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13.01.15

Küchenhelfer beim Pizza backen

Bei Familie Felder gibt es schon seit Jahren mindestens jede zweite Woche Pizza, wenn nicht jede Woche. Manchmal gibt es auch Flammkuchen wie bei Micha. Sie nennt es zwar Pizza, für mich ist es eher ein Flammkuchen :) Schmeckt auch sehr gut.

Man wäre geneigt zu sagen, das sei langweilig. Aber es gibt so viele verschiedene Pizze*, dass es auch hier eine ganz schöne Abwechslung geben kann.

Anfangs gab es Pizza nur mit weißem Weizenmehl, dann begann ich Vollkornmehle darunter zu mischen. Heute verwende ich meistens Dinkelmehle, sehr wenig Hefe, manchmal "lievito madre", wie es mir gerade in den Sinn kommt.

Auf die Pizza drauf kommt was gerade vorrätig ist. Etwas gibt es immer: Gemüse, scharfe Salami, Schinken, Rohschinken, Oliven, Zwiebelringe, Steinpilze, sehr selten Thunfisch, Chilis, Kapern.....

Im Laufe der Jahre änderte ich immer wieder die Art Pizza zu backen. Vom normalen Backblech kam ich auf den Backstein. Dort konnte ich allerdings immer nur eine Pizza backen.

Deshalb wurden dann irgendwann runde Bleche angeschafft, für jeden eines, denn mittlerweile sind  wir mit Anhang 5 Erwachsene. Auch bei den Blechen gibt es Unterschiede. Das Blech auf dem Foto hat Löcher, damit der Teig von unten auch knusprig gebacken wird und funktioniert sehr gut.

Die Pizza auf ein Brett herausgelegt und mit dem Pizzaschneider zerlegt ist auch eine flotte Sache.
Mein Problem war allerdings immer: Wie backe ich mehrere Pizze in einem normalen Haushalts-Backofen? Bleche und Gitter wurden eingeschoben. Die Bleche nahmen den darunter platzierten Pizze die Hitze und es war jedes Mal ein Lotteriespiel.

Beim Studieren des letzten Kataloges von Firma Kaiser, welche Back-Utensilien vertreibt, fiel mir ein Gerät auf, das mir sofort gefiel: ein Universal-Backformständer. Er musste her!

Und so sieht er aus:


Er ist zusammenklappbar, was zum Verstauen extrem praktisch ist. Ich kann bis zu 5 Pizze einschieben. Mit Heißluft und mit der höchsten Hitze sind die Pizze bald gebacken.






















Was ich allerdings tue, wenn unser Junior auch mit Freundin kommt und ich 6 Pizze backen sollte, weiß ich noch nicht :)

*Im Italienischen ist die Mehrzahl von "pizza" ganz einfach "pizze". In deutscher Sprache wird oft Pizzas oder Pizzen verwendet.

16.12.14

KitchenAid Artisan zum Weihnachtspreis

Ich zähle ein paar Vorteile dieser Super-Maschine auf:
  • Mit ihren 300 W hat sie eine Leistungskraft, die sich sehen lassen kann, da der Motor mit Zahnrädern angetrieben wird, nicht mit einem Keilriemen.
  • 1,2 kg Mehl schafft sie ohne Probleme.
  • 12,7 kg schwer, hat sie den Vorteil, dass sie sich auch bei schweren Teigen nicht einen Millimeter bewegt.
  • "Ausbaumöglichkeiten" in jeder Hinsicht.
  • Super-Service, sollte es irgendwelche Probleme geben.
  • Vom schönen Design ganz zu schweigen!!
Momentan gibt es auf lagernde Modelle folgende Angebote:

Küchenmaschine Artisan 300 W mit Nudelaufsätzen 3 teilig  
€ 778,00    € 639,00

oder Küchenmaschine Artisan 300 W                                       
 € 619,00    € 559,00

15.12.14

Lammfleisch-Burger

Eine liebe Freundin hat mir eine Gewürzmischung aus Griechenland mitgebracht, ein "Mix for Burger". Die Mischung enthält Origano, Pfeffer, Kümmel, getrockneter Knoblauch und Koriander.

Wir haben einige Kilo Lammfleisch gekauft und da ich selbst einen Fleischwolf habe, ist es kein Problem selbst Faschiertes herzustellen.

