Posts mit dem Label Zwiebeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zwiebeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22.06.18

Bunter Kartoffelsalat

Es ist wieder einmal Sommer. Ich warte immer sehr darauf. Ich liebe die langen Tage, im Freien essen, wenig Kleidung, ganz einfach "chillen". Auch die kalte Sommer-Küche ist mir angenehm.

Nach dem Urlaub ist der Kühlschrank fast leer. Aber mit einem Einkauf von einer roten Paprika in der Bioecke gegenüber ist schon alles da für den Salat.

24.05.18

Jedem Volk seine Teigtaschen: polnische Piroggen

Neulich kam ich mit meinem polnischen Arbeitskollegen Kasimir über die Nationalspeisen seines Landes zu sprechen. Zwei Gerichte fielen ihm sofort ein: Borschtsch und Piroggen. Meine Neugier war geweckt!

Piroggen interessierten mich und ich fand auch mehrere Rezepte. Ich fragte Kasimir, welchen Quark ich verwenden sollte? Seiner Meinung nach wäre keiner der hierzulande käuflich zu erstehenden Quarksorten dafür geeignet. Er bekäme Quark aus Polen und er würde mir einen vorbeibringen.

29.10.15

Gemüseallerlei


Heute habe ich ein schnelles Gericht, ein gutes und gesundes Essen. Was will man mehr? Außerdem eignet es sich vortrefflich zum Verbrauch für verschiedene Gemüsesorten und man kann es zu jeder Jahreszeit zubereiten, da man saisonales Gemüse verwenden kann.

Da wir zurzeit nur zu zweit zu bekochen sind und mein Garten immer noch allerhand hervorbringt, muss ich schauen, dass ich das Gemüse verkoche, bevor es verdirbt.
Wie gesagt, heute gibt es das Gericht mit diesem Gemüse, ein anderes Mal in einer ganz anderen Kombination.

28.04.15

Kolterer Plent mit Peperonata - So sogn holt mir's























"Plent" ist so ein Wort wie "Schmarren". Man kann einen "Plentn" daherreden, also nichts Gescheites. Plent heißt bei uns aber auch die Polenta.

Dass es Kalterer Polenta gibt, hatte ich nicht gewusst. Eine nette Teilnehmerin meiner Kochkurse überraschte mich mit einer Packung, sehr zur Freude meines Mannes.

Der Kalterersee ist bekannt für seinen Vernatsch. Wer weiß vielleicht irgendwann einmal auch wegen seines Polentamehls.

Bei uns gibt es vom Vinschgau übers Etschtal, bis Bozen fast nur Apfelbäume. Danach kommen die Weinäcker des Überetsch, also Monokulturen, mit allen Vor- und Nachteilen, die sie mit sich bringen.

Ich kann es auf jeden Fall nur begrüßen, wenn sich Bauern dafür entscheiden, andere Wege zu gehen, wie dieser Bauer, der sich in Kaltern ein "Tirgfeld" angelegt hat. Ich hoffe für ihn, dass es sich lohnt, denn dann macht es vielleicht Schule und wir bekommen wieder eine gewisse Vielfalt in unserem Land.

Es ist ein grobes Polentamehl und sehr gut im Geschmack.























Wie ihr bereits wisst, koche ich Polenta immer im Schnellkochtopf, so auch diesen. Dazu gab es Peperonata und Mangold.


    Kalterer Plent mit Peperonata

Zutaten für 4 Personen:

Für die Polenta:
  • 1 Liter Wasser (für einen 3l Topf reicht dies, sollte ein 4,5 l Topf verwendet werden, unbedingt eine Tasse mehr Wasser nehmen, sonst brennt die Polenta an)
  • 250 g Polentamehl
  • Salz
Für die Peperonata:
  • 4 Peperoni, rot
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 g Tomatensugo
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  1. Ich stelle das Wasser im Schnellkochtopf zum Kochen auf und sobald es das tut, salze ich es und streue die Polenta unter ständigem Rühren ein, schließe den Topf sofort und lasse ihn unter Druck gehen.
  2. Sobald das Ventil den zweiten Ring zeigt, schalte ich klein, damit der Druck stabil bleibt und messe ab dem Punkt die Zeit. 10 Minuten muss das Ventil so bleiben. 
  3. Ich putze die Peperoni, schneide sie in kleine Stücke und lasse sie solange in wenig Olivenöl anschwitzen, bis sie zu rösten beginnen.
  4. Ich schäle die Zwiebel, schneide sie in Ringe, gebe sie ebenfalls in die Pfanne und röste sie mit.
  5. Ich rühre den Tomatensugo ein, würze mit Salz und Pfeffer, lege den Deckel auf und lasse die Peperonata solange kochen, bis die Polenta fertig ist.
  6. Inzwischen ist die Polenta gegart. Ich stelle den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über ca. 1/3 des Deckels laufen. Das Ventil geht sofort herunter.
  7. Ich rühre die Polenta kräftig um und serviere sie mit der Peperonata und dem Grünzeug.

16.03.15

Reisehunger von Nicole Stich - Dubai

Das neue Kochbuch "Reisehunger" von Nicole Stich besticht. Sie führt uns auf eine kulinarische Reise in unterschiedliche Länder, auf unterschiedlichen Kontinenten.

Von acht Destinationen habe ich selbst vier bereist und die weiteren vier werde ich wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen nie sehen.

Aber wie so schön Angharad Price in ihrem wunderschönen Buch "Das Leben der Rebecca Jones" ihre Heldin erläutern lässt, ist es auch möglich im Kopf zu reisen.

Mit dem Hauch der jeweiligen Küche in der Nase, fällt das noch einmal leichter.

Als erstes ging unsere Reise nach Dubai. Nicht dass mich das Land der Extreme am Meisten interessieren würde, nein, es waren die Rezepte, welche mich sofort ansprachen

Das einzige Problem waren die Gewürzmischungen. Solche Kostbarkeiten sucht man bei uns vergebens. Da ich jedoch eine ziemliche Sammlung an einzelnen Gewürzen habe, mischte ich sie mir so gut es ging selbst zusammen.

Da unsere Familie Gewürze sehr liebt, war es nicht schwer, sich von den Gerichten begeistern zu lassen.

Und wie schon in ihrem ersten Kochbuch mit dem selben Namen wie ihre Internetseite merkt man sofort, dass Nicole sehr genau ist in ihren Angaben und Erklärungen. Für Anfänger ein Muss, sonst verwurschtelt sich jemand schnell in den Erläuterungen, für alte Hasen wie mich angenehm.

Das Layout ist einer jüngeren Generation angepasst, was in Ordnung ist.
Es sind durchwegs Rezepte für jeden Tag, welche jedoch ohne weiteres auch bei Einladungen präsentiert werden können.

Und nun reisen wir gemeinsam nach Dubai und lassen uns von den Gerüchen der orientalischen Gewürzvielfalt betören.

Scharfes Lamm auf süßem Cous-Cous

Zutaten für 4 Personen:

Für die Lammspieße:
  • 600 g Lammschulter ohne Fett und Sehnen
  • 1 EL Ras-el-Hanout (selbstgemischt, wird unten beschrieben)
  • Salz
  • 5 EL Olivenöl
Für den Cous-Cous:
  • 250 g Cous-Cous
  • 375 g Wasser
  • 2 EL Butter (habe ich weggelassen)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 6 Trockenpflaumen
  • 50 g Rosinen
  • 40 g Pinienkerne (ich: Menge halbiert, reicht aus)
  • 1 TL Zimt
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 1/2 EL Aprikosenmarmelade (wurde von mir weggelassen)
Wer mag kann noch Naturjogurt dazu reichen.
  1. Für Ras-el-Hanout mische ich je eine Prise von den gemahlenen Gewürzen zusammen, welche ich, von den für die Mischung vorgesehen Gewürzen, selbst vorrätig habe: schwarzer Pfeffer, Muskatblüte, Zimt, Ingwerpulver, Anis, Lorbeer, Kardamom, Chili, Piment, Muskat, Nelken, Kurkuma.
  2. Das Lammfleisch schneide ich in mundgerechte Stücke, mische sie in einer Schüssel mit de r Gewürzmischung und den restlichen Zutaten und lasse sie ein wenig marinieren. Danach ziehe ich das Fleisch auf Spieße.
  3. Den Cous-Cous koche ich wie hier.
  4. Die Zwiebeln schäle ich und schneide ihn in Spalten. 
  5. Trockenpflaumen waren schon entsteint. Ich schneide sie nur mehr kleiner.
  6. Ich erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und röste den Zwiebel bis er gebräunt ist. 
  7. Ich gebe Pflaumen, Rosinen, und Zimt dazu und ganz zum Schluss die Pinienkerne, damit diese nicht zu stark bräunen.
  8. Ich erhitze die Grillpfanne und brate die schon fetten Spieße rundum scharf an.
  9. Ich mische den Cous-Cous unter die Trockenfrüchte und serviere ihn mit den Lammspießen.
Eine wunderbare Kombination!

Gleich am übernächsten Tag gab es diese Currypfanne. Steht dem vorherigen Rezept in Nichts nach.

Ebenfalls aus Dubai: Hähnchen-Currypfanne.

15.12.14

Lammfleisch-Burger

Eine liebe Freundin hat mir eine Gewürzmischung aus Griechenland mitgebracht, ein "Mix for Burger". Die Mischung enthält Origano, Pfeffer, Kümmel, getrockneter Knoblauch und Koriander.

Wir haben einige Kilo Lammfleisch gekauft und da ich selbst einen Fleischwolf habe, ist es kein Problem selbst Faschiertes herzustellen.

Natürlich kann man auch gemischtes Faschiertes kaufen und dieselben Burger damit zubereiten.


Lammfleisch-Burger

Zutaten für 4 Personen:
  • 800 g Lammfleisch in kleine Stücke geschnitten
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2 EL Brotbrösel
  • 2 TL Gewürzmischung
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Öl zum Braten
  1. Als erste schäle und wasche ich Zwiebel und Karotte, schneide beides in gröbere Stücke.
  2. Ich faschiere das Fleisch zwei mal durch den Wolf, gebe auch Karotte und Zwiebel in den Fleischwolf, der mir alles "aufhächselt".
  3. Ich mische die Brotbrösel , die Gewürzmischung und Salz und Pfeffer unter und knete das Fleisch ordentlich durch, dann forme ich kleine "Fleischkrapflen", wie sie bei uns heißen.
  4. Ich erhitze die Stahlpfanne, verteile das Öl mit dem Silikonpinsel und lege die Krapflen ein, reduziere die Hitze, sonst brennen sie mir an und brate sie von beiden Seiten, bis sie schön braun sind. Dann mache ich noch ein Sößchen dazu.

Dazu gab es Kartoffelpüree und eine Salatkreation unseres Sohnes, rohes Blaukraut und Äpfel fein gehobelt, angerichtet mit Essig, Salz und Olivenöl und zum Schluss mit Parmesanspänen verfeinert.

05.12.14

Kartoffelgnocchi mit Alligator

Heute ist "Krampustag". Norbert und ich zittern schon :) Abends wenn der Umzug vor unserem Geschäft vorbei zieht, geben wir jedes Jahr Ängstlichen Schutz und man weiß, dass die Krampusse bei uns nicht herein dürfen. Das wäre wie ein Elefant im Porzellanladen. Ich höre schon die Glocken schellen.

Bei uns wird immer noch mit Freude gekocht, so wie immer, nur um das Fotografierte ins Netz zu stellen, ist manchmal keine Zeit.





























Robert hat ihn und ich bin seit kurzer Zeit auch stolze Besitzerin eines Alligators. Ein Maul hat er auch und er zerkleinert Gemüse, dass es eine Freude ist. Wir haben jetzt schon einige verkauft und haben nur positive Rückmeldungen.

