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08.12.21

Apfel-Mohn-Schnitten

Bei uns gab es diesen Kuchen schon vor einem Weilchen, doch er ist so gut, dass ich ihm einen Post widme. Natürlich sind jetzt alle mit der Weihnachtsbäckerei beschäftigt, doch irgendwann kommt das Verlangen nach einen saftigen und relativ einfachen Blechkuchen wieder.

02.03.20

Giotto-Torte


Der Gardasee, unsere zweite Heimat, hat gerade in dieser Zeit einen unglaublichen Charme.
Dies soll für einen zaghaften Neustart stehen mit einem verheißungsvollen Blick in die Zukunft.

So werde ich, wenn es mir die Zeit erlaubt, ab und zu wieder Rezepte und Anregungen ins Netz stellen. Diesmal ohne Druck und nur für mich und wenigen Personen, denen dieser Blog ans Herz gewachsen war.

Hier eine kleine Kostprobe von den Dingen, welche hinter den Kulissen vor sich gehen. Diese etwas üppige Giotto-Torte wurde in kleinen Stücken genossen, bis zum letzten Bissen.
Das Rezept stammt von Sallys Blog.

19.07.17

Schwarzbeerkuchen oder sind es doch Heidelbeeren?

Heidelbeeren, bei uns in der Mundart Schwarzbeeren, gibt in unseren Wäldern schon seit einigen Jahren keine mehr. Ich kann es mir auch nicht erklären. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass man auf dem Heimweg einer Wanderung Schwarzbeeren gepflückt hat.

Als Kinder sind wir extra zur Cousine gefahren, welche am Rande eines höher gelegenen Waldes wohnte, um Schwarzbeeren zu pflücken. Sie sollen so gesund sein. Letzte Woche habe ich zu meiner großen Freude Schwarzbeeren geschenkt bekommen.

13.02.17

Der nussigste aller Nusskränze

Besteck-Set aus Cromargan protect® ist extrem resistent gegen jede Art von Gebrauchsspuren, 60 teilig Listenpreis € 720,00  momentan € 449,00
Laut Statistik gibt der Mensch mehr für Unterwäsche aus, als für Besteck. Er nimmt in Kauf, dass er die vom Pizzaservice gebrachte Pizza, wegen fehlendem schneidendem Tafelmesser, notfalls mit den Händen essen muss, was unter Umständen noch annehmbar ist, bei einem Schnitzel wird dies problematischer und ein Salatblatt kann mit einer stumpfen Gabel auch schwer aufgegabelt werden.

Deshalb hat sich WMF in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel eine Aktion ausgedacht, damit sich dieser Umstand ändern sollte. Wunderschöne Bestecke in allen Preisklassen gibt es bis zum Monatsende zu verdammt verführerischen Preisen.

25.08.16

Mohn-Zwetschgenkuchen

Es ist Erntezeit. Die Früchte von den Bäumen, welche man das ganze Jahr gehegt und gepflegt hat, werden geerntet. Feigen liegen auf dem Dörrautomat. Der Duft erinnert mich an den Herbst und ich werde ein wenig melancholisch.

Sobald die Früchte einzukochen sind, neigt sich der Sommer dem Ende zu. Wieder ist fast ein dreiviertel Jahr herum. So schön diese Jahreszeit ist, stimmt sie mich immer ein wenig traurig. Im Sommer ist unser Haus voller Leben, voller Energie, die ich begierig übernehme.

27.04.16

Erdbeertörtchen mit Vanillecreme

Wenn man heute auf den Vigiljoch, unserem Hausberg, schaut sieht man bis weit herunter Schnee. So weiß war er kaum einmal im Winter. Zum Glück ist noch April, dann kann man ihm die Schuld geben. Aber wie ich sehe gibt es bei Petra dasselbe Wetter, jedoch einen anderen Kuchen.

Zu Hause schmeiße ich den Backofen an, damit die Küche heimelig warm wird und verarbeite die ersten, wirklich guten italienischen Bio-Erdbeeren. 

Blind backen klingt immer so schwierig, dabei stimmt das gar nicht. Wenn man der Arbeitsanleitung folgt, kann nicht viel schiefgehen.

04.03.16

Der Lieblingskuchen meiner Schwiegermutter: Herrentorte

Seit 28 Jahren habe ich ein und dieselbe Schwiegermutter, was schon rekordverdächtig ist, nicht wegen meiner lieben Schwiegermama, sondern weil Norbert und ich immer noch ein Paar sind. Sie kocht und backt immer noch sehr gerne. Diesen Kuchen habe ich allerdings eindeutig am öftesten bei ihr zu essen bekommen.

Sauerkirschen bekommt sie und ich von liebenswürdigen Verwandten, welche von uns im Sommer eingeweckt werden. Diese Methode, einst so populär, scheint zu verschwinden, was schade ist, denn Kompott wird auf diese Weise einfach am Besten. Ich habe sie vor einigen Jahren genau beschrieben und zwar hier.

Wir genießen jedes Glas, welches im Winter hergenommen werden kann. Aber wie ich gesehen habe, gibt es auch verschiedene Sorten von Kirschen im Glas zu kaufen. Ersatzweise geht das natürlich auch.

21.08.15

Himbeer-Quark-Kuchen mit Baiserhaube























Dieser Kuchen hat mich gleich angelacht, wie ich ihn gesehen habe: der Heidelbeer-Quark-Kuchen von Petra.

Leider war mein Fotograf noch nicht ganz ausgeschlafen, denn es gibt leider kein einziges scharfes Foto von der Torte :)

Trotzdem möchte ich ihn euch nicht vorenthalten, denn er ist es wirklich wert nachgebacken zu werden.

Petra nahm Heidelbeeren, ich hatte gerade meine ersten Himbeeren gepflückt. Ich vermute mal, dass er mit allen Beeren lecker schmeckt. 

Ich habe ihn genau so fabriziert wie Petra und trotzdem ist er höher geworden als ihrer. Keine Ahnung warum!

Himbeer-Quark-Kuchen mit Baiserhaube

Zutaten für eine Kuchenform von 26 cm:

Für den Teigboden:
  • 125 g Butter, weich
  • 125 g Zucker
  • etwas Vanille-Extrakt
  • 3 Eigelbe (Eiweiße für die Haube aufbewahren)
  • 50 g Milch
  • etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 125 g Dinkelmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
Für den Belag:
  • 2 Eier
  • 250 g Magerquark
  • 50 g Zucker
  • etwas Vanille-Extrakt
  • 15 g Mehl
  • 1 /2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 EL Vanillepuddingpulver
  • 1 Prise Salz
  • 375 g Himbeeren
Für die Haube:
  • 3 Eiweiße von oben
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Puderzucker  
  1. Ich heize den Backofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vor und fette die Kuchenform mit Butter ein, stelle sie dann in den Kühlschrank, damit die Butter fest wird.
  2. Ich verlese die Himbeeren, wasch sie nicht, da sonst alles ziemlich wässrig wird.
  3. Ich schlage die Butter schaumig, streue Zucker und Vanille ein, gebe den Zitronenabrieb dazu und rühre solange bis die Masse hell wird. Das kann auch mal 10 Minuten dauern.
  4. Ich gebe jedes Eigelb einzeln dazu und rühre jeweils solange, bis ich keine Eierspuren mehr sehe, dann rühre ich die Milch ein.
  5. Das Mehl mische ich mit dem Weinstein-Backpulver und siebe es über die Buttercreme. Mit einer Teigspachtel hebe ich das Mehl unter und streiche es in die Kuchenform.
  6. Ich backe den Boden auf der untersten Schiene des Backofens 15 Minuten vor.
  7. Inzwischen bereite ich den Belag zu. Ich trenne die Eier, verrühre die Eigelbe mit Zucker und Vanille bis sie schaumig sind, rühre dann Mehl, Weinstein-Backpulver und Puddingpulver mit dem Rührgerät ein.
  8. Die Eiweiße schlage ich mit der Prise Salz zu steifem Schnee und habe sie sachte unter die Masse.
  9. Ich nehme den Kuchenboden aus dem Ofen, streiche die zweite Masse ein und streue die Himbeeren darauf.
  10. Jetzt kommt der Kuchen für 30 Minuten auf der 2. Schiene in den Backofen.
  11. Kurz vor Ende der Backzeit schlage ich die Eiweiße mit dem Salz zu steifem Schnee, gebe den Zucker dazu und schlage bis die Masse schön cremig ist.
  12. Ich nehme den Kuchen wieder aus dem Ofen, streiche die Eiweißmasse ein und backe den Kuchen in 20 Minuten auf der 3. Schiene fertig.

