Mittwoch, 19. November 2014

Kitchen-Aid-Vorführung

Heute möchten wir euch herzlich zu unserer Vorführung der Küchengeräte der Firma KitchenAid einladen. Es ist eine Köchin der Importfirma für Italien anwesend und führt verschiedene Geräte mit sehr interessanten Neuigkeiten für die Küchenmaschine "Artisan" vor. Außerdem wird allerhand gekocht und verkostet.

         Vorführung      Dienstag, 25. November     
von 9.30 - 12.00 Uhr und von 15.00 .- 18.00 Uhr


Das Weihnachts-Angebot ist folgendes:

Küchenmaschine KitchenAid Artisan mit 3 tlg Nudelaufsatz anstatt € 778,00, jetzt € 659,00.

Wir freuen uns auf euer Kommen 

Dienstag, 11. November 2014

Der Blog ist das Letzte - Gefüllte Hühnerbrust




















Ja, wenn ich unter Druck bin, ist der Blog das Letzte, was erledigt wird, leider :(

Ich habe momentan halt wenig Zeit.
Es ist für uns schon lange Vorweihnachtszeit und allerhand zu erledigen: Geschäftsputz, Bestellungen, Dekorationen, letzte Kochkurse und so vieles mehr.

Aber auch privat muss ich vorarbeiten. Dazu gehört auch Kekse backen. Normalerweise backe ich alle meine Kekse im November.
Dieses Jahr wird Samstag mein erster offizieller "Keksbacktag". Ich freue mich schon darauf!!

Das ist alles weiter nicht schlimm, nach fast 30 Jahren ist man das alles schon gewohnt, nein, das gehört dazu.

Gegessen wird wie immer, außer Frühstück, zweimal am Tag warm. Meine Männer sind verwöhnt!
Ehrlich gesagt bin ich diejenige, welche lieber etwas Warmes zu sich nimmt. Ich verdaue kalte Speisen, sprich Wurst, Speck, Käse usw. abends sehr schlecht.

Meistens gibt es mittags etwas Gehaltvolleres, abends eher leichtere Speisen, wie Suppen.
Aber auch Aufgewärmtes verschmähen wir nicht. Weggeworfen wird bei uns nichts.

Doch von diesem Gericht ist nicht ein "Futzele" übriggeblieben, denn es war einfach zu gut.

War auch besser so, denn aufgewärmtes Hühnerfleisch kann ganz schön trocken werden.

Ich bin normalerweise kein großer Freund von Hühnerbrust, da andere Teile vom Huhn saftiger sind.

Außerdem muss für eine Hühnerbrust ein ganzes Huhn geschlachtet werden. Was unter anderem mit dem Rest vom Hühnchen gemacht wird, könnt ihr hier sehen.

Aber diesmal bin ich nicht schuld daran. Nach dem absolut gelungenem Maturaball unseres Sohnes, war in der Küche noch allerhand übrig und den Gästen wurden "Lunchpakete" verteilt.

So kamen wir in den Genuss von Hühnerbrustfilet.

