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02.03.15

Kartoffelteigtaschen mit Kürbis-Ricotta-Füllung


Mit meinem letzten selbstgezogenen Kürbis war ich fast ein wenig geizig. Ich fand nie den passenden Moment und das richtige Rezept für diese wunderbare Frucht, oder ist es ein Gemüse?

Mein Mann teilte mir immer wieder mit, dass noch ein Kürbis im Keller sei. Er mag so gerne Kürbis.

Als ob es keine Kürbisse zu kaufen gäbe! Aber ich bilde mir immer ein, dass die Kürbisse aus meinem Garten, besonders gut schmecken :) Und bis zur nächsten Ernte dauert es halt noch lange.

Kartoffelteigtaschen kamen mir da gerade recht. Eine wunderbare Hülle für eine noch wunderbarere Fülle.

Teigtaschen habe ich hier schon einmal ins Netz gestellt. Erstens ist es schon eine ganze Weile her und außerdem schmecken sie mit Kürbis wieder ganz anders.

 Kartoffelteigtaschen mit Kürbis-Ricotta-Füllung

Zutaten für 4 Personen:

Katoffelteig wie hier

Für die Füllung:
  • 400 g Kürbisfleisch, geschält und entkernt
  • 150 g Ricotta romana
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnussabrieb
Außerdem:
  • geschmolzene Butter
  • wer mag Parmesankäse, gerieben
  1. Ich verarbeite den Kartoffelteig wie hier, aber erst, sobald ich die Füllung zubereitet habe.
  2. Für die Füllung schneide ich das Kürbisfleisch in Spalten und lege es auf ein mit Backpapier
    belegtes Backblech, schiebe es in den Backofen und lasse es bei 200°C solange im Ofen bis es ein bisschen angeröstet ist, das dauert ca. 20-25 Minuten.
  3. Ich hacke das abgekühlte Kürbisfleisch mit der Moulinette nicht zu fein, mische es in einer Schüssel mit der Ricotta und würze es. 
  4. Ich stelle reichlich Wasser zum Kochen auf und salze es dann.
  5. Ich rolle den Teig auf der eingemehlten Arbeitsfläche nicht ganz zu dünn aus, denn sonst wird er zu brüchig.
  6. Ich steche 7 cm große Kreise aus, gebe mit einem Kaffeelöffel auf jede Scheibe etwas Kürbisfülle, nehme jeden Kreis in die Hand, klappe den Kreis über der Füllung zu einem Halbmond und verschließe diesen mit den Fingern.
  7. Die Teigtaschen koche ich dann und sobald sie an die Oberfläche gleiten, hole ich sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und verteile sie sofort auf die Teller.
Mit zerlassene Butter serviert sind sie ein Gedicht. Bei uns gab es eine Beilage von gedünstetem Mangold, mit gerösteten Rohschinkenstreifen und wenig Knoblauch dazu.




20.08.13

Torta salata con ricotta e pomodorini - Tomaten-Ricottakuchen

Da bin ich wieder! Ein paar Tage weg und man hat ist schon erholt. Mein Garten erfreut mich mit jedem Jahr mehr. Er ist dieses Jahr sehr ertragreich, was uns allen zu Gute kommt. Ich habe kein Problem mit Gemüse, zum Glück meine Familie auch nicht. Da unsere Tochter dieses Jahr ein Praktikum in Bozen absolvierte, mussten die Speisen auch zum Mitnehmen sein. Denn mit einer Stunde Mittagspause, läuft man nicht weit, günstiger war es so auch und wer weiß, vielleicht auch besser:)
Deshalb gab es bei uns allerhand vegetarisches und mitnehmbar. Zum Beispiel so was:

Quinoasalat mit frischem Gemüse aus dem Garten.

oder auch dieses Gericht schmeckt lauwarm sehr gut, denn bei 30° C in den Räumen, kann man nicht von kalt sprechen:

Mit Christinas Zucchini, original von Robert, gefüllte Peperoni, allerdings anstatt Sahne nur Olivenöl und mit ein paar Mozzarellawürfel überbacken.
Aber auch dieser Kuchen stand ganz hoch im Kurs.


