Donnerstag, 29. Oktober 2009

Risotto alla milanese, wie könnte es anders sein

Wir sind mental momentan in Mailand. Auf der wunderschönen Piazza del Duomo, in einem schicken Restaurant und genießen dieses Gericht.
Um denjenigen, die es nachkochen möchten, den ganzen Genuss zu gönnen , schreibe ich noch schnell das Rezept für diese Beilage zum Ossobuco (siehe weiter unten).
Viele werden erstaunt sein, dass ich den Reis im Schnellkochtopf koche. Dieser Topf ist ein Alleskönner. Wer einen besitzt, und es sind wahrscheinlich viele, sollte dieses Experiment wagen, denn es ist fast nicht zu glauben, was da herauskommt.

Zutaten für 4 Personen:

2 Tassen Rundkornreis (wenn möglich Vialone nano, das ist ein kleinkörniger Risotto-Reis)
1/4 Zwiebel
50 g Butter
1/2 Glas trockener Weißwein
2 Messerspitzen Safranfäden
Salz
40 g Parmesankäse, gerieben



  1. Die Zwiebel fein hacken. Im Schnellkochtopf , in der Hälfte der Butter bei niedriger Hitze weich dünsten.

  2. Reis dazugeben, glasig werden lassen, damit sich die Poren verschließen ( es ist so, auch wenn es blöd klingt).

  3. Mit dem Weißwein aufgießen und völlig verdampfen lassen.

  4. Jetzt kommt es auf die Größe eures Schnellkochtopfes an, wieviel Wasser aufgegossen wird. Bei einem 3l Schnellkochtopf reichen 4 1/2 Tassen Wasser. Für einen 5 l Topf müssen unbedingt 5 Tassen genommen werden. Der Topf braucht auch Flüssigkeit, um unter Druck zu gehen. Diese würde er sich vom Reis nehmen und der wird dann trockener.

  5. Die Safranfäden zwischen den Handflächen zerreiben und zum Reis geben.

  6. Salzen und verschließen. Den Topf bei großer Hitze unter Druck gehen lassen. Ab dem Moment wie der 2. Ring vom Ventil sichtbar ist, schalte ich die Temperatur auf klein. Der Ring sollte aber 6 Minuten sichtbar bleiben. Die Herdplatte könnt ihr nach ca. 3 Minuten ganz abschalten. Die Restwärme hält euch die Temperatur leicht die restlichen 3 Minuten.

  7. Sobald die Zeit um ist, stelle ich den Schnellkochtopf in das Waschbecken und lasse einen Wasserstrahl über den Deckel laufen. Das Ventil geht sofort wieder hinunter.

  8. Jetzt könnt ihr den Deckel öffnen. An der Oberfläche liegt ein wenig gelbe Flüssigkeit, diese rührt ihr mit der restlichen Butter und dem Parmesankäse unter den Reis.

Wie schon gesagt, er sollte eher flüssig sein, als sonst etwas.

Manche werden sich wundern, wieso ich keine Fleischbrühe und kein Knochenmark angebe.
Wie schon erwähnt habe ich nicht immer Fleischbrühe und das Knochenmark nehme man sich vom Ossobuco, wenn es schon auf eurem Teller liegt, und rühre es sich unter den Reis. Alles klar?

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Ossobuco alla milanese

Ossobuco, was so viel bedeutet wie "Knochenloch". Interessanterweise wird mit dieser Beschreibung das beschrieben, was nach dem Verzehr übrig bleibt. Ein Knochen mit Loch.
Ein Klassiker in Italien, das Rezept ist viel umstritten, aber dieses hier ist von einer echten Mailänderin;)
Der gelbe, cremige, fast flüssige Reis ist ein MUSS, zum Ossobuco. Die Sauce soll fast mit dem Reis ineinanderfließen. Wenn´s nicht dumm ausschauen würde, könnte man Sauce mit Reis fast mit dem Löffel essen.
Ich würde jedes Filet stehen lassen für diese Köstlichkeit.