Natürlich kann man auch gemischtes Faschiertes kaufen und dieselben Burger damit zubereiten.


Lammfleisch-Burger

Zutaten für 4 Personen:
  • 800 g Lammfleisch in kleine Stücke geschnitten
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2 EL Brotbrösel
  • 2 TL Gewürzmischung
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Öl zum Braten
  1. Als erste schäle und wasche ich Zwiebel und Karotte, schneide beides in gröbere Stücke.
  2. Ich faschiere das Fleisch zwei mal durch den Wolf, gebe auch Karotte und Zwiebel in den Fleischwolf, der mir alles "aufhächselt".
  3. Ich mische die Brotbrösel , die Gewürzmischung und Salz und Pfeffer unter und knete das Fleisch ordentlich durch, dann forme ich kleine "Fleischkrapflen", wie sie bei uns heißen.
  4. Ich erhitze die Stahlpfanne, verteile das Öl mit dem Silikonpinsel und lege die Krapflen ein, reduziere die Hitze, sonst brennen sie mir an und brate sie von beiden Seiten, bis sie schön braun sind. Dann mache ich noch ein Sößchen dazu.

Dazu gab es Kartoffelpüree und eine Salatkreation unseres Sohnes, rohes Blaukraut und Äpfel fein gehobelt, angerichtet mit Essig, Salz und Olivenöl und zum Schluss mit Parmesanspänen verfeinert.

05.12.14

Kartoffelgnocchi mit Alligator

Heute ist "Krampustag". Norbert und ich zittern schon :) Abends wenn der Umzug vor unserem Geschäft vorbei zieht, geben wir jedes Jahr Ängstlichen Schutz und man weiß, dass die Krampusse bei uns nicht herein dürfen. Das wäre wie ein Elefant im Porzellanladen. Ich höre schon die Glocken schellen.

Bei uns wird immer noch mit Freude gekocht, so wie immer, nur um das Fotografierte ins Netz zu stellen, ist manchmal keine Zeit.





























Robert hat ihn und ich bin seit kurzer Zeit auch stolze Besitzerin eines Alligators. Ein Maul hat er auch und er zerkleinert Gemüse, dass es eine Freude ist. Wir haben jetzt schon einige verkauft und haben nur positive Rückmeldungen.

Kleine Würfel zu schneiden, z.B. für die Gerstsuppe, für das Chutney, für Apfelgelee mit Apfelwürfelchen, ist kein Problem mehr. Sogar in Scheiben geschnittenes Kürbisfleisch schafft er.

Robert meint, das Gerät wäre nichts für zarte Frauenhände. Da kennt er uns Frauen schlecht. Ob in Hartplastik oder Stahl, das Schneideteil ist immer dasselbe. Nur ist der Preis ein anderer :)

Ich habe Gemüse für meine Kartoffelgnocchi geschnitten und noch ein paar Blättchen Rosenkohl hinein geschmuggelt.

Bei hartem Gemüse geht immer nur eine Scheibe.












Für ganz Penible: alle Würfelchen exakt in derselben Größe.



Kartoffelgnocchi mit Gemüsewürfelchen

Zutaten für 2 Personen:

Die Hälfte des Kartoffelteiges wie hier beschrieben

Für die Würfelchen:

  • 1 Karotte
  • 1/2 Lauch
  • 1/2 kleinere Zwiebel
  • einige Rosenkohlblätter
  • 1 grüner Chili (war nicht sehr scharf)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1.  Ich bereite einen Kartoffelteig zu wie bei all meinen Rezepten für Gnocchi, stelle auch gleich Wasser auf um sie zu kochen.
  2. Ich putze das Gemüse und hoble die Karotte in gleich dicke Scheiben. Den Lauch schneide ich in 7 cm lange Stücke.
  3. Ich drücke die Scheiben der Karotte, die auseinander gelegten Blätter des Lauches, den halbierten Chili, allerdings mit der Hautseite nach unten und die Zwiebel hintereinander durch die Schneidevorrichtung des Alligators. 
  4. Die Rosenkohlblättchen wasche ich und schneide sie in Streifchen.
  5. In wenig Olivenöl dünste ich das Gemüse weich, dafür gebe ich auch nach kurzer Zeit ein wenig Wasser dazu und würze mit Salz und Pfeffer.
  6. Den Kartoffelteig teile ich in gleichgroße kleine Stücke und drehe sie zu kleine Schupfnudeln, lasse sie portionsweise sofort ins kochende Salzwasser gleiten und schöpfe sie sobald sie an die Oberfläche kommen mit dem Schaumlöffel in das Gemüseragout.
  7. Nochmals in der heißen "Sauce" geschwenkt und das Gericht ist fertig.