Kleine Würfel zu schneiden, z.B. für die Gerstsuppe, für das Chutney, für Apfelgelee mit Apfelwürfelchen, ist kein Problem mehr. Sogar in Scheiben geschnittenes Kürbisfleisch schafft er.

Robert meint, das Gerät wäre nichts für zarte Frauenhände. Da kennt er uns Frauen schlecht. Ob in Hartplastik oder Stahl, das Schneideteil ist immer dasselbe. Nur ist der Preis ein anderer :)

Ich habe Gemüse für meine Kartoffelgnocchi geschnitten und noch ein paar Blättchen Rosenkohl hinein geschmuggelt.

Bei hartem Gemüse geht immer nur eine Scheibe.












Für ganz Penible: alle Würfelchen exakt in derselben Größe.



Kartoffelgnocchi mit Gemüsewürfelchen

Zutaten für 2 Personen:

Die Hälfte des Kartoffelteiges wie hier beschrieben

Für die Würfelchen:

  • 1 Karotte
  • 1/2 Lauch
  • 1/2 kleinere Zwiebel
  • einige Rosenkohlblätter
  • 1 grüner Chili (war nicht sehr scharf)
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1.  Ich bereite einen Kartoffelteig zu wie bei all meinen Rezepten für Gnocchi, stelle auch gleich Wasser auf um sie zu kochen.
  2. Ich putze das Gemüse und hoble die Karotte in gleich dicke Scheiben. Den Lauch schneide ich in 7 cm lange Stücke.
  3. Ich drücke die Scheiben der Karotte, die auseinander gelegten Blätter des Lauches, den halbierten Chili, allerdings mit der Hautseite nach unten und die Zwiebel hintereinander durch die Schneidevorrichtung des Alligators. 
  4. Die Rosenkohlblättchen wasche ich und schneide sie in Streifchen.
  5. In wenig Olivenöl dünste ich das Gemüse weich, dafür gebe ich auch nach kurzer Zeit ein wenig Wasser dazu und würze mit Salz und Pfeffer.
  6. Den Kartoffelteig teile ich in gleichgroße kleine Stücke und drehe sie zu kleine Schupfnudeln, lasse sie portionsweise sofort ins kochende Salzwasser gleiten und schöpfe sie sobald sie an die Oberfläche kommen mit dem Schaumlöffel in das Gemüseragout.
  7. Nochmals in der heißen "Sauce" geschwenkt und das Gericht ist fertig.

07.11.12

Studentenfutter: Spatzlen, überbacken


Vom Studieren bekommt man oder frau Hunger. Warum es genau Spatzlen sein müssen, weiß mein "Spatz". Außerdem ist es ein sehr günstiges Essen, relativ schnell zubereitet, kein großer Aufwand und sehr wandlungsfähig. Dann möchte ich noch klarstellen, dass meine im eigenen "Studio" hergestellten Spatzlen  von mir selbst zubereitet worden sind und kein einziger Spatz ist erschwindelt.
Ich weiß, ich weiß, bei vielen heißen selbige nicht Spatzlen sondern Knöpfli. Bei uns heißt das alles Spatzen, ähh...Spatzlen, wie könnte es anders sein. Das einzige was man, für diese Spatzlen, außerhalb der normalen Küchenutensilien besitzen muss, ist ein Spatzelhobel.
Um ein Hauptgericht daraus zu machen habe ich einiges darüber verteilt und kurz in den Ofen geschoben, wie zum Beispiel Kräuter. Ein Student besitzt solche wahrscheinlich nicht, aber das soll kein Hindernis sein, man kann sich welche in Töpfen kaufen und hat eine Weile seine Freude damit, auch wenn kein sonnenbeschienener Fenstersims vorhanden ist. Licht und Wasser halten solche Pflanzen lange am Leben. Anfänglich würde ich zu Salbei und Rosmarin raten. Basilikum ist eine Pflanze die viel Wärme und vielleicht auch Sonne bräuchte. Schnittlauch bekommt man häufig als kleines Bündel zu kaufen. Wenn ich nur einen Teil verwende, stelle ich den Rest mit den Schnittstellen in ein Glas Wasser, dann bleibt es eine Weile frisch und ich brauche ihn z.B. für den Salat oder für Frittaten auf.