Gefüllte Hühnerbrust mit Kartoffel-und Peperonispalten

Zutaten für 4 Personen:
  • 4 Hähnchenbrustfilet zu ca. 180 g
  • 150 g dunkle Champignons
  • 1 Schalotte
  • wenig frischer Rosmarin
  • wenig frischer Thymian
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • ca.150 g Rohschinken
  • 6 große Kartoffeln
  • 1 roter Peperoni
  • Olivenöl
  1. Norbert putzt die Champignons, ohne sie zu waschen. So ziehen sie sich nicht voll Wasser, welches danach wieder heraus gekocht werden müsste.
  2. Ich schneide die geschälte Schalotte ziemlich fein und dünste sie in wenig Olivenöl weich, schneide die Champigons in feine Scheiben und gebe sie dazu.
  3. Die gewaschenen und getrockneten Kräuter zupfe ich von den Stängeln und hacke sie fein.
  4. Die Champignons dünste ich solange bis die wenige Flüssigkeit verdampft ist, würze mit der Hälfte der gehackten Kräutern, Salz und Pfeffer, und lasse die Pilze auskühlen.
  5. Ich heize den Backofen auf 180°C Heißluft vor. 
  6. Ich schneide in die Filets von der schmalen Seite mit einem langen Messer eine Tasche.
  7. Norbert hat inzwischen die Kartoffeln geschält und den Peperoni geputzt. Beides schneide ich in Spalten.
  8. In die Tasche des Filets fülle ich mithilfe eines Löffels die Pilze und umwickle das Fleisch dünn mit Rohschinken. Wer Angst hat, dass das Fleisch zu wenig gewürzt ist, soll es vorher noch salzen und pfeffer. Aber Achtung, der Rohschinken gibt ziemlich Würze ab.
  9. Auf einem Backblech hat alles schön Platz. Zuerst werden jedoch nur die Kartoffel-und Peperonispalten darauf verteilt, mit Olivenöl beträufelt und für 10 Minuten in die Mitte des Ofens geschoben.
  10. Dann nehme ich das Blech wieder heraus, lege die Hühnerbrustfilets in die Mitte, zwischen das Gemüse, dann schiebe ich das Blech wieder für 20 Minuten in die Mitte des Ofens, drehe das Fleisch jedoch nach 10 Minuten um.     
  11. Wenn das Blech heraus kommt, würze ich das Gemüse mit dem Rest von den Kräutern und mit Salz.
Nachdem wir alles verputzt hatten, fällt uns ein, dass im Gefrierfach wunderbare Pfifferlinge auf ihre Bestimmung gewartet hätten :(

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Gefüllte Spitzpaprika

Ich nicht! Man hört allerhand Schauergeschichten über den Fleischwolf. Nichtsdestotrotz habe ich schon sehr lange einen solchen. Früher das altbewährte Modell, seit ich die KitchenAid besitze, den dazugehörigen.

Es ist wie mit dem Schnellkochtopf. Da ist einmal jemandem ein Missgeschick passiert, meistens waren die Beteiligten nicht ganz unschuldig, da sie den Topf mit Gewalt öffneten, und dann hört man solche Horrorgeschichten jahrzehntelang. Seit 30 Jahren lassen sich gute Schnellkochtöpfe nicht unter Druck öffnen.

Der Hals dieses Fleischwolfes ist viel zu lang um mit den Händen, nicht einmal mit einem Finger in die Spirale, welche für den Weitertransport der Speisen verantwortlich ist, zu geraten.

Wir kaufen sehr gerne Bio-Fleisch vom Bauern. Ein Fleischwolf ist da ein muss. Auch wenn ich beim Metzger Fleisch kaufe, zum Beispiel um Würste herzustellen, dann faschiere ich mir das Fleisch immer selbst.

Ich entscheide, wie viel Fett in die Wurst kommt und mische die verschiedenen Fleischsorten schon während des Faschierens. Am Besten lässt sich Fleisch verarbeiten, wenn es in nicht zu große Würfel geschnitten und ein bisschen angefroren ist.

Noch ein Vorteil: ich kann jedes kleinste Stück Fleisch faschieren, sogar Hühnerfleisch.

Ich habe im Frühjahr zu spät Spitzpaprika gesät. Die Pflanzen sind zwar prächtig gewachsen, aber bis die Früchte daran hingen, war es schon fast zu kühl, der Tag zu kurz, damit sie noch reifen hätten können.

Jetzt habe ich schöne, allerdings grüne Spitzpaprika an den Stauden hängen. Ein grüner Paprika, wir sagen ja Peperoni dazu, ist immer ein unreifer Paprika.

Ich verkoche aber alles was aus dem Garten kommt. Ein Stückchen Hühnerfleisch war noch übrig und wir waren nur zu zweit. Da passte die Menge perfekt und ich probierte etwas Neues aus. 

