14.03.11

Suchbild zum Nachkochen

Wenn man von uns aus in das Vinschgau fährt, von dort aus in das Suldental, dann kann man über dem Stilfserjoch in das Valtellina gelangen. Von diesem Tal kommen die Pizzoccheri, Nudeln mit Buchweizenmehl. Vor Jahren hab ich einmal welche gekauft und zubereitet. Damals haben sie uns nicht sonderlich geschmeckt.
Manu hat mich dann wieder an sie erinnert und neugierig gemacht. Ich habe bei Robert mitbekommen, dass es einige Menschen gibt, die Buchweizen nicht besonders mögen. Er hat Buchweizennudeln selbst gedreht, was wahrscheinlich eine ziemliche Arbeit ist.

Ich habe sie hingegen nur geschnitten. Das ist wesentlich einfacher. Wenn man originale Pizzoccheri ansieht und meine, würde man glauben, ich hätte kein Buchweizenmehl verwendet.
Selbst gemahlenes Buchweizenmehl hat nicht das selbe Aussehen, wie gekauftes. Diesem Irrtum bin ich schon als junge Frau unterlegen. Da ich noch keine Mühle besaß, hatte ich gemahlenen Buchweizen im Bioladen gekauft. Zu Hause wollte ich das Mehl in die Vorratsdose umfüllen. Das Mehl sah aber ganz anders aus, als ich gewohnt war. Ich wieder auf's Fahrrad, um den Irrtum auf zu klären. Die Verkäuferin hat mich dann aufgeklärt. Um Buchweizen so zu mahlen, dass die innere schwarze Schale gut sichtbar wird, braucht es eine eigene Mühle. Mit einer normalen Getreidemühle kommt sie nicht so zur Geltung.
Das Rezept für die Pizzoccheri habe ich aus dem Kochbuch"Ricette di Osterie d'Italia", herausgegeben von Slow Food. Es gibt das Kochbuch auch in deutscher Sprache. Ein sehr interessantes Kochbuch, ohne Fotos, wo man sich noch selbst vorstellen muss, wie das Gericht aussehen sollte.
Vor dem Rezept zeige ich euch noch die zwei Bilder, welche Norbert gemacht hat. Bei einem fehlt etwas. Findest ihr heraus, was es ist?


Pizzoccheri della Valtellina
Zutaten für 4 Personen:
  • 200 g Mehl
  • 200 g Buchweizenmehl, fein
  • 1 Ei
  • ca. 50 ml Wasser
  • 250 g Wirsing (es geht auch Mangold oder Kohl)
  • 2 Kartoffeln
  • 200 g Parmesankäse
  • 200 g Fontina
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Salbei
  • 50 g Butter
  1. Ich knete aus den Mehlen einen geschmeidigen Teig, nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass, reguliere das Wasser dementsprechend, und lass ihn in einem Nylonbeutel etwas ruhen, damit er sich entspannen kann.
  2. Ich setze reichlich Wasser auf, salze es erst später.
  3. Den Wirsing teile ich, schneide den Strunk heraus und schneide ihn in Streifen.
  4. Beide Käsesorten schneide ich in Würfel.
  5. Die Kartoffeln schäle ich, schneid sie ebenfalls in Würfel und dämpfe sie separat, ein wenig gesalzen, über Wasserdampf weich.

  6. Den Nudelteig rolle ich mit der Nudelmaschine nicht ganz so dünn aus und schneide Rechtecke.
  7. Diese gebe ich mit dem Wirsing ins kochende Salzwasser. Ihr müsst dann selbst immer wieder eine Nudel probieren. Sehr lange brauchen sie nicht.

  8. In der Zwischenzeit schwenke ich die geschälte, ganze Knoblauchzehe und den Salbei, den ich im Garten mit anderen Kräutern gestutzt und jetzt in der Küche stehen habe, in der zerlassenen Butter, bis der Knoblauch Farbe annimmt, dann nehme ich den Zeh heraus.
  9. Die Nudeln siebe ich ab, schütte sie mit dem Wirsing in eine feuerfeste Form, streue den Käse darüber, gieße die aromatisierte Butter darüber und fertig ist das Gericht, hab ich geglaubt.

Uns hat es ausgezeichnet geschmeckt, bis mich Norbert fragte, wo die Kartoffeln geblieben seien, die er geschält hatte. Jetzt habt ihr auch des Rätsels Lösung. Die Kartoffeln haben gefehlt. Und ich muss sagen, mit Kartoffeln hat es wirklich noch besser geschmeckt. Die Nudeln hatten einen feinen Buchweizegeschmack, gerade recht, deshalb gebt dieser Variante nochmals eine Chance!

Noch ein kleiner Nachtrag für Martin, meinem Neffen: diese Nudeln musst du unbedingt ausprobieren, jetzt wo du Oma's Nudelmaschine hast:)

Kommentare:

  1. Ich hab noch Buchweizenmehl im Vorratsschrank. Das musste mal aus Südtirol mit ;-)
    Bis jetzt hab ich aber noch nichts rechtes damit anzufangen gewusst. Da ich aber sehr gerne Pasta mache, werde ich es damit mal probieren. Danke!

    AntwortenLöschen
  2. Bin auch kein Fan von den Pizzocheri und kann auf deinen Fotos nichts finden, was fehlen sollte. Gibt es auch eine Auflösung? Irgendwann??? LG Siglinde

    AntwortenLöschen
  3. @Sandra, es ist so ein Rezept für kühle Tage, also noch passend.

    @Siglinde, die Lösung steht schon da, im vorletzten Abschnitt::))

    AntwortenLöschen
  4. Mit dem Kochbuch liebäugel ich auch schon, kannst Du es empfehlen?

    AntwortenLöschen
  5. Wo ist denn mein Kommentar hin? Habe ich Knöppe auf den Augen?

    AntwortenLöschen
  6. @Päm, ja ich mag es sehr, obwohl es sogar für mich manchmal schwierig ist an die richtigen Zutaten zu kommen. Man muss halt improvisieren. Außerdem ist das Hintergrundwissen, welches fast bei jedem Rezept angeführt ist, sehr interessant.

    @Astrid, ich hab ihn auch nicht gesehen:)

    AntwortenLöschen
  7. komisch, oder? Die Abofunktion funzt nämlich.
    naja, ich habe jedenfalls gleich gestern morgen als Lösung angemerkt, dass auf beiden Bildern Norbert fehlt und gefragt, ob ich denn jetzt gewonnen habe. :)
    Mittlerweile weiß ich ja, dass dem nicht so war.
    *gg

    AntwortenLöschen
  8. War ein Suchkommentar zum Bild. *hihi

    AntwortenLöschen
  9. @Astrid, ja du hast Norbert gewonnen!!! Nein, nein den würde ich um kein Geld der Welt hergeben. Du hast die Kartoffeln gewonnen, leider musst du sie dir selbst abholen::))

    AntwortenLöschen