Donnerstag, 27. Dezember 2012

Apfelglühmix


Wenn es draußen kalt ist, dann sehnt man sich nach Wärme. Einen gepflegten Kaffee verschmähen wir nicht. Aber gegen Abend hat er eine zu starke Wirkung auf mich. Wenn ich ihn zu spät trinke, liege ich die halbe Nacht wach. Bei uns wird viel Tee getrunken und manchmal genießen wir einen selbstgemachten Orangenpunch. Dann gibt es noch eine gute Alternative: Apfelglühmix. Er ist sehr einfach zu zubereiten. In einer Apfelregion wie wir es sind, bekommt man beim Bauern gepressten Apfelsaft, naturtrüb, auch in Bioqualität.
Diesen Saft erhitze ich in einem großen Topf mit einigen Nelken und einer kleinen Scheibe Zimtrinde. Zucker enthält der Saft schon reichlich. Dann wird der Apfelglühmix abgeseiht und in Gläser verteilt.
Mit Orangenscheiben serviert schmeckt er noch fruchtiger. 


Wenn man die Orangenscheiben mit Nelken verziert, sieht das Ganze noch dekorativer aus.

Mit einem Schuss Rum ist es was für Große, sonst eignet sich der Apfelglühmix auch für Kleine.

Freitag, 21. Dezember 2012

Weihnachtsfreuden


 Freut ihr euch auch auf Weihnachten, so wie ich? Auf eine gute Vorspeise oder ein leckeres Süppchen?


Auf eine, ein wenig aufwendige Hauptspeise?


Und auf ein gelungenes Dessert??
Aber am meisten freue ich mich auf den Nachmittag des 24. Dezembers, wo ich nach 3 Wochen das erste Mal wieder mit Ruhe und Genuss, so ein Menü kochen darf, dieses ist nämlich von vorigem Jahr. Wer's nicht glaubt soll meine Familie fragen, die mich ganz in meiner Küche walten läßt, weil sie wissen, dass es dafür eine köstliche Belohnung am Abend gibt.
Was braucht man mehr, als jemandem seine Freude zu lassen, für das was er am Liebsten tut:)

Ich wünsche euch allen, dass ihr eure Freude findet und den Frieden auf Erden.


Frohe Weihnachten und ein friedvolles 2013, mit vielen dieser Freuden, auf das ganze Jahr verteilt, wünscht euch allen, eure

Magdalena, für viele Magdi

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Knödel-Tris


Heute möchte ich mit einem Gedicht von Christian Morgenstern beginnen, welches heute am 12.12.12 in unserem Gedichte-Adventkalender war. Es passt zu meinen drei Knödeln:)

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrinn der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und oben drüber schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat's niemand nicht.
Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch
und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

  
Kuscheln sich die drei Knödelchen nicht auch aneinander, wie die drei Spatzen?
Mein Knödel-Tris besteht aus Spinat, Käse und Lauchknödelchen. Knödelbrot bekomme ich von meiner Freundin Helene und einen kleinen Vorrat an Spinat hatte ich noch vom eigenen Garten im Tiefkühlfach, aber zu wenig für das ganze Brot. Der letzte eigene Lauch kam mir da gerade recht. Knödel mache ich schon viele Jahre so und Spinatknödel oder Nocken im Speziellen so. Ich verweise, wie Robert, heute auf "alte" Rezepte. Aber eher aus Mangel an Zeit. Das altbewährte kann man meistens aus dem Ärmel schütteln und ist auch immer wieder gut. Lauchknödel unterscheiden sich nur darin, dass ich anstelle von Spinat oder Speck, Lauch in feine Scheiben geschnitten, ganz weich dünste und unter die übliche Knödelmasse mische. Zwiebel braucht es in diesem Fall nicht. Für die Kasknödel nehme ich einen würzigen Südtiroler Käse, z.B. Marienberger, in kleine Würfel geschnitten und mische ihn statt des Speckes unter. 
Kleine Knödelchen sind in diesem Fall angebracht. Ich habe meistens mit 2 Knödeln genug. Wenn sie zu groß wären, könnte ich nur zwei Sorten probieren:)
Damit ein bisschen Schnee auf die "Spatzen" fällt, bestreue ich sie portionsweise mit geriebenen Parmesankäse und beträufle sie dann noch mit zerlassener Butter.
Auch für Studenten eignet sich jede Art von Knödel: günstig, kein großer Arbeitsaufwand und lecker:)