01.06.15

Rhabarbercremetorte























Die Rhabarberzeit ist wieder da. Etwas vom Besten was man mit diesen Stangen anstellen kann ist diese Torte! Absolut!

Es gibt sie schon in meinem Inhaltsverzeichnis, deshalb schreibe ich auch nicht noch einmal das Rezept.

Es gibt nur neue Fotos dafür, weil die alten sehen schrecklich aus, sagt mein Fotograf.

Mir ist auch aufgefallen, dass man ein Foto, wenn man das Gericht schon genossen hat und es für gut empfand, einem auch nicht so übel vorkommt.

Schaust du dir allerdings dasselbe mit etwas Abstand wieder einmal an, dann fällt es einem erst auf, dass es nicht so gut wirkt.

Diese Torte hat auf jeden Fall noch eine Chance verdient, nur vergesst das Baiser oben drauf.

Mit dem Eiweiß macht ihr was anderes, denn das wird nach schon einem Tag so weich, dass einen die Beißer zusammenkleben, beim Essen.

Rhabarber zählt definitiv zu den Dingen, die mir fehlten, als ich als Mädchen von Deutschland nach Südtirol zurück zog.

Aber mittlerweile gibt es ihn zum Glück auch hier.

Deshalb gibt es keine Ausrede mehr, ran an die Kochfelder!


02.02.15

Blondinen

In meinen jungen Jahren wollte auch ich einmal blond sein.

Meran hat eine große Militärkaserne, die mittlerweile leer steht, da es in Italien keine Wehrpflicht gibt, nur mehr ein Berufsheer.

Als ich die Oberschule besuchte, waren die Soldaten, welche aus ganz Italien in Meran stationiert waren, für mich Männer, mit Uniform, vor denen ich großen Respekt hatte, die mir aber auch irgendwie gefielen.

Mehrere meiner Freundinnen, waren und sind es heute noch, blond. Es hieß dann immer: "Ciao bionda!" nie "Ciao, mora!" Für Süditaliener ist blond etwas Besonderes.

Ich wollte blond sein! Da mir das Geld fehlte, schmierte ich mir Aufheller ins Harr. Es sah schrecklich aus.

Nun riefen die Soldaten auch mir hinterher und ich erschrak, wollte eigentlich nichts mit diesen fremden Männern zu tun haben.

Es dauerte dann eine ganze Weile, bis diese dottermäßige Farbe ausgewachsen war.

Irgendwann kam mir dann vor, dass sie Jugendliche beim Militärdienst nehmen, bis ich begriff, dass ich älter geworden war, nicht die Soldaten jünger.

Es gibt heute bei mir keinen Blondinen-Witz, welche ich diskriminierend finde, sondern ein Rezept für sehr gute Blondies, das sind blonde Brownies.


Walnuss-Blondies
  • 50 g Walnüsse
  • 75 g  Mehl (ich Dinkelmehl)
  • 20 g Vollkornmehl (ich Dinkelvollkornmehl)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 150 g Butter, weich
  • 150 g Zucker
  • 1 großes Ei
  • 1 Msp. Vanille-Extrakt
  • 80 g weiße Schokolade
  1. Ich verteile die Nüsse auf einem Backblech.
  2. Die Schokolade schneide ich in kleine Würfel.
  3. Ich heize den Ofen auf 180°C Ober und Unterhitze vor und schiebe sofort die Nüsse für 10 Minuten in den Ofen. Dann sollten sie ein wenig gebräunt sein.
  4. Das Blech mit den Nüssen stelle ich ins Freie, damit beides so schnell wie möglich abkühlt.
  5. Ich zeichne in die Mitte eines Backpapiers ein Quadrat von 24cm x 24cm und schneide die Ecken bis zum Quadrat diagonal ein.
  6. Den Backrahmen stelle ich auf dieselbe Größe und auf das abgekühlte Backblech und kleide ihn mit dem Papier aus.
  7. Ich mische das Mehl mit Backpulver und Salz.
  8. Mit dem Flachrührer der KichtenAid (Schneebesen beim Handrührgerät), schlage ich die Butter schaumig, streue den Zucker ein und rühre solange, bis die Masse heller wird.
  9. Dann kommt das Ei und die Vanille dazu.
  10. Ich hebe mit einem Teigschaber das Mehlgemisch, die Nüsse und die Schokolade unter, gerade solange, bis alle Zutaten vermischt sind.
  11. Diese Masse streiche ich auf das vorgezeichnet Quadrat glatt ein und schiebe das Blech in die Mitte des Ofens.
  12. Dort lasse ich die Blondies 22-25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind, falls notwendig, die letzten 2 Minuten direkt unter der Oberhitze, damit sie ein wenig Farbe annehmen.
  13. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, schneide ich Quadrate zu 6cm x 6cm.






















Anfangs dachte ich die Masse sei zu klein, aber so ein kleines Stück Blondie hat es in sich. Sie waren auch noch am übernächsten Tag knusprig, wie am ersten.

09.10.14

Südtiroler Variante der Apfelmousse-Torte

Endlich komme ich dazu, diese wunderbare Torte ins Netz zu stellen. Nachdem ich so nette "feedbacks" von der letzthin geposteten Torte bekommen habe, bin ich gespannt was ihr zu dieser sagt!

Bei Stefanie gesehen, hat sie es mir sofort angetan. Allerdings gab es einen Fehler in der Zutatenliste. Bei der Zimtcreme hatte Stefanie die Eigelbe vergessen. Jetzt ist der Fehler behoben :)

Nachdem ich die "alte" Zutatenliste überflogen hatte, gefiel mir gerade, dass anscheinend nur Eiweiße für die Fülle gefragt wären, da gerade zwei im Kühlschrank dahindümpelten. 

Der Fehler war, dass ich die Arbeitsanleitung nicht durchlas, was mir schon öfters passiert, denn da kamen dann die Eigelbe vor.

Im Nachhinein muss ich sagen, hat alles gepasst. So habe ich wieder einmal einen Kuchen für den ständigen Eiweiß-Überschuss.

Mein Kuchen sieht zwar ähnlich aus, wie der von Stefanie, ist aber doch ziemlich anders. Schon allein die Mengen waren mir bei der Originalen zu gewaltig.

Schon beim Boden hat es angefangen. Chiffon ist nicht so mein Ding, er ist mir für solche Sahnetorten zu schwer.

