18.01.10

Mailänder Kaffee und südtiroler Bratapfel

Samstag mussten wir beruflich nach Mailand auf eine Messe. Natürlich nicht in die Innenstadt, aber ab und zu fahren wir auf den Piazza Duomo, weil er einfach so schön ist. Außerdem bekommt man dort den besten Kaffee. Schon auf der Hinfahrt hatten wir Nebel, etwas was wir zu Hause nicht kennen. Die Nebeldecke hat sich auch im Laufe des Tages nicht aufgelöst.Das Auto haben wir am Messegelände geparkt und sind mit der "Metropolitana" ins Zentrum gefahren.
Früh am Morgen waren es fast nur Ausländer, die zugestiegen sind.

Auf dem Piazza Duomo angekommen bin ich jedesmal von diesem wunderschönen Bau fasziniert, von dieser prachtvollen Kirche.


Gleich daneben liegt das nächste Prunkstück, die "Galleria Vittorio Emanuele II".


Momentan sind in der Kuppel hunderte Lichter installiert die das wunderschöne Mosaik am Boden wiederspiegeln sollen. Nur noch in Neapel habe ich noch so eine schöne Galerie gesehen, die "Galleria Umbero I".


Wir haben dann direkt am Platz in einer Bar, am Tresen einen "café macchiato" getrunken und einen "brioche" gegessen. Der "barista" hat mir mit seinem Milchschaum ein kleines Herz in den Kaffee gezaubert. Der Charme des italienischen Mannes kennt keine Grenzen, er ist sicher um einiges jünger als ich! Den "brioche" nimmt man selbst aus der, in diesem Fall beheizten, Gebäcksglocke. Der "café" ist wie ein Dessert, ich löffle noch mein Schaumherz aus der Tasse. Wir haben € 2,80 bezahlt, wenn wir uns gesetzt hätten, wahrscheinlich fast wie für ein Mittagessen.

Dann wieder mit der "Metropolitana" zum Messegelände. Jetzt steigen nur Messe-Besucher zu. Ich beobachte die Menschen im Wagon. Die Frauen sehr gepflegt und elegant, aber auch der italienische Mann ist modebewusst. Er trägt einen schönen leichten Schal, schöne Brillen, auf der Nase oder im Haar und ausnahmslos alle schöne italienische Lederschuhe. Ich stelle aber mit Genugtuung fest, dass der attraktivste im Wagon mein Mann ist!

Dann zur Arbeit und am Abend wieder zurück in die Heimat.

Am Sonntag wollten die Kinder zum Snowborden nach Meran 2000. Wir hatten eher Lust auf eine Wanderung. So sind wir zusammen nach Falzeben gefahren. Die Jugend hat sich mit Freunden getroffen und wir sind durch die wunderschönen, sonnendurchstrahlten Wälder auf einen Hügel, namens Spieler gewandert.


Zum Nebel vom Vortag ein atemberaubendes Schauspiel.


Ein kleiner Wasserlauf, man sieht ihn nicht, aber man hört das leise Plätschern unter der Schneedecke.

Ich schwitze und lasse richtig Dampf ab. Wenn ich oben angekommen bin, ist der Druck von der letzten Woche weg, wie beim Schnellkochtopf.


Die Aussicht ist gewaltig und die Ruhe gibt einem wieder viel Energie für die nächste Woche.

Man trifft nette Mensch auf dem "Gipfel" und wir essen mitgebrachte Brote.


In der Sonne ist es schon richtig warm. Rundherum sehen wir Schneespuren.


Abends wenn wir nach Hause kommen, bereit ich noch diese Äpfel zu, die sehr schnell gemacht sind.

Wir haben einen alten Holzherd in der Küche, dort macht Norbert Feuer. Ich wasche die Äpfel und schneide mit einem Kernhaus-Ausstecher die Kernhäuser aus den Äpfeln. In jedes Loch gebe ich: Marillenmarmelade, grob gehackte Walnüsse, Butterflocken und oben drauf noch Honig. Die Hitze im Ofen beträgt ungefähr 100°.


Eine Stunde lassen wir die Äpfel im Backofen, danach werden sie mit Genuss gegessen.

Das war ein anstrengendes Wochenende, aber ich bin glücklich.

Kommentare:

  1. Das ist eine sehr nette Geschichte die du da erzählt hast :)! Der Kaffee in Mailand ist aber teuer!! Diese Bratäpfel sehen verdammt lecker aus mmmhh....

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  2. Mir kommt es eher nicht so teuer vor. Bei uns kostet ein Macchiato überall €1,10. Wir haben pro Kaffee € 1,00 bezahlt und für den Brioche € 0,80. Das ergibt € 2,80. Für diesen Kaffee hätte ich auch mehr bezahlt, weil er so gut war. Dies bezieht sich aber nur auf den Tresen, am Tisch möchte ich nicht wissen, was der Kaffee kostet. Das ist in Venedig so, in Rom in allen großen Städten.

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