Zutaten für 4 Personen:


4 Kalbs-Ossobuchi
etwas Mehl
1 Schuss trockener Weißwein
50 g Karotte
50 g Zwiebel
50 g Selleriestange, ohne Laub
3 Löffel passierte Tomaten aus der Dose, Flasche, selbst hergestellt
1 kleines Zweiglein Salbei
1 kleines Zweiglein Rosmarin
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Öl
100g Butter


Für die Gremolata:
2 hauchdünn abgezogene Zitronenschalen einer Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
wenig Petersilie



  1. Karotte und Zwiebel schälen, Selleriestängel waschen. Alles in klitzekleine Würfelchen schnippeln.

  2. Haut, welche die Ossobuchi umgibt, mit einem scharfen Messer einschneiden, damit sie sich beim Braten nicht aufrollen kann und in Mehl wenden.

  3. Öl (kein Olivenöl) und ca. 20 g von der Butter, in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen, die Ossobuchi darin, bei nicht zu starker Hitze, von beiden Seiten bräunen.

  4. Herausnehmen, das Fleisch salzen und pfeffern, den Bratensatz mit dem Schuss Weißwein ablöschen und in einem Schälchen auffangen. Mit den passierten Tomaten mischen.

  5. In der Pfanne die restliche Butter schmelzen lassen und das fein gehackte Gemüse drin anrösten, danach das Fleisch dazugeben.

  6. Die Wein-Tomatensauce in die Pfanne geben. Rosmarin und Salbeizweiglein dazu geben und mit wenig Wasser aufgießen. Ja, Wasser! Ich habe nicht immer eine Fleischsuppe zur Hand und da ich auf irgendein Fertigprodukt verzichte, gibt es bei mir manchmal nur Wasser. Wenn ich die Sauce noch salze, immer wieder Löffelweise über das Fleisch gieße und wenn sie zu dick wird immer wieder ein wenig Wasser zufüge, habe ich, auch ohne Suppe, die beste Sauce der Welt.

  7. Das ganze bleibt auf kleinster Flamme, oder Hitze, 1 1/2 Stunden zugedeckt auf dem Herd.

  8. Kurz vor dem Servieren wird die Gremolata sehr fein gehackt in die Sauce eingerührt. Rosmarin und Salbei wird wieder herausgenommen.
    Es gibt anscheinend Menschen, die die Gremolata nicht mögen. Dann sollten sie die Finger vom Ossobuco alla milanese lassen. Das wäre das selbe wenn ich einen Speckknödel ohne Speck machen würde.

Die Sauce sollte leicht eingedickt sein und das Fleisch butterweich. Bei uns wird um jedes Stück Fleisch, und jedem Löffel Sauce gefeilscht. Übrig ist noch nie was geblieben. Zum Reis komm ich ein ander Mal. Heute habe ich keine Zeit mehr.

Montag, 26. Oktober 2009

Minestrone, eine Suppe für Herz und Bauch

Prinzipell habe ich den Sommer lieber. Man hat nicht ständig zu kalt, ist nur spärlich bekleidet, kann viel im Freien unternehmen...Es gäbe viele, viele Argumente, die mir für den Sommer einfallen würden. Ein Argument für den Herbst bzw. Winter ist diese Suppe. Minestrone, heißt wortwörtlich übersetzt "große Suppe", um darauf hinzuweisen, dass es eine gewaltige Suppe ist. Eine von der man was hat. Ein Essen das wichtig ist.
Das Gemüse, ist fast nicht zu glauben, kommt noch aus meinem Garten, der, wie die meisten schon wissen, etwas südlicher liegt, als ich wohne.
Auf eine Frage nach einem schnellen Gericht, habe ich einmal die Gemüsesuppe genannt. Das Gemüse grob geschnitten, mit dem Schnellkochtopf gekocht, kommt mir die Zubereitung im Gegensatz zu vielen anderen Speisen eher schnell vor.
Die Zutaten stellen sich eigentlich von selbst zusammen. Das was grad da ist, oder aufzubrauchen wäre, wird genommen. Leider wird für Gemüsemuffel die Minestrone manchmal passiert, damit das Gemüse nicht mehr so erkennbar ist. Ich finde gerade das schön für´s Auge und viel besser im Geschmack.
Als wir Kinder waren, wollten wir unserem kleinen Bruder beweisen, dass er Erbsen nur nicht mag, weil er es sich einbildete. Meine Schwester und ich haben ihm sämtliche Erbsen in den Nudeln versteckt. Keine hat er gesehen und alles aufgegessen. Nachher wollte er uns nicht glauben, wieviele Erbsen er verspeist hatte. Das zum Thema: das Auge ißt mit!
Für diese Suppe hat sich folgende Zusammenstellung ergeben:

Zutaten für eine Minestrone:
Siehe Bild oben, oder Angabe unten:

1/2 Zwiebel
1 Karotte
2 Kartoffeln
2 Röschen Brokkoli
1 Lauch
1 Selleriestange
1 Hand voll Stangenbohnen
1 Knoblauchzehe
2 Stängel Basilikum
100 g Ceci (Kichererbsen, hat nichts mit kichern zu tun)
1 reife Tomate (fehlt auf dem Foto)
100 g Speck
1 geputzte Rinde vom Parmesankäse (für einen guten Geschmack, danach ist er zäh wie Kaugummi, ein Parmesankaugummi)
Olivenöl

100 g Nudeln

  1. Ceci in reichlich Wasser mindestens eine halbe Stunde einweichen. Zwiebel, Karotte, Knoblauchzehe und Kartoffeln schälen, auch die Tomate, diese allerdings mit dem Tomatenschäler.
  2. Restliche Gemüse waschen und putzen.
  3. Zum Parmesankäse ist vielleicht noch zu sagen, dass ich die Rinde, welche immer übrig bleibt, nie wegschmeiße, sondern für solche Fälle aufbewahre. Ich schabe sie am schmutzigen Ende ab und teile sie für die Suppe in drei Teile. Manchmal gebe ich sie auch in den Risotto. Dann schneide ich sie allerdings in kleine Würfelchen.
  4. Basilikum und die Blätter vom Sellerie fein hacken und als erstes in Olivenöl im Schnellkochtopf ein wenig braten.
  5. Das Rote vom Speck schneide ich in grobe Würfel, das Weiße in feine, in den Topf zu den Kräutern geben.
  6. Das Gemüse ebenfalls in gröbere Würfel schneiden und im Schnellkochtopf etwas anrösten.
  7. Jetzt erst kommen die abgeseihten Kichererbsen und die Parmesankäse-Rinde dazu.
  8. In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen, dann erst salzen und die Nudeln darin nach Packungsanleitung kochen. Abseihen und mit kaltem Wasser abbrausen, damit sie nicht kleben.
  9. Jetzt gibt man in den Schnellkochtopf soviel Wasser, damit das gesamte Gemüse vollkommen vom Wasser bedeckt ist. Mein 4,5 l Topf ist dann 3/4 voll. Salzen und den Topf mit dem Deckel verschließen.
  10. Sobald der Inhalt zu kochen beginnt, steigt das Ventil. Dieses lasse ich nur bis zum 1. Ring hochgehen, dann nehme ich den Topf vom Herd.
  11. Nun muss man das Ventil von alleine wieder sinken lassen, das geht relativ schnell, danach den Deckel öffnen und die Suppe mit den Nudeln servieren.
Die Nudeln koche ich separat. Stellt euch vor, es bleibt Suppe übrig, mit den Nudeln drin. Das wird dann Stampfsuppe.
Erbsen gibt es diesmal keine, weil sie im Garten nicht recht gedeihen wollten. Unser Bruder mag sie heute noch nicht. Wahrscheinlich, weil sie ihm niemand mehr versteckt.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Roggen-Gemüse-Knödel


Wie unsere Eltern Kinder waren, wurde auf unseren Bauernhöfen nur 3-4 mal im Jahr Brot gebacken. Deshalb hat man viel mehr hartes Brot gegessen und bis ins hohe Alter gute Zähne gehabt. Das ist noch nicht so lange her.
Um das Brot haltbar zu machen hat man es getrocknet und dafür hat es den Brotrahmen gegeben, um das harte Brot zu zerkleinern die "Grommel".



Das Brot wurde hauptsächlich aus Roggenvollkornmehl gebacken. Schüttelbrot ist eine Südtiroler Spezialität. Man kann für dieses Rezept natürlich auch ein anderes Roggenbrot nehmen. Roggen gibt diesem Gericht den typischen rustikalen Charakter.

Hier einmal ein Rezept für einen Knödel, was früher ein Armeleuteessen war und heute reißen sich alle darum.