Südtiroler Apfelmouss-Torte    

Zutaten für eine Springform von 24 cm

Für den Biskuit:
  • 2 Eiweiße
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 100 g Zucker
  • Vanille-Extrakt
  • 2 Eigelbe
  • 1 Schuss neutrales Öl
  • 50 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
Für die Zimtcreme:
  • 50 g Milch
  • 1/2 ML Zimt
  • 3/4 Blatt Gelatine
  • 100 g weiße Schokolade
  • 150 g Sahne, geschlagen
Für die Apfeleinlage:
Für das Apfelmousse:
  • 300 g Apfelmus (selbstgemacht mit wenig Zucker und fein püriert)
  • 2 Blatt Gelatine
  • 2 Eiweiße
  • 50 g Zucker
  • 260 g Sahne, geschlagen
Für den Apfel-Belag:
  • 1 rotschaliger Apfel
  • 100 g Apfelsaft
  • 0,5 g Agar
  1. Für den Biskuit heize ich den Backofen auf 180°C Ober und Unterhitze vor und fette die Backform ein.
  2. Ich schlage die Eiweiße mit dem Wasser steif, gebe den Zucker und wenig Vanille-Extrakt dazu und schlage die Masse bis sie glänzt. 
  3. Ich schütte das Öl und die Eigelbe dazu und rühre alles vorsichtig ein.
  4. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver mische ich und siebe es über die Schaummasse.
  5. Mit einem gelochten Kochlöffel hebe ich die Mehlmischung sachte unter, fülle die Masse in die Form und schiebe sie auf der untersten Ebene des Backofens.
  6. Ich backe den Biskuit ca. 30 Minuten, danach lasse ich ihn völlig auskühlen.
  7. Für die Apfeleinlage schäle ich die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in dünne Spalten.
  8. In einer Stahlpfanne erhitze ich den Butterschmalz, lege die Apfelspalten ein und lasse sie bei moderater Hitze weich werden. Falls notwendig kann man die Spalten umdrehen, danach unbedingt erkalten lassen.
  9. Für die Zimtcreme weiche ich die Gelatine in kaltem Wasser ein. 
  10. Ich erhitze die Milch, breche die Schokolade in Stücke, nehme den Topf von der Hitzequelle, schmelze die Schokolade unter ständigem Rühren in der Milch und würze mit Zimt 
  11. Dann schmelze ich die ausgedrückte Gelatine in der warmen Schokoladenmilch und lasse diese auf Zimmertemperatur auskühlen. 
  12. Danach hebe ich die Sahne vorsichtig unter, streiche die Creme auf den in einem Tortenring wartenden Biskuitboden und stelle diesen zugedeckt in den Kühlschrank, damit die Zimtcreme fest werden kann. 
  13. Für das Apfelmousse weiche ich die dafür vorgesehene Gelatine ein.
  14. Ich schlage die Eiweiße mit dem Zucker steif, falls das Apfelmus kalt ist, erhitze ich dieses und rühre die Eiweiße unter. Sobald es nur mehr warm ist rühre ich die ausgedrückte Gelatine unter und lasse auch diese Masse bis auf Zimmertemperatur abkühlen.
  15. Jetzt kann ich die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.
  16. Dann nehme ich die Torte aus dem Kühlschrank, lege die gekochten Apfelspalten auf die Zimtsahne und streiche das Apfelmousse so glatt wie möglich ein. Nun wandert die Torte wieder in den Kühlschrank, damit das Mousse fest wird.
  17. Für den Apfel-Belag teile ich den rotschaligen Apfel, entkerne ihn und hoble ihn in sehr feine Ringe.
  18. In derselben Pfanne in der ich die Apfelspalten gekocht habe, erhitze ich den Apfelsaft, lege die Apfelringe ein und lasse diese weich werden, muss aber aufpassen, dass sie nicht zu weich werden.
  19. Ich gebe die Apfelringe aus der Pfanne auf einen flachen Teller. Auch diese müssen für die Wiederverwendung kalt sein.
  20. Den Saft schütte ich in einen Messbecher und fülle ihn nach Bedarf wieder auf 100 g auf.
  21. Den Agar rühre ich ein, schütte den Saft wieder in die Pfanne und lasse ihn 2 Minuten aufkochen. Danach lasse ich ihn auf 50°C abkühlen.
  22. Jetzt kommt die letzte Schicht für die Torte: ich lege die Apfelscheiben fächerförmig auf das Apfelmousse und verteile mit einem Esslöffel den Apfelsaft darüber.
  23. So, jetzt kommt die Torte wieder in den Kühlschrank und wartet nur mehr auf den Verzehr! Natürlich muss ich vorher den Tortenring abnehmen :) 


















Die Mühe hat sich gelohnt. Mit jedem Stück schmeckt uns die Torte besser.
Nachtrag: Die Torte wird mit einem Sägemesser geschnitten, z.B. mit dem Brotmesser, weil die Apfelschale trotz des Kochens zu hart ist und sich nicht so leicht schneiden lässt.

03.09.14

Schoko-Pfirsichtorte


Es gibt viel zu tun. Der Herbst ist bekanntlich Erntezeit.

Heute Abend halten wir den Kochkurs "Grund-Rezepte" ab und da gibt es Chilisauce.

Dies war der Anlass die ersten Chilis von den eigenen Stauden zu ernten. Wir werden heute den Kurs mit einer kleinen Chili-Kunde beginnen.

Meine Kinder ziehen mich auf mit meinen Chilis.

Sie sagen: "Das sind deine Babys". Irgendwo haben sie auch Recht.

Ich hege und pflege meine Chilistauden seit Januar, seit ich sie gesät habe.

Jetzt ist die Genugtuung groß, wenn man die Ernte betrachtet.

Was hat das mit meiner Torte zu tun? Gar nichts. Obwohl man Schokolade mit Chilis wunderbar kombinieren könnte....Wer weiß, was ich mit meinen Chilis noch alles anstellen werde!!

Nun zur Torte! Auf die Frage, welche Torte oder Kuchen ich zubereiten sollte, bekam ich zwei Antworten: Etwas schokoladiges und etwas fruchtiges!

Also habe ich kombiniert und einen superschokoladigen Boden gebacken und eine Creme mit fruchtiger Note zubereitet.























Schoko-Pfirsichtorte

Zutaten für eine Kuchenform von 26 cm Durchmesser:

Für den Schokoladeboden:
  • 145 g Zartbitterschokolade
  • 115 g Butter
  • 4 1/2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 115 g Zucker
  • 70 g Mandeln, fein gemahlen
Für die Pfirsichcreme:
  • 3 reife, sehr weiche Nektarinen
  • 100 g Zucker
  • 300 ml Sahne, geschlagen
  • 3 Blatt Gelatine
Außerdem:
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 2 EL Mandeln
  1. Für den Schokoladeboden hacke ich die Schokolade grob und lasse sie mit der Butter über Wasserbad schmelzen.
  2. Ich lege die Backform mit Backpapier aus, indem ich am Rand Falten lege und heize den Backofen auf 160° C Ober und Unterhitze vor.
  3. Ich trenne die Eier, schlage die Eigelbe mit dem Zucker zu einer Creme und die Eiweiße mit dem Salz zu steifem Schnee.
  4. Die Schokoladenbutter und die Mandeln mische ich unter die Eigelbcreme. Den Eischnee hebe  ich dann sachte unter.  
  5. Ich backe den Boden auf der 2. Ebene 25 Minuten und lasse ihn in der Form völlig auskühlen.
  6. Ich löse den Boden von dem Backpapier, gebe ihn auf einen Tortenteller und setze den hohen Tortenring aus Edelstahl um den Boden.
  7. Für die Pfirsichcreme schäle ich die Nektarinen, entsteine sie und schneide das Fleisch in grobe Stücke.
  8. Ich püriere das Nektarinenfleisch mit 50 g Zucker.
  9. Die Gelatine weiche ich in kaltem Wasser ein.
  10. Die Sahne schlage ich steif und süße sie mit den restlichen 50 g Zucker.
  11. Ich drücke die Gelatine aus, erwärme sie leicht, bis sie zergeht und schütte sie bei laufendem Motor zur Nektarinenmasse.
  12. Die Nektarinenmasse schütte ich in eine Rührschüssel und hebe sachte die geschlagenen Sahne unter.
  13. Diese Creme streiche ich gleichmäßig auf den Schokoboden.
  14. Jetzt muss die Torte 3-4 Stunden in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird.
  15. Inzwischen lasse ich den Rohrohrzucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren, mische die Mandeln unter und schütte den Karamell auf ein Backpapier. Auch dieses lasse ich völlig auskühlen, danach hacke ich den Mandelkrokant nicht zu fein.
  16. Vor ich den Tortenring vom Kuchen löse streue ich den Krokant auf den Tortenrand.






















