18.09.10

Kartoffel-Gratin

Es ist wirklich nichts Besonderes, aber immer wieder gut und eigentlich schnell zubereitet. Die Temperaturen sind auch bei uns deutlich zurück gegangen und seit 2 Tagen regnet es. Zum Glück dauert das bei uns nie sehr lange und morgen soll sich die Sonne wieder scheinen. Aber man mag jetzt schon etwas Deftigeres, als bei der großen Hitze im Sommer.

Kartoffel-Gratin ist eine der Leibspeisen meiner Familie und es gibt wirklich viele Varianten. Meine Liebe zur Kartoffel habe ich euch schon gestanden. Diese hier stammen von meinem kleinen eigenen Kartoffelacker am Gardasee. Ich habe heuer eher kleinere Exemplare geerntet und passen deshalb für dieses Gericht besonders gut. So in eine Form geschichtet sieht es besonders hübsch aus und ohne Zwischenlage, in diesem Fall der Speck, könnte man ein solches Törtchen als Beilage zu Fleisch servieren.

Für 4 Gratin-Törtchen:
  • 300 g kleine, speckige Kartoffeln

  • 70 g Pecorino

  • 70 g Vinschger Almkäse (muss nicht genau der sein, Hauptsache der Käse schmilzt)

  • 70 g Parmesankäse

  • 150 Speck, in dünne Streifen geschnitten

  • Sahne

  • Salz

  • Pfeffer

  • eine Handvoll Cocktailtomaten
  1. Ich schäle die Kartoffeln und hoble sie in nicht zu dicke Scheiben.

  2. Ich setzte einen Dämpfeinsatz in einen passenden Topf, schütte Wasser in den Boden, verteile die Kartoffelscheiben auf dem Sieb, salze sie und lasse sie ca. 5 Minuten dämpfen.

  3. Inzwischen brate ich die Speck-Streifen in einer kleinen Pfanne knusprig und lasse sie abkühlen.

  4. Als Ringe verwende ich verschiedene Größen von Keksausstechern. Setzringe aus Stahl würden sich wahrscheinlich besser eignen und man hat dafür auch immer wieder andere Verwendungen. Beim nächsten Mal!

  5. Die Kartoffeln müssen unbedingt ein wenig abkühlen, denn sonst verbrenne ich mir beim Einschichten die Finger.

  6. Die verschieden Käsesorten (es waren Reste, welche ich aufgebraucht habe) reibe ich in eine Schüssel und mische sie.

  7. Ich nehme ein Backblech,lege es mit Backpapier aus, stelle die Ringe darauf und schichte die Kartoffelscheiben in den Boden, streue Käse darüber, schichte die zweite Kartoffelschicht ein und gebe wieder Käse darauf.

  8. Jetzt verteile ich den knusprigen Speck auf die vier Formen, schließe mit den restlichen Kartoffelscheiben ab und ende mit dem übriggebliebenen Käse.

  9. Ich salze und pfeffere die Törtchen und träufle etwas Sahne darüber.

  10. Den Backofen habe ich schon auf 200° vorgeheizt und als das Blech schon im Ofen war, fällt mir noch ein, dass ich noch ein paar Cocktailtomaten auf's Blech schmeißen könnte, was keine schlechte Idee war.


  11. Ich backe die Törtchen ungefähr eine halbe Stunde, bis sie goldbraun sind.


Zum Servieren löst sie Norbert mit einem Messer vom Rand, hebt sie auf die Teller und setzt ein paar Tomaten dazu. Als Zwischenlage, anstatt des Specks, könnte man gegrilltes Gemüse, filetierten, frischen Lachs, Schinken, gekochte Artischockenherzen und vieles mehr verwenden.
Dann habe ich noch Petras Pfirsich-Cobbler nachgebacken, der uns phantastisch geschmeckt hat.
Ich habe von allem nur die Hälfte verwendet. Weggelassen habe ich den Natron beim Teig, der, wie sie schon erwähnt, nicht notendig ist, bei den Früchten den Ingwer, die angegebenen Prise Salz(?) und habe ein bisschen weniger Zucker und anstelle des Schmand's, Sauerrahm mit 24% Fettgehalt genommen. Ich habe allerdings den Saft der Pfirsiche nicht extra aufgekocht, sondern habe in der feuerfesten Form die Pfirsiche mit Zucker, Vanille und Zitronensaft ziehen lassen und nach 1/4 Stunde einen Teelöffel Speisestärke untergemischt, dann mit dem Teig und dem Rest sofort in den Ofen geschoben.
Ich muss es unbedingt auch mit anderen Früchten probieren, denn es war wirklich super!

Kommentare:

  1. Hallo Magdi
    habe erst gestern auch ein Kartoffelgratin mit Mangold gemacht und es war sehr lecker. Die Idde habe ich von http://tinizuhause.blogspot.com/2010/08/spinat-fritatta.html
    LG Siglinde

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  2. Hallo,den Gratin zu portionieren ist eine feine Sache ...merke ich mir..Förmchen sind ja da...
    schönen Sonntag wünscht Heike im übrigen denke ich über ein Blogevent nach..mal sehen..

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  3. Die vermeintlich "nicht besonderen" Rezepte sind doch oft die Besten. Dein 3erlei-Käse-Kartoffelgratin hat mir gerade jedenfalls ganz schön Lust auf´s Mittagessen gemacht. ;-)

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  4. Die Kartoffelgratins stell ich mir mit den ofengebackenen Kartoffeln besonders gut vor.

    Und der Cobbler ist dir sehr gut gelungen!

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  5. Kartoffelgratin ist immer genial und Deins sieht super aus. Und dann noch dieser Nachtisch dazu - ein Traum :)

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  6. Speck hatte ich bisher noch nicht dran. Aber warum nicht...

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  7. @Hallo Siglinde, Kartoffelgratin bietet sich einfach für so vieles an und schmeckt immer. Lg Magdi

    @Heike, normalerweise backe ich ihn schon auch in einer großen Form, aber zum Servieren sieht er so wirklich nett aus.

    @Christina, grad beim Gratin verbrauche ich häufig Käse, der im Kühlschrank in kleinen Portionen auf was Gescheites wartet.

    @Petra, ich habe es dir zu verdanken, dass der Cobbler so gut gelungen ist:)

    @Mestolo, für dich wahrscheinlich ohne Speck:)

    @Claus, es gibt da keine Grenzen!

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  8. Ciao! So was haette ich gerne jetzt vor der Nase und dazu die Gabel in der Hand...

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  9. Eine unserer Lieblingsspeisen! Gerne mit Gruyere.
    Oder mal mit Zucchini dazwischen. Speck hatte ich auch noch nie.
    Ich muss gleich mal nachschauen, ob ich ein Kartoffelgratin bei mir verbloggt habe, sonst wirds echt Zeit...

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  10. Die Idee mit dem Speck - neu, aber absolut auf meiner nachkochliste.

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