23.10.14

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Gefüllte Spitzpaprika

Ich nicht! Man hört allerhand Schauergeschichten über den Fleischwolf. Nichtsdestotrotz habe ich schon sehr lange einen solchen. Früher das altbewährte Modell, seit ich die KitchenAid besitze, den dazugehörigen.

Es ist wie mit dem Schnellkochtopf. Da ist einmal jemandem ein Missgeschick passiert, meistens waren die Beteiligten nicht ganz unschuldig, da sie den Topf mit Gewalt öffneten, und dann hört man solche Horrorgeschichten jahrzehntelang. Seit 30 Jahren lassen sich gute Schnellkochtöpfe nicht unter Druck öffnen.

Der Hals dieses Fleischwolfes ist viel zu lang um mit den Händen, nicht einmal mit einem Finger in die Spirale, welche für den Weitertransport der Speisen verantwortlich ist, zu geraten.

Wir kaufen sehr gerne Bio-Fleisch vom Bauern. Ein Fleischwolf ist da ein muss. Auch wenn ich beim Metzger Fleisch kaufe, zum Beispiel um Würste herzustellen, dann faschiere ich mir das Fleisch immer selbst.

Ich entscheide, wie viel Fett in die Wurst kommt und mische die verschiedenen Fleischsorten schon während des Faschierens. Am Besten lässt sich Fleisch verarbeiten, wenn es in nicht zu große Würfel geschnitten und ein bisschen angefroren ist.

Noch ein Vorteil: ich kann jedes kleinste Stück Fleisch faschieren, sogar Hühnerfleisch.

Ich habe im Frühjahr zu spät Spitzpaprika gesät. Die Pflanzen sind zwar prächtig gewachsen, aber bis die Früchte daran hingen, war es schon fast zu kühl, der Tag zu kurz, damit sie noch reifen hätten können.

Jetzt habe ich schöne, allerdings grüne Spitzpaprika an den Stauden hängen. Ein grüner Paprika, wir sagen ja Peperoni dazu, ist immer ein unreifer Paprika.

Ich verkoche aber alles was aus dem Garten kommt. Ein Stückchen Hühnerfleisch war noch übrig und wir waren nur zu zweit. Da passte die Menge perfekt und ich probierte etwas Neues aus. 

Spitzpaprika, gefüllt mit Hühnerfleisch

Zutaten für 2 Personen:
  • 5 Spitzpaprika
  • 100 g Hühnerbrust, von Knorpeln befreit
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Chili, hier gelb (Lemon Drop)
  • 1 EL Brotbrösel
  • 1 kleines Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstes heize ich den Backofen auf 200°C Heißluft vor.
  2. Ich schneide von den gewaschenen Paprika nur den Stielansatz weg und höhle ihn mit einem spitzen, langen Messer aus.
  3. Ich putze die Karotte, den Chili wasche ich und schneide auch hier nur den Stielansatz weg.
  4. Das Hühnerfleisch schneide ich in Würfel.
  5. Ich faschiere das Fleisch, die in Stücke geschnittene Karotte und den Chili. Schafft er ohne Probleme. Damit auch alles aus dem Fleischwolf herauskommt, lasse ich noch etwas altes Brot durchlaufen. Später, wenn ich ihn putze, sehe ich, dass wirklich nur mehr Brot in der Spirale hängt.
  6. Ich gebe die restlichen Zutaten in die Schüssel zum Fleisch, würze mit Salz und Pfeffer, verknete alles und fülle die Spitzpaprika mit der relativ feuchten Masse.
  7. Die gefüllten Paprika lege ich in eine feuerfeste Form, schütte ca. 1/2 l Wasser dazu, würze mit der selbstgemachten Gemüsepaste und schiebe die Form für 20 Minuten in den Backofen.
Dazu gibt es Cous-Cous, so wie ich ihn immer mache. Cous-Cous und Gemüsebrühe waren die perfekten Begleiter zu den Paprika.