Hier habe ich Schnittlauch in Röllchen und wenig Salbei fein geschnitten, Rosmarin kommt noch dazu. 

Spatzlen, überbacken

Zutaten für 2 Personen:

Für den Teig:
  • 170 g Weizenmehl
  • 10 g Butter
  • 2 Eier
  • 65 g Wasser
  • 1/2 TL Salz
Sonst noch:
  • 1 rote Zwiebel
  • gehackte, frische Kräuter
  • geriebener Parmesankäse, oder ein Reste von aufzubrauchendem Käse
  • 30 g Butter
  • Salz
  1. Du nimmst eine Pfanne, groß genug um später darin auch die Zwiebeln anzurösten und lässt die Butter für den Teig darin schmelzen.
  2. Du wiegst das Mehl in die Rührschüssel, gibst alle anderen Zutaten dazu und verrührst mit dem Handrührgerät und den Rührbesen alles klümpchenfrei. Das geht auch mit dem Kochlöffel, braucht halt ein bisschen länger. 
  3. Dann lässt du den Teig ein wenig stehen, damit das Mehl quellen kann, der Teig wird weicher und homogener.
  4. Inzwischen stellst du Wasser auf den Herd. Du wählst den Topf weit genug, damit alle Löcher des Spatzelhobels über dem Wasser sind und du später den Teig nicht über den Rand hobelst. Dafür eignet sich auch ein Schnellkochtopf, er wird dann in diesem Moment nicht als solches genutzt aber wer sagt, dass ein Schnellkochtopf nicht als normaler Kochtopf verwendet werden kann. Wenn der Deckel aufgesetzt wird, dann kocht das Wasser viel schneller. Der Deckel vom Schnellkochtopf wird nicht komplett verschlossen, nur aufgelegt.
  5. Die  Zwiebel schälst du und schneidest sie in feine Ringe. Das geht auch mit einem Hobel.
  6. Dann gibst du etwas von der Butter in die schon benutzte Pfanne und röstest die Zwiebelringe solange im Fett, bis sie ein bisschen knusprig sind.
  7. Sobald das Wasser kocht, salzt du es und gibst einen Teil des Teiges in den Schlitten des Hobels und hobelst die erst Portion ins Wasser. Rühre ab und zu die Spatzlen im Wasser um, damit es nicht ein Klumpen wird. Die gesamte Teigmenge kannst du hintereinander ins Wasser hobeln, da sie nicht sehr groß ist. Solltest du die Menge verdoppeln, dann musst du mit einem Schaumlöffel ab und zu Spatzlen in ein auf einem Teller stehendes Sieb, abschöpfen.
  8. Du läßt die Spatzlen im Wasser aufkochen und siebst sie dann ab. 
  9. Du gibst alle Spatzlen in eine feuerfeste Form, verteilst die Zwiebeln darauf, streust die Kräuter darüber und reibst soviel Käse darüber, wie es dir schmeckt.
  10. Nun schmilzt du die restliche Butter und schüttest sie über die Spatzlen.
  11. Du stellst die Spatzlen dicht unter den heißen Backofengrill, dann braucht es nicht lange und sie sind schon gebräunt. Sonst schaltest du den Ofen auf die höchste Stufe Heißluft und lässt sie so bräunen, was ein bisschen länger dauern wird. Mit Mikrowelle kenne ich mich nicht so aus, geht aber sicher auch.     
Man könnte auch gedämpftes Gemüse unter die Spatzlen mischen, gerösteten Speck, in Scheiben geschnittene, geröstete Wurst... und dann mit Käse und Butter überbacken. Oder man macht sie als Beilage zu Gulasch, das ich nächstens posten werde:)
Es gibt hier auch noch eine andere Variante Spatzlen: Mangold-Spatzlen.