Spitzpaprika, gefüllt mit Hühnerfleisch

Zutaten für 2 Personen:
  • 5 Spitzpaprika
  • 100 g Hühnerbrust, von Knorpeln befreit
  • 1 kleine Karotte
  • 1 Chili, hier gelb (Lemon Drop)
  • 1 EL Brotbrösel
  • 1 kleines Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Als erstes heize ich den Backofen auf 200°C Heißluft vor.
  2. Ich schneide von den gewaschenen Paprika nur den Stielansatz weg und höhle ihn mit einem spitzen, langen Messer aus.
  3. Ich putze die Karotte, den Chili wasche ich und schneide auch hier nur den Stielansatz weg.
  4. Das Hühnerfleisch schneide ich in Würfel.
  5. Ich faschiere das Fleisch, die in Stücke geschnittene Karotte und den Chili. Schafft er ohne Probleme. Damit auch alles aus dem Fleischwolf herauskommt, lasse ich noch etwas altes Brot durchlaufen. Später, wenn ich ihn putze, sehe ich, dass wirklich nur mehr Brot in der Spirale hängt.
  6. Ich gebe die restlichen Zutaten in die Schüssel zum Fleisch, würze mit Salz und Pfeffer, verknete alles und fülle die Spitzpaprika mit der relativ feuchten Masse.
  7. Die gefüllten Paprika lege ich in eine feuerfeste Form, schütte ca. 1/2 l Wasser dazu, würze mit der selbstgemachten Gemüsepaste und schiebe die Form für 20 Minuten in den Backofen.
Dazu gibt es Cous-Cous, so wie ich ihn immer mache. Cous-Cous und Gemüsebrühe waren die perfekten Begleiter zu den Paprika.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Südtiroler Variante der Apfelmousse-Torte

Endlich komme ich dazu, diese wunderbare Torte ins Netz zu stellen. Nachdem ich so nette "feedbacks" von der letzthin geposteten Torte bekommen habe, bin ich gespannt was ihr zu dieser sagt!

Bei Stefanie gesehen, hat sie es mir sofort angetan. Allerdings gab es einen Fehler in der Zutatenliste. Bei der Zimtcreme hatte Stefanie die Eigelbe vergessen. Jetzt ist der Fehler behoben :)

Nachdem ich die "alte" Zutatenliste überflogen hatte, gefiel mir gerade, dass anscheinend nur Eiweiße für die Fülle gefragt wären, da gerade zwei im Kühlschrank dahindümpelten. 

Der Fehler war, dass ich die Arbeitsanleitung nicht durchlas, was mir schon öfters passiert, denn da kamen dann die Eigelbe vor.

Im Nachhinein muss ich sagen, hat alles gepasst. So habe ich wieder einmal einen Kuchen für den ständigen Eiweiß-Überschuss.

Mein Kuchen sieht zwar ähnlich aus, wie der von Stefanie, ist aber doch ziemlich anders. Schon allein die Mengen waren mir bei der Originalen zu gewaltig.

Schon beim Boden hat es angefangen. Chiffon ist nicht so mein Ding, er ist mir für solche Sahnetorten zu schwer.