Wie man an der Zinke sieht, mußte sich der Fotograf beeilen, denn die Gabel war schon bereit für den Verzehr :)

26.06.14

Rhabarbercreme-Kuchen mit frischen Erdbeeren























Vor 2 Jahren ging mir meine Rhabarberstaude ein, keine Ahnung was sie hatte.

Ich bekam ein Stückchen Staude, mit Wurzeln, von meiner Schwester. Petra meinte Wühlmäuse wären Schuld am Verenden der Pflanze. Diese müssen mittlerweile ausgezogen sein, weil die neue Staude prächtig gedeiht.

Dieses Jahr ernte ich jede Woche einige Rhabarberstangen und muss mir überlegen, was ich damit mache.

Dieses Semifreddo ist eine Wucht, aber ich wollte einen Kuchen, den ich transportieren kann, ohne dass er Schaden nimmt.

Deshalb wurde aus der Semifreddomasse eine ihr ähnliche Creme für eine Tarte, die mindestens so gut schmeckte wie das Halbgefrorene.

Das Rezept für den Mürbteig und der Style des Kuchens, habe ich mir von Micha entliehen.

Rhabarbercreme-Kuchen mit frischen Erdbeeren

Zutaten für einen Kuchen von 24 cm:

Für den Mürbteigboden:
  • 180 g Mehl
  • 90 g Butter
  • 40 g Puderzucker
  • etwas Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz
  • ev. kaltes Wasser 
Für die Rhabarbercreme:
  • 450 g Rhabarberstangen
  • 120 g Zucker
  • 2 Messerspitzen Vanille-Extrakt
  • 120 g Butter
  • 3 Eigelbe
  • 125 g Crème fraîche
  • 2 Blatt Gelatine 
Sonstiges:
  • 3 Eiweiße
  • 75 g Zucker
  • 55 g Puderzucker
  • 10 g Speisestärke
  • 1 Schale Erdbeeren
  1. Ich gebe die Zutaten für den Mürbteigboden in die Schüssel der KitchenAid und lasse mithilfe des Flachrührers einen geschmeidigen Teig zusammenkneten. Sollte der Teig nicht zusammenhalten, gebe ich noch wenig kaltes Wasser dazu.
  2. Ich fette die Kuchenform ein (die Tarteform war mit Ricotta-Zitronen-Parfait im Gefrierschrank), rolle den Mürbteig auf bemehlter Arbeitsfläche ziemlich rund aus und lege den Teig in die Form, schneide den Rand gerade und stelle die ganze Form in den Kühlschrank, damit der Teig schön kühl ist, wenn er in den Backofen kommt.
  3. Nach einer viertel Stunde heize ich den Ofen auf 180°C Ober und Unterhitze vor. 
  4. Ich kleide den Teig mit Backpapier aus und verteile Hülsenfrüchte gleichmäßig darüber. Wie man "blind bäckt" habe ich hier beschrieben und schiebe die Kuchenform für 15 Minuten auf die unterste Stufe des Backofens.
  5. Danach entnehme ich mithilfe des Backpapiers die Hülsenfrüchte, steche mit einer Gabel ein paar mal in den Boden und backe ihn weitere 15 Minuten fertig, nehm ihn heraus und lasse ihn völlig abkühlen. Den Backofen schalte ich auf 90°C Heißluft und lasse die Tür halb offen, damit die Temperatur sinken kann.
  6. Während des Backens schlage ich die Eiweiße steif und lasse unter ständigem Rühren den Zucker langsam einrieseln. Die Eigelbe bewahre ich auf.
  7. Ich siebe den Puderzucker und die Speisestärke über den Eischnee und rühre es mit dem Teigschaber vorsichtig unter.
  8. Ich fülle den Eischnee in den Spritzsack mit großer Lochtülle und spritze ihn auf ein Backpapier, auf das ich vorher einen Kreis von 20 cm Durchmesser gezeichnet habe. Aus dem restlichen Eischnee spritze ich kleiner Tupfen rund um den Kreis nur damit die Masse fertig wird und ich nichts weg schmeißen muss. Auf den Kreis streue ich Mandelblättchen.
  9. Ich gebe das Backpapier auf ein Blech, schiebe dieses in die mittlere Leiste ein, klemme den Stiel eines Holzkochlöffels in die Türe, damit der Backofen einen Spalt breit offen bleibt und backe die Baisermasse 2 Stunden, lasse sie allerdings die ganze Nacht im ausgeschaltetem Backofen, damit sie trocknen kann, die Tür immer einen Spalt breit geöffnet. 
  10. Sobald der Mürbteigboden abgekühlt ist, beginne ich mit der Fülle in dem ich die Gelatine in kaltem Wasser einweiche.
  11. Ich putze den Rhabarber, das heißt ich schneide die Stiele zu, ziehe die Fäden ab und schneide ihn dann in kleine Stücke. Es sollte noch 380 g Rhabarber übrigbleiben.
  12. Ich vermische den Rhabarber mit dem Zucker und der Vanille in einem Topf und lasse ihn eine 1/2 Stunde stehen, dabei zieht er Saft.
  13. Ich lasse den Rhabarber dann ganz leicht solange kochen, bis fast der ganze Saft eingekocht ist. Jetzt wiegt der Rhabarber noch 350 g.
  14. Dann schütte ich den Rhabarber in den Behälter für den Mixstab, gebe die in Scheiben geschnittene Butter dazu und die Eigelbe.  Ich mixe das ganze solange, bis ich eine hellgrüne cremige Masse habe. Durch die Wärme vermischt sich die Butter sehr schnell mit dem Rest.
  15. Jetzt mische ich die ausgedrückte Gelatine unter, die Sauce ist noch warm genug, damit sie sich auflöst.
  16. Anstelle von Sahne kommt jetzt die Crème fraîche darunter gemischt.
  17. Ich fülle die Masse in den Tortenboden, streiche sie glatt, decke mit Klarsichtfolie ab und lasse sie mindestens 5 Stunden im Kühlschrank.
  18. Danach putze ich die Erdbeeren und hoble sie in dicke Scheiben.
  19. Den Baiserkreis lege ich in die Mitte des Kuchens und die Erdbeeren lege ich überlappend, kreisförmig an den Rand.
Die Baiserscheibe ist nach kurzer Zeit weich geworden, ist ja logisch, sie liegt auf einem feuchten Untergrund auf. Trotzdem ist die Torte schneller aufgessen worden, als ich pip sagen kann, deshalb diese "halben" Fotos.

07.11.13

Kuchen am Stiel gefällig?

Bei uns zeichnet sich ein neuer Trend ab: Kuchen am Stiel! Eine gebackene Kuchenkugel, auf einen Stiel gesteckt, mit einem Guss überzogen und nett dekoriert. Es ist einmal eine andere Art einen "Kuchen" zu präsentieren. Auf jedem Fest oder auf jeder Party wird es sicher ein Riesenerfolg, wenn man mit solch netten "Kuchenlutschern" aufkreuzt. Das Backen ist blitzschnell erledigt, das Dekorieren macht auch noch Spaß.
Ich habe, muss ich gestehen, allerhand Helfer, damit diese feine Sache schneller und besser gelingt. Diese Dinge sind nicht unbedingt notwendig, eine Kuchenform aus Silikon ist allerdings unabkömmlich.