08.03.10

Focaccia, Sfincione und all diese Brote mit Belag

Es gibt viele Brote mit Belag in Italien. Nicht mit belegten Broten zu verwechseln, das ist wieder etwas ganz anderes.
Wer einmal in Pompeji war, dieser Ausgrabungstätte neben Neapel, hat vielleicht mitbekommen, dass man an diesem Ort Gemeischaftsbacköfen ausgegraben hat, praktisch einen öffentlichen Bäcker. Die Pizza, aber sicher auch alle anderen belegten Brote, oder Brote mit Belag sind aus einem einfachen Grund entstanden. Der einfachen Bevölkerung hat es an Essgeschirr gemangelt. Da ist man auf die Idee gekommen, sich einen essbaren Teller zu formen, oder eine essbare Unterlage, darauf hat man alles gelegt was man hatte oder was einem schmeckte, Tomaten, Käse, Zwiebel, Salami, Gewürze....
Dann hat man dieses Brot zum Bäcker getragen und hat es dort gebacken, um es dann zu Hause zu verspeisen. Damals ist das erste recycelbare Essgeschirr entstanden, die waren ja schon ziemlich modern.
Die bekannteste ist sicher die Pizza. Es gibt aber so einiges was nicht so bekannt ist , aber trotzdem sehr, sehr gut. Miteinander verbindet sie der Hefeteig als Grundlage.


Zu meiner großen Freude habe ich schon Kräuter im Töpfchen bekommen. Wie man im Hindergrund verschwommen erkennen kann, sind die auf dem Fensterbrett im Freien, abgeerntet, hier der Salbei. Die Kinder hatten einfach zu oft Halsschmerzen!


Das hier ist eine Focaccia, mit viel gutem Olivenöl und hier das Rezept:

Focaccia mit Oliven und Pancetta, für 1 Blech:
  • 600 g Mehl

  • 2 kleine gekochte, mehlige Kartoffeln

  • 80 g Pancetta (Bauchspeck)

  • 50 g entsteinte Oliven

  • 50 ml Olivenöl

  • 1 1/2 TL Trockenhefe

  • frischer Thymian (ist immer noch schön, auf meiner Terrasse)

  • frischen Basilikum

  • Salz, fein

  • Salz, grob

  • Pfeffer aus der Mühle
  1. Als erstes streue ich in 350 ml lauwarmen Wasser die Trockenhefe und lasse sie solange in Ruhe bis sie von selbst an die Oberfläche steigt.

  2. Ich schneide den Bauchspeck in kleinste Würfelchen, hacke die Oliven fein, wasche und trockne die Kräuter, ziehe sie von den groben Stängeln und hacke auch diese fein.

  3. In eine Schüssel siebe ich das Mehl und drücke die Kartoffeln durch die Kartoffelpresse zum Mehl, sie machen den Teig besonders knusprig.

  4. Zum Mehl gebe ich noch Salz, Pancetta, Oliven, Kräuter, 50 ml Olivenöl und eine gute Dosis vom Pfeffer.

  5. Ich gebe das Hefewasser dazu und da ich keine Küchenmaschine besitze, bearbeite ich den Teig mit meinem Handrührgerät mit den Knethaken versehen. Der Teig soll geschmeidig werden und nicht mehr an den Wänden kleben bleiben, er soll Fäden ziehen und Blasen aufweisen. Soviel soll er, ihr könnt aber nichts falsch machen, wenn ihr den Teig 10 Minuten bearbeitet, dann tut er das alles, was ich aufgezählt habe.

  6. Jetzt lasse ich den Teig 1 Stunde gehen, das heißt er vergrößert sein Volumen.

  7. In der Zwischenzeit bestreiche ich ein Backblech mit Olivenöl und wenn es soweit ist verteile ich den Teig gleichmäßig, mit den Händen, auf dem Blech.

