Endlich ist es warm, nein heiß, so wie ich es gerne habe. Das einzige Problem ist die Wärme in der Wohnung. Im Dachgeschoss mit einigen Dachfenstern staut die Hitze unter Tags so richtig. Deshalb sind Tätigkeiten wie Bügeln oder Kochen entweder in einen anderen Teil des Hauses oder zu einer anderen Uhrzeit zu verlegen. Zum Glück kann ich beides. Mit der Bügelwäsche wandere ich ins Erdgeschoss, wo es wesentlich kühler ist. Kochen verschiebe ich auf den frühen Morgen. Mittags warm essen ist sowieso eine Zumutung. Deshalb stehe ich morgens früh auf, um die Rondini zu zubereiten, welche ich wieder einmal erstanden habe. Es sind die knuddeligen Verwandten vom Zucchini, welche zur Familie der Kürbisse gehören und diesen sieht man das auch richtig an. Da die Ferien vor der Tür stehen muss im Kühlschrank aufgeräumt werden. Das merkt man bei diesem Rezept.
Gefüllte Rondini
Zutaten für 4 Personen (lasst euch nicht verwirren: ich habe nur für 3 Personen gekocht, deshalb nur 6 Rondini, aber das Rezept ist auf jeden Fall für 4):
- 8 Rondini
- 200 g Faschiertes (ich hatte ein undefinierbares kleines Stück Lammfleisch im Gefrierschrank und habe das faschiert)
- 1- 2 Scheiben altbackenes Weißbrot
- 1 Spalte roter Peperoni (war von irgendwas anderem übrig)
- 1 frischer Peperoncino (mich hat jemand angesteckt, mit dieser scharfen Leidenschaft)
- 2 EL Parmesankäse, gerieben
- Salz
- Pfeffer
- Olivenöl
außerdem
- etwas selbstgemachten Tomatensugo (war die letzte Flasche, seufz)
- 1/4 Zwiebel
- nochmal Salz
- Pfeffer
- 1 EL Olivenöl
- Ich schalte den Backofen auf 180° C Heißluft ein.
- Ich schneide den Kugeln den Deckel ab und höhle sie aus, das Fruchtfleisch hacke ich mit dem Finecut etwas kleiner.
- Ich schneide den Peperoni in kleine Würfel.
- Ich lasse Olivenöl in einem Pfännchen erwärmen und dünste das Fruchtfleisch solange, bis es Farbe annimmt, gebe dann den Peperoni hinein und röste ihn noch etwas mit.
- Ich wasche den Peperoncino, teile ihn (wer will nimmt etwas Kerne und Zwischenhäute heraus und nimmt ihm so etwas von der Schärfe) und schneide ihn in dünne Streifen.
- Das Brot weiche ich in wenig Milch ein.
- Ich gebe in eine Schüssel: Fruchtfleisch, Faschiertes, ausgedrücktes Weißbrot, Peperoncino, Parrmesankäse, Salz und Pfeffer und mische alles miteinander.
- Ich schneide die Zwiebel in Ringe.
- Jetzt schütte ich den Tomatensugo in eine feuerfeste Form, mische ihn mit gleich viel Wasser wie Sugo, Zwiebelringen, Olivenöl, Salz und Pfeffer.
- Ich schiebe die Form für einer halben Stunde in den Backofen.
Richtig gut sind die kugeligen Zucchinis aber erst, wenn sie wenigstens eine halbe Stunde abgekühlt sind.
Soviel zum Essen im heißen Südtiroler Sommer. Auf etwas ganz anderes möchte ich euch hinweisen. Letzte Woche hat mich Judith vom Online-Magazin "Barfuss" interviewt. Es war sehr nett mit ihr zu plaudern. Sie hat mich gefragt wie ich zum Boggen gekommen bin und viele andere Fragen, die ihr hier auf der Seite von Barfuss beantwortet findet.