Südtiroler Apfelmouss-Torte    

Zutaten für eine Springform von 24 cm

Für den Biskuit:
  • 2 Eiweiße
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 100 g Zucker
  • Vanille-Extrakt
  • 2 Eigelbe
  • 1 Schuss neutrales Öl
  • 50 g Mehl
  • 30 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
Für die Zimtcreme:
  • 50 g Milch
  • 1/2 ML Zimt
  • 3/4 Blatt Gelatine
  • 100 g weiße Schokolade
  • 150 g Sahne, geschlagen
Für die Apfeleinlage:
Für das Apfelmousse:
  • 300 g Apfelmus (selbstgemacht mit wenig Zucker und fein püriert)
  • 2 Blatt Gelatine
  • 2 Eiweiße
  • 50 g Zucker
  • 260 g Sahne, geschlagen
Für den Apfel-Belag:
  • 1 rotschaliger Apfel
  • 100 g Apfelsaft
  • 0,5 g Agar
  1. Für den Biskuit heize ich den Backofen auf 180°C Ober und Unterhitze vor und fette die Backform ein.
  2. Ich schlage die Eiweiße mit dem Wasser steif, gebe den Zucker und wenig Vanille-Extrakt dazu und schlage die Masse bis sie glänzt. 
  3. Ich schütte das Öl und die Eigelbe dazu und rühre alles vorsichtig ein.
  4. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver mische ich und siebe es über die Schaummasse.
  5. Mit einem gelochten Kochlöffel hebe ich die Mehlmischung sachte unter, fülle die Masse in die Form und schiebe sie auf der untersten Ebene des Backofens.
  6. Ich backe den Biskuit ca. 30 Minuten, danach lasse ich ihn völlig auskühlen.
  7. Für die Apfeleinlage schäle ich die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in dünne Spalten.
  8. In einer Stahlpfanne erhitze ich den Butterschmalz, lege die Apfelspalten ein und lasse sie bei moderater Hitze weich werden. Falls notwendig kann man die Spalten umdrehen, danach unbedingt erkalten lassen.
  9. Für die Zimtcreme weiche ich die Gelatine in kaltem Wasser ein. 
  10. Ich erhitze die Milch, breche die Schokolade in Stücke, nehme den Topf von der Hitzequelle, schmelze die Schokolade unter ständigem Rühren in der Milch und würze mit Zimt 
  11. Dann schmelze ich die ausgedrückte Gelatine in der warmen Schokoladenmilch und lasse diese auf Zimmertemperatur auskühlen. 
  12. Danach hebe ich die Sahne vorsichtig unter, streiche die Creme auf den in einem Tortenring wartenden Biskuitboden und stelle diesen zugedeckt in den Kühlschrank, damit die Zimtcreme fest werden kann. 
  13. Für das Apfelmousse weiche ich die dafür vorgesehene Gelatine ein.
  14. Ich schlage die Eiweiße mit dem Zucker steif, falls das Apfelmus kalt ist, erhitze ich dieses und rühre die Eiweiße unter. Sobald es nur mehr warm ist rühre ich die ausgedrückte Gelatine unter und lasse auch diese Masse bis auf Zimmertemperatur abkühlen.
  15. Jetzt kann ich die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.
  16. Dann nehme ich die Torte aus dem Kühlschrank, lege die gekochten Apfelspalten auf die Zimtsahne und streiche das Apfelmousse so glatt wie möglich ein. Nun wandert die Torte wieder in den Kühlschrank, damit das Mousse fest wird.
  17. Für den Apfel-Belag teile ich den rotschaligen Apfel, entkerne ihn und hoble ihn in sehr feine Ringe.
  18. In derselben Pfanne in der ich die Apfelspalten gekocht habe, erhitze ich den Apfelsaft, lege die Apfelringe ein und lasse diese weich werden, muss aber aufpassen, dass sie nicht zu weich werden.
  19. Ich gebe die Apfelringe aus der Pfanne auf einen flachen Teller. Auch diese müssen für die Wiederverwendung kalt sein.
  20. Den Saft schütte ich in einen Messbecher und fülle ihn nach Bedarf wieder auf 100 g auf.
  21. Den Agar rühre ich ein, schütte den Saft wieder in die Pfanne und lasse ihn 2 Minuten aufkochen. Danach lasse ich ihn auf 50°C abkühlen.
  22. Jetzt kommt die letzte Schicht für die Torte: ich lege die Apfelscheiben fächerförmig auf das Apfelmousse und verteile mit einem Esslöffel den Apfelsaft darüber.
  23. So, jetzt kommt die Torte wieder in den Kühlschrank und wartet nur mehr auf den Verzehr! Natürlich muss ich vorher den Tortenring abnehmen :) 


















Die Mühe hat sich gelohnt. Mit jedem Stück schmeckt uns die Torte besser.
Nachtrag: Die Torte wird mit einem Sägemesser geschnitten, z.B. mit dem Brotmesser, weil die Apfelschale trotz des Kochens zu hart ist und sich nicht so leicht schneiden lässt.

Freitag, 26. September 2014

Die Rohnen-Spatzlen haben gut geschmeckt, Dolomitenwanderung und Fusilli


























Das was ihr hier an Farbe seht, ist alles Eigenbau. Die Tomaten sind sogar selbst gezogen, die "Samenbank" fürs nächste Jahr schon angelegt.