  8. Ich heize den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.

  9. Ich lasse den Teig nochmals 10-15 Minuten gehen und drücke dann mit dem Daumen, Dellen hinein.

  10. Ich verrühre je ein Esslöffel Olivenöl und Wasser miteinander und pinsle den Teig damit ein.

  11. Dann streue ich noch grobes Salz darüber und schiebe das Blech in die 1. Ebene des Backofens, lasse die Focaccia dort 25 Minuten backen und schiebe sie nochmals für 5 Minuten in die oberste ein, damit sie auch oben schön knusprig wird.

Soviel zur Focaccia, jetzt kommen wir zum Sfincine palermitano. Wie schon das Wort sagt, kommt dieses Brot aus Palermo. Ich habe es von Anice und Cannella und wir waren alle hell begeistert.

Die Menge war mir zu groß, ich habe ziemlich reduziert.

Hier das übersetzte Rezept und mit kleinen Abänderungen:

Sfincione palermitano für 1 Blech:

  • 350 g Mehl

  • 150 g Hartweizenmehl

  • 1 1/2 TL Trockenhefe

  • 2 TL Zucker

  • 2 TL Salz

  • 1 Schuss Olivenöl

Für den Belag:

  • 2 weiße Zwiebeln

  • 1 Dose Pelati, in Stücke zerhackt

  • 4 Acciughe, in Öl eingelegte Sardellen

  • 200 g Perorino, noch eher frischen

  • Artischockenherzen in Öl eingelegt

  • 20- 30 Scheiben pikante Salami, Napoli (wie scharf möchtet ihr's?)

  • Origano

  • 1 TL Zucker

  • Salz

  • Olivenöl
  1. Ich streue auch hier den Trockenhefe in 300 ml lauwarmen Wasser ein und lasse ihn an die Oberfläche steigen.

  2. Ich mische die Mehle mit dem Zucker, dem Salz, schütte das Olivenöl dazu und knete mit dem Handrührgerät, mittels Knethaken, das Wasser darunter.

  3. Ich lasse den Teig 2 Stunden stehen und er geht schön auf.

  4. Inzwischen bereite ich den Belag vor: ich schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Ringe.

  5. Ich dünste sie in reichlich Olivenöl weich, zerdrücke die Sardellenfilets im Öl, schütte die Pelati dazu und fülle die Dose 3/4 mit Wasser. Auch das Wasser kommt in die Pfanne.

  6. Ich würze die Sauce mit Salz, Zucker und Pfeffer und lasse sie eindicken. Dabei lege ich den Spritzschutz auf die Pfanne, damit ich danach nicht die Küche rot gesprengelt habe. Sobald der Sugo cremig ist, lasse ich ihn auskühlen.

  7. Den größten Teil des Käses schneide ich in dünne Scheiben, den Rest reibe ich.

  8. Wenn es soweit ist, verteile ich den Teig in ein mit Olivenöl eingepinseltes Backblech und lasse ihn nochmal 1/2 - 1 Stunde gehen.

  9. Irgendwann heize ich den Backofen auf 200° Ober und Unterhitze vor.

  10. Ich kann aber schon den Belag auf dem Teig verteilen: die Salami, die in kleine Spalten geschnittenen Artischockenherzen, die Käsescheiben und darüber den Tomatensugo.

  11. Ich streue noch den restlichen Käse darüber und reibe den getrockneten Origano zwischen meinen Handflächen über den Sfincione. So aktiviere ich wieder die verbliebenen Aromastoffe.

  12. Nachdem der Teig schön aufgegangen ist, schiebe das Blech auf der 2. Ebene des Backofens ein und lasse den Sfincione 20 Minuten backen.

Erst jetzt, wenn er auf meinem Teller liegt, träufle ich noch Olivenöl darüber. Ich kann euch nicht beschreiben, wie gut er war. Etwas ist noch übrig geblieben. Das haben die Kinder heute zur Pause für die Schule mitbekommen. Ich würde wetten, dass kaum ein anderer Schüler eine solche Pause mitbekommt.

So eine Sache mache ich nur am Wochenende, sonst hätte ich niemals Zeit dafür. Aber da genießen wir es um so mehr.