Dienstag, 5. Februar 2013

Quaglie alla Veronese - Wachteln nach veroneser Art



Irgendwie sieht das hier wie bei Witwe Bolte aus. Schon wieder ein altes Kinderbuch! Aber Max und Moritz sind doch ganz tolle Lausbuben-Geschichten, nicht? In Verona wird man kaum Wilhelm Busch kennen und es sind auch Wachteln und nicht Hühner.
Wachteln mache ich bestimmt nicht jeden Tag, aber ausprobieren musste ich sie einfach einmal. Diese kleinen Viecher beeindrucken einem schon, so zart wie sie sind.
Lana, das Dorf in dem wir wohnen, hat ca. 10.500 Einwohner. Wir haben 14 kleinere und größere Lebensmittelgeschäfte. Metzgereien, reine Bäckereien und Gemüsegeschäfte sind nicht mitgezählt. Ich bekomme österreichische, deutsche und italienische Produkte. Jedes Geschäft hat seine Ausrichtung. Wachteln bekomme ich wenn, dann nur in einem Geschäft mit italienischem Sortiment. Es ist schön eine große Auswahl zu haben, aber es ist auch kompliziert und im Grunde zu übertrieben. Deshalb muss ich auch nicht Mehl ordern, wie Petra. Die Geschäfte müssen ja auch von etwas leben, so wie ich:)
   
Quaglie alla Veronese - Wachteln nach veroneser Art

Zutaten für 2 Personen (zwei Wachteln reichen gerade mal für eine Person):
  • 4 Wachteln
  • 1/2 Glas trockener Weißwein
  • 2 Lorbeerblätter
  • ein paar Thymianzweige
  • 30 g Butter
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfefferkörner
  1. Ich wasche die Wachteln innen und außen und trockne sie mit Küchenkrepp.
  2. Ich binde die zwei Keulchen mit Küchengarn zusammen, lege sie in eine Pfanne und verteile die zerpflückten Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Thymianzweiglein und ein wenig Olivenöl darüber.

  3. Ich decke die Pfanne ab und lasse die Wachtel ein paar Stunden marinieren.
  4. Danach stelle ich die Pfanne auf den Herd, gebe die Butter dazu und lasse die Wachtel auf mittlerer Hitze, von allen Seiten etwas schmurgeln. 
  5. Dann würze ich mit Salz und gieße immer wieder etwas Weißwein auf.
  6. Ich lasse die Wachteln noch eine halbe Stunde auf dem Herd, in der Stahlpfanne.
  7. Jetzt hole ich noch meine Grillpfanne aus den Tiefen meiner Küche, heize sie ziemlich auf, und brate die Wachteln in wenig Öl, rundum etwas an. So sehen sie nicht nur besser aus, die Haut wird auch ein wenig knuspriger.  
  8. Die Sauce aus der Stahlpfanne serviere ich, schön heiß zu den Wachteln.

Dazu gab es Gemüse-Amaranth und den bekommt ihr beim Kochkurs der verschiedenen Beilagen, am 7. März:)
Bei uns heißt es: "Vom Gwunder bisch kemmen" was soviel bedeutet, die Neugier hat gesiegt.
Sie waren sehr lecker, aber viel dran ist an den Viechern nicht gerade, das nächste Mal wird es wieder ein ganzes Huhn:) 

Kommentare:

  1. Ein "Dorf" mit 10500 Einwohnern? Lach, so viel hat unsere Kreisstadt! Ihr seid ganz schön verwöhnt, was die Geschäfte angeht. Ein richtiges Gemüsegeschäft hat es gar nicht in der Umgebung, dafür müsste ich 30 km fahren... Naja, bald kommt der Frühling, dann gibt es wenigstens wieder unseren kleinen Markt.

    Wachteln (die bringt mir sogar ab und zu mein Eier- und Geflügelmann!) mag ich am liebsten zerlegt: die Brust löse ich aus und brate sie auf der Haut knusprig, die Keulen brauchen auch nur kurz. Aus der Karkasse kann man immer noch eine feine Brühe kochen, so wie bei diesem Rezept http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2011/04/wachteln-mit-granatapfelsauce-und-zimtcouscous.html

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  2. Ich würde dir gerne einmal mein Dorf zeigen:) Was ihr vielleicht an Geschäften zu wenig habt, haben wir zuviel. Die Großen wollen die Kleinen fertig machen, deshalb öffnen sie an jeder Ecke eine Filiale. Die Geschäfte fleischen sich gegenseitig auf. Wenn dann die Kleineren zu haben, werden die Großen sicher auch reduzieren, denn lukrativ ist das was bei uns hier geschieht nie und nimmer. Richtigen Gemüseladen habe ich im Ort 4 und in der angrenzenden Industriezone einen großen Bio-Gemüseladen. Ich frag mich immer wie die alle leben können.
    Dein Rezept werde ich sicher ausprobieren, denn Wachteln an und für sich sind ja was ganz feines. Auslösen wird hier der springende Punkt sein:) Ich hätte auch gerne einen Eier und Geflügelmann:(

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  3. Das sieht sehr lecker aus und der Tipp mit der Grillpfanne ist Gold wert, man lernt doch nie aus. Danke für diese tolle Anleitung. Liebe Grüße

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  4. hmm..Wachteln hatte ich noch nie...bei uns gibt es es heute Wildkaninchen...vom Jäger undauch schon küchenfertig ohne Schrot und Korn...eine schönen Sonntag wünscht Heike

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  5. @Ilse, ohne Grillpfanne haben sie zu wenig Farbe:)

    @Heike, wildkaninchen hört sich auch nicht schlecht an!

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