Zutaten für ca. 10 Knödel:

300 g Schüttelbrot
400 ml Milch
1 Ei
1 Karotte
1 Zucchini
1 kl. Kohlrabi
½ Zwiebel
Olivenöl
Salz
1 EL Vollkorn-Roggenmehl

Parmesankäse
Butter


1 Schüttelbrot zerkleinern z.B. mit einer „Grommel“, oder einer Küchenmaschine, oder einem
Cutter.

2 Milch ein wenig erwärmen und den größten Teil über das Brot schütten. Salzen, und dann
mit den Händen alles gut vermischen.

3 Karotte und Kohlrabi schälen, Zucchini waschen und in ganz feine Würfel schneiden.

4 Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne mit dem Olivenöl andünsten, danach die
Gemüsewürfel dazugeben und kräftig mitrösten, zum Brot geben.

5 Mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens 1 Stunde, besser wären aber 2 Stunden ziehen
lassen, bis das Brot ganz aufgeweicht ist.

6 Das Ei und das Mehl zum Brotgemisch geben und richtig kneten. Falls die Masse zu
trocken erscheint, die restliche Milch dazugeben.

7 Knödel formen und über Wasser 10-15 Minuten dämpfen.

8 Herausnehmen und mit geriebenem Parmesankäse und zerlassener Butter servieren.

Mit einem gemischten Salat ist dieses Gericht auch eine super Hauptspeise.

Montag, 19. Oktober 2009

Kastanienherzen

Gestern hat das Meraner Traubenfest stattgefunden. Ich war einmal dort, als Kind. Es ist wunderschön und sehr konzentriert, was Trachten und Brauchtum angeht, aber es ist viel zu viel los. Wir haben es vorgezogen zum Kastanienfest nach Völlan zu wandern. Dort haben wir die guten Tisner Kastanien zu essen bekommen.


Sie werden in einer mit Löchern versehenen Eisenpfanne, direkt über dem offenen Feuer gebraten. Man muss sie vorher mit einem scharfen Messer einritzen, damit sie nicht platzen und während dem Braten ständig die Pfanne rütteln, damit sie von allen Seiten geröstet werden. Wenn wir Kastanien braten, lassen wir immer ein paar ganze Kastanien in die Pfanne fallen. Dann ist das immer eine Hetz (Spaß), wenn die dann explodieren und einem um die Ohren fliegen, vorallem für die Kinder.

Man kann mit den Kastanien aber auch allerhand feines zubereiten. Dieses Rezept ist eines meiner absoluten Favoriten. Für uns gibt es diese Delikatesse nur kurze Zeit. Man braucht allerdings gutes Werkzeug, in diesem Fall eine gute Passiermaschine. Andernfalls ist man fast nicht im Stande die Kastanien durch zu passieren.


Zutaten:

500 g Kastanienmasse (bei guter Qualität erhält man diese, aus 1/2 kg Kastanien)
200 g Staubzucker
250 g dunkle Kuvertüre
20 g Kokosfett


1 Kastanien, mit viel Wasser bedeckt, im Schnellkochtopf beim 2. Ring 30 Minuten
kochen, und im Topf ganz abkühlen lassen. Die Kastanien müssen sich voll Wasser saugen können.

2 Kastanien schälen, in dem man sie längs halbiert und dann aus der Schale heraus drückt.

3 In die Passiermaschine zuerst die grobe Scheibe einsetzen und die Kastanien durch passieren.
Danach diese Masse nochmals durch die mittlere Scheibe drehen.

4 Nun die Kastanienmasse mit dem Staubzucker mischen. Wenn diese Masse zu nass
wirkt, auf keinen Fall noch Staubzucker dazugeben, da die Masse nur noch nässer wird.

5 Damit sie trockener wird und besser zu verarbeiten geht, muss man diese Masse mehrere
Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

6 Die zerkleinerte Kuvertüre und das Kokosfett auf niederer Temperatur schmelzen
(max. 33° C). Das geht in einem flachen Teller am Besten, weil die Schokolade nicht so tief unten in einer Schüssel ist. Aus der Kastanienmasse Herzen formen, in die breite Seite eine
Gabel stechen, mit Kuvertüre überziehen und auf Backpapier ausgelegen.

7 Wieder etwas kühl stellen und mit geschlagener Sahne servieren.

Ich schneide das Backpapier für die Größe einer Frischhaltedose zu und lege die Herzen direkt in die Dose. Wenn notwendig mache ich eine zweite Schicht: zuerst nochmals Backpapier und nochmal Kastanienherzen drauf. Wie ihr seht mach ich sie eher klein, damit man länger was davon hat. Von der durchpassierten Kastanienmasse behalte ich mir wenig zurück und dekoriere damit die Herzen vor dem Servieren.