Kuchen am Stiel - Cake Pops

Zutaten für 18 Cake Pops:
  • 80 g Naturjogurt
  • 40 g gutes Olivenöl
  • 70 g Zucker
  • 1 großes Ei (ca. 60 g)
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 95 g Mehl
  • 35 g Kokosraspeln
  • 3/4 TL Ingwerpulver
Zum Dekorieren:
  • 180 g dunkle Schokolade
  • 20 g Sahne
  • 60 g Butter
  • Mandelstifte
  • Pistazien, gehackt
  • weiße Schokolade
  1. Ich schalte den Backofen auf 190° Heißluft ein.
  2. Da ich die Form das erste Mal benutze, muss ich die Mulden einfetten, das mache ich mit einem Stückchen Butter, die nächsten Male brauche ich das nicht mehr.
  3. Ich rühre Jogurt, Olivenöl, Zucker und Ei mit dem Schneebesen der Küchenmaschine schaumig.
  4. Das Mehl mische ich mit dem Backpulver und den Kokosraspeln und rühre es samt dem Ingwerpulver unter die Schaummasse.
  5. Ich stelle den unteren Teil der Form auf das Gitter des Backofens, damit ich sie, sobald sie gefüllt ist, leichter in den Backofen schieben kann.
     
  6. Da die Masse ziemlich flüssig ist, fällt Norbert ein, dass ich das Einfüllen mit dem Teigspender (siehe Foto) erledigen könnte. Und es stellt sich heraus, dass dies hervorragend funktioniert.  Die Masse ist genau bemessen, ich fülle alle 18 Mulden randvoll mit Teig und schließe die Form mit dem Deckel. Ohne Teigspender muss man dies mit dem Löffel machen.
  7. Dann schiebe ich die Form für 13 Minuten in den Ofen.
  8. Sobald sie fertig gebacken sind, nehme ich sie heraus, nehme nach einigen Minuten den Deckel ab, sonst würden sie sofort "schwitzen" und nehme die Cake Pops aus den Mulden heraus.
  9. Inzwischen baue ich eine "Produktionslinie" auf: ich schmelze alle Zutaten für die Schokoladenglasur, verrühre sie gut, röste Mandelstifte, hacke sie noch ein wenig kleiner, stelle auch Kokosraspeln und gehackte Pistazien in Tellern und Schüsselchen bereit. Ich schmelze im Decopen, hier sieht man ihn, ein wenig weiße Schokolade.
  10. Ich nehme ein mitgeliefertes Kunststoffstäbchen tauche es in die Glasur und stecke es in die Mitte einer gebackenen Kugel, dann drehe ich die Teigkugel in der Glasur, den unteren Teil bestreiche ich mit Hilfe eines kleinen Spachtels.
  11. Jetzt kommt der kreative Teil: ich verziere die Kugeln, wie ihr hier auf den Fotos sehen könnt, mit meinen unterschiedlichen Materialien und stecke sie in die Öffnungen des Deckels, den ich wieder auf die leere Form gesetzt habe, um die Glasur erstarren zu lassen, ohne dass die Deko Schaden nimmt.
    So verfahre ich mit allen 18 Pops. Dann stelle ich das Ganze in das kühle Schlafzimmer, da ich es im Kühlschrank nicht unter bringe.
  12. Zum Servieren schütte ich einen Email-Schnabeltopf mit Zucker voll und stecke die Cake Pops hinein, so lassen sie sich gut transportieren und servieren.  
    Das Eintauchen des Stäbchens vor dem Einstechen in die Teigkugel ist deswegen notwendig, damit die Kugel nicht langsam in das Stäbchen rutscht. Ich habe es ausprobiert! Die Schokolade innen wird auch fest und verhindert dies:)


    Ich muss sagen, außer dass sie hervorragend schmecken, war es auch lustig und sehr kreativ die Kuchenkugeln auf Stiel herzustellen.
    Ich weiß jetzt schon, dass ich Klagen aus Wien und Prato zu hören bekomme, warum ich so was ausprobiere, wenn die Meute nicht da ist. Keine Angst, die Form ist jetzt in meinem Besitz und wenn ihr nach Hause kommt, dann bin ich nicht mehr zu bremsen!

18.10.13

Kaiserliche Speisen

Kaiser Alexander ist der Name dieser Birne, auch Winterbirne genannt. Ich habe welche geschenkt bekommen und frische Eier. Deshalb muss ein Kuchen her, ganz klar.
Ich habe sie nicht gefärbt, es waren nur verschiedene Hühner, welche sie gelegt haben.
In letzter Zeit sind mir viele kaiserliche Rezepte aufgefallen: Robert macht K. u. K. Pastetchen, Frau Ziii Kaiserschmarren, Petra hat ihn dann gleich nachgemacht. Und hier ist mein Kaiserschmarren.
Was es mit dem "Kaiser" bei der Namensgebung von Speisen auf sich hat, habe ich unter dem Begriff Kaisersemmel gefunden. Die wahrscheinlichsten sind wohl diese: "Erzählungen zufolge galt seit der Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph I. von 1848 bis 1916 die Bezeichnung „Kaiser“ in Verbindung mit Speisen und Getränken bald als höchste Steigerung, womit man das Beste seiner Art bedachte. Eine weitere mögliche Herkunft des Namens ist die Ableitung vom Italienischen „a la casa“ („nach Art des Hauses“)."
Doch jetzt zum Kuchen mit dem kaiserlichen Belag:

Birnenkuchen

Für einen Tortenboden von 20 cm:

Für den Mürbteig:
  • 50 g kalte Butter
  • 40 g Puderzucker
  • 100 g Mehl
  • 1/2 Ei (die andere Hälfte braucht ihr für die Fülle)
  • 1 Prise Salz
Für die Fülle:
  • 50 g Sahne
  • 75 g Naturjogurt
  • 1/2 Ei
  • 20 g Puderzucker
  • 10 g Speisestärke
  • wenig Vanille-Extrakt
  • 1 große Birne Kaiser Alexander
  1. Ich mische alle Zutaten für den Mürbteig in einer Schüssel, knete ihn so schnell wie möglich zusammen, so wird er sehr mürbe.
  2. Ich lasse den Teig, in Klarsichtfolie gewickelt, im Kühlschrank für eine Stunde fest werden.
  3. Inzwischen fette ich die Kuchenform ein.
  4. Danach rolle ich den Teig ungefähr in die Größe der Kuchenform aus und lege ihn hinein. Den Rand muss ich noch ein bisschen bearbeiten, damit er zum Schluss auch schön aussieht. Da und dort schneide ich ihn ab, dort wo er zu hoch ist und schließe mit dem Teig Stellen, welche noch leer sind. Dann kommt die gesamte Kuchenform nochmals in den Kühlschrank.
  5. Ich heize den Backofen auf 180° C Heißluft vor.
  6. Ich verrühre die Sahne mit Jogurt, Zucker, Ei, Speisestärke und Vanille-Extrakt.
  7. Ich schäle die Birne, halbiere sie, schneide Stielansatz und Kernhaus heraus und teile sie in Spalten.
  8. Ich nehme die Kuchenform aus dem Kühlschrank, schütte den Guss ein und verteile die Birnenspalten kreisförmig darauf.
  9. Ich backe den Kuchen 35-40 Minuten. Er sollte gebräunte Stellen aufweisen. 
Wollt ihr eine größere Torte machen verdoppelt ihr die Zutaten einfach. Man kann auch andere Früchte verwenden: süße Äpfel, Himbeeren, Heidelbeeren....
Uns hat er sehr gut geschmeckt:)
Übrigens: unser Sohn in der Ferne war sehr kreativ und hat mir ein neues Titelbild gebastelt. Sieht es nicht superschön aus??

