20.08.09

Roastbeef mit Kräuteröl

Heute ist endlich etwas für unsere Fleisch-Fans unter uns an der Reihe. Ob auf dem Grill oder in der heißen Stahlpfanne, so zubereitet schmeckt dieses zarte Fleisch einfach wunderbar.

Wichtig ist bei der Fleisch-Zubereitung die richtige Temperatur auf dem Grill oder in der Pfanne. So etwas ist sehr schwer zu vermitteln, da es eine Erfahrungssache ist. Grill ist nicht gleich Grill, Pfanne nicht gleich Pfanne. Ich versuche Euch mit diesem Rezept ein paar Tipps zu geben, damit Euer Fleisch auch so lecker wird wie unseres. Wie man auf dem Foto erkennt, mögen wir das Fleisch im Kern noch blutig. Das muß dann jeder für sich entscheiden, wie lange er das Roastbeef auf dem Grill läßt.













Zutaten für 4 Personen:

  • 600 g Roastbeef in einem oder zwei Stücke, hängt davon ab von welcher Seite es abgeschnitten wird, es sollte unbedingt 3 cm dick sein, oder eine Fiorentina, ohne Knochen
  • Olivenöl

  • frische Kräuter (Thymian, Majoran, Origano, wenig Rosmarin, Estragon...)

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • Öl zum Braten, wenn eine Pfanne verwendet wird

  1. Roastbeef nicht salzen, nur mit einem Küchenkrepp trocken tupfen.

  2. Grill vorbereiten. Ob ein Gasgrill oder ein Holzkohlegrill verwendet wird ist gleich, er sollte auf jeden Fall schön heiß sein. Falls das Fleisch in einer Pfanne zubereitet wird, muss man diese ohne Zugabe von Fett erhitzen. Wenn ein Wassertropfen, den man in die Pfanne fallen läßt, perlt, hat sie die optimale Temperatur erreicht. Wenn der Tropfen zischend verdampft, ist sie noch zu wenig heiß. Nun gibt man einen Tropfen Öl in die Pfanne und verteilt ihn mit einem Silikonpinsel, dem diese Hitze nichts ausmacht.













  3. Das Fleisch auf den Grill legen oder in die Pfanne. Bei der Pfanne muss die Hitze auf mittlerer Temperatur zurück geschalten werden, sonst verbrennt das Fleisch
  4. Das Roastbeef mindestens 5 Minuten pro Seite auf dem Grill oder in der Pfanne braten, wenn einem der Kern blutig schmeckt. Sonst muss man es länger lassen. Länger als 10 Minuten pro Seite würde ich das Fleisch nicht braten, die Gefahr ist dann groß, dass es zäh wird.

  5. Von der Hitzequelle nehmen und für 10 Minuten auf ein Brett legen, damit sich das Fleisch "entspannen" kann. Man dreht das Fleisch allerdings nach 5 Minuten um, damit sich der Saft in der Mitte gut verteilen kann. Dieser Vorgang ist sehr wichtig. Wenn man das Fleisch sofort anschneidet, läuft einem der ganze Saft heraus und man hat ein trockenes Fleisch übrig.

  6. In der Zwischzeit die Kräuter waschen, trocknen, von den Stängeln befreien und sehr fein hacken. In ein Schüsselchen geben, mit reichlich Olivenöl übergießen und kräftig salzen.

  7. Das Fleisch mit frischem Pfeffer würzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Kräuteröl servieren.
Dazu paßt natürlich gegrilltes Gemüse, gegrillte Polenta... Übringens schmeckt Polenta zum Gegrillten, wenn man, nachdem sie gekocht ist, einen Eßlöffel fein gehackten Rosmarin unterrührt. In eine Form schütten, die vorher mit kaltem Wasser ausgeschwenkt wurde und erkalten lassen. Danach in Scheiben schneiden und grillen.
Rosmarin entfaltet noch stärker sein Aroma, wenn es vor dem Hacken in einem Mörser zerdrückt wird.

Kommentare:

  1. Magdi, wie schafft man es, daß in dieser Stahlpfanne nichts anklebt? Muß man sie vorher einbraten, so wie Eisenpfannen?
    Daß man zum Reinigen kein Spülmittel nimmt, ist klar.
    Habe jetzt einen Induktionsherd und brauche noch eine gut erhitzbare Pfanne.
    Wäre für einen Tip sehr dankbar!

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  2. @barbara, vor dem ersten Gebrauch ist kein einbraten notwendig. Normal abspülen reicht, wobei man Spülmittel verwenden kann welches und wieviel man will, das macht der Pfanne nichts.
    Die Pfanne soll ohne Öl erhitzt werden, dass ein Tropfen Wasser, wenn ich ihn hineinfallen lasse, perlt. Das Wasser wischt man heraus und gibt wenig Öl in die Pfanne, wenn möglich mit einem Silikonpinsel und ab die Post. So ist die Pfanne wie versiegelt. Beim Reinigen tu ich mich um vieles leichter, wenn die Pfanne heiß ist. Also sofort nach dem Braten, oder später noch mal erwärmen. Und welche Barbara bist du, ich kenne einige?

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