Die passierte Kastanienmasse lässt sich sehr gut gefrieren. Zum Wiederverwenden einfach aus dem Kühlfach nehmen, bei Zimmertemperatur auftauen lassen und weiter verarbeiten wie beschrieben.

Wem´s schmeckt kann in die fertige Masse einen Schuss Rum einarbeiten. Aber Vorsicht, die Masse wird dadurch nässer.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Kürbis Gnocchi

Der Herbst ist eingezogen! Letzte Woche sind wir noch in kurzen Hosen und T-Shirt herumgelaufen. Heute haben wir das erste Mal eingeheizt. Ich habe meinen ersten Schnupfen. Aber das hält mich vom Kochen nicht ab.
Kürbisse habe ich bis heute erst einen einzigen aus dem eigenen Garten geerntet. Ich muß erst die richtige Stelle finden, an der ich ihn plazieren kann. Ich habe auch keine Ahnung, ob er viel Wasser braucht, oder kommt er mit wenig aus? Vielleicht gibt es eine gute Fee, die mir einen Rat geben kann.
Kürbisse gibt es auch zu kaufen. An dem soll es nicht scheitern. Was hätte ich denn früher getan, als ich noch keinen Garten hatte!
Welcher Kürbis schmeckt am Besten? Das ist eine gute Frage. Ich mag immer noch und nach langem Probieren den Butternut am Liebsten.
Wenn ich dann einen zu Hause habe, muß ich ihn immer ein paar Tage zur Deko irgendwo stehen haben, damit sich mein Auge an ihn ergötzen kann. Sie sind so schön und wer weiß vielleicht verwandelt sich einer doch mal in die Kutsche der Cinderella. Obwohl ich da dann schon eher die Rolle der Stiefmutter übernehmen müßte und das will ich dann auch nicht. Deshalb koche ich ihn schnell und bleibe mit den Füßen auf dem Boden.


Zutaten für 4 Personen:


  • 750 g geschältes und entkerntes Kürbisfleisch
  • 150 g Ricotta romana
  • 150 g Mehl
  • 100 g Parmesankäse, gerieben

  • 1 1/2 Ei

  • 1 TL Kürbiskernöl

  • Salz

  • Parmesankäse, gerieben

  • 2 EL Kürbiskerne

  • Butter

Backofen, wenn möglich mit Heißluft auf 200° vorheizen.


Kürbis in Spalten schneiden.


Kürbisfleisch auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Backofen 25 Minuten butterweich dünsten. Es sollte auch etwas angeröstet sein. Etwas abkühlen lassen.

Fein passieren und mit der Ricotta romana, Mehl, Parmesankäse, Ei, Salz und dem Kürbiskernöl vermengen. Es wird eine schöne homogene Masse.


Mit Hilfe zweier Teelöffel Gnocchi formen und ins kochende Salzwasser geben; wenn sie an der Oberfläche erscheinen, mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausnehmen.

Die Kürbiskerne in einem Cutter nicht ganz fein hacken und in zerlassener Butter anrösten.

Mit Parmesankäse und der Kürbiskernbutter sofort servieren.

Ich sage euch, sie zergehen einem auf der Zunge. Übrig geblieben ist noch nie etwas.

Heute gibt es Minestrone mit Speck, Ceci (Kichererbsen) und Nudeln. Für euch vielleicht das nächste Mal.

Montag, 12. Oktober 2009

Geburtstagsgeschenke

So wie jeder Mensch habe auch ich einmal im Jahr Geburtstag!

Meine lieben Kinder (13 und 16 Jahre) möchten mir alljährlich natürlich mit ihren Geschenken eine Freude machen. Heuer ist ihnen das aber auf eine besonders keative Art gelungen.
Ich habe in einem großen Karton viele von diesen wunderschön eingewickelten "Riesenbonbons" bekommen.
Beim Auspacken habe ich dann festgestellt, dass es selbsgebackene Kekse waren ( mit Hilfe unserer lieben Oma gebacken).


Ich wollte schon mit Genuss eines verspeisen, wurde aber sofort darauf hingewiesen, dass ich diese Kekse mit "Vorsicht" genießen sollte.