16.05.13

Apfelstrudel mit mürbem Ziehteig

Ihr habt schon richtig gelesen: Apfelstrudel gibt es heute. Das da war einmal der Muttertagskuchen. Von dem kann ich das Rezept leider nicht mehr nachvollziehen. Es war ein Mix aus verschiedenen Zutaten, welche aufzubrauchen waren. Außerdem hatte ich zu wenig Gelatine im Haus. Für das Foto steht die Schnitte recht stramm da, aber gar einige sind beim Anheben zerfallen:) Geschmeckt hat er wunderbar. Aber wie soll man nachher noch wissen wieviel Ricotta, Quark, Jogurt.... in der Fülle landete?
Ich habe aber ein Rezept mitgebracht. Ich versprach es einigen Teilnehmerinnen von einem meiner Kochkurse. Apfelstrudel geht bei uns immer. Im Herbst, wenn es frische Äpfel gibt und jetzt wo die "alten" zu verbrauchen sind. Ich habe schon einen Apfelstrudel in meinem Repertoire: hier und einen salzigen Ziehteig gibt es auch.
Die halbe Welt behauptet, der Apfelstrudel gehört mit Ziehteig. Das Problem vom Ziehteig ist der Tag danach. Dann ist dieser gerne zäh und das mag ich nicht.
Deshalb habe ich lange herum gebastelt und einen mürben Ziehteig erfunden. Gibt es bestimmt auch schon lange, ich habe nur nie kein Rezept gefunden. Frau weiß sich halt selbst zu helfen.

Apfelstrudel mit mürbem Ziehteig

Zutaten für 1 großen Strudel:
  • 340 g Weizenmehl
  • 80 g zerlassene, lauwarme Butter
  • 90 g lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1 TL Apfelessig
Für die Fülle:
  • 1 kg Äpfel, säuerliche
  • 70 g Zucker
  • 50 g Walnüsse
  • 30 g Rosinen
  • wenig Abrieb einer Zitronenschale
  • 1/2 TL Zimt
Außerdem:
  • 50 g Butter zerlassen
  • Staubzucker
  1. Ich gebe alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel und knete sie zügig zu einem geschmeidigen Teig. Ich knete ungefähr 10 Minuten. Diese Arbeit kann auch eine Küchenmaschine erledigen.
  2. Ich wickle den Teig in ein Stück Klarsichtfolie und lasse ihn 30 Minuten, bei Raumtemperatur, ruhen und entspannen.
  3. In der Zwischenzeit schäle ich die Äpfel und hoble sie in dünne Scheiben. Noch kommt nichts dazu.
  4. Ich fette das Backblech ein. Immer wieder mache ich den Fehler und lege unter irgendeinen Strudel die Silikonmatte. Darauf darf ich nicht schneiden und muss, um mir ein Stück warmen Apfelstrudel zu gönnen, alles möglich erdenken:) Das Blech ist aus Email und ist schnitt und kratzfest.
  5. Ich heize den Backofen auf 180° C Ober und Unterhitze vor.
  6. Ich lege ein Geschirrtuch bereit, streue ein bisschen Mehl darauf und beginne den Teig zu ziehen: er heißt ja auch Ziehteig. Ich habe festgestellt, dass er besser wird, wenn man ihn wirklich von Anfang an zieht und nicht am Anfang etwas ausrollt. Aber vielleicht ist das auch nur bloße Einbildung. Gezogen wird mit den Handrücken, wie man auf dem Foto unten sieht.
  7. Er wird nicht ganz so dünn gezogen wie normal ein Ziehteig. Zweidrittel der Teigfläche bestreiche ich mit einem Teil der zweiten zerlassenen Butter. Die Fülle mische ich erst jetzt, weil sie mir sonst zu wässrig würde. Ich gebe sie auf den Teil des Teiges, der nicht mit Butter bestrichen ist und rolle von dieser Seite aus, mithilfe des Geschirrtuches, einen Strudel. Diesen hebe ich auch mit dem Tuch auf das Blech.
    
    Weiter hinten ist er mir ein wenig dünn geraten. Dort ist er mir dann beim Backen auch aufgebrochen.
    
  8. Ich pinsle den ganzen Strudel mit zerlassener Butter ein und schiebe ihn in die Mitte des Backofens. Er braucht ungefähr 30-40 Minuten. In dieser Zeit wird der Strudel in Abständen von ungefähr 10 Minuten immer wieder mit Butter bestrichen. Dafür nehme ich den Strudel jedesmal aus dem Ofen.                    

Ein Löffelchen Sauerrahm zum warmen Apfelstrudel, der kräftig mit Staubzucker bestreut wurde, ist der Lohn für getane Arbeit.

14.03.13

Apfel-Schokosahne

Äpfel gibt es immer noch sehr gute, hier aus unserer Region. Ich mag es wenn Lebensmittel nicht all zu große Wege zurücklegen, bis sie zu mir in die Küche wandern, auch beim Obst. In Südtirol werden fast nur mehr Äpfel angebaut, die sich eine relativ lange Zeit gut lagen lassen, ohne dass sie mehlig werden, auch Bioware. Die Vielfalt hat darunter gelitten und das ist andererseits wieder schade. Wir "Älteren" können uns noch an den "Lederer" erinnern und an den "Jonathan", oder den "Kalterersee". Aber auch der "Gravensteiner", mein Lieblingsapfel für Apfelstrudel, ist sehr selten geworden. Liebhaber besitzen noch ein paar Bäume seltener Äpfel und machen, wenn sie so nett sind wie dieser Hobbybauer, im Herbst eine Apfelverkostung.
Ich habe ein paar sehr gute "Topaz" erworben und da es öfters Kuchen mit Apfelbelag gibt, wollte ich einmal eine neue Variante ausprobieren.

Apfel-Schokosahne

Zutaten für einen Tortenboden mit 26 cm:

Für den Biskuit:
  • 2 Eiweiße
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 100 g Zucker
  • Vanille-Extrakt
  • 2 Eigelbe 
  • 40 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 10 g Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 EL neutrales Öl
etwas kalte Butter für die Form

Für den Belag:
  • 3 große Äpfel
  • 1/2 l Sahne
  • 2 EL Zucker
  • 70 g dunkle Kuvertüre
Schokoraspeln
  1. Ich beginne mit der Schokosahne, für der ich die Hälfte der Sahne aufkoche und mit der fein geschnittenen Kuvertüre solange verrühre bis sich die Schokolade völlig aufgelöst hat.
  2. Ich mixe die Sahne kurz mit dem Mixstab auf, decke sie ab und lasse sie im Kühlschrank 24 Stunden "reifen".
  3. Am nächsten Tag beginne ich mit dem Backofen, den ich auf 170° Ober und Unterhitze vorheize.
  4. Ich fette die Tortenform mit kalter Butter ein.
  5. Ich schlage die Eiweiße mit dem Wasser fest, gebe den Zucker und wenig Vanille-Extrakt dazu und schlage es schön cremig auf.
  6. Ich gebe die Eigelbe und das Öl zum Eischnee und rühre nur solange, bis die Masse schön hellgelb ist.
  7. Ich mische die Mehle und das Backpulver, siebe sie über die Masse und hebe es sachte unter.
  8. Ich schütte den Teig in die Form, streiche sie schön glatt und schiebe die Form auf die unterste Ebene in den Backofen.
  9. Dort soll der Tortenboden langsam nach oben steigen, das dauert ca. 30 Minuten.
  10. Ich stürze den Boden nach dem Backen auf ein mit einem Backpapier ausgelegtem Auskühlgitter und lasse ihn völlig erkalten.
  11. Inzwischen schäle ich die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in Spalten.
  12. Ich koche die Spalten mit 100 ml Wasser und 1 Esslöffel Zucker weich und lasse auch sie auskühlen.
  13. Ich lege den Tortenring aus Stahl um den Bikuitboden, beträufle ihn mit dem entstandenen Saft der Äpfel und verteile die Apfelspalten auf dem Boden.
  14. Nun schlage ich die Schokosahne, wie ganz normale Sahne steif und verteile sie über den Äpfeln auf dem Tortenboden.
  15. Die restliche Sahne schlage ich auch fest, mit dem restlichen Esslöffel Zucker und streiche sie über die Schokosahne ein.
  16. Ich lasse den Kuchen im Kühlschrank gut durchkühlen.
  17. Dann nehme ich den Tortenring ab und bestreue den Kuchen mit Schokoladeraspeln.