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Oh, wie schön ist die Weihnachtszeit: Krampustag und Schokobrezeln

Als Kinder sind wir ja fast gestorben. Wenn am Krampustag am Nachmittag Schule war und nur eine Kuhglocke zu hören war, dann sind uns schon die Nackenhaare aufgestanden. Unsere Brüder hingegen haben sich köstlich amüsiert den Kapussen hinterherzulaufen und sie solange zu necken, bis sie mit der Rute eine saftige um die Beine bekamen. Diesbezüglich hat sich nichts geändert. Ich habe zum Glück keine Angst mehr vor den Krampussen:) Im Gegenteil, ich liebe diesen, ein wenig närrischen Tag, weil er mich jedes Jahr auf's Neue an meine Kindheit erinnert. 

Früher hatten sie nur Kuhglocken umgehängt, heute sind die Krampusse ganz anders gerüstet!
Was auch zu diesen Tagen gehört, ist die Weihnachtsbäckerei. Ich war immer der Meinung, dass ich recht früh damit beginne. Dann hat mich Petra geschockt: sie hat mit der Bäckerei schon abgeschlossen! Aber vielleicht, liebe Petra, kommt noch die eine und andere Sorte dazu, so wie bei mir immer. Man kann nie wissen!
Was mich allerdings in meinem Tatendrang gebremst hat war die Tatsache, dass keine Orangenmarmelade mehr vorrätig war. Seit 3 Wochen kaufe ich je 3 Orangen zum Probe-Essen. Diese Woche hatten sie dann endlich die Qualität, die ich mir wünsche  und dann ist die Produktion losgegangen. Nicht nur der Orangenmarmelade auch des heißgeliebten Orangenpunches. Für die Marmelade schneide ich die Orangen, nachdem ich großzügig die Schale außen mit dem Messer entfernt habe, nicht mehr in Filets, sondern samt den Zwischhäuten in Spalten, koche sie kurz auf und drehe sie danach durch die Flotte Lotte, wie sie Claudio auch so nett nennt. Das geht wesentlich schneller und die Qualität leidet auch nicht darunter.
Nichtsdestotrotz bekommt ihr von mir ein Rezept der Kekse die ich letztes Wochenende produziert habe.


Es gibt halt immer wieder liebe Menschen die einem gute Rezepte verraten und eine Freude haben, wenn man sich auch freut. So wie Evi, bei der ich mich herzlich für das Rezept bedanke.

Schoko-Brezeln

Zutaten für ?(ich habe die Kekse leider nicht gezählt):
  • 250 g Mehl
  • 3 EL bestes Kakaopulver, nicht gesüßt
  • 2 TL Triebmittel (Backpulver oder Weinstein)
  • 150 g Zucker
  • 1 Msp Vanille-Extrakt
  • 1 Prise Salz
  • 8 EL Milch
  • 90 g Butter, kalt
  • Zucker zum Wälzen
  1. Ich mische das Mehl mit dem Kakaopulver und dem Weinstein und siebe es auf die Arbeitsfläche.
  2. Ich gebe alle restlichen Zutaten dazu, die Butter in dünne Scheiben geschnitten und knete rasch einen geschmeidigen Teig zusammen.
  3. Ich heize den Backofen auf 160° Heißluft vor.
  4. Ich rolle den Teig zu einer ziemlich dünnen Platte und steche Brezen aus.
  5. Ich streue Zucker in einen Teller und drücke die Brezen mit der Oberseite in den Zucker, lege sie dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  6. Ich backe die Brezen genau 9 Minuten. Da sie schon vorher dunkel sind, sieht man nicht, wann sie fertig gebacken sind.
  7. Die Teigreste knete ich wieder zusammen, rolle wieder aus, steche wieder aus...solange bis ich keinen Teig mehr habe.   