Beim Hineinbeißen hat sich dann herausgestellt, dass der Keks einen "harter Kern" hatte.

Es kam ein winzig kleiner Streifen zum Vorschein auf dem ein schlauer, netter Spruch zu lesen war, in der Art der Glückskekse in den chinesischen Restaurants.


Auf jedem Zettelchen stand allerdings ein Spruch mit Bezug auf das Kochen. So zum Beispiel: Wer sich nicht wehrt, landet am Herd!!!, als ob das eine Strafe wäre.

Die Freude könnt ihr euch vorstellen. Ich habe noch ein paar Kekse zu essen.

Übrigens habe ich ganz normale Kinder, mit denen man schimpfen und diskutieren muss, die ich manchmal sonst wo hinwünschen könnte, die ich aber immer über alles liebe und an diesem Tag ganz besonders.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Gefüllte Melanzane

Noch sind wunderschöne Melanzane an den Stauden. Im Winter werden wir uns danach sehnen. Heuer war die Ernte reichlich. Auch die Qualität war hervorragend. Für meine Familie könnte ich 5 mal in der Woche Überbackenes, gefülltes Gemüse zubereiten. Wenn ihr diese Zutaten nicht alle zu Hause habt, oder die eine oder andere nicht mögt, einfach weglassen ist das Beste.

Zutaten für 4 Personen:
  • 3 Melanzane

  • 150 g Thunfisch

  • 2 hartgekochte Eier

  • 2 reife Tomaten

  • 15 schwarze Oliven

  • 1 Mozzarella zu 125 g

  • getrockneter Origano

  • Salz

  • Pfeffer aus der Mühle

  • Olivenöl

  • geriebener Parmesankäse
  1. Melanzane waschen, Stielansätze entfernen und halbieren.

  2. Das Fruchtfleisch einer jeden Hälfte mit einem scharfen Messer rautenförmig tief einschneiden (siehe Foto unten).

  3. Die Melanzanehälften in einer Pfanne mit wenig Öl und niederer Hitze grillen oder braten, wobei man mit der Seite der Schale beginnt. Umdrehen und die rautenförmigeingeschnittene Seite solange grillen bis sie schön gebräunt ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.

  4. Backofen auf 200° Heißluft vorheizen.

  5. Aus den Hälften, bis auf einem Zentimeter am Rand, das Fleisch herausschneiden und unbedingt salzen.

  6. Das Melanzanefleisch fein schneiden und in eine Schüssel geben. Eier pellen, Oliven entkernen und beides fein hacken.

  7. Tomaten mit einem Tomatenschäler schälen, Stielansätze herausschneiden und in kleine Würfel schneiden, Mozzarella ebenfalls.

  8. Zwei Esslöffel Tomatenwürfel, Eier, Oliven, Thunfisch samt Öl und Mozzarellawürfel zum Melanzanefleisch geben. Mit Salz, Pfeffer und zwischen den Händen verriebener Origano würzen.

  9. Restliche Tomatenwürfel mit Olivenöl und Salz in einer feuerfesten Form verrühren.

  10. Melanzanehälften mit dem Gemisch füllen, in die Form schichten und mit dem Parmesankäse bestreuen.

  11. Im Ofen 30 Minuten knusprig werden lassen.

Solche Gerichte sollten vor dem Essen immer etwas abkühlen können, dann kann man es viel mehr genießen.
Schade, dass der Sommer schon fast vorbei ist. Aber uns wird schon trotzdem was zum Kochen einfallen!

Samstag, 3. Oktober 2009

Eiweißverwertender Schokoladentraum

Es gibt Menschen, die ohne Süßkram leben können und solche die süchtig sind. Aber es gibt auch etwas mittendrin. In unserer Familie sind alle vertreten. Norbert und ich gehören eher zur normalen Katergorie, unsere Tochter hat lieber etwas Salziges, wenn etwas Süßes da ist, dann mag sie es auch. Der Süßeste von uns ist eindeutig unser Junior.
Diese Torte ist nicht nur ein Traum aus Schokolade und eine Versuchung für uns alle, nein auch diese ewig im Kühlschrank aufbewahrten Eiweiße können endlich sinnvoll verwertet werden. Alle kennen das Problem. Man braucht ein paar Dotter. Was macht man mit den Eiweißen? Vielleicht hat man sogar teure Bio-Eier gekauft und es reut einem, sie so einfach wegzuwerfen. Also in eine Frischhaltedose und in den Kühlschrank. Nach 10 Tagen sind sie immer noch da. Irgenwann landen sie dann doch im Abfluss! Jetzt kann ich Euch eine Super-Verwendung anbieten.


