Montag, 26. Oktober 2009

Minestrone, eine Suppe für Herz und Bauch

Prinzipell habe ich den Sommer lieber. Man hat nicht ständig zu kalt, ist nur spärlich bekleidet, kann viel im Freien unternehmen...Es gäbe viele, viele Argumente, die mir für den Sommer einfallen würden. Ein Argument für den Herbst bzw. Winter ist diese Suppe. Minestrone, heißt wortwörtlich übersetzt "große Suppe", um darauf hinzuweisen, dass es eine gewaltige Suppe ist. Eine von der man was hat. Ein Essen das wichtig ist.
Das Gemüse, ist fast nicht zu glauben, kommt noch aus meinem Garten, der, wie die meisten schon wissen, etwas südlicher liegt, als ich wohne.
Auf eine Frage nach einem schnellen Gericht, habe ich einmal die Gemüsesuppe genannt. Das Gemüse grob geschnitten, mit dem Schnellkochtopf gekocht, kommt mir die Zubereitung im Gegensatz zu vielen anderen Speisen eher schnell vor.
Die Zutaten stellen sich eigentlich von selbst zusammen. Das was grad da ist, oder aufzubrauchen wäre, wird genommen. Leider wird für Gemüsemuffel die Minestrone manchmal passiert, damit das Gemüse nicht mehr so erkennbar ist. Ich finde gerade das schön für´s Auge und viel besser im Geschmack.
Als wir Kinder waren, wollten wir unserem kleinen Bruder beweisen, dass er Erbsen nur nicht mag, weil er es sich einbildete. Meine Schwester und ich haben ihm sämtliche Erbsen in den Nudeln versteckt. Keine hat er gesehen und alles aufgegessen. Nachher wollte er uns nicht glauben, wieviele Erbsen er verspeist hatte. Das zum Thema: das Auge ißt mit!
Für diese Suppe hat sich folgende Zusammenstellung ergeben:

Zutaten für eine Minestrone:
Siehe Bild oben, oder Angabe unten:

1/2 Zwiebel
1 Karotte
2 Kartoffeln
2 Röschen Brokkoli
1 Lauch
1 Selleriestange
1 Hand voll Stangenbohnen
1 Knoblauchzehe
2 Stängel Basilikum
100 g Ceci (Kichererbsen, hat nichts mit kichern zu tun)
1 reife Tomate (fehlt auf dem Foto)
100 g Speck
1 geputzte Rinde vom Parmesankäse (für einen guten Geschmack, danach ist er zäh wie Kaugummi, ein Parmesankaugummi)
Olivenöl

100 g Nudeln

  1. Ceci in reichlich Wasser mindestens eine halbe Stunde einweichen. Zwiebel, Karotte, Knoblauchzehe und Kartoffeln schälen, auch die Tomate, diese allerdings mit dem Tomatenschäler.
  2. Restliche Gemüse waschen und putzen.
  3. Zum Parmesankäse ist vielleicht noch zu sagen, dass ich die Rinde, welche immer übrig bleibt, nie wegschmeiße, sondern für solche Fälle aufbewahre. Ich schabe sie am schmutzigen Ende ab und teile sie für die Suppe in drei Teile. Manchmal gebe ich sie auch in den Risotto. Dann schneide ich sie allerdings in kleine Würfelchen.
  4. Basilikum und die Blätter vom Sellerie fein hacken und als erstes in Olivenöl im Schnellkochtopf ein wenig braten.
  5. Das Rote vom Speck schneide ich in grobe Würfel, das Weiße in feine, in den Topf zu den Kräutern geben.
  6. Das Gemüse ebenfalls in gröbere Würfel schneiden und im Schnellkochtopf etwas anrösten.
  7. Jetzt erst kommen die abgeseihten Kichererbsen und die Parmesankäse-Rinde dazu.
  8. In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen, dann erst salzen und die Nudeln darin nach Packungsanleitung kochen. Abseihen und mit kaltem Wasser abbrausen, damit sie nicht kleben.
  9. Jetzt gibt man in den Schnellkochtopf soviel Wasser, damit das gesamte Gemüse vollkommen vom Wasser bedeckt ist. Mein 4,5 l Topf ist dann 3/4 voll. Salzen und den Topf mit dem Deckel verschließen.
  10. Sobald der Inhalt zu kochen beginnt, steigt das Ventil. Dieses lasse ich nur bis zum 1. Ring hochgehen, dann nehme ich den Topf vom Herd.
  11. Nun muss man das Ventil von alleine wieder sinken lassen, das geht relativ schnell, danach den Deckel öffnen und die Suppe mit den Nudeln servieren.

Die Nudeln koche ich separat. Stellt euch vor, es bleibt Suppe übrig, mit den Nudeln drin. Das wird dann Stampfsuppe.

Erbsen gibt es diesmal keine, weil sie im Garten nicht recht gedeihen wollten. Unser Bruder mag sie heute noch nicht. Wahrscheinlich, weil sie ihm niemand mehr versteckt.

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