 Torta salata con ricotta e pomodorini - Tomaten-Ricottakuchen

Zutaten für einen Tortenring von 24 cm:

Für den Teig:
  • 200 g Mehl
  • 100 g kalte Butter, in Scheiben geschnitten
  • Salz
  • etwas kaltes Wasser
Für die Fülle:
  • 500 g Ricotta
  • 2 Eier
  • 220 g blanchierte Mangoldstiele (mit dem Grün der Blätter wurden Spinatknödel gemacht)
  • 150 g milder Gorgonzola, entrindet
  • Salz
  • Pfeffer
  • Brotbrösel
Für den Belag:
  •  1/2 kg Kirschtomaten
  • Brotbrösel
  • getrockneter Origano
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
  1. Ich gebe alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel, zerdrücke die Butter kurz zwischen den Fingerkuppen und vermische so schon das Mehl mit der Butter. Dann knete ich den Teig rasch zusammen.
  2. Den Teig verteile ich in der ausgefetteten Kuchenform und stelle sie jetzt in den Kühlschrank.
  3. Ich gebe alle Zutaten der Fülle in bereits verwendete Schüssel, verrühre sie mit dem Handrührgerät mit den Schneebesen und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
  4. Ich wasche die Tomaten und halbiere sie.
  5. Ich heize den Backofen auf 200° C Heißluft vor.
  6. Ich nehme die Kuchenform aus dem Kühlschrank und streue etwas Brotbrösel in den Boden, verteile dann die Fülle darüber, streue nochmals Brotbrösel oben drauf, schichte die Tomatenhälften auf die Fülle, streue nochmals Brotbrösel und diesmal den Origano darüber, würze mit Salz und Pfeffer und träufle noch einen Faden Olivenöl darauf.
  7. Jetzt backe ich den Kuchen in der Mitte des Ofens 40 Minuten, bis der Kuchen gebräunt ist.
  8. Damit man ihn essen kann muss er noch einige Minuten auskühlen, danach hat man den vollen Genuss.     


Wer Gorgonzola nicht mag, der kann anstelle 2 Handvoll geriebenen Parmesankäse einrühren. 


07.05.12

Saumäßig gute Papardelle alle fave e ricotta


Die Saubohnen sind wieder da. In vielen Gegenden heißen sie dicke Bohnen, bei uns wird häufig der italienische Name "fave" verwendet. Momentan bietet sich die Kombination mit Spargeln an. Ich mag Spargeln in allen Variationen. Manchmal bekommt man Bruchspargeln, oder man läßt von einem Spargelbund extra ein paar übrig um dieses Gericht zu zubereiten. Fave haben einen sehr delikaten, wie der Spargel, etwas bitteren Nachgeschmack. Beides darf nicht übertönt werden und eigenständig mit seinem Geschmack durchkommen.
Im Garten habe ich sie noch nie gezogen. Wenn man so eine Bohne sieht, kann man sich vorstellen, wie groß die Staude sein muss und dafür habe ich einen zu kleinen Garten.
Wie man die Saubohne schält, blanchiert und wiederum schält, habe ich hier beschrieben. Es ist wichtig sie richtig zu verwenden, sonst wird das Ganze kein Genuss, sondern eine Verdruss.