Dann ist man einmal ein paar Stunden nicht zu Hause und über Facebook spricht sich herum, dass im Hause Felder eine vorzügliche Torte im Kühlschrank lagert und schwupp ist, wenn man zurück kommt, dreiviertel der Torte weg. Das sind die Facebook-Mäuschen, wenn ich mich nicht irre:)

23.10.12

Einmal Apfel ist nicht genug


Schon wieder ein Kuchen! Wer mich kennt, weiß, dass ich seit 25 Jahren, welche ich verheiratet bin, fast immer einen Kuchen zu Hause habe. Wenn die große Hitze vom Sommer da ist, lasse ich dann einige Zeit aus. Dann wird Eis gemacht. Meine zwei Männer lieben Süßes. Immer nur Kastanienherzen ist auch langweilig:) Übrigens war genau das letzte Wochenende wieder das Kastanienfest in Völlan bei Traumwetter. Die Bäuerinnen haben sich, mit ihrem kulinarischen Angebot, wieder einmal selbst übertroffen. Ich sag nur: Kastanien-Tiramisú!
Eine Neuheit ist im Geschäft eingetrudelt und ich mußte sofort zuschlagen. Ein wunderschönes Backblech in Form eines Apfels. Bei uns ist der größte Teil der Apfelernte vorüber, zum Glück seit einer Woche bei strahlendem Sonnenschein. Wer einmal in Südtirol war, weiß, dass es in unserer Gegend sehr viele Apfel-Plantagen gibt. Hier könnt ihr ein bisschen nachlesen.
Zu meinem Rezept: da ich eine handvoll Kanada Renette geschenkt bekommen hatte, eine eher selten gewordene, aber sehr wohl schmeckende Apfelsorte, und ich einen wirklich saftigen Kuchen backen wollte habe ich mir folgendes Rezept ausgedacht:

Apfeltorte

Zutaten für eine Form von 28 cm Durchmesser:

Für das Apfelmus:
  • 4 Äpfel, hier Kanada Renette
  • wenig Zitronenschale
  • 2-3 EL Zucker
Für den Rührteig:
  • 150 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 160 g Zucker
  • Vanille-Extrakt
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1TL Kakaopulver
  • 1 EL Milch
Für den Belag:
  • 2 Äpfel, hier Kanzi
Für die Streusel:
  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 1/2 TL Zimt
Außerdem:
  • 100 g gehobelte Mandeln
  1. Als erstes koche ich das Apfelmus. Ich schäle die Äpfel, viertle sie, entkerne sie und schneide sie noch kleiner.
  2. Ich koche die Apfelspalten mit wenig Wasser, dem Zucker und einer Zitronenschale von einer Biozitrone, ganz weich.
  3. Ich nehme die Zitronenschale heraus und mixe mit dem Mixstab ein ganz feines Püree. Dann lasse ich das Apfelmus völlig auskühlen.
  4. Ich heize den Backofen auf 180°C Heißluft vor.
  5. Für den Rührteig schlage ich die Butter schaumig, streue den Zucker und das Vanille-Extrakt ein und schlage weiter.
  6. Dann werden die Eier einzeln eingearbeitet. Das jeweilige Ei wird ganz eingerührt, dann wird erst  das nächste hineingeschlagen. 
  7. Das Mehl mische ich mit dem Backpulver und siebe es über die Buttermasse. Auch das Mehl wird mit den Rührbesen des Handrührgerätes, oder dem Flachrührer der Küchenmaschine, eingerührt.
  8. 50 g des Rührteiges halte ich mir zurück, den Rest streiche ich in die eingefettete Form. Den kleinen Teil des Teiges, den ich noch habe, verühre ich mit dem Kakaopulver und der Milch, so färbt er sich dunkel. Ich streiche diesen Teig in den Stiel der Form.
  9. Ich schäle die zwei rohen Äpfel, entkerne sie und schneide sie in dünne Spalten. diese verteile ich auf dem Apfelmus.

  10. Ich zerreibe die Butter mit dem Zucker, dem Zimt und dem Mehl, zwischen den Fingern und stelle so Streusel her. Diese werden großzügig über dem Kuchen verteilt.
  11. Jetz streue ich noch die gehobelten Mandeln darüber.
  12. Dann kommt der Kuchen für 45 Minuten in den Backofen.
Vor dem Entformen auskühlen lassen.

Ist er nicht schön geworden, mein 3x Apfelkuchen, 2x im Belag und 1x als Form:)
Jetzt werdet ihr euch fragen wie ich den Kuchen aus der Form bekommen habe? Firma Kaiser hat dieses Problem ganz einfach gelöst, indem sie einen beweglichen Boden eingesetzt hat. Mein Junior hat mir allerdings beim Stiel geholfen, sonst wäre er womöglich noch abgebrochen. Ich besitze noch so eine tolle Kuchenform, die ihr hier sehen könnt. Sehr geschickt, nicht wahr?

10.10.12

Fast schon zu spät, der perfekte Boden für den Zwetschgendatschi


Mein "neuer Name" bedarf einer Erklärung: ich habe einen neuen, sehr jungen "Coach", unseren Sohn, der mich berät und mit Rat und Tat zur Seite steht:) Fast alle Fotos auf meiner Seite stammen von ihm. Er berät mich. Er sagt "Täglich Freunde am Kochen" ist viel zu lange. Er behauptet der Name der Seite und die Internet-Adresse, müssten den selben Namen beinhalten und noch so einiges. Ich höre auf ihn. Wir erziehen unsere Kinder, sie erziehen uns. Deshalb bleiben wir auch so fit:)
Eigentlich hätte hier ein anderes Rezept hingehört, aber mangels Zeit steckt dieses schon länger unfertig in der Warteschleife. Den Zwetschendatschi habe ich letzte Woche gebacken. Es waren schon fast keine Zwetschgen mehr zu bekommen. Deshalb schon fast ein wenig zu spät das Rezept für diesen Kuchen.
Ich habe einen Teil meiner Kindheit in Deutschland verbracht. Dort hatten wir, damals 6 Geschwister, eine Adoptiv-Oma. Unsere Omas waren beide in Südtirol. Zum Glück gab es Oma Nickel mit ihrem wunderbaren Zwetschgendatschi. Ich habe sehr, sehr lange nach einem Boden gesucht, der jenem ähnlich ist. Hefeteig wird nach einem Tag zäh, Mürbteig weicht bei viel Obst gerne auf. Jetzt habe ich das perfekte Rezept. Nicht nur für Zwetschgendatschi, auch für den köstlichen Apfelkuchen von Petra, kann man den Boden verwenden. 

