05.09.13

Dinkel-Kastenbrot, das mich fit hält


Ich backe Brot, Sommer wie Winter. Es klingt verrückt, aber im Sommer kostet es mich viel mehr Energie Brot zu backen, da es bei uns in der Wohnung  einfach zu warm ist. Der Teig geht zu schnell, zu unkontrolliert, er zerläuft fast. Deshalb muss ich mit ihm in den Keller, das sind 3 Stockwerke tiefer. Dort hat er es angenehm, gerade recht, so um die 20° C Raumtemperatur. Zum Glück gibt es die Kurs-Küche im Erdgeschoss, deshalb ist der Weg schon viel kürzer. Trotzdem gehe ich während den Gehzeiten wieder in die Wohnung, weil da die restliche Hausarbeit auf mich wartet. Ein ständiges Rauf und Runter, das hält mich fit! Was tut man nicht alles, um seinen Gewohnheiten treu zu bleiben!
Die meisten meiner Brot-Rezepte habe ich von Lutz, von Petra, von Stefanie und von Jutta und habe von ihnen eine Menge gelernt.
Anfangs verwendete ich zum Backen der Kastenbrote eine einfache Weißblech-Kastenform. Seit einiger Zeit besitze ich nun aber eine emaillierte Backform (was nichts mit E-Mails zu tun hat), bei der das Ergebnis um Welten besser ist. Das Brot ist rundum gebräunt, was bei der einfachen nie der Fall war und es ist schön ausgebacken.




Dinkel-Kastenbrot

Zutaten für eine Kastenform von 30 cm:

Vorteig:
  • 150 g Dinkelmehl Type 630
  • 105 g Wasser
  • 1 g Trockenhefe
  • 2 g Salz
Hauptteig:
  • Vorteig
  • 400 g Dinkelmehl Type 630
  • 25 g Leinsamen
  • 25 g Sesam
  • 40 g Sonnenblumenkerne
  • 1 TL Gerstenmalz
  • 5 g Trockenhefe
  • 260 g Wasser
  • 14 g Salz
  1. Ich löse die Hefe in einer kleinen Schüssel im Wasser auf, rühre Mehl und Salz, mittels Handrührgerät und Knethaken unter, decke mit Klarsichtfolie ab und lasse den Teig für eine Stunde in der Küche stehen (wenn es so warm ist, dann auch nur 1/2 Stunde). Danach wird der Vorteig für 12- maximal 48 Stunden in den Kühlschrank gestellt.
  2. Am darauffolgenden Tag röste ich Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne, bis sie zu duften beginnen.
  3. Ich löse das Gerstenmalz in der Wassermenge des Hauptteiges auf, welches ich in der Schüssel meiner Küchenmaschine geschüttet habe, gebe die Hefe dazu und warte bis sie zu reagieren beginnt.
    Für kleine Mengen ist eine genaue Löffelwaage, welche auch 0,1 g wiegt, ideal.
  4. Dann kommen alle restlichen Zutaten dazu und ich lasse von der Küchenmaschine, mit dem Knethaken, auf der 1. Stufe in 5 Minuten einen geschmeidigen Teig zusammenkneten. 
  5. Dann noch einmal 3 Minuten auf der 2. Stufe, danach kommt der Teig in den Keller (normalerweise bei Raumtemperatur) und geht dort eine halbe Stunde.
  6. Ich hole den Teig und dehne und falte ihn einmal, dann trage ich ihn wieder für eine halbe Stunde in den kühlen Keller.
  7. Nach dieser Zeit kommt er wieder rauf, ich teile in drei Stücke, rolle Stränge daraus und flechte einen dicken Zopf. Die Backform fette ich mit Butter aus.
  8. Der Zopf passt genau in die Backform. Dort lasse ich den Teig 1 Stunde gehen, natürlich im Keller.
  9. 10 Minuten vor dem Ende der Gehzeit schalte ich den Backofen auf 210° C Heißluft ein (weil's nicht schon heiß genug wäre).
  10. Ich hole den Teig vom Keller, besprühe ihn mit Wasser und streue noch ein paar Sonnenblumenkerne drauf.
  11. Ich backe das Brot mit Dampf, in der Mitte des Ofens, ca. 35 Minuten.
  12. Nach dem Backen stürze ich das Brot sofort auf ein Gitter, damit es gut auskühlen kann. 
Zum Frühstück genieße ich nach unserem täglichen Frischkornmüsli 1-2 Scheiben Brot mit Butter und selbstgemachter Sauerkirschmarmelade, dann war das ganze "Training" umsonst:)
 

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese Rezept.Ich will später auch machen.

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  2. Hallo Magdi,

    ich bin`s :)

    Wir sind gestern abend gut und ohne jegliche Verkehrsbehinderungen daheim angekommen. Es hat mir sehr gut getan, Euch zu treffen.

    Das Brot sieht sehr lecker aus. Siehst Du, eine Löffelwaage hätte ich noch in meinen Einkaufskorb legen sollen... :)

    Liebe Grüße,
    Regina

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  3. @Restaurant Wiesbaden, ich hoffe, dass es auch gelingt.

    @Regina, uns hat es auch sehr gefreut:) Dann war der Urlaub bis zum Schluss ein voller Erfolg. An die Löffelwaage hätte ich nie gedacht. Noch schöne Grüße an den Rest der Familie.

    Magdi

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  4. danke choen!
    Das sind sehr interessant!
    japanisches restaurant!
    http://restaau.de/Browse/besten-japanisches-restaurant-in-berlin.html

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  5. Puh, das klingt mir zu kompliziert. Hab bis jetzt immer nur Brotbackmischungen genommen. :(

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