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Dienstag, 24. November 2009

Pasticcio mit Brokkoli

Gestern hatte ich es eilig. Ich bin erst spät von der Arbeit nach Hause gekommen. Was koche ich jetzt noch?? Wieviel Zeit habe ich noch? 45 Minuten!
Bestandsaufnahme des Kühlschranks, auf das Mittagessen konzentriert: ein Stückchen Bauchspeck, etwas Mortadella, unbedingt zu verbrauchen, eine halbe geräucherte Provola, eine Ecke milder Pecorino....
Zwiebel, Knoblauch, Tomatensugo und Nudeln (in diesem Fall Pennette lisce) sind immer zu Hause, Butter, Mehl und Milch ebenfalls. Und dann hatte ich noch einen schönen Brokkolo, vom eigenen Garten, der ist mir aber erst später eingefallen.
Also an die Arbeit: einen Topf Wasser auf den Herd stellen, Backofen auf 220° Ober und Unterhitze vorheizen, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken, Speck und Mortadella in feine Streifchen schneiden, in wenig Olivenöl mit dem Zwiebel und dem Knoblauch bei milder Hitze ein wenig bräunen, ca. 300 g Tomatensugo einrühren und alles bis zum Gebrauch, mit dem Deckel ein wenig geöffnet, kochen lassen.
Ein dritter Topf kommt auf den Herd, es kommt ein Stückchen Butter rein (ca. 50 g). Ich lasse es zergehen, gebe ca. 2 Esslöffel Mehl dazu und lasse es aufschäumen. Die kalte Milch rühre ich ein, es waren ungefähr 700 ml und rühre bis die Béchamelsauce eingedickt ist, immer wieder mit einem Schneebesen um. Ich fluche, sie ist mir diesmal sehr dünn geworden, fast eine Béchamelsuppe, was sich später aber als Vorteil erweist.
Inzwischen Wasser salzen, Nudeln abwiegen und in das kochende Wasser geben. Die Kochdauer stelle ich immer auf meiner Eieruhr ein, diesmal allerdings 2 Minuten weniger als die Zeit, welche auf der Packung angegeben ist.
Dem Provola schneide ich ganz dünn die geräucherte Haut ab und schneide ihn in hauchdünne Scheiben. Den Pecorino befreie ich ebenfalls von der Rinde.
Eine feuerfeste Form muss her. Sugo und Béchamelsauce salzen, Sugo auch pfeffern und die Nudeln abseihen.
Jetzt erst fällt mir der Brokkolo ein. Ich stelle nochmals wenig Wasser auf den Herd. Reiße den Brokkolo aus dem Kühlschrank. Inzwischen ist auch Norbert nach Hause gekommen. Ich bin erleichtert! Er putzt mir den Brokkolo, ich schneide ihn in kleinere Teile. Danach muss er noch warten, da das Wasser noch nicht kocht. Wie spät ist es? Die Kinder kommen in 25 Minuten nach Hause!
Ich stelle alles, außer den Brokkolo, der noch kocht, vor mich auf den Tisch und schichte es hintereinander in die Form: die Hälfte der Nudeln, die Hälfte des Sugo´s, ein Drittel der Béchamelsauce, die Provolascheiben. Der zweite Teil der Nudeln folgt, so wie der restliche Sugo und wieder ein Drittel der Béchamelsauce.
Jetzt noch den Pecorino darüberreiben und ab in den Backofen, auf der mittleren Schiene.
Eine viertel Stunde habe ich noch. Inzwischen kocht das Wasser. Salz und die Brokkolistücke ins Wasser geben und umrühren, damit das Salz zergeht.
Jetzt habe ich sogar noch Zeit den Tisch zu decken, für den Salat ist Norbert zuständig, den er immer sehr abwechslungreich zubereitet. Heute gibt es Vogelesalat mit rohen Fenchelstreifen.
Der Brokkolo ist noch stark bisfest, aber wir haben ja alle gut Beisser, aber die Zeit drängt, deshalb seihe ich ihn ab.
Ich nehme die feuerfeste Form nochmals aus dem Ofen, verteile den Brokkolo über der schon entstandenen Kruste und gebe die restliche Béchamelsauce darüber, sie ist auch durch das Abkühlen nicht dicker geworden. Wieder in den Ofen rein und die restlichen 10 Minuten nochmals überbacken.
Wenn das mal was Gescheites wird!?
Inzwischen trudeln die abgekämpften Krieger ein, hungrig, durstig und müde.
"Was gibt es heute?" ist die erste Frage.
Nach 45 Minuten steht der Pasticcio auf dem Tisch. Er sieht gut aus und riecht auch verlockend. Wir schöpfen ihn auf die Teller. Die Béchamelsuppe haben die Nudeln aufgesaugt, da sie ja noch nicht ganz gekocht waren und der Pasticcio ist sehr saftig. Wieder einmal Glück gehabt!
Nach dem Essen räumen Norbert und ich die Küche auf. Danach haue ich mich für 10 Minuten auf´s Ohr. Jetzt bin ich die abgekämpfte Kriegerin. Ich habe wieder einmal die Schlacht gewonnen!

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