Ich muss euch leider enttäuschen. Das Rezept für dieses Gericht bekommen all jene die beim zusätzlich eingeschobenen Kochkurs

Klassische Beilagen mit neuem Pep        Dienstag, 21. Oktober

teilnehmen. Wie man sieht, kann diese Beilage zum Beispiel auch alleine als vollwertiges Essen genossen werden.

Ich möchte euch heute unsere letzte Dolomiten-Wanderung vorstellen: Von der Zanseralm im Villnösstal auf die Schlüterhütte, von dort auf den Peitlerkofel und überm das Kreuzjoch wieder auf die Zanseralm zurück.

An Wiesen voller Herbstzeitlosen vorbei,
auf knorrigen Wegen, voller abgenagter Tannenzapfen,
die Geisler nebelverhangen,

hoch zur wunderschönen Schlüterhütte, wo wir übernachteten.

Am nächsten Morgen in dieser Höhe Traumwetter bis zu Mittag. Endlich sahen wir die berühmten Geisler, wahrscheinlich die ersten Berge die Reinhold Messner hinaufgeklettert ist.

Der "fließende" Nebel lag tiefer.
Ein Murmeltier stellte sich in Pose.
Stolze Bezwinger des Peitlerkofels. Wer hat die rötesten Backen?























Fusilli gab es dann abends, zu Hause.
























Fusilli für müde Wanderer

Zutaten für 4 Personen:

  • 440 g Fusilli
  • ein Stück von einer dicken Scheibe Landschinken (habs vergessen zu wiegen:)
  • eine handvoll gelber Tomaten
  • 1 orangenfarbener Chili
  • 1/2 Packung Erbsen aus dem Tiefkühler
  • Salz
  • Olivenöl
  1. Ich stelle einen großen Topf mit Wasser über.
  2. Den Schinken schneide ich in kleine Würfel, den entkernten Chili in Streifen und röste beides in wenig Olivenöl in einer weiten Pfanne an.
  3. Die gefrorenen Erbsen schütte ich direkt in die Pfanne und rühre ab und zu um, bis ich den Tomatensugo zubereitet habe.
  4. Die Tomaten sind ziemlich weich, deshalb kann ich sie nicht mit dem Tomatenschäler enthäuten. Ich schneide die Stielansätze heraus und schneide sie an der gegenüberliegenden Seite kreuzweise ein. Sobald das Nudelwasser kocht, gebe ich sie für kurze Zeit hinein, bis ich sehe, dass sich die Haut löst und fische sie dann mit der Schaumkelle wieder heraus. 
  5. Dann salze ich das Wasser, schütte die Nudeln hinein und koche sie nach Packungsanleitung. Ich stelle mir immer die Eieruhr, sonst wären die meisten Nudeln zum Verkochen verdammt!
  6. Den Tomaten ziehe ich die Haut ab und hacke sie blitzschnell mit dem Finecut zu Tomatenmus, rühre diesen in den "sofritto", ins "Angebratene", wie der Italiener zu sagen pflegt.
  7. Die gekochten Nudeln werden nach dem Abseihen nur leicht abgeschüttelt, damit noch ein wenig Nudelwasser dran bleibt und werden sofort mit dem Sugo in der Pfanne gemischt.
Wir haben keinen Parmesankäse dazu gegessen.

Freitag, 19. September 2014

Melanzane-Strudel im Schnellgang























Vorweg ein gelungenes Foto vom Melanzane-Strudel, was wieder einmal ein typisches südtirolerisches Wort ist.

Melanzane, das italienische Wort für Auberginen, sind bei uns einfach Melanzane.

Ich würde mich fast trauen zu behaupten, dass nicht jeder bei uns weiß, wie dieses Gemüse in der Hochsprache genannt wird.

Die Geschichte vom Strudel beginnt schon am Sonntag.

Wir waren aus essen und jemand in der Runde bestellte eine vegetarische Hauptspeise.

Als sie serviert wurde, fiel sie mir sofort auf. Ich habe sie leider nicht probieren können, jedoch ging sie mir nicht mehr aus dem Sinn.

Montag besorgte ich zwei große, wunderschöne, frische Melanzane.

Mittwoch war wieder einmal ein Tag mit vollem Programm.