Zutaten für eine Schokoladen-Torte von ca. 12x35 cm:

Für den Mandelbisquit:
  • 130 g gemahlene Mandeln

  • 130 g Staubzucker

  • 30 g ungesüßtes Kakaopulver

  • 8 Eiweiß

  • 100 g Staubzucker

  • 1 Prise Salz
Für die Schokoladecreme:
  • 80 g Zart-Bitter-Kuvertüre

  • 320 g Milchschokoladen- Kuvertüre

  • 240 g weiche Butter

  • 130 g Fondant (bekommt ihr bei einem Konditor, auf den Fotos oben abgebildet)

  • ca. 50 ml Himbeergeist

  • ungesüßtes Kakaopulver
  1. Für den Mandelbisquit die gemahlenen Mandeln, die 130 g Staubzucker und das Kakaopulver in eine Schüssel sieben.

  2. Eiweiß steif schlagen, dabei zuerst eine Prise Salz und dann den Puderzucker hinzufügen.

  3. Den Eischnee sachte unter die Mandelmischung heben.

  4. Den Backofen auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen.

  5. Den Teig, mit einer langen Spachtel, in rechteckiger Form, auf ein Backpapier streichen und behutsam auf das Backblech, von der Seite mit dem abgeflachten Rand, ziehen.

  6. Den Kuchen auf der 3. Ebene 15 Minuten backen.

  7. Den Bisquit aus dem Ofen nehmen, auf eine Arbeitsfläche stürzen und das Backpapier abziehen.

  8. Sobald der Boden abgekühlt ist in drei gleiche Teile schneiden.

  9. Für die Schokoladenfülle die Schokolade in kleine Stücke schneiden und bei milder Hitze über Wasserdampf langsam schmelzen. Auf keinem Fall darf die Schokolade über 35° erwärmt werden. Bei Kuvertüre ist das sehr wichtig.

  10. Butter und Fondant in einem Topf grad soviel erhitzen, dass man mit einem elektrischen Rührgerät die beiden Zutaten miteinander verühren kann. Sie sollten nicht schmelzen.

  11. Die Buttermischung in die Schokolade geben und ebenfalls mit dem Handrührgerät verrühren. Dabei soviel Himbeergeist dazugeben, bis es einem schmeckt.

  12. Die Füllung für 2 Stunden in den Kühlschrank geben.

  13. Danach nochmals mit dem Handrührgerät bearbeiten, damit die Creme streichfähig wird.

  14. Einen Teil des Mandelbisquits mit Schokoladecreme bestreichen, den nächsten Boden auflegen, diesen ebenfalls bestreichen und mit dem 3. Boden abschließen. Nun mit der übrig gebliebenen Creme den ganzen Kuchen einstreichen.

  15. Dick mit gesiebtem Kakaopulver bestäuben.

Es gibt noch Anregungen zu diesem Kuchen. Wie ihr auf einem kleinen Foto sehen könnt, habe ich eine Variante mit Zitronencreme hergestellt. Oder ihr streicht eine Marmelade vor der Creme auf den jeweiligen Tortenboden. Dann kann man auch den Himbeergeist weglassen, falls Kinder mitnaschen. Für die Zitronencreme habe ich folgendes Rezept genommen:

  • 2 unbehandelte Zitronen

  • 70 g Zucker

  • 40 g Butter

  • 1 Eigelb (Eiweiß kann für den Mandelbisquit verwendet werden)

  • 1 Ei

  • 75 g geschlagene Sahne
  1. Zitronenschale abreiben und Saft auspressen.

  2. Mit Zucker, Butter Eigelb und Ei über heißem Wasserdampf aufschlagen, bis die Masse fast kocht und dick wird.

  3. Diese Creme im Kühlschrank fest werden lassen, danach mit der geschlagenen Sahne verfeinern und als Zwischencreme für den Schokoladenkuchen verwenden.

Ich wünsche euch heute gutes Gelingen und einen schokoladigenen Sonntagstraum.

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