Papardelle alle fave e ricotta, Papardelle mit Saubohnen und Ricotta

  • 400 g Papardelle/Eierteignudeln
  • 1 kg Saubohnen
  • 4 dicke Spargel
  • 200 g Ricotta
  • Zitronenabrieb
  • Olivenöl
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesankäse
  1. Meine Papardelle sind selbstgemacht. Den Teig mache ich immer so wie hier. Ich habe keine Vorrichtung Papardelle zu schneiden. Deshalb streue ich die ausgerollte Teigplatte mit Hartweizenmehl ein, lege sie ein paar mal zusammen und schneide sie mit dem Messer. Ich rolle den Teig erst später aus und stelle die Papardelle erst her, wenn der Rest schon zubereitet ist, weil ich die gekochten Nudeln sofort in die Pfanne mit dem Sugo gebe und sie vermische.
  2. Ich schäle den Spargel, schneide unten großzügig den Fuß ab und schneide sie in grobe Stücke.
  3. Ich erwärme Olivenöl in einer Pfanne und brate die Spargel etwas an, gieße dann die Gemüsebrühe dazu, salze und pfeffere alles, lege den Deckel auf und lasse die Spargel weich kochen.
  4. Die Saubohnen sind schon gepult, ich blanchiere sie, schrecke sie kurz mit kaltem Wasser ab und befreie sie von der inneren Haut.
  5. Die weichgekochten Spargel schütte ich in den Mixbecher und püriere sie. Danach kommt das Gemixte wieder in die Pfanne, die Ricotta wird eingerührt, die Saubohnen untergemischt und mit Salz und Pfeffer kräftig abgeschmeckt. Falls der Sugo zu trocken erscheint, gebe ich noch eine Schöpfer Nudelwasser dazu. 
  6. Jetzt stelle ich die Papardelle her, koche sie kurz in Salzwasser, das ich mit viel Zitronenabrieb aromatisiert habe, siebe sie ab, behalte aber auch hier für jeden Fall, eine Tasse Nudelwasser zurück.
  7. Ich mische die Nudeln mit dem Sugo, schaue ob ich das Nudelwasser noch brauche, und serviere sie dann mit gehobeltem Parmesankäse.  

Robert, wenn er nicht gerade Morcheln kocht, hat auch manchmal fave auf seinem Speiseplan:)

19.01.12

Etwas, was es früher nie gegeben hätte: Gnocchi di ricotta con cuori di carciofi

Die Artischocken-Zeit ist wieder da und somit einer meiner liebsten Jahreszeiten, wenn es nur ein bisschen wärmer wäre. Im chinesischen Sternzeichen muss ich Eidechse sein. Ich liebe die Wärme, speichere meine Energie im Sommer für den Rest des Jahres. Jetzt merke ich, dass meine Batterie  fast alle ist.
Ich habe erst als Erwachsene das erste Mal Artischocken gegessen. Ein so exotisches Gemüse gab es früher bei uns zu Hause nicht, vielleicht weil sie meiner Mutter völlig unbekannt waren, vielleicht weil wir zu viele waren, aber auch vielleicht weil es sie nicht zu kaufen gab. Eine größere Vielfalt an Lebensmittel, wie heute, hat es noch nie gegeben. Und trotzdem haben wir nicht schlecht gelebt, obwohl das Lebensmittel-Geschäft, in dem wir einkauften, nicht größer war als meine Küche und die ist nicht sehr groß.
Aber wir waren alle gut genährt, wie man auf diesem Bild sieht:

Auf diesem Foto fehlen noch zwei meiner jüngeren Geschwister, obwohl meine jüngste Schwester schon geboren war, aber wahrscheinlich war sie noch zu klein. Ich kann euch genau beschreiben, was hinter jedem Kopf von diesen Fünfen vorgeht:
Hinten links ist mein großer Bruder, der sich schon überlegt wie man das Gerät, mit dem die Aufnahme gemacht worden ist, in alle Einzelteile zerlegen könnte.
Neben ihm steht meine große, ernste Schwester. Sie muss als Vorbild fungieren. Wahrscheinlich steht unsere Mutter in der Ecke, in der sie hinschaut, um auf die Anweisungen zu achten, welche ihr gegeben werden.
Vorne links, das bin ich, ganz typisch für mich, mit den Händen in den Taschen. Ich denke mir: voll cool!
Daneben meine jüngere Schwester. Sie weiß nicht so recht was hier passiert und sucht sicher auch unsere Mutter, immer in der selben Ecke, oder denkt sich:"Wo ist das Vögelchen, von dem alle sprechen??"
Mein zweiter großer Bruder ist eher gelangweilt, er würde lieber was anderes machen und er weiß auch ganz genau was: der heißgeliebten Puppe seiner kleinen Schwester, die Schädeldecke zu kappen, um zu sehen, wie das mit den Schlafaugen funktioniert!!
Natürlich mußte man in einer neunköpfigen Familie auf vieles verzichten. Aber wir hatten so viel mehr, da war es nicht schlimm, dass es keine Artischocken gab.


