16.01.14

Im Test: Parmesankäse reiben I - Vollkorn-Risotto mit Schwarzwurzeln

Damit ihr seht, was euch später noch erwartet.























Aller Anfang ist schwer.

Deshalb habe ich es mir nicht leicht gemacht und gleich am Anfang dieses Jahres einen Test für euch durchgeführt.

Für mich und für viele andere ist es selbstverständlich Parmesankäse selbst zu reiben.

Erstens weiß ich welchen Käse ich verwende, bei bereits geriebenem weiß ich gar nichts, weil nicht immer drin ist, was draufsteht. Außerdem trocknet geriebener Käse sehr schnell aus und das ist bei diesen Preisen schade.

Wenn man den Parmesankäse unter eine Sauce rührt, oder in eine Lasagne streut macht es keinen Unterschied wie der Käse gerieben ist, doch wie der Käse für die Pasta gerieben sein sollte, da gibt es schon Vorlieben, wenn nicht gar Regeln. 

Aber welche Käsereibe geht wirklich gut??

Robert  hat noch vor mir eine Käsereibe getestet. Leider! Er ist nicht zufrieden, was ich auch verstehen kann. Viel zu schwer und anscheinend nicht funktional. Leider deshalb, weil er sie sehr teuer erstanden hat.

Für euch, die ihr noch keine habt, habe ich sämtliche Reiben, welche wir im Geschäft führen ausprobiert. Ein paar besitze ich selbst.


Ihr seht, es sind nicht wenige.

Die zwei ersten Reiben sind von WMF. 

- 1 Eine Käsemühle gleich am Anfang. Von dieser hätte ich mir mehr verhofft. Sie reibt kurze Streifen. 

Einen Plus-Punkt gibt es trotzdem für diese Käsemühle: dadurch, dass die Trommel sehr nahe am Gehäuse ist, kann kein Käse nach hinten rutschen und somit keine groben Reste entstehen, wie es bei viele Käsemühlen der Fall ist.

Sicher ist man mit einer Mühle schneller, als mit einer Handreibe.

- 2 Diese Reibe kann ich mein Eigen nennen und dient mir schon viele Jahre. Das Einfachste was es gibt. Damit reibe ich Käse jeder Art, Karotten, wenn von Nöten und Sonstiges. Der Käse wird gleich, wie bei der Käsemühle.

Die drei weiteren Reiben sind Laser-Cut-Reiben von GEFU.

- 3 und 4 Auf diesen Fotos ist dieselbe Reibe abgebildet.
Damit reibe ich Zitronenschale, Muskatnuss, aber auch Parmesankäse, wenn ich ihn ganz fein haben will.

- 5 Dann gibt es noch einen speziellen Hobel, für "scaglie", wie der Italiener so schön sagt, für "Schuppen" oder "Flocken". Damit hoble ich Parmesankäse, wenn ich reichlich will, oder bei bestimmten Pasten, aber auch Carpaccio vom Rind oder vom Kohlrabi, Schokolade für die Deco, Karotten für den Salat...

- 6 Das ist jetzt die Kronenfeinreibe dieser Serie und wahrscheinlich die Reibe, die Robert bräuchte, wenn ich es richtig verstanden habe. 

Durch die kleinen, sehr scharfen Zähne werden die Lebensmittel geschnitten und nicht zerrissen und es bleibt kein Käse an der Reibe hängen. Mit den Kronenreiben wird der Käse flockig, so wie er eigentlich gehören sollte, für die normale Pasta.

Bei den traditionellen Kronenreiben bleibt allerdings viel Käse zwischen den "Krönchen" hängen und das stört mich. Aus diesem Grund führen wir keine im Geschäft, deshalb kann ich euch kein Foto zeigen.

Und was mache ich jetzt mit dem geriebenen Käse??

Einen Vollkorn-Risotto mit Schwarzwurzeln und Karotten

Zugegeben, es kein Gemüse, das einem auf Anhieb anspricht. Aber glaubt mir, es ist ein wunderbares Wintergemüse. 

Nur beim Schälen müsst ihr unbedingt Gummihandschuhe tragen. Der Saft, welcher unter der Schale liegt, lässt sich sehr schwer von den Händen waschen.

Zutaten für 2 Personen:
  •  4 Schwarzwurzeln
  • 2 Karotten
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 180 g Vollkornreis
  • 2 Schuss Weißwein
  • 410 g Wasser
  • geriebener Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1/2 Zitrone
  1. Ich ziehe Gummihandschuhe an und bereite eine Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft einer halben Zitrone vor.
  2. Ich schäle die Schwarzwurzeln, schneide sie in schmale Scheiben und gebe sie sofort ins Zitronenwasser, dann bleiben sie schön weiß.
  3. Ich bürste die Karotten sauber und schneide auch diese in schmale Scheiben.
  4. Ich schäle die Zwiebel, hacke sie fein, gebe wenig Olivenöl in den Schnellkochtopf und dünste die Zwiebelwürfel an.
  5. Ich gebe den Reis dazu, lasse ihn heiß werden, dabei wende ich ihn ununterbrochen, sonst verbrennt der Zwiebel.
  6. Ich lösche mit einem Schuss Weißwein, lasse ihn einkochen und gieße sofort mit dem Wasser auf. Wichtig: der Vollkornreis wird nicht gesalzen, sonst schließt er sich nicht auf und bleibt fast für immer hart.
  7. Deshalb schließe ich sofort den Deckel, warte bis der 2. Ring des Ventils sichtbar wird, schalte früh genug die Hitze herunter und lasse den Reis so 10 Minuten kochen.
  8. Inzwischen erhitze ich wenig Olivenöl in einer Pfanne und lasse die abgetropften Schwarzwurzelscheiben und die Karottenscheiben darin rösten, bis sie Farbe angenommen haben.
  9. Ich gieße mit dem zweiten Schuss Weißwein auf, gebe auch ein wenig Wasser dazu, salze und pfeffere und lasse sie solange köcheln, bis der Reis fertig ist.
  10. Sobald die Zeit für den Reis um ist, stelle ich den Schnellkochtopf in das Waschbecken, lasse kaltes Wasser über den Deckel laufen, bis das Ventil nicht mehr sichtbar ist und ich den Topf öffnen kann.
  11. Ich salze erst jetzt den Reis mit Vorsicht, da noch ziemlich Parmesankäse darunter gerührt wird und gebe auch das Gemüse dazu.
 Dazu gab es Endivien-Salat.

Hier findet Ihr hier: Parmesankäse reiben II

Kommentare:

  1. Genau die Nummer 5 fehlt mir. Die restlichen Reiben besitze ich in mehr oder weniger ähnlicher Ausführung auch. Gute Idee, das Resultat mal zu demonstrieren. Ach Schwarzwurzeln sollte ich auch noch...

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  2. Risotto mit Schwarzwurzeln: wie lecker! Leider gibt's die kaum jemals bei uns in Maine zu kaufen, die Leute wissen gar nicht, was das ist. Man könnte aber vermutlich auch Petersilienwurzeln als Ersatz dafür nehmen.
    LG aus Maine,
    Karin

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  3. @ja lieber Robert, du musst dir halt einen Einkaufszettel schreiben und mir den dann früh genug zumailen, dass ich dann alles parat habe, wenn ihr mich besuchen kommt:)

    @hanseata, schade! Ich habe sie lange verschmät:) bis ich auf den Geschmack gekommen bin. Wurzelgemüse passt immer zu Wurzelgemüse, auf jeden Fall!

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  4. Tolles Rezept und mal was anderes :) Wird demnächst mal bei uns daheim gekocht :)

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