danach sehnen. Heuer war die Ernte reichlich. Auch die Qualität war hervorragend. Für meine Familie könnte ich 5 mal in der Woche Überbackenes, gefülltes Gemüse zubereiten. Wenn ihr diese Zutaten nicht alle zu Hause habt, oder die eine oder andere nicht mögt, einfach weglassen ist das Beste.

GEFÜLLTE MELANZANE

Zutaten für 4 Personen:
3 Melanzane
150 g Thunfisch
2 hartgekochte Eier
2 reife Tomaten
15 schwarze Oliven
1 Mozzarella zu 125 g
getrockneter Origano
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

geriebener Parmesankäse
  1. Melanzane waschen, Stielansätze entfernen und halbieren.
  2. Das Fruchtfleisch einer jeden Hälfte mit einem scharfen Messer rautenförmig tief einschneiden (siehe Foto unten).
  3. Die Melanzanehälften in einer Pfanne mit wenig Öl und niederer Hitze grillen oder braten, wobei man mit der Seite der Schale beginnt. Umdrehen und die rautenförmigeingeschnittene Seite solange grillen bis sie schön gebräunt ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  4. Backofen auf 200° Heißluft vorheizen.
  5. Aus den Hälften, bis auf einem Zentimeter am Rand, das Fleisch herausschneiden und unbedingt salzen.
  6. Das Melanzanefleisch fein schneiden und in eine Schüssel geben. Eier pellen, Oliven entkernen und beides fein hacken.
  7. Tomaten mit einem Tomatenschäler schälen, Stielansätze herausschneiden und in kleine Würfel schneiden, Mozzarella ebenfalls.
  8. Zwei Esslöffel Tomatenwürfel, Eier, Oliven, Thunfisch samt Öl und Mozzarellawürfel zum Melanzanefleisch geben. Mit Salz, Pfeffer und zwischen den Händen verriebener Origano würzen.
  9. Restliche Tomatenwürfel mit Olivenöl und Salz in einer feuerfesten Form verrühren.
  10. Melanzanehälften mit dem Gemisch füllen, in die Form schichten und mit dem Parmesankäse bestreuen.
  11. Im Ofen 30 Minuten knusprig werden lassen.

Solche Gerichte sollten vor dem Essen immer etwas abkühlen können, dann kann man sie viel mehr genießen.
Schade, dass der Sommer schon fast vorbei ist. Aber uns wird schon trotzdem was zum Kochen einfallen!

28.07.09

Sommerliche Tomaten mit Reisfüllung

Es ist immer dasselbe. Sobald im Garten das Gemüse reif ist, hat man auf einem Schlag viel von ein und derselben Sorte. Ob es Gurken, Salat oder Tomaten sind. Man bringt es auch in der Verwandtschaft nicht mehr unter, da sie schon von anderer Seite versorgt wird.


Dann heißt es Fantasie einsetzen, damit das gute Gemüse verarbeitet werden kann und auf dem Tisch, als wohlschmeckende Speise, landet.


Zutaten für 4 Personen:
  • 6 Fleischtomaten

  • 1/2 Tasse Basmatireis

  • 12 schwarze Oliven

  • 3 EL Olivenöl

  • 5 Sardellenfilets in Öl gelegt

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • 2 EL Petersilie

  • etwas geriebener Parmesankäse
  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann erst salzen (siehe vorheriges Rezept ganz unten). Reis einrühren, Hitze reduzieren und 12 Minuten kochen lassen. Danach abschütten und in einer Schüssel abkühlen lassen, dabei immer wieder einmal umrühren, damit der Reis etwas trocknen kann.

  2. Backofen auf 180° Heißluft vorheizen.

  3. Oliven entsteinen (siehe vorheriges Rezept Punkt 6) und grob in Stücke schneiden, zum Reis geben.

  4. Sardellenfilets zerzupfen, ebenfalls zum Reis geben.

  5. Tomaten waschen, quer halbieren und aushöhlen. Das Tomatenfleisch hacken, in eine Schüssel geben und etwas salzen. Die Tomatenhälften ebenfalls salzen und umgedreht auf einem Teller etwas entwässern.

  6. Fruchtfleisch abseihen und was im Sieb bleibt zum Reis geben.

  7. Nun fehlt nur mehr das Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem man alles abschmeckt.

  8. Petersilie waschen, trocknen und fein hacken.

  9. Tomatenhälften mit dem Reis füllen, in eine feuerfeste Form geben, Petersilie und Parmesankäse darüberstreuen und für 10 Minuten in den Ofen geben. Der Käse soll ein wenig schmelzen, die Tomaten sollen lauwarm werden, dann schmeckt dieses Gericht so richtig gut.
Ein richtiges Sommergericht, das nicht schwer auf dem Magen liegt und einem nicht zum Schwitzen bringt, weder während der Zubereitung noch beim Essen.