Morgens früh raus, nachdem der Nachwuchs außer Haus war, schnitt ich die Melanzane in relativ dünne Scheiben und briet sie in viel Olivenöl von beiden Seiten, bis sie gebräunt waren.

Ich wusste, dass ich mittags nicht zu Hause sein würde und erst am späten Nachmittag wieder retour war. Abends fand ein Kochkurs bei uns im Geschäft statt, den ich zum Teil schon vorbereitet hatte.

Ich begleitete meine Schwiegermama zu einem wichtigen Termin nach Bozen und nahm die Gelegenheit wahr, mich mittags mit meiner Tochter, welche momentan ein Praktikum in Bozen absolviert, zu treffen.

Nach dem Essen musste sie wieder zur Arbeit und ich musste auf die Öffnung eines Geschäftes warten.

Deshalb kam mir in den Sinn, die Ausstellung, welche seit kurzem in der Krypta des Siegesdenkmals in Bozen, eröffnet hat, zu besuchen.

Wem die Geschichte Südtirols zwischen 1918 und 1945, und im insbesonderen jene Bozens, interessiert, dem sei diese Ausstellung wärmstens ans Herz gelegt.

Eher spät kam ich dann endlich nach Hause, bereitete den Rest für den Kochkurs her und dann warteten die Melanzanescheiben noch auf mich.

Zum Glück habe ich immer selbstgemachten Pesto im Vorrat.

Den Ziehteig müsste man normalerweise eine Weile kneten und eine Weile rasten lassen. Dafür war keine Zeit.

Trotzdem ist der Strudel sehr gut geworden, sodass er sogar hier vorgestellt wird.

Melanzanestrudel

Zutaten für 4 Personen:

Für den Ziehteig:
  • 170 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml warmes Wasser
Für die Fülle:
  • 2 große Melanzane
  • 4 reife Tomaten (frisch aus dem eigenen Garten)
  • Salz
  • Parmesankäse
Außerdem:
  • 50 g zerlassene Butter, zum Bestreichen
  • Pesto
  1. Schon morgens schneide ich die Melanzane in dünne Scheiben und brate sie in viel Olivenöl, bis sie gebräunt sind, dann salze ich sie.
  2. Abends heize ich als allererstes den Backofen auf 180° C Heißluft vor und fette ein Backblech mit Butter ein.
  3. Ich gebe die Zutaten für den Ziehteig in eine Schüssel und knete sie schnell zusammen. Es entsteht ein geschmeidiger, weicher Teig. Diesen wickle ich in Klarsichtfolie und lasse ihn nur solange ruhen, bis ich den Rest für die Fülle vorbereitet habe. 
  4. Ich schneide noch die Tomaten in Scheiben und lasse die Butter in einem kleinen Töpfchen schmelzen.
  5. Dann beginne ich den Zeig zu ziehen und fühle dass er eigentlich zu wenig geruht hat, weil er noch nicht so strapazierfähig.   
  6. Ich bestreiche die Fläche mit Butter und merke erst jetzt, dass ich das Küchentuch unter dem Teig, für das spätere Aufrollen in der Eile des Gefechts vergessen habe, ärgere mich zwar, kann aber nichts mehr ändern. Jetzt heißt es schnell sein, sonst weicht der Teig auf und ich kann das Wickeln vergessen.
  7. Ich lege die Melanzanescheiben abwechselnd mit den Tomatenscheiben an den Rand des Teiges, reibe kräftig Parmesankäse darüber und rolle den Strudel von der Seite der Fülle beginnend, mit Hilfe der Teigkarte und viel Glück zusammen und lege ihn sofort auf das Backblech. Schön ist er nicht!
  8. Den Strudel pinsle ich noch mit Butter ein und schiebe ihn ins Backrohr.
  9. Nach ca. 8 Minuten pinsle ich den Strudel nochmals ein und in 8 Minuten wieder.
  10. In ca. 25 Minuten ist der Strudel gebacken.  
Dazu gab es schon bereits vorhandenen Pesto. Samt der ganzen Eile und dem Malör mit der Wicklerei schmeckte uns der Strudel vortrefflich :)   

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