Jetzt kann die Kekse-Produktion wieder aufgenommen werden und die nächsten sind alle mit Orangengeschmack:)

Montag, 3. Dezember 2012

Zucchini-Quiche mit Weihnachtsduft

Zucchini sind jetzt nicht gerade ein Saisons-Gemüse. Man bekommt sie das ganze Jahr. Aber ohne Peperoni, Zucchini und Co. wäre es schon den ganzen Winter über ein bisschen langweilig. Höchstens für Anti-Gemüse-Freaks wäre es eine zeitweilige Erlösung der "Qual", solches Zeug essen zu müssen. Solche soll es geben:) Wer solche salzige Kuchen gerne mag muss unbedingt einmal Juliane auf ihrem Blog Schöner Tag noch besuchen und ein bisschen stöbern. Sie hat so allerhand von diesen Köstlichkeiten, die man 100fach variieren kann.
Meiner hier hat, nachdem ich ein Fan von Chilis geworden bin, ein wenig Schärfe abbekommen, aber eben auch ein Hauch an Weihnachtsduft.

Zucchini-Quiche mit Orangenschale

Zutaten für eine Quiche von 26 cm Durchmesser:

Für den Teig:
  • 170 g Mehl
  • 65 g Butter 
  • 20 g warmes Wasser
  • eine Prise Salz
Für den Belag:
  • 4 mittlere Zucchini
  • 4 Zweiglein Thymian
  • 2 Zweiglein Rosmarin
  • 2 Chili, frisch
  • 2 EL Olivenöl, das frische von diesem Jahr
  • Salz
Für den Guss:
  • 80 g Käsereste ohne Rinde
  • 40 g Parmesankäse
  • 1 Ei
  • 80 g Crème fraîche
  • 75 g Sahne
  • etwas Orangenabrieb einer Bio-Orange
  • Salz
Fett für die Form
  1.  Ich knete alle Zutaten für den Teig zügig zusammen, wickle ihn in Klarsichtfolie und lege in während ich alles andere erledige in den Kühlschrank.
  2. Da ich die Hände schon fettig habe schmiere ich noch die Form mit einem Stückchen Butter ein.
  3. Ich wasche die Zucchini, schneide die Stielansätze weg und hoble sie in nicht zu dicke Scheiben.
  4. Dann werden die Scheiben kurz gegrillt und gesalzen. Ich persönlich finde, dass Zucchini erst mit ein wenig Röstaroma gut schmecken, sonst sind sie eher fade. 
  5. Ich schneide die Chilis fein und mische sie mit den Zucchinischeiben, dem Olivenöl, den abgezupften und fein gehackten Kräutern und lasse alles ein Weilchen ziehen.
  6. Dann reibe ich die verschieden Käse in eine kleine Schüssel, schlage das Ei dazu und verrühre alles mit Crème fraîche und Sahne. Noch etwas Salz würde nicht schaden.
  7. Ich heize den Backofen auf 180° Heißluft.
  8. Dann nehme ich den Teig aus dem Kühlschrank, knete ihn kurz durch und rolle ihn auf die ungefähre Größe dieser Form aus, lege ihn in die Form und steche den Boden mit einer Gabel einige Male ein.
  9. Ich verteile die Zucchinischeiben gleichmäßig auf dem Boden, gebe auch den entstandenen Saft dazu.
  10. Jetzt schütte ich den Guß darüber und schiebe den Kuchen gleich in den Ofen.
  11. Nach ungefähr 40 Minuten sollte er so aussehen, wie auf dem Foto.
Auch noch lauwarm ist so ein Quiche nicht zu verachten. Ja und leider wird so manch ein Mitesser nicht so begeistert von diesem Gemüsezeugs:( sein.

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