Zwetschgendatschi

Zutaten für ein Blech:

Für den Hefeteig:
  • 250 g Mehl
  • 1 1/2 TL Trockenhefe
  • 35 g weiche Butter
  • 1 EL Rum
  • 1 Ei, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 35 g Zucker
Für den Mürbteig:
  • 50 g Mehl
  • 25 g zerkleinerte Butter
  • 20 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
Für den Belag:
  • 1 kg Zwetschgen, wenn man ihn saftig haben will, bekommt man auch mehr drauf
  • 25 g Zucker
  • wenig Zimt
  • 25 g Brotbrösel
Streusel:
  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Vanille-Exrakt
  1. Ich mische die Trockenhefe unter das Mehl und knete alle Zutaten des Hefeteiges mittels Knethaken zu einem geschmeidigen Teig, bis er sich vom Rand löst und Blasen wirft. Ich bemehle die Kugel, decke die Schüssel ab und lasse den Teig 30 Minuten gehen.
  2. Inzwischen knete ich mit den Händen aus den Zutaten des Mürbteigs eine kleine Masse und knete sie mit den Knethaken, sehr sachte unter den Hefeteig, bis man ihn nicht mehr sieht. 
  3. Ich bestäube den Teig nochmals mit Mehl und lasse ihn 30 Minuten gehen.
  4. Ich heize den Backofen auf  190° C Heißluft vor.
  5. Inzwischen bereite ich die Zwetschgen vor und da habe ich ein Gerät entdeckt, das ich schon 25 Jahre verkauft und nie beachtet habe: den Zwetschgen-Entkerner von Westmark. Er entkernt mir die Zwetschge nicht nur, sondern schneidet sie mir so, dass sie sich gut auseinander klappen lässt.
  6. Ich vermische alle Zutaten für den Streusel und reibe sie solange zwischen den Händen, bis sie eine bröselige Konsistenz angenommen haben, dann stelle ich sie kalt.
  7. Ich fette ein Backblech ein. Den Teig rolle ich ungefähr auf die Größe des Backbleches aus und drücke ihn dann sachte ins Blech.
  8. Ich bestreue den Teig mit den Brotbröseln und lege die Zwetschgen ziegelartig darauf.
  9. Den Zucker und den Zimt für den Belag mische ich und streue ihn über das Obst.
  10. Die Streusel verteile ich auch regelmäßig darüber und backe den Kuchen 35 Minuten.  


Dieser Boden hat die Vorteile von beiden Teigen, probiert es selbst aus. Ein Löffelchen Schlagsahne zum Zwetschgendatschi kann nie und nimmer falsch sein.

16.07.12

Sahne-Roulade rollen, leicht gemacht





Wir vom Burggrafenamt sind bekannt dafür, dass wir das R scharren, nicht mit der Zunge rollen. Deshalb haben wir, wenn wir italienisch sprechen einen Akzent. Schönes Italienisch wird mit dem rollenden R gesprochen. Viele finden das süß, manche stört es, meistens den Sprechenden. Ich kann es nicht, obwohl meine Mutti aus dem oberen Vinschgau stammt, und das sagt alles. Obervinschger sind die Ober-Roller. Aber bei mir hat das nie abgefärbt. Folglich kann ich euch keine richtig rollende Roulade "servieren".
Aber dafür verrate ich euch eine einfache, sichere Methode, sie schön zu formen, ohne dass sie Risse bekommt.
Jahrelang habe ich mich durch sämtliche Anweisungen von Freunden, Verwandten und Kochbüchern gequält bis ich irgendwann einmal auf diese sehr einfache Vorgehensweise gestoßen bin.
Das Rezept für den Biskuit habe ich von der Frau des Cousins meines Norberts :) Ich probiere zwischendurch wieder einmal ein anderes aus, aber bleibe dann trotzdem bei meinem altbewährten Rezept.
Die Fülle variiert je nach Jahreszeit, bereite sie eigentlich immer mit Sahne zu, nie nur mit Marmelade.
Sahne-Roulade ist eine Süßspeise, welche einem im letzten Moment noch aus einer Verlegenheit helfen kann, bei Überraschungsbesuch oder kurzfristigen Einladungen.
So und jetzt genug der Schwärmereien, hier das Rezept:

Sahne-Roulade mit Schwarzbeeren (für Nicht-Einheimische Heidelbeeren)


Zutaten:

Für den Biskuit:
  • 3 Eiweiße
  • 3 EL kaltes Wasser
  • 150 g Zucker
  • 1 Mesp. Vanille-Extrakt
  • 3 Eigelbe
  • 80 g Mehl
  • 40 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Schuss neutrales Speiseöl
Für die Fülle:
  • 200 g Sahne
  • 2 EL Staubzucker
  • 1 Schale Schwarzbeeren
  1. Ich heize den Backofen auf 190° C Ober und Unterhitze vor.
  2. Ich trenne die Eier, wie ihr an der Zutatenliste sehen könnt, gebe die Eiweiße in eine große Schüssel und bewahre die Eigelbe in einer Tasse auf. Zu den Eiweißen gebe ich das kalte Wasser.
  3. Jetzt schlage ich das Eiweiß solange bis es ziemlich fest ist. So richtig steif wird es nicht, es ist ja Wasser darin.
  4. Nun lasse ich den Zucker einrieseln, bei niedrigerer Geschwindigkeit des Rührgerätes, denn ich möchte den Zucker ja in der Schüssel haben und nicht in der Küche verteilt.
  5. Ich schlage solange bis das Eiweiß eine schöne geschmeidige Masse geworden ist und rühre dann noch sachte Eigelbe und Öl unter. 
  6. Ich mische Mehl, Speisestärke und Backpulver, siebe es über die Eiermasse und hebe es behutsam mit einem Kochlöffel, unbedingt mit Loch, unter.
  7. So jetzt kommt für ungeübte der schwierigste Teil: ich lege ein Backpapier auf den Küchentisch, schütte die ganze Masse in die Mitte des Papiers und streiche mithilfe eines Teigschabers und der Spachtel ein gleichmäßiges Rechteck. Ich nehme als Maß die Länge meiner Kuchenglocke, damit ich die Roulade danach, zugedeckt, in den Kühlschrank stellen kann.
  8. Ich nehme das Papier an zwei Ecken und ziehe es auf das Blech. Ihr werdet sehen, der Teig bleibt genau da wo ihr ihn hattet. Ich streiche die Masse lieber auf dem Tisch auf, da ich dort keinen Blech-Rand habe und ich das Papier drehen und wenden kann wie ich will. 
  9. Jetzt schiebe ich das Blech auf der 2. Ebene für 12 Minuten in den Backofen.
  10. Inzwischen lege ich ein trockenes Küchentuch auf die Arbeitsfläche und bestreue es leicht mit etwas Zucker, halte ein zweites unter kaltes Wasser und wringe es kräftig aus.
  11. Sobald die Bikuitplatte schön ausgebacken und goldgelb ist nehme ich sie aus dem Ofen und lege sie mit dem Backpapier nach oben auf das trockene Tuch. 
  12. Ich ziehe das Backpapier sofort ab und lege das feuchte Tuch auf die Platte. So kann der Biskuit auskühlen, ohne dass er austrocknet und nicht mehr gerollt werden kann. Im warmen Zustand kann ich keine Sahne einstreichen. sie würde sich sofort wieder verflüssigen.
  13. Ich schlage die Sahne steif, lasse den Zucker einrieseln und schütte die Scharzbeeren dazu, im Glauben, dass ich sie noch während des Rührens zerkleinere. Da täusche ich mich aber und es ist auch weiter nicht schlimm.
  14. Nach ca. 10 Minuten, sobald der Biskuit ausgekühlt ist, nehme ich das feuchte Tuch weg und streiche die Sahne, so wie auf dem Bild zu sehen ist, auf die Platte.
  15. Jetzt rolle ich mithilfe des trockenen Tuches eine schöne Roulade und was willst du mehr, sie passt genau in meine Tortenglocke.

Wenn ihr eine größere Roulade wollt, nehmt einfach 1 Ei mehr, 50 g Zucker dazu, 100 g Mehl und 60 g Speisestärke. Falls ich Erdbeeren vorher mixe, nehme ich 1 Blatt, in kaltem Wasser eingeweichte Gelatine, erwärme sie ganz leicht, rühre zuerst einen Löffel geschlagene Sahne unter und dann kommt die Gelatine unter die Erdbeer-Sahne, sonst würde die Füllung zu dünn.

Richtig gut muss sie mit Wald-Schwarzbeeren schmecken. Leider haben wir in den letzten Jahren keine mehr gefunden. Wer weiß warum?!