So und jetzt zum heutigen Rezept:

Gnocchi di ricotta con carciofi auf gut deutsch Ricottagnocchi mit Artischockenherzen

Zutaten für 4 Personen:

  •  300 g Ricotta romana
  • 150 g Mehl
  • 2 Eigelbe
  • 20 g Parmesankäse, gerieben
  • 5 Artischocken, Mamme, wenn möglich 
  • eine handvoll entsteinte Oliven
  • 1 EL Kapern, in Essig gelegt
  • wenig frischen Thymian
  • ein Schuss Weisswein
  • bestes Olivenöl
  • Salz
  • frischen Pfeffer
  1. Ich setzt Wasser auf, bringe es zum Kochen und salze es.
  2. Ich streiche die Ricotta durch ein feines Sieb und mische das Mehl, die Eigelbe, den Parmesankäse und das Salz unter. Der Teig sollte ein wenig ruhen können.
  3. Ich teile den Teig in 6 Portionen und forme jede Portion in lange, schmale Stränge. Diese schneide ich in ca. 4 cm lange Rhomben und lasse sie sofort portionsweise, ins kochende Wasser gleiten.
  4. In einer beschichteten Pfanne erhitze ich Olivenöl, fische mit einer Schaumkelle die Gnocchi aus dem Wasser und röste sie bei moderater Hitze rundum goldgelb.
  5. Und hier kommt der Trick: inzwischen hat mir Norbert schon die Artischocken zugeputzt! Wie man das macht, kann man hier sehen.
  6. Ich schneide die Herzen in Spalten, erwärme in einer anderen Pfanne nochmals Olivenöl, und röste sie darin an. 
  7. Die Oliven schneide ich in grobe Stücke und streue sie, mit den abgetropften Kapern über die Artischocken. 
  8. Ich zupfe die Blättchen des Thymians (immer noch vom eigenen Anbau) in die Pfanne, gieße den Wein an und würze mit Salz und Pfeffer.
  9. Jetzt mische ich das Ganze mit den Gnocchi, träufle noch etwas Olivenöl darüber und fertig ist dieses, für mich als Kind gänzlich unbekanntes Zeugs, das ich nie und nimmer gegessen hätte.

01.06.10

Crostata ai frutti di bosco e ricotta

Wie übersetzt man crostata? Eine crosta ist eine Kruste. Dieser Kuchen wird mit einem Mürbteig zubereitet und nach dem Backen ist dieser Teig eine knusprige Hülle. Die Franzosen sagen Tarte dazu. Aber auf deutsch fällt mir kein passender Ausdruck ein.
Ich habe so einen Kuchen als Abbildung in einer Zeitschrift gesehen, aber es war kein Rezept dabei. Also habe ich mich ans Ausprobieren gemacht.
Ich muss sagen das Ergebnis war zufriedenstellend, so dass ich ihn jetzt schon das zweite mal gebacken habe.

Hier das Rezept:

Für den Mürbteig:
  • 330 g Mehl
  • 165 g kalte Butter
  • 165 g Staubzucker
  • 3 Eigelbe
  • Abrieb einer Bio-Zitrone

Für die Fülle:

  • 1 Glas Konfitüre, hier Waldbeeren, kann aber auch eine andere sein (450 g)
  • 300 g Ricotta romana
  • 2 Eigelbe
  • 70 g Zucker
  1. Ich heize den Backofen auf 170° Heißluft vor.
  2. Ich schütte das Mehl und den Zucker für den Mürbteig auf die Arbeitsfläche, bilde in der Mitte eine Mulde, reibe etwas Zitronenschale darüber und setzte die geschnittene Butter an den Rand. Ich verwende deshalb kalte Butter, da ich den Teig nach dem Kneten nicht solange kühlen muss und ihn relativ schnell weiter verarbeiten kann. Mit der kalten Butter geht das Kneten nicht viel langsamer als mit weicher.
  3. Ich fette die Kuchenform, welche ich verwende und später noch vorstelle, mit kalter Butter aus, nehme 150 g vom Teig und verteile den größeren Rest in der Kuchenform. Ich rolle den Teig etwas aus und versuche ihn in die Form zu bringen, was nicht einfach ist, da er sehr mürbe ist. Für den Rand rolle ich lange Stränge und drücke diese in die Seiten.
  4. Ich verteile die Marmelade auf dem Teig.
  5. Ich verrühre in einer Schüssel mit einem Teigschaber die Ricotta mit dem Zucker und den Eigelben und versuche diese Masse über der Marmelade so zu verteilen, dass man diese nicht mehr sieht, was mir nicht gelingt. Durch das verteilen, kommt immer wieder ein bisschen Marmelade zum Vorschein, ist aber weiter nicht schlimm.
  6. Ich rolle aus dem abgenommen Teig lange Stränge und bilde ein Kuchengitter. Außerdem gebe ich einen dünnen Strang um den Rand und drücke diesen mit einer Gabel an den bereits vorhanden Teig.
  7. Der Kuchen wird 45 Minuten in der Mitte des Ofens gebacken.

