
Heute machen wir einen Ausflug an den Gardasee, unseren Lieblingssee. Es wird endlich einmal Zeit euch diesen traumhaften See mit seinen malerischen Dörfern vorzustellen. Jedes einzelne ist ein Juwel. Die Straße entlang des Ufers heißt "Gardesana". Entlang dieser Straße ist oberste Pflicht beim einen und anderen Städtchen stehen zu bleiben, weil sie einfach so schön sind.
Heute ist Malcesine, mit seinem schönen und stolzen Schloss, genau über dem Städtchen, dran.
In diesem werden 400 Ehen jedes Jahr geschlossen, meistens aus England, vorallem Schotten. Ab und zu begegnet man einer Hochzeitsgesellschaft, mit den Männern im Kilt.

Malcesine liegt im oberen Drittel des Sees. Wer schon einmal da war, weiß, dass der See wenn man ihn von Norden an fährt, seinen Charakter gegen Süden, sehr stark verändert. Am nördlichen Zipfel ist er eng und von steilen Bergen eingefasst. Der bekannteste Berg wird der Monte Baldo sein. Seine Höhe kann man mit einer
Seilbahn erreichen, welche sich während der Fahrt dreht, so dass man den See von allen Seiten bewundern kann.
Im Süden wird der See dann breiter und die Berge gehen in sanfte Hügel über. Das Wasser ist im nördlichen Teil des Sees viel klarer, ich will nicht sagen sauberer, das weiß ich nicht. Aber da am Grund des Wassers nur Kieselsteine liegen, können die Wellen nichts aufwirbeln, wie im Süden des Sees.
Malcesine ist fast genau die Grenze zwischen der Provinz Trentino/Südtirol und der Provinz Verona. Das würde man sonst nicht unbedingt bemerken. Nur eine Sache fällt einem schon auf. Der obere Teil des Sees gehört den Surfern, Kitern und Segelbooten, der untere dem motorisiertem Wassersport. Ab Malcesine, in nördliche Richtung, dürfen keine Motorboote fahren, außer sie begleiten eine
Regatta.

Eine weitläufige Fußgängerzone ist in fast allen Orten am Gardasee.

Der heilige Himmel ist uns auf Erden schon gewiss und wenn ihr genau hinseht, dann erkennt ihr rechts von der Tür diesen italienischen Spruch:

der soviel bedeutet: der Appetit kommt während dem Essen. Hier ist nicht der Hunger der beste Koch, sondern das Gekochte der Appetit-Anreger.
Hier sind wir am alten Hafen, den man suchen muss. Im Hintergrund eine Bronze-Figur, zwischen den Olivenbäumen alte Mühlsteine, nicht für das Getreide, sondern für das Olivenöl.
Heute werden sehr moderne Maschinen dafür genutzt, wie man
hier sieht. Ja und die Oliven-Ernte ist auch nicht mehr weit.

Das ist der neueHafen, der aber genauso malerisch ist.

Schöne Gärten, Innenhöfe und Häuserfassaden sind zu bewundern.


Die Blumen bleiben im Winter auf den Balkonen und blühen dann im Frühjahr sofort, wie die ersten schönen Tage da sind. Im Dorf gibt es nie Frost.
Jetzt steht der Rosmarin in Blüte.
Auf Künstler und Kunst trifft man im ganzen Ort.

Genau an dem Tag, wie wir da waren, gab es eine "Caccia al tesoro", eine Schatzsuche, für Mittel-Timer, denn Oldtimer waren das noch nicht. Ich kann mich noch an einige erinnern. Welchen Schatz sie gesucht haben, wissen wir nicht.
Letztes Wochenende gab es wieder eine Initiative der Gastronomie vom Dorf. Man kauft eine Tessera, kann in den beteiligten Lokalen allerhand probieren und verkosten. Unter diesem Link
Ciottolando con gusto könnt ihr nachsehen was es alles gegeben hätte. Übrigens sind die ciottoli, die Kieselsteine, hier, auf die mit Kieselsteinen gepflasterten Gassen bezogen, auf denen man wandelt.

Wir haben es versäumt. Für nächstes Jahr trage ich es mir in den Kalender ein: 1. Wochenende im Oktober!! Ach ja: das letzte Lokal das ich besuchen würde, wäre die Speckstube.