Wenn er abgekühlt ist, wird er noch mit Staubzucker bestäubt. Wenn mir manchmal jemand erzählt, er brauche keinen Kuchen zu backen, da ihn eh niemand isst, frage ich mich schon, was für einen "Plenten" da gebacken wird. Bei uns hält so ein Kuchen keine 5 Tage, dann er ist er weg.

Zu der Backform, die ich verwendet habe möchte ich noch kurz sagen, dass diese tolle Form die einzige ist, aus der ich diesen Kuchen unbeschadet herausbekomme. Der Boden liegt lose auf einem Rand und kann nach dem Backen mittels einer Erhöhung, auf der man den Kuchen stellt, heraufgehoben werden. Der Boden ist aus Email und somit schnitt-und kratzfest, also könnte man den Kuchen auch darauf schneiden.

Zu den übrigen Eiweißen gebe ich euch noch ein paar Tipps, damit ihr sie nicht wegwerfen müsst, wäre schade drum. Einmal hat Robert Stringozzi gemacht. Sie sind empfehlenswert. Petra hat einen Kuchen mit Eiweißen zubereitet und auch ich habe schon einmal den Schokoladenkuchen mit Eiweißen gepostet.

03.02.10

Lumaconi giganti, ripieni - Riesenschnecken, gefüllt


Solche Nudeln sind zum Füllen da! Für andere Gerichte wären sie viel zu groß und auch zu schade.


Im Süden Italiens hergestellt, auf traditioneller Weise, sind sie etwas besonderes. Man kann sie auf viele Arten füllen, immer mit Saisons-Gemüse und mit viel Fantasie.

Momentan steht Artischocken auf dem Speiseplan, einmal so, einmal anders. Wir machen momentan eine regelrechte Artischockenkur. Am gesündesten wären diese Blüten, wenn man sie roh essen würde. Hat sie schon einmal jemand roh in den Salat gehobelt? Etwas bitter sind sie dann, aber bestimmt nicht schlecht.

Meine Lobes-Hymnen würden nicht mehr enden, wenn ich nicht wüsste, dass ich ein Rezept zu tippen habe.



Aber ein Foto muss ich noch unterbringen. Ähnelt diese Blume nicht einer Tulpe?

Für diese Gericht wird bei 4 Personen benötigt:

  • 3 Artischocken

  • 1 Zitrone

  • 1/4 Zwiebel

  • 150 g Tomatensugo
  • 100 g Ricotta Romana

  • 100 g Caciotta

  • Olivenöl

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • Parmesankäse, gerieben
  1. Ich bringe reichlich Wasser zum Kochen, salze es dann und koche diese großen Nudel bis 2 Minuten vor der offiziellen Kochzeit. Ich schütte sie in ein Sieb und brause sie mit kaltem Wasser ab, damit sie nicht zusammen kleben.

  2. Ich putze die Artischocken, dass nur mehr die Herzen mit etwas Stängel übrig sind und lege sie sofort in Zitronenwasser. Hier könnt ihr sehen wie man das macht. Meine Hände sind auch dunkel. Ich reibe sie auch mit Zitronensaft sofort ab. Aber was solls, man sieht eigentlich nur, dass ich gearbeitet habe!

  3. Ich hacke die Zwiebel klein.


  4. In einem Topf erwärme ich Olivenöl, schneide die Artischocken in kleine Stücke, gebe sie zum Öl und röste sie bei milder Hitze.

  5. Dann kommt die gehackte Zwiebel dazu. Ich lasse sie dünsten, bis sie weich ist, dann schütte ich den Tomatensugo in den Topf, salze und pfeffere, schließe ihn und lasse den Sugo kochen, nur solange bis die Artischocken weich sind.

  6. Sobald der Sugo fertig ist, rühre ich die Ricotta unter.

  7. Den Käse schneide ich in kleine Würfel.

  8. Ich schalte den Backofengrill auf 220°.

  9. Jetzt ist etwas Fingerspitzengefühl angesagt, denn ich muss jede Nudel mit einem Kaffeelöffel, zuerst mit Sugo, dann mit ein paar Würfel Käse füllen und nebeneinander in eine feuerfeste Form schichten.

  10. So das hätten wir auch und nun noch Parmesankäse darüberstreuen.

  11. Ich schiebe die Form in die 3. Ebene von unten und lasse die Schnecken aber nie aus den Augen, denn so starke Hitze kann schnell unwiderrufliche Folgen haben. Was würden wir dann zu Mittag essen??

Es gäbe noch so viele gute Rezepte mit Carcioffi. Vielleicht landet das eine oder andere ja noch hier? Wer weiß?
Wenn ihr diese Nudeln nicht findet macht ihr einen Pasticcio draus, mit andere Nudeln.

15.10.09

Kürbis Gnocchi

Der Herbst ist eingezogen! Letzte Woche sind wir noch in kurzen Hosen und T-Shirt herumgelaufen. Heute haben wir das erste Mal eingeheizt. Ich habe meinen ersten Schnupfen. Aber das hält mich vom Kochen nicht ab.
Kürbisse habe ich bis heute erst einen einzigen aus dem eigenen Garten geerntet. Ich muß erst die richtige Stelle finden, an der ich ihn plazieren kann. Ich habe auch keine Ahnung, ob er viel Wasser braucht, oder kommt er mit wenig aus? Vielleicht gibt es eine gute Fee, die mir einen Rat geben kann.
Kürbisse gibt es auch zu kaufen. An dem soll es nicht scheitern. Was hätte ich denn früher getan, als ich noch keinen Garten hatte!
Welcher Kürbis schmeckt am Besten? Das ist eine gute Frage. Ich mag immer noch und nach langem Probieren den Butternut am Liebsten.
Wenn ich dann einen zu Hause habe, muß ich ihn immer ein paar Tage zur Deko irgendwo stehen haben, damit sich mein Auge an ihn ergötzen kann. Sie sind so schön und wer weiß vielleicht verwandelt sich einer doch mal in die Kutsche der Cinderella. Obwohl ich da dann schon eher die Rolle der Stiefmutter übernehmen müßte und das will ich dann auch nicht. Deshalb koche ich ihn schnell und bleibe mit den Füßen auf dem Boden.

Zutaten für 4 Personen:

  • 750 g geschältes und entkerntes Kürbisfleisch
  • 150 g Ricotta romana
  • 150 g Mehl
  • 100 g Parmesankäse, gerieben

  • 1 1/2 Ei

  • 1 TL Kürbiskernöl

  • Salz
  • Parmesankäse, gerieben

  • 2 EL Kürbiskerne

  • Butter

Backofen, wenn möglich mit Heißluft auf 200° vorheizen.

Kürbis in Spalten schneiden.

Kürbisfleisch auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Backofen 25 Minuten butterweich dünsten. Es sollte auch etwas angeröstet sein. Etwas abkühlen lassen.

Fein passieren und mit der Ricotta romana, Mehl, Parmesankäse, Ei, Salz und dem Kürbiskernöl vermengen. Es wird eine schöne homogene Masse.

Mit Hilfe zweier Teelöffel Gnocchi formen und ins kochende Salzwasser geben; wenn sie an der Oberfläche erscheinen, mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausnehmen.

Die Kürbiskerne in einem Cutter nicht ganz fein hacken und in zerlassener Butter anrösten.

Mit Parmesankäse und der Kürbiskernbutter sofort servieren.

Ich sage euch, sie zergehen einem auf der Zunge. Übrig geblieben ist noch nie etwas.
Heute gibt es Minestrone mit Speck, Ceci (Kichererbsen) und Nudeln. Für euch